Donnerstag,05.August 2021
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Gold: Neue Rekordwerte im US-Terminhandel

Gold ist stark gefragt. Am US-Terminmarkt wurden zuletzt so viele Futures-Verträge abgeschlossen wie nie zuvor. Auch die Netto-Positionen der größten Händlergruppen stiegen in der jüngsten Goldpreis-Rally auf ein neues Rekordhoch.

Gold, Goldpreis, Rally (Foto: Goldreporter)
Gold im Aufwind: Der Bulle regiert auch im US-Terminhandel. Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis bereits 3 Prozent zugelegt (Foto: Goldreporter).

Gold-Rally

Der jüngste Goldpreis-Anstieg war begleitet von neuen Rekordwerten beim Handel mit Gold-Futures an der US-Warenterminbörse COMEX. Noch nie gab es im Rahmen der wöchentlichen CoT-Berichtsdaten eine so große Anzahl an laufenden Verträgen. Dabei sind auch die Positionen der größten Händlergruppen noch einmal deutlich angestiegen. Hier die aktuellen Zahlen per 31. Dezember 2019.

Rekord-Positionen

Die Netto-Short-Position der „Commercials“ stieg gegenüber Vorwoche um 7 Prozent auf den Rekordwert von 366.491 Kontrakten. Die Nettoverkäufe in der Untergruppe der „Swap Dealers“ (darunter Großbanken) legte um mehr als 8 Prozent zu auf 220.384 Kontrakte. Diese traditionell auf der Short-Seite positionierten Händler hatten damit Verkaufsaufträge über 685 Tonnen Gold in ihren Büchern. Das ist der höchste Wert seit die Börsenaufsicht CFTC die wöchentlichen CoT-Daten in dieser aufgeschlüsselten Form publiziert. Und auch auf der anderen Seite wurde ein Allzeithoch erreicht. Die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ nahm gegenüber Vorwoche um 7 Prozent zu auf 327.491 Kontrakte.

Rekordhandel

Der eingangs erwähnte Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, stieg im Vorwochenvergleich um 5 Prozent auf 786.166 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am gestrigen Montag ging es um ein weiteres Prozent rauf auf 794.151 Kontrakte. Damit waren an der COMEX Futures-Verträge über 2.469 Tonnen Gold im Umlauf.

Goldpreis stark

Der Goldpreis ist seit Jahresbeginn um 3,2 Prozent gestiegen auf 1.568 US-Dollar pro Unze im gestrigen Futures-Handel. Basis: COMEX-Futures, meist gehandelter (Februar-)Kontrakt. Insgesamt unterliegt der Kursentwicklung eine enorme Marktstärke, in der bei steigendem Goldpreis eine Menge neuer Futures-Verträge abgeschlossen wurden. Gleichzeitig steigt das Interesse der kapitalstarken Short-Seller an niedrigeren Kursen. Und: Was stark rauf geht, fällt erfahrungsgemäß irgendwann auch wieder deutlich herunter. Insgesamt befindet sich der Goldmarkt aber sowohl fundamental als auch charttechnisch in einem sehr stark bullischen Umfeld.

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48 KOMMENTARE

  1. Das PPT braucht zur Zeit viel COMEX-Papier-Gold /-Silber, um die Kontrolle
    über die edlen Metalle nicht völlig zu verlieren.

    Ich lege den Gold- und Silberkurs der letzten 5 Tage in einem Chart übereinander
    (blaue Linie: Silber, rot: Gold) und erkenne die Algorithmen sehr deutlich, welche
    den Kurs von oberen Kursmarken abprallen lassen, weil Comex-Gold-Silber-Shorts
    auf Paletten verkauft werden.

    „if Goldprice greater $1570 then
    sell 500 GLDnakedShorts.

    if Silverprice greater $1820 then
    sell 100 SLVnakedShorts“

    So oder ähnlich werkeln die COMEX-Algos vor sich hin… wie man im 5-Tages-Chart sieht.

    Inzwischen blicken die Finanzmärkte gespannt in den mittleren Osten und
    warten auf eine Reaktion des Iran auf den Trump-Auftrags.mo.rd.

