Der Goldpreis gibt zum Wochenstart nach. Im Fokus stehen die Hormus-Krise, Konjunkturdaten aus Europa und den USA sowie ein Auftritt von EZB-Chefin Lagarde.
Goldpreis heute
Gold und Silber zeigen sich am Montagvormittag erneut schwächer. Um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 4.059 USD pro Unze 0,7 Prozent unter Vortag. In Euro gab das Edelmetall 0,8 Prozent nach auf 3.562 EUR. Silber zeigte sich ähnlich schwach bei 58,67 USD bzw. 51,49 EUR pro Unze.
Nach der technischen Erholung warten Edelmetall-Anleger am Montag auf weitere Impulse. Hormus, Konjunkturdaten und ein EZB-Event stehen im Fokus
Im Nahost-Konflikt gibt es nach wie vor keine Ruhe. Nach Angriffen auf Handelsschiffe bleibt der Verkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt. Der Ölpreis verharrt bei rund 73 USD pro Barrel. (Brent)
Vortag
Gold und Silber waren am Freitag auf Erholungskurs. Der Goldpreis legte um 1,5 Prozent zu auf 4.088 USD (3.590 EUR) und der Silberpreis stieg um 2,2 Prozent auf 59,19 USD (51,98 EUR). Zunächst einmal handelt es sich nach dem Verfallstermin zu Wochenmitte um eine kurzfristige technische Gegenbewegung. Allerdings gab es zuletzt auch Hinweise auf wiedererwachtes Kaufinteresse am Goldmarkt.
Ausblick
Zum Wochenstart werden das Geschäftsklima und das Verbrauchervertrauen in der Eurozone bekanntgegeben. Am Abend spricht EZB-Präsidentin Christine Lagarde während des ECB Forum on Central Banking in Portugal. In den USA erscheint der Dallas-Fed-Einkaufsmanager-Index als Stimmungsbild des verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat Texas. Beim Goldpreis steht weiterhin die charttechnische Lage im Fokus. Erst nach der Eröffnung des US-Terminmarktes (14:20 Uhr MESZ) dürfte sich zeigen, ob sich die Chancen auf eine weitere Kurserholung verbessern.
Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
Moin,
Hormus und Co sind meiner meinun nach nur kurzfristige treiber egal in welche Richtung und von daher zu vernachlässigen. Was mir viel mehr zu denken gibt, ist der Krieg in der Ukraine. Dieser wird mir in der letzten Zeit von den Medien zu sehr totgeschwiegen. Doch gerade gewisse deutsche Politiker scheinen mir momentan zu sehr auf Krieg getrimmt. Allerdings könnte dieses auch nur der Ablenkung von anderen Problemen dienlich sein. Jedoch eine endlose Aufrüstung und weitere Unterstützung der Ukraine durch die NATO würde zwar die Konjunktur ankurbeln aber irgendwann könnte Russland der NATO das übel nehmen. Und wenn das kommt, brauchen wir uns über irgendwelche Kurse keinerlei Gedanken mehr machen.
Gruß an die Dorfgemeinde
barmbekbasch
Manchmal Frage ich mich ob Gold einfach hoch manipuliert wurde damit man möglichst viele reinlockt und jetzt schön mit Shorts verdient werden kann bis wir wieder am Ausgangspunkt 2000 USD ankommen.
@ Severin B.
Genau auch mein Gedanke. Vielleicht nicht von Anfang an beabsichtigt. Aber man nutzt die aktuelle Stimmung aus und prügelt weiter nach unten. Bis es wieder dreht und dann gehts wieder rauf.
Gareth Soloway sagte bei einem Franklin Media Interview, er würde einige Trader kennen, die genau wie er selber bis 3500 USD warten würden und dann anfangen würden zu kaufen – und zwar physisch.
(Ich hoffe ich habe das richtig verstanden – sonst selber überzeugen)
Ich kann mir vorstellen, daß das Papiergold (genauso wie das Papieröl) verprügelt wurde, um günstig an das phys. Metall zu kommen. Und sollte das vielleicht nicht mehr so locker verfügbar sein, geht es umso schneller mit den Kursen wieder hoch.
Aber ich könnte mich auch täuschen ;-)
@Wassbi-San
Ich könnte mir vorstellen, dass die Runterprügler auch das Interview mit den 3.500 Dollar gesehen haben.
Also, es kann sein, dass nun nicht bis 3.500 geprügelt wird, sondern nur bis 4.000. Und damit die Schnäppchen Macher auf die falsche Fährte lockt ?
Ein Goldanleger sollte wissen, wie der Hase läuft und dass mit Desinformation und Betrug gearbeitet wird.
Ich würde jemandem raten, eher bei 4.000 zu kaufen und auf die 3.500 pfeifen.
So am Wochenende und nach einem Trump Statment mit Bomben, Raketen und Fallschirmen.
Letzer Freitag war die Gelegenheit. 3.980.
Es scheint sich heute das bekannte Muster der stufenweisen Balkonwürfe ( pardon, Abverkäufe) zu wiederholen. Möglich, dass wir dann gegen Abend wieder ein ganzes Stück unter 4.000 Dollar landen.
Mittags steht Gold schon bei 4.038 und damit 1.3% im Minus. Noch deutlicher bei Silber,( trotz angeblicher Mangelware).
Was wird diesmal als Grund genommen ?
Die Fussball Ergebnisse ? , die 100% Zölle von Trump oder
wenn nan sonst nichts mehr hat, Hormuz, das zieht immer und das Zwinkern von Warsh geht auch immer.
Durch die fallenden Silberpreise ist der Spread zu Indien inzwischen auf 37% angewachsen. Da muss man doch davon ausgehen, dass diese Differenz ausgiebig genutzt wird. Wenn nicht, warum nicht? Und wo käme es her? Comex und LBMA-Bestände sind seit Monaten ziemlich konstant, da fließt also nichts ab. Der Spread lädt doch dazu ein, im Westen zu kaufen (=größere Nachfrage nach physischem Silber) und dort wieder zu verkaufen. Der Versand per Luftfracht dürfte pro kg nicht mehr als als 1% des Silber-Kilos kosten. Wieso schließt sich die Lücke nicht, sondern öffnet sich weiter?
Oder einfach nur ein weiterer Beleg für einen „Fantasiepreis“ für Papier-Unzen, ähnlich wie beim Öl inzwischen?
China zahlt 11% mehr für echtes Metall. Auch viel, aber nichts im Vergleich zu Indien.
Ich dachte die Spreads können einfach nur durch die neuen Einfuhrsteuern in Indien
*kommen statt können
Der Nasdaq wird heute mal wieder gepuscht. Wahnsinn! Das hat mit einer vernünftigen Bewertung nicht mehr viel zu tun. Casino pur!
@skrunik
Hier erklärt einer bei Silber dss Problem der Derivate:
https://m.youtube.com/watch?v=6mgvbG7-QIc&pp=ugUEEgJkZQ%3D%3D&ra=m
Für Börsenlaien und andere leichter verständlich, worauf und wie da gewettet wird. Denn es sind Wetten, nichts weiter.
Und bei Wetten verliert immer einer.
Wir hier werden es nicht sein, 100% nicht.