Der Goldpreis ist weiter gefallen. Krügerrand und Goldbarren kosten deutlich weniger als in der Vorwoche. Die Aufgelder bleiben dennoch moderat.

Gold kaufen nach weiterem Preisrückgang
Mit den niedrigeren Gold- und Silberkursen sind auch die Preise für Edelmetall-Produkte im deutschen Handel erneut deutlich zurückgegangen. Am Freitag um 14 Uhr kostete eine prägefrische Krügerrand-Goldmünze zu einer Unze durchschnittlich 3.626 Euro. Der Preis ergibt sich aus unserer wöchentlichen Abfrage der Angebote von sechs deutschen Edelmetall-Händlern.
Gold und Silber werden deutlich günstiger – doch bei Silber bleiben Aufgelder und Handelsspannen weiterhin hoch.
Gegenüber der Vorwoche verbilligte sich der Krügerrand damit um rund 100 Euro oder 2,7 Prozent. Das durchschnittliche Aufgeld stieg leicht auf 3,78 Prozent. Damit können Anleger die weltweit bekannte Goldmünze weiterhin vergleichsweise nah am reinen Metallwert kaufen.
Für einen 100-Gramm-Goldbarren verlangten Händler durchschnittlich 11.498 Euro. Das waren rund 318 Euro oder 2,7 Prozent weniger als in der Vorwoche. Das Aufgeld erhöhte sich geringfügig auf 2,33 Prozent. Größere Goldbarren bleiben damit auf das Gramm gerechnet die günstigere Möglichkeit, physisches Gold zu kaufen. Die Handelsspannen zwischen An- und Verkaufspreis gingen leicht zurück. Beim Krügerrand betrug der Spread zuletzt 6,39 Prozent, beim 100-Gramm-Goldbarren 5,38 Prozent.

Gebrauchte Goldmünzen günstiger
Preisbewusste Anleger können weiterhin auf angekaufte Ware ausweichen. Gebrauchte Krügerrand-Goldmünzen werden laut unserer Erhebung im Durchschnitt rund 68 Euro pro Unze günstiger angeboten als prägefrische Exemplare. Der Preisvorteil blieb damit gegenüber der Vorwoche nahezu unverändert.
Dabei handelt es sich in der Regel um ältere Jahrgänge oder Münzen mit leichten Gebrauchsspuren. Für den reinen Materialwert und die Funktion als Anlagegold spielt das Prägejahr normalerweise keine entscheidende Rolle.
Mehr dazu: Gold kaufen – Überblick: Das sind faire Preise für Münzen und Barren
Silber kaufen: Preise fallen kräftig
Im Silberhandel fiel der Preisrückgang noch stärker aus. Eine Unze Maple Leaf kostete am Freitag durchschnittlich 67,38 Euro. Das waren rund 4,6 Euro oder 6,5 Prozent weniger als eine Woche zuvor. Das Aufgeld stieg gleichzeitig auf 39,09 Prozent.
Ein Standard-Silberbarren zu einem Kilogramm war im Mittel für 2.050 Euro erhältlich. Damit verbilligte er sich gegenüber der Vorwoche um rund 149 Euro oder 6,8 Prozent. Das durchschnittliche Aufgeld erhöhte sich leicht auf 31,64 Prozent.
Auf das Gramm gerechnet bleiben Kilobarren somit günstiger als einzelne Silber-Anlagemünzen. Allerdings müssen Anleger bei Silber weiterhin deutlich höhere Aufgelder und Handelsspannen einkalkulieren als bei Gold. Der Spread erreichte beim Maple Leaf 36,75 Prozent und beim Kilobarren 40,20 Prozent.
Auch bei Silber lässt sich mit angekaufter Ware sparen. Maple-Leaf-Silbermünzen aus dem Zweitmarkt werden derzeit im Durchschnitt rund 6,50 Euro pro Unze günstiger angeboten.
Gold-Aufgelder bleiben moderat
Der jüngste Rückgang des Goldpreises wurde von den Händlern weitgehend an die Kunden weitergegeben. Die Verkaufspreise für Krügerrand und 100-Gramm-Barren sanken jeweils um rund 2,7 Prozent. Weil der Goldkurs etwas stärker nachgab, erhöhten sich die Aufgelder geringfügig.
Dennoch bleiben die Zusatzkosten bei den untersuchten Goldprodukten moderat. Insbesondere 100-Gramm-Barren werden weiterhin vergleichsweise nah am reinen Metallwert angeboten.
Bei Silber ist der Abstand zum Spotpreis dagegen erheblich größer. Hier wirken sich unter anderem Mehrwertsteuer, Prägekosten, Logistik und Händlermargen stärker auf den Endpreis aus. Anleger sollten deshalb neben dem Verkaufspreis auch den Spread und mögliche Preisvorteile bei angekaufter Ware beachten.
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