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        • @Saperlot

          Da dürften viele Gold-/Silber-Shortseller mit Schweißperlen vor dem Monitor sitzen und ihre Bärenfelle davonschwimmen sehen…

          Jetzt, wo sich der Staub auf den US-Militärbasen gelegt hat, verkündete twitterte Trump (wohl auch, um seine Landsleute zu beruhigen):

          Alles ist gut!“
          Raketen vom Iran auf zwei Militärbasen im Irak gestartet.
          Die Bewertung von Opfern und Schäden erfolgt jetzt. So weit, ist es gut!
          Wir haben mit Abstand das mächtigste und am besten ausgestattete Militär der Welt!
          Ich werde morgen früh eine Erklärung abgeben. „

          „Sputnik-News“ neigt auch zum Übertreiben:

          https://de.sputniknews.com/panorama/20200108326314112-tote-nach-raketenangriff-auf-us-truppen-irak/

          Nach ersten Berichten konnten sich die US-Truppen auf den betroffenen Stützpunkten im Irak rechtzeitig in Sicherheit bringen, was bedeuten könnte, daß die iranische Regierung zwar „ein Zeichen der Stärke“ für die aufgebrachte Bevölkerung setzen – aber die USA durch Opfer unter den US-Soldaten nicht zu Gegenschlägen provozieren wollten.

          Alles ist gut“? , oder … auch nicht ?

          • @Saperlot

            „Syntax-Fehler“: mea culpa, mea maxima culpa.
            Also nochmal:

            Da dürften viele Gold-/Silber-Shortseller mit Schweißperlen vor dem Monitor sitzen und ihre Bärenfelle davonschwimmen sehen…

            Jetzt, wo sich der Staub auf den US-Militärbasen gelegt hat, verkündete twitterte Trump (wohl auch, um seine Landsleute zu beruhigen):

            Alles ist gut!“
            Raketen vom Iran auf zwei Militärbasen im Irak gestartet.
            Die Bewertung von Opfern und Schäden erfolgt jetzt. So weit, ist es gut!
            Wir haben mit Abstand das mächtigste und am besten ausgestattete Militär der Welt!
            Ich werde morgen früh eine Erklärung abgeben. „

            „Sputnik-News“ neigt auch zum Übertreiben:

            https://de.sputniknews.com/panorama/20200108326314112-tote-nach-raketenangriff-auf-us-truppen-irak/

            Nach ersten Berichten konnten sich die US-Truppen auf den betroffenen Stützpunkten im Irak rechtzeitig in Sicherheit bringen, was bedeuten könnte, daß die iranische Regierung zwar „ein Zeichen der Stärke“ für die aufgebrachte Bevölkerung setzen – aber die USA durch Opfer unter den US-Soldaten nicht zu Gegenschlägen provozieren wollten.

            Alles ist gut“? , oder … auch nicht ?

  3. Neue Rekordwerte zeigen sich auch woanders. Getreu dem Bonmot Erich Kästners „Wenn man genug Geld hat, stellt sich der gute Ruf ganz von selbst ein.“ scheinen sich die Zentralbanken der westlichen „Moderne“ (eine meiner Lieblingseuphemismen) einer Frischzellenkur unterziehen zu wollen.

    Daten zeigen, dass sich die kumulierten Bilanzvermögenswerte der Fed, der Bank of Japan, der Bank of England und der EZB bis Ende November 2019 auf knapp 36 Prozent in Relation zu den Bruttoinlandsprodukten der jeweiligen Wirtschaftsräume beliefen. Ein Vergleich der durch Bloomberg berechneten Daten zeigt, dass dieser Wert im Jahr 2008 bei gerade einmal zehn Prozent gelegen hatte.

    Auch am globalen Schuldenturm wird weiter kräftig gewerkelt – täglich grüßt das Wachstums-Mantra. Alleine die USA („God’s Own Country“) verzeichnen für 2019 ein Schuldenwachstum von 1.225 Billionen Dollar. Um die Jahreswende, die übrigens auch mit Repo-Liquiditäts-Injektionen von inzwischen über 400 Milliarden Dollar abgesichert werden musste, stiegen die Staatsschulden nur vom 30. auf den 31. Dezember um 100 Milliarden Dollar.

