Die Preise für Gold und Silber sind innerhalb einer Woche deutlich gefallen. Dabei ist ein Anstieg der Aufgelder für Barren und Münzen im Edelmetall-Handel zu verzeichnen.
Gold kaufen
Wer aktuell Gold kaufen möchte, zahlte am Freitagnachmittag deutlich weniger als noch vor einer Woche. Der Rückgang des Goldpreises hat auch die Händlerpreise für Münzen und Barren nach unten gezogen. Eine prägefrische Krügerrand-Goldmünze zu einer Unze kostete um 14:00 Uhr durchschnittlich 3.982 Euro. Das zeigt unsere wöchentliche Preisabfrage bei sieben Edelmetall-Händlern.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Krügerrand kostet im Händlerdurchschnitt 3.982 Euro und damit 1,58 Prozent weniger als vor einer Woche.
- Das Aufgeld steigt leicht auf 3,60 Prozent; gebrauchte Krügerrand-Münzen sind im Schnitt 66,35 Euro günstiger.
- Auch Silber wird günstiger: Maple Leaf und Kilobarren verbilligen sich um 2,56 beziehungsweise 2,93 Prozent.
Gegenüber der Vorwoche sank der ermittelte Verkaufspreis um rund 1,6 Prozent. Der Euro-Goldkurs gab im gleichen Zeitraum um 2 Prozent auf 3.843,94 Euro je Unze nach. Dadurch erhöhte sich das durchschnittliche Aufgeld beim Krügerrand von 3,20 auf 3,60 Prozent.
Im Händlerankauf wurden für einen Krügerrand durchschnittlich 3.734 Euro gezahlt. Das waren 1,4 Prozent weniger als in der Vorwoche. Gleichzeitig erhöhte sich die Handelsspanne zwischen An- und Verkaufspreis um 0,2 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent.
Für einen 100-Gramm-Goldbarren verlangten die Händler durchschnittlich 12.639 Euro. Gegenüber der Vorwoche entspricht dies einem Rückgang um 1,9 Prozent. Das durchschnittliche Aufgeld stieg dennoch geringfügig auf 2,3 Prozent, weil auch hier der Goldkurs etwas stärker nachgab.
Der Spread blieb mit 5,2 Prozent praktisch unverändert. Im Ankauf zahlten die Händler durchschnittlich 11.983 Euro.
Mehr dazu: Gold kaufen – Was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt

Gebrauchte Krügerrand-Münzen 66 Euro günstiger
Preisbewusste Anleger können beim Kauf angekaufter Ware weiterhin sparen. Ältere Krügerrand-Goldmünzen wurden am Freitag laut unserer Berechnung im Durchschnitt 66,35 Euro günstiger angeboten als prägefrische Exemplare.
Damit hat sich der Preisvorteil gegenüber der Vorwoche allerdings verringert. Zuletzt betrug die Differenz noch 74,13 Euro. Dabei handelt es sich meist um ältere Jahrgänge oder Münzen mit leichten Gebrauchsspuren. Für Goldgehalt und Anlagezweck spielt dies in der Regel keine Rolle.
Mehr dazu: Gold kaufen – Überblick: Das sind faire Preise für Münzen und Barren
Silbermünzen deutlich günstiger
Auch die Preise für Silberprodukte sind gegenüber der Vorwoche kräftig gesunken. Eine prägefrische Maple-Leaf-Silbermünze kostete am Freitag durchschnittlich 77,02 Euro. Das entspricht einem Rückgang um 2,6 Prozent.
Der Euro-Silberkurs sank im gleichen Zeitraum sogar um knapp 3 Prozent auf 57,55 Euro je Unze. Deshalb erhöhte sich das durchschnittliche Aufgeld um 0,5 Prozentpunkte auf 33,80 Prozent.
Der Spread zwischen An- und Verkaufspreis verringerte sich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 27,20 Prozent. Im Ankauf zahlten die Händler durchschnittlich 56,08 Euro je Münze.
Gebrauchte Maple-Leaf-Silbermünzen werden aktuell im Durchschnitt 2,08 Euro günstiger angeboten als Neuware. Daraus ergibt sich rechnerisch ein Verkaufspreis von rund 74,94 Euro.
Silberbarren: Aufgeld steigt leicht
Ein Kilobarren Silber kostete am Freitag durchschnittlich 2.338,22 Euro. Gegenüber der Vorwoche sank der Preis um 2,93 Prozent. Damit fiel der Händlerpreis nahezu genauso stark wie der Silberkurs.
Das durchschnittliche Aufgeld erhöhte sich dennoch geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 26,40 Prozent. Gleichzeitig stieg der Spread zwischen An- und Verkaufspreis um 0,1 Prozentpunkte auf 27 Prozent.
Der durchschnittliche Ankaufspreis für einen Kilobarren Silber beträgt aktuell 1.708 Euro.
Gold und Silber: Aufgelder bleiben moderat
Damit folgt der Edelmetall-Handel dem jüngsten Rückgang der Gold- und Silberkurse weitgehend. Allerdings sind die Händlerpreise bei Gold etwas weniger stark gefallen als die zugrunde liegenden Metallpreise. Entsprechend haben sich die Aufgelder bei Krügerrand und Goldbarren leicht erhöht.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Silber. Trotz der deutlichen Preisabschläge bleiben die Aufgelder auf physische Silberprodukte auf vergleichsweise hohem Niveau. Die Handelsspannen haben sich gegenüber der Vorwoche dagegen nur geringfügig verändert.
Mehr dazu: Edelmetall-Händler im Porträt


