Gold-Prognose: JP Morgan hält an Kursziel von 6.000 Dollar fest

Trotz gesenkter Durchschnitts-Gold-Prognose bleibt JPMorgan Chase & Co. für den Goldpreis langfristig bullish.

JP Morgan Chase & Co. senkt seine durchschnittliche Gold-Prognose für 2026 von 5.708 auf 5.243 US-Dollar je Unze. Gleichzeitig hält die Bank aber an ihrem Jahresendziel von rund 6.000 Dollar fest. Dahinter steht die Erwartung einer stärkeren Nachfrage im zweiten Halbjahr. Als Treiber für den Goldpreis nennt die Investmentbank Zentralbank-Käufe, geopolitische Risiken und Safe-Haven-Nachfrage. Kurzfristig belasteten allerdings steigende US-Renditen und ein starker Dollar den Goldmarkt. Die Bank wertet die aktuelle Entwicklung deshalb eher als Konsolidierung denn als Ende des Bullenmarktes. 

Goldreporter-Kommentar: Die Gold-Prognose von JP Morgan zeigt einmal mehr, dass auch die Banken keine magische Glaskugel besitzen und in der Regel Trend in ihren Kursziele fortschreiben. Die Kursentwicklung im ersten Halbjahr hat man falsch eingeschätzt. Ende 2025 lag man mit den Prognosen richtig, wie viele andere Institute auch. Konsens besteht auch in den langfristigen Erwartungen: Der Bullenmarkt bei Gold ist sicher nicht beendet. Kurzfristig folgt der Goldpreis technischen Aspekten und den gerade gespielten Marktnarrativen

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17 Kommentare

  1. Die beiden Sätze hier verstehe ich nicht: „JP Morgan Chase & Co. senkt seine durchschnittliche Gold-Prognose für 2026 von 5.708 auf 5.243 US-Dollar je Unze. Gleichzeitig hält die Bank aber an ihrem Jahresendziel von rund 6.000 Dollar fest.“ Da sehe ich in sich einen Widerspruch.

    • @Sowflake
      Das eine ist der Durchschnitt pro Jahr und das andere der Höchststand zum Jahresende.
      Beim Durchschnitt muss man die jeweiligen Tagesendkurse addieren und durch 365 teilen ( da ja Gold rund um die Uhr, 24 Stunden, 7 Tage die Woche, und 30 Tage im Monat gehandelt wird)
      Der Jahresschlusskurs ist der Tagesendkurs um
      23:59::59 Uhr am 31.12. 2626 Zulu Zeit oder GMT
      ( Greewich Mean Time) oder UTC ( Universal Time
      Coordinated Time).

      • @ Maruti Mir ist bewusst, dass 5.243 $ der arithmetische Mittelwert des Goldkurses ist. Allerdings finde ich den Jahresendwert von 6.000 $ demgegenüber zu hoch. Die Differenz zwischen dem Mittelwert und dem Jahresendhoch beträgt ca. 13 % und das kommt mir recht viel vor. Nun, wie dem auch sei, wir werden es sehen, ob die Jahresendrally des Goldkurses in diese Höhe schnellen wird. Vielen Dank auch für die genau Angabe, wann das Jahr endet. Da wäre ich ohne Ihre Unterstützung nicht drauf gekommen ;-)

        • @Snowflake
          Ich deute das so, daß die Banker eine Wiederholung des Musters von 2025 sehen.
          Es geht jetzt länger in hoher Volatilität seitwärts, bei massiv negativen Einschlägen in die Wirtschaft samt folgender Margin Calls evtl sogar noch mal kurz runter.
          Sobald sich der Blick wieder auf die katastrophalen Basisdaten wendet (Ende der Ablenkung durch Iran, KI-Hype etc.) geht wie 2025 die Post ab.
          Geradezu irrsinnig finde ich die Idee, daß steigende Zinsen den Goldpreis belasten würden.
          Das mag vor 20 Jahren so gewesen sein. Heute würden schon 5 bis 6 % für US-TREASURIES weltweit Staatsbankrotte und das Platzen vieler Kreditblasen (Immos, Kreditkarten, Konsumentenfinanzierung) bedeuten.
          Steigende Zinsen sind heute das Armageddon für das Finanzsystem.
          Die Staaten, die Notenbanken und das ganze Fiat-System sitzen in der Mega-Überschuldungsfalle.
          Es gibt keinen geregelten Ausweg mehr.
          Außer das Dorf.

          • Folgendes ist dabei wichtig zu beachten. Der Einfluss von Zinsen auf den Goldpreis hängt natürlich immer von der Marktlage ab. Wenn Gold so gut gelaufen ist wie in den vergangenen drei Jahren, dann wirken kurzfristig andere Kräfte als etwas 2015, als der Goldpreis am Boden lag. Als weiteres Beispiel kann man die Eurokrise nennen: Massiver Vertrauensverlust in die Finanzstabilität der Euroländer = Renditen/Zinsen steigen, Goldpreis aber auch. Festverzinsliche stehen umso mehr in Konkurrenz zu Gold, je weniger Gold per se gefragt ist. Fazit: Es gibt einen klaren Einfluss der Zinsen auf den Goldpreis. Aber je nach Marktlage ist der unterschiedlich ausgeprägt.

        • @Snowflake
          Ja, das schon, Sie haben recht, aber im Börsenjargon hat das Jahr unterschiedliche Endzeiten.
          Da werden Zeiten genommen, welche besser ins Bild passen. Beim Tageschart nimmt man einfach 22:00 als Schlusskurs. Angeblich schliessen da die Börsen, obwohl munter weiter gehandelt wird.
          Wie auch immer, die ganzen Zahlenwerke an den Börsen stimmen vorne und hinten nicht, deshalb meine etwas ironischen Angaben.
          Nichts für ungut.