    Derweil zeigt sich, dass die großen US-Investmentbanken auf die Repo-Krise mit neuen Derivate-Konstruktionen und Bilanzierungstricks reagieren. Wodurch die systemischen Risiken wohl nur anders verteilt und vernebelt werden sollen:

    https://insideparadeplatz.ch/2020/01/04/repo-zins-heruntermanipuliert-rezession-kommt-doch/

    Die „Moderne“ frisst ihre eigenen Kinder.

    • @Fleischesser
      Interessant wäre zu wissen, was für Risiken bei der „Japanisierung“ bestehen.
      Noch kann sich das Land der aufgehenden Sonne über Wasser halten trotz dieser jahrzehntelangen Geldpolitik.Die machen ihre Hausaufgaben nicht schlecht!

      • @Fritzthecat
        Ja wo ist der Trick oder wo ist der Harken ?
        Sollte man den Japanern nacheifern ?
        Es könnte auch sein das aus dieser Ecke der Welt die nächste Finanzkatastrophe anrollt !

        • @Fleischesser
          Wie erwähnt: Diese Geldpolitik wird seit jahrzehnten betrieben. Bisher ohne grosartige Reibereien.
          Natürlich braucht man nichts zu glorifizieren, aber bleiben uns Alternativen?
          Wenn Sie mich fragen: Nein!

          • @ Fritzthecat
            Japan stellt in sich ein geschlossenen Kreislauf dar und die EU ist dagegen eher ein Teller bunter Knete !

          • @Fleischi
            Interessanter Bericht:
            “ INSIDE Paradeplatz Crash Dummys im Einsatz“
            Passt zu unserer Diskussion

          • @ Fritzthecat
            Passt wunderbar!! :-)
            Puuh….da haben wir alle aber noch mal Schwein gehabt !!!

  4. Für Japan sehe ich ein anderes Risiko. Ich las 1991 im sowjetischen Journal Nowoje Wremja (Neue Zeit), daß ein Fünftel der US-Bundesschuld mit japanischem Geld finanziert ist, und daß für Amerika dahingehend ein Risiko besteht, wenn nach einem starken Erdbeben, das den Großraum Tokio-Kyoto zerstört, Japan auf einmal all sein Geld von Amerika braucht und der Amerikaner nicht liefern kann. Eine Situation wie 1945. Das Problem ist Mutter Natur, haben die Japaner doch ihre Wirtschaft entlang des Pazifischen Feuerrings aufgebaut. Nach dem Big Bang in Japan erklären die USA notgedrungen den Default. Daraufhin tut die japanische Regierung dasselbe, deren Verschuldung ist eine reine Binnen-Verschuldung bei den eigenen Bürgern; der japanische Staat kollabiert, und dann haben wir unseren schwarzen Schwan für den Rest der von Amerika dominierten westlichen Welt. Ein Erdbeben oder ein neuer Korea-Krieg – es läuft auf dasselbe hinaus.

  5. @WS
    Yen Euro Dollar, es spielt keine Rolle, wer in wen verschuldet ist.
    Seit die Zentralbanken in das Finanzsystem überall ihre Finger im Spiel haben, wird im Ernstfall billionenfach geschöpft. Wenn man es genau nimmt, sind es keine Schulden, denn es sind Luftnummern und können gegebenfalls einfach auf null gestellt werden.
    Revolutionen gingen immer vom Volk aus und so lange das Volk arbeitet, Steuern bezahlt, die Bild liest und einen Big Mac bekommt hält es still.
    Grenzen sehe ich in Zukunft nur durch Überbevölkerung und daraus resultierenden Ressoucenkriege und dann lieber WS sind wir wieder genau einer Meinung.
    Ja wir werden einen verheerenden Krieg sehen, ganz einfach weil wir teil der Natur sind und jede „Plage“ wurde ausgelöscht. Das ist weder Pessimismus noch Panikmache, sondern Gesetz und Realitätssinn. So einfach ist das

      • @WS
        Seit wie vielen Jahren wird das Thema diskutiert?
        Das ist doch eine heilige Kuh, an die sich niemand, aber auch niemand herantraut

