Große Gold- und Silber-ETFs ziehen wieder Kapital an

Beim größten Gold-ETF ziehen Bestände und Kapitalzuflüsse wieder an. Auch der Silber-ETF SLV verzeichnet eine deutlich freundlichere Wochenbilanz.

Goldbestände des SPDR Gold Shares (GLD) im 24-Monatsverlauf
Die Goldbestände des größten Gold-ETF im Verlauf der vergangenen 24 Monate. Zuletzt stieg das GLD-Inventar wieder auf rund 1.057 Tonnen.

Gold-ETF mit kleinem Bestandsplus

Beim größten Gold-ETF hat die Nachfrage wieder angezogen. Der SPDR Gold Shares (GLD) meldet per 23. September 1.056,84 Tonnen Gold. Das sind 4,85 Tonnen mehr als vor einer Woche. Gleichzeitig flossen dem Fonds netto knapp 560 Millionen US-Dollar zu.

Auch beim größten Silber-ETF ging es mit Beständen und Kapitalfluss deutlich nach oben.

GLD nimmt wieder mehr Gold auf

In der Vorwoche hatte sich beim SPDR Gold Shares kaum etwas getan. Nun fällt die Bewegung wieder deutlicher aus. Das Goldinventar stieg um 4,85 Tonnen beziehungsweise 0,46 Prozent auf 1.056,84 Tonnen.

Dazu kommt ein Netto-Kapitalzufluss von 559,93 Millionen US-Dollar. Eine Woche zuvor waren noch 9,04 Millionen US-Dollar abgeflossen – eine Größenordnung, die bei einem Fonds dieser Größe praktisch kaum ins Gewicht fiel.

Damit bewegt sich der GLD-Bestand wieder in Richtung des Anfang September erreichten Niveaus. Damals waren 1.056,62 Tonnen gemeldet worden.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

Nur noch 1,3 Prozent unter Jahresanfang

Der Rückstand gegenüber dem Jahreswechsel ist inzwischen überschaubar. Ende 2025 hielt der GLD 1.070,56 Tonnen Gold. Aktuell sind es noch 13,72 Tonnen beziehungsweise 1,28 Prozent weniger.

Auch beim Kapitalfluss hat sich das Bild gegenüber dem Sommer erheblich verbessert. Seit Jahresbeginn steht unter dem Strich noch ein Nettoabfluss von 2,22 Milliarden US-Dollar.

Zum Vergleich: Ende Juli hatte sich das Minus noch auf rund 8,8 Milliarden US-Dollar belaufen. Ein großer Teil dieser Abflüsse wurde in den vergangenen Wochen also wieder ausgeglichen.

Vom historischen Bestandshoch ist der Fonds allerdings weiterhin ein gutes Stück entfernt. Am 6. Dezember 2012 hielt der GLD 1.351,54 Tonnen Gold.

Bestände von Gold-ETF GLD und Silber-ETF SLV per 23. September 2026
GLD und SLV stockten ihre Edelmetallbestände zuletzt wieder auf. Beim Gold-ETF kamen 4,85 Tonnen, beim Silber-ETF 123,62 Tonnen hinzu (Quelle: Fondsbetreiber).

Silber-ETF legt kräftig zu

Noch stärker fällt die Wochenbewegung beim iShares Silver Trust (SLV) aus. Der Fonds stockte sein Inventar um 123,62 Tonnen auf 15.350,60 Tonnen auf. Das entspricht einem Plus von 0,81 Prozent.

Gleichzeitig flossen netto 322,91 Millionen US-Dollar zu. Damit wurde der Bestandsrückgang der Vorwoche von 112,38 Tonnen bereits wieder mehr als ausgeglichen.

Auf Jahressicht bleibt beim SLV dennoch ein deutliches Minus. Gegenüber Ende Dezember fehlen 1.093,54 Tonnen beziehungsweise 6,65 Prozent. Der kumulierte Netto-Kapitalabfluss beträgt 2,67 Milliarden US-Dollar.

Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 23. September 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche und seit Jahresbeginn.

Goldpreis nach Rücksetzer stabilisiert

Für den Goldmarkt ist vor allem interessant, dass sich die GLD-Bestände weiterhin in der Nähe des höchsten Niveaus seit dem Frühjahr bewegen. Der kräftige Aufbau aus dem Juli und August wurde bislang nicht wieder zurückgenommen.

Dabei bleibt der Goldpreis in einer Konsolidierungsphase. Nach der August-Rally bewegten sich die Kurse zuletzt wieder in Richtung der 50-Tage-Linie. Die ETF-Daten liefern dazu ein freundlicheres Bild als noch im Frühsommer: Anleger haben ihre GLD-Bestände zuletzt nicht nur gehalten, sondern wieder aufgestockt.

Ob daraus eine neue Serie größerer Zuflüsse entsteht, werden die kommenden Wochen zeigen. Zunächst steht fest: Die deutlichen ETF-Abflüsse aus dem ersten Halbjahr haben sich seit Mitte Juli spürbar abgeschwächt.

Chart & Wichtige Marken: Goldpreis hält Aufwärtstrend – 50-Tage-Linie wird zum Prüfstein

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3 Kommentare

    • @Peter Parker
      Wenn weniger gekauft wird, fällt der Kurs schon.
      Derweil der der willige Verkäufer seine seine Tomaten bei Oma nebenan nicht los wird.
      Der Grund, Oma ist es zu teuer. Derweil verfaulen die Tomaten und er muss diese übers Wochenende los werden. Also sekt er den Preis drastisch.
      Das können Sie an den „Feiertagen“ beobachten:
      Sommerschluss Verkauf, Winterschluss Verkauf, alles muss raus Verkauf, Rabattschlachten.
      Wenn der Flachfernseher bei Media auf 600 Euro herabgesetzt wird, geht Peter Parker natürlich zu Saturn, wo er korrekte 900 Euro kostet und kauft dort. Denn, er will ja das Preisgefüge nicht ruinieren.
      So ist es richtig, ich bin stolz auf Sie. Danke.

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