  2. Guten Abend und eine Frage in die Runde.

    Würde denn ein Kauf beim derzeitigen Kurs interessant sein, wen JP an seiner Prognose festhält. Derzeit geht es ja nicht Bergab ab zumindest ein wenig ins Tal.

    Vielen Dank

    • @Anfänger
      FRÜHER war ich strenger Verfechter der „Buy the Dip“-Philosophie.
      Warten und dann Großeinkauf.
      Würde ich aber derzeit ehrlich gesagt nicht machen.
      1.) Die Lage ist mir viel zu unübersichtlich.
      2.) Ich würde nur anonym kaufen, also muß man sowieso stückeln.

      Nur meine Meinung:
      Schön regelmäßig z.B. Vreneli, Sovereign etc. (auf das Aufgeld achten) physisch bei örtlichen Händlern kaufen.
      So planen, daß man im August/September mit den Käufen durch ist.

      Aber ohne Gewähr: die Situation ist so fragil, daß es auch unerwartet schnell und heftig knallen kann.

  3. Hat vielleicht jemand eine Empfehlung für einen guten Edelmetallfonds (oder einen Fonds, der nicht nur Gold und Silber, aber zumindest einen großen Anteil an Edelmetall wie Gold und Silber beinhaltet; Edelmetalle physisch oder als Papier), den man für das sog. Altersvorsorgedepot (ab Januar 2027 möglich laut Bundesregierung, als Alternative zu Riesterverträgen) auswählen kann? Die drei Fonds von GR Asset Management (​Dr. Uwe Bergold) und das neueste Interview bei Top News (Jan Kneist) sowie frühere Interviews habe ich mir schon angeschaut. Schon mal vielen Dank.

    • @Autofan
      Ja, habe ich. Selbst einen Fond auflegen, selber managen (vergraben) und als Alternative für die Angebote einer Bundesregierung betrachten. Wenn Sie sich fragen, wann am besten Gold zu kaufen wäre, schauen Sie sich den 20-Jahre-Chart an. Wenn Sie noch mitten im Leben stehen sollten und die Altersvorsorge noch ebenso lange ruhen kann, wie der zitierte Chart, dürften Sie nichts falsch machen können.

      Sie können Ihr Vermögen aber auch in treue Hände legen. Ebensolche haben sich ja auch um das Vermögen des beigetretenen Gebietes gekümmert, und die Renditen waren fantastisch. Jedenfalls für den Treuhänder.

    • @Autofan
      Habe ich nicht und würde würde ich nie machen.
      1.) Fonds mit Papiergold ? Never !
      2.) Vertrauen Sie ihr Geld 30 Jahre Leuten wie Pinoccio, (ex-)Antifa-Lars, Strassenmusikerin Esken, Lauterbach, Söder…. etc. an ?
      Vertrauen Sie solchen Leuten ?
      Ernsthaft ?
      3.) Wie sind denn die Erfahrungen der Anleger mit bisher vom Staat propagierten Anlagen wie Riester, Rürup etc ? So wie ich das sehe alles Vollkatastrophen.

      Nur meine persönliche Meinung: ich würde dem System und den agierenden Personen nicht mal ein gebrauchtes Matchbox-Auto für 50 Cent abkaufen.

      • @BlackWood:
        Danke für Ihre Hinweise. Ich habe Regierungen noch nie vertraut, auch keinem ihrer vielen Helfershelfer. Und werde es auch nie tun. Aber bevor die Steuergelder von diversen Regierungen für unsinnige Projekte weltweit verschwendet werden, halte ich es für zulässig, als Steuerzahler beim Altersvorsorgedepot auch ein wenig finanziell zu profitieren (durch die kleinen Zulagen und die kleinen Steuervorteile bei Mindesteinzahlbeträgen). Wobei das Altersvorsorgedepot anstatt eines Riestervertrags für mich keine tragende Säule sein wird, aber Kleinvieh hat auch seinen Wert. Solange noch zu viele Bürger in der EU oder in Europa keine regierungskritischen Fragen zu sehr vielen Themenkomplexen (Finanzen, Gesundheit etc.) stellen, sehe ich einen Komplettzusammenbruch der EU nicht kommen.

  4. @ Autofan Empfehlungen der Bundesregierung sind der beste Kobtraindikator ever für mich,ich habe immer genau das Gegenteil getan und bin damit bestens gefahren.Siehe der Euro wird eine harte Währung. Bei der gegenwärtig nochmals gesteigerten Geldverbrennung durch irrsinnige Kriegsvorbereitung sind Papiere für mich völlig irrelevant.Dummland will jetzt für 10 Mrd. Bunker bauen und dafür soll man dann bis 70 arbeiten.Im Osten hätte man eine solche Regierung schön längst zum Teufel gejagt,hier wird sie weiter gewählt.

    • @Materialist
      Wenn der Osten 1989 gewusst hätte, was ihn erwartet,
      hätten er vielleicht besser in Liechtenstein oder Luxemburg
      um Anschluß gebeten oder alternativ ganz darauf verzichtet.

      • @digger Wer hat denn die damals wichtigste konservative Partei der BRD von innen heraus zerstört?
        War das nicht Merkel und wo kam die her?
        Meine Meinung, aber seit der Wiedervereinigung geht im Westen es den Bach runter. Vorher lief es noch einigermaßen normal.

      • @Digger
        Das wäre nicht der schlechteste Gedanke für DDR 1.0 gewesen.
        Dann hätte die „BRD“ auch nicht mit Soli, Infrastrukturaufbau und Rentenzahlungen einspringen müssen. Win-win.
        Hätte, hätte Fahrradkette.

        Schönes Wochenende!

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