        • @Fritzthecat
          Ich muß mal für @Krösus eine Lanze brechen. Er hat uns immer wieder auf die sog. Rentenklautabelle hingewiesen. (Von den Beamten, die nie was einzahlen, rede ich hier nicht.) Unter Norbert Blümchen ist das eskaliert; Blüm und Nachfolger haben den Rentenkassen zu viele Pflichten aufgebürdet, die mit der Renten-Versicherung nichts zu tun haben, und die vorher der Staat mit Steuergeld gestemmt hat. Das Problem sind nicht mal zu wenig Einnahmen.

          • @WS
            Genau aus diesem Grund halte ich mich schon seit Beginn meiner Selbstständigkeit ganz vornehm aus diesem System zurück.
            Nach dem Motto: Ihr bekommt nichts von mir, ich erwarte von Euch aber auch nichts. (Wenn es nach mir ginge, könnte die ganze Versicherungsbage sich zum Teufel scheren).

          • @ Fritzthecat
            ALLES GUT ! Nur als die SPD zwischendurch erwähnt wurde war mir kurz etwas übel ! :-) :-) :-)

          • @Fritzthecat

            Da muss ich wiedersprechen. Im Falle Ihrer Pleite, womit grundsätzlich ein jeder Unternehmer zu rechnen hat, erhalten Sie dennoch im Alter Geld vom Amt für Grundsicherung. Dies ohne je eingezahlt zu haben. Zahlen tut dies die Allgemeinheit.

            Die Illusion in einer arbeitsteiligen Gesellschaft in der ein Jeder mit Jedem vernetzt ist und insofern zwangsläufig Abhängigkeiten bestehen, könne ein Jeder vom Tellerwäscher zum Millionär werden, wenn er nur fleissig usw.usw. genug wäre, gehört zur Systempropaganda. Bismark, weiß Gott alles Andere als ein Sozialist, Kommunist usw. hat dies seinerzeit erkannt und die gesetzlichen Sopzialversicherungen zum Gesetz erhoben.

            Ginge es nach mir, müssten alle ( Grundfreibeträge in Höhe des Existenzminimums freilich abgerechnet ) in diesem Land erzielten Einkommen in die gesetzlichen Sozialversicherungen einzahlen. Und zwar ohne jede Beitragsbemessungsgrenzen. Gleichzeitig müssten die Leistungen gedeckelt werden. Höchstrente 2000 Euro, das reicht allemal um vernünftig leben zu können. Wer mehr will, soll es privat versuche, mit allen Chancen und mit allen Risiken..

            Dies würde die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ins Bodenlose purzeln lassen und davon hätten alle etwas. Bruttolöhne könnten sinken ohne das die Reallöhne davon tangiert wären.

            Der Grundfehler aus wirtschaftlicher Sicht, der letzten Jahrzehnte besteht darin den Faktor Arbeit eine Last nach der Anderen aufzubürden um Leistungslose Einkommen aus Erbschaft und Kapitalverwerrtung zu entlasten.

            Jetzt hat man den Salat. Immer weniger Leute sind bereit sich abzurackern wenn von Ihrem Brutto bis zu 50% abgezogen und gleichzeitig Leistungen gekürzt werden. ( Rente ab 67 ) . Es fehlt an Arbeitskräften in vielen Branchen. Warum malochen wenn die Realeinkommen sich dem HATZ IV Niveau nähern.

            Umverteilt wurde seit Kohl und Landsdorf 1982 das Ruder übernahmen und zwar nicht in die linke, sondern in die rechte Richtung. Von unten von den Vielen die mit Ihrer Arbeit dieses Land am Laufen halten, zu den Wenigen die von der Wiege bis zur Bahre, in Villen,Palästen schmarotzen ohne je einen Finger zur eigenen Existenzsicherung in Bewegung zu versetzen.

            Ganz abgesehen von der moralischen Frage, ist es auch ökonomisch absolut kontraproduktiv den Faktor Arbeit mit immer neuen Lasten immer teurer zu machen.

          • @Krösus
            Natürlich haben Sie Recht, nur wenn mir das Gesetz die Möglichkeit gibt, werde ich es nutzen, da bin ich wenig altruistisch.
            Ich nehme mir sogar heraus zu sagen: Ich habe in meinem Arbeitsleben so viel bezahlt, da stünde mir eine Grundsicherung durchaus zu. Aber haben Sie mal keine Bedenken- dieses schließe ich im Prinzip aus!
            Höchstrente von 2.000Euro ist eine Illusion. Ich bin Bertreuer meiner Eltern, die beide im Pflegeheim sind, da brauche ich nichts hinzuzufügen.
            Leistungsträger sollen entlohnt werden. Ein Zetsche hat es verdient.
            Aus privatwirtschaftlicher Sicht können sehr wohl Millionengagen bezahlt werden (ja ja, ich weiß sehr wohl was sie jetzt kontern: Daimler hat Niedriglöhner, die aufstocken müssen, und Sie hätten Recht)
            Arbeit lohnt sich. Es ist eine Frage der Disziplin. Und selbst wenn: Mit Harz 4 daheim ist niemand glücklicher als geregelte Arbeit.
            Und Sie haben auch Recht, wenn sie meinen ALLE müssen in das System einzahlen (aber nochmals: was ich nicht muss das tu ich nicht ;-)

          • @Fritzthecat

            Weißt Du eigentlich, dass ich der Märchenonkel des Forums bin? Ganz besonders mag ich die Märchen des Neoliberalismus.

            „Leistungsträger sollen entlohnt werden“ ist fast so schön wie „Einkommensteuern belasten die Leistungsträger“.

            Ein eherner Glaubenssatz derjenigen, die sich für Selbige halten. Aber was ist wirklich dran an der Moritat von der Mittelschicht, deren Entlastung Linderung bringen soll? Der Versuch einer Dechiffrierung:

            https://www.lunapark21.net/einkommensteuern-belasten-die-leistungstraeger/

            Leider Gottes ist der Begriff „Leistungsträger“ ideologisch enorm aufgekaden. verzerrt ist. Quasi Neusprech nach George Orwell. Ich glaube, da muss dringend was vom Kopf auf die Füße gestellt werden:

            http://www.ossietzky.net/15-16-2012&textfile=1955

            Leistungsträger sind nicht die, die sich immer höhere Einkommen leisten, sondern die, die sich immer weniger leisten können, weil sie dafür die Lasten tragen müssen. Ob Zetsche dazugehört?

            Aber eigentlich halte ich es mit Jogi Löw (man sollte ihn nicht unterschätzen!), der die Komplexität des Themas kurz und prägnant auf den Punkt bringt:

            „Wer Leistungsträger sein will, muss auch bereit sein, alles zu geben.“

          • €Krösus
            man sieht es ja überall, auch an der Comex, das Casino wird immer doller.
            Hätte 3 andere Vorschläge:
            1. Wenn man eine Börsensteuer einführte, die die Zockerei, also den Hochfrequenzhandel sowie Derivate besteuern würde und nicht blos Kleinanleger
            wie von Hern Scholz geplant
            2. eine Umsatzsteuer, wie z.B. bei Macron, für alle Umsätze unserer großen internationalen Steuerhinterzieher, die hier Milliardenumsätze machen
            3. den Umsatzsteuerkarusellen der EU hier das Wasser abgraben, die sich am allgemeinen Steueraufkommen kriminell bereichern

            Auf diese Weise hätte man sofort gut 100 Milliarden Euro alleine in Deutschland für Altersvorsorge, Wohnungsbau, Erhöhung des Eingangssteuersatzes auf 20.000€, etc.
            Aber diese Politik wird von unseren ‚Volksvertretern‘ nicht gemacht. Man sieh’s ja beim Scholz, seine geplante Finanztransaktionssteuer kann eigentlich blos die Finanzindustrie für Ihn geschrieben haben.

          • @Toni
            Dominique Strauss-Kahn hat Glück, daß er „nur“ mit Kübeln voller Schmutz überhäuft wurde. Als Chef des IWF hatte er nämlich spitzgekriegt, daß die Fed Gold des IWF unterschlagen hatte, als er welches verkaufen wollte und nicht geliefert bekam, und er wollte eine Volle-Pulle-Ermittlung durch das FBI einleiten. Seine vorbestrafte Nachfolgerin Lagarde würgte diese Ermittlung ab. Jetzt ist die ausgewiesene Deutschen-Hasserin Nachfolgerin vom Draghi. Die Fed kritisiert man nicht.

          • @Translator

            Erst einmal vielen Dank für die Lanze, die Du fürmich gebrochen hast.
            dennoch sehe ich mich veranlasst, richtig zu stellen, dass laut Berechungen der Rentenklautabelle die Plünderung der GRV bereits 1957 und nicht erst mit Nobert Blüm begonnen hat. Die Tabelle errechnet einen Rentenrauv von 1957 bis 2002 in Höhe von 700 Milliraden Euro. Da 2002 nun bereits 18 Jahre her ist, dürfte die 1 Billion locker erreicht sein.

            Borjan macht im Übrigen ein Schritt in die richtige Richtung, nur viel zu zaghaft. So wird das nix. So wenig wie es in der DDR einen Grund für die Sonderversorgung der Funktionäre gab, so wenig gibt es ein Grund dass die Klein und mitteleren Einkommen die Privilegien der Besser und Bestverdienenden subventieren.

            Progressive Einkommenssteuer, Progressive Sozialversicherungspflicht, dafür weitestgehende Abschaffung aller indirekten Streuern, die nur die belasten die ohnehin kaum noch wissen, wie Sie ihre Rechnungen bezahlen sollen.

            Die SOZEN haben im Übrigen seit 1914 noch keinen Reichen irgendetwas weg genommen. Deren einzige aufgabe besteht darin der großen masse vorzugaukeln, man lebe in einer Demokratie.

            Du wollstest doch mal Jurist werden, Studier mal die Gesetze dieses Landes. Die sind allesamt so eingerichtet, dass das was unten ist auch unten bleibt, aus diesen tellerwächern wird ganz bestimmt kein Millionär. Da sei der Rechtsstaat auch Klassenjustiz genannt, vor.

          • @Krösus
            Ich glaube wir wissen alle, daß es immer Klassenunterschiede geben wird. Damit müssen und sollten wir uns abfinden.

          • @Fritztheat

            Es kommt wohl auch auf die Gestaltung der Herrschafft bzw. der Klassenunterschiede an. Ist die Herrschafft milde und halbwegs gerecht ( soziale Marktwirtschaft ) wird Sie von den Leuten klaglos hingenommen werden.

            Werden die Verhältnisse aber unerträglich ja existentiell bedrohend, ändern sich die Verhältnisse, welches dann zwangsläufig geschieht. Dies beweist die Geschichte. Hätten Menschen sich in der Vergangenheit mit allem Ungemach abgefunden, wir beide würden hier nicht schreiben,
            sondern noch auf Bäumen leben und statt zu diskutieren uns gegenseitig mit Bananenschalen bewerfen.

            Es sind die Wiedersprüche die die Welt bewegen und die entwicklung voran treiben. Denn die Widersprüche sind die Hoffnung ( Thomas Brasch )

            https://www.youtube.com/watch?v=bYX-tY_pnu0

          • @Krösus
            Noch sind die Verhältnisse so, daß niemend Not leidet.
            Noch nie gab es so viele (unnötige?) Dinge im Überfluss.
            Was uns krank macht ist der Vergleich und die zunehmende Dekadenz.
            Es soll mir kein Mensch in Mitteleuropa die Ohren volljammern.
            Wir kennen alle den Spruch mit dem Geld, das ich nicht besitze und mir Dinge kaufe…..
            Ich betone ausdrücklich nochmals die Grenzen, die uns in Zukunft Probleme bereiten: Überbevölkerung in Verbindung mit Ressourcenhunger. Alles andere ergibt sich aus diesen Problemen.

          • @Krösus
            Hast Recht – die Gesetze zu kennen, schadet nie. Ich bin oft genug am Arbeitsgericht und am Sozialgericht in Frankfurt (Oder) im Einsatz als Dolmetscher und kriege auch so einiges mit, was hier läuft. Ich erinnere daran, daß ein Peter Hartz, nach dem die „Sozialreform“ unter Kanzler Schröder benannt ist, sich von VW-Vorständen zu Nutten-Partys in Prag hat einladen und dort aushalten lassen. Was die Herrschaften dann als Spesen von der Steuer absetzen. Dem Volke wird Wasser gepredigt, selbst konsumiert man Wein. Für uns die 10 Gebote, für die oben gilt QUOD LICET JOVI NON LICET BOVI. Was Jupiter zusteht, darf der Ochse noch lange nicht.
            Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Was ist falsch daran?
            Habe mir mal die Film-CD „Caligula“ gekauft. So ging es zu im alten Rom, ich hab reingesehen und kann den Film nicht weiter anschauen, ich war nur noch am Kotzen.
            https://www.youtube.com/watch?v=SNEiwP9l5j8
            Jesus – dein Kreuz hat man versilbert für alle Ewigkeit …

          • @Hamburger

            Danke für die Info. Dann war meine Schätzung von ca 1 Billion zwar ziemlich grob, aber nicht wirklich falsch.

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  7. @ WS
    Das kann doch mit Sicherheit ignoriert werden!
    Bis jetzt läuft doch alles ganz gut .
    Wie damals in San Francisco in nur kurzer Zeit war alles kaputt !

      • @Fritzthecat
        Da schicken wir dann den Wowereit hin, der kümmert sich um den Wiederaufbau des Flughafens.

          • @Klapperschlange
            Daß der ermordete iranische General sich zu einem offiziellen Besuch in Bagdad aufhielt im Rahmen einer politischen Mission, eingerührt übrigens von den Saudis, ist schon schlimm genug. Offizielle Verhandler murkst man nicht ab, das ist ein Tabu, und sofern ich weiß, hielt sich selbst der Führer an sowas. Diplomaten und Botschaften rührte er nicht an. Ich erinnere an die Schutzbriefe des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, mit denen er tausende J.uden in Budapest vor dem Zugriff der SS rettete, die mußte zähneknirschend zusehen. Was die Amis da gemacht haben, ist ein Tabubruch; erneut haben sie aufs Völkerrecht herzhaft geschissen. Aber das ist noch nicht alles. Bei den Völkern des Orients und im Kaukasus gilt ein archaisches Gastrecht. Ein Gast – selbst wenn es sich um einen Feind handelt, der vielleicht nur ein Gespräch sucht – ist heilig. In den eigenen Mauern, im eigenen Haus genießt er Schutz. Damit steht die irakische Regierung da wie ein Haufen gottloser, barbarischer Ratten. Dieses betrifft auch die Saudis, von denen die Initiative mal ausgegangen war; die Monarchie dort steht ohnehin auf wackligen Füßen, diese wird weiter untergraben, verliert an Autorität. Und dann noch der „Kollateral-Schaden“ in Form der getöteten hochrangigen Iraker. Für den Ami sind wohl alle dort nur Indianer, und nur eine tote Rothaut ist offenbar eine gute. Haben die denn in den USA keinen Scholl-Latour, der die Fähigkeit besitzt, selbst einfachen Gemütern wie mir komplizierte Gemengelagen fremder Völker und Länder zu erklären, daß es verstanden wird? Was soll man von einem Staat halten, dessen oberste Vertreter Austria und Australia verwechseln? Was ist in denen stärker, die Dummheit oder die Bosheit? Ich weiß es schon längst nicht mehr. Kurzum, die Amis haben die Iraker vorgeführt und bis aufs Blut beleidigt, und der Rauswurf der fremden Armeen durch Regierung und Parlament ist nur logisch. Die Sanktions-Drohungen des Herrn Trump, die daraufhin folgten, lassen mich wünschen, seine Mutter hätte ihn abgetrieben.

          • @WS
            Es sind bis jetzt Mutmaßungen und das von RT.
            Höre und lese ich auch hin und wieder gerne.
            Geht manchmal aber auch fast in Richtung Slapstick.
            Aber sollte es wirklich so sein…..ja dann Asche über die Häupter.
            Bis dahin warten wir auf Fakten.

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