Gold steigt über 4.600 USD. Spekulanten bauen ihre Long-Positionen weiter aus, während der Open Interest am US-Terminmarkt auf den höchsten Stand seit Februar steigt.

Goldpreis über 4.600 US-Dollar
Gold hat seine Aufwärtsbewegung in der vergangenen Woche fortgesetzt. Der CME-Spotpreis beendete den Freitag bei 4.602 US-Dollar beziehungsweise 3.942 Euro pro Unze. Damit beendete der Goldpreis einen Handelstag erstmals seit dem 14. Mai 2026 wieder oberhalb der Marke von 4.600 US-Dollar. Seit Monatsanfang legte das Edelmetall um 14 Prozent zu.
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Das Wichtigste in Kürze
- Große Spekulanten bauten ihre Netto-Long-Position um 2 Prozent auf 222.189 Kontrakte aus.
- Der Open Interest stieg nach dem CoT-Stichtag kräftig und erreichte am Freitag mit 425.739 Kontrakten den höchsten Stand seit Februar.
- Gold ging mit 4.602 US-Dollar beziehungsweise 3.942 Euro pro Unze ins Wochenende.
Die jüngsten Daten vom US-Terminmarkt zeigen gleichzeitig eine weiterhin hohe Aktivität der spekulativen Marktteilnehmer.
Gold-CoT-Daten: Spekulanten bleiben auf der Käuferseite
Goldreporter analysiert die aktuellen CoT-Daten der CFTC mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures per 18. August 2026.
Dabei stieg der Open Interest gegenüber der Vorwoche um 1,5 Prozent auf 406.260 Kontrakte. Gleichzeitig bauten die großen Spekulanten ihre Netto-Long-Position um knapp 2 Prozent auf 222.189 Kontrakte aus.
Beim Managed Money fiel der Anstieg etwas stärker aus. Hier wuchs die Netto-Long-Position um knapp 3 Prozent auf 141.648 Kontrakte. Die „Other Reportables“ erhöhten ihre Netto-Long-Position leicht auf 80.541 Kontrakte.
Auf der Gegenseite stieg die Netto-Short-Position der Commercials um gut 2 Prozent auf 258.418 Kontrakte. Dabei erhöhte sich die Netto-Short-Position der Swap Dealers um knapp 2 Prozent auf 228.657 Kontrakte.
Der Anteil der großen Spekulanten am gesamten Open Interest blieb mit knapp 64 Prozent auf hohem Niveau.

Open Interest steigt kräftig weiter
Noch deutlicher war die Entwicklung nach dem CoT-Stichtag. Bis Freitag stieg der Open Interest auf 425.739 Kontrakte. Gegenüber der Vorwoche entspricht dies einem Plus von 4,6 Prozent.
Damit kamen innerhalb weniger Tage fast 20.000 zusätzliche Futures-Kontrakte hinzu. Der kräftige Goldpreisanstieg wurde also von einer deutlich zunehmenden Aktivität am Terminmarkt begleitet.
Auch bei den Goldoptionen nahm das Engagement weiter zu. Die Zahl der offenen Kontrakte stieg gegenüber der Vorwoche um 8,5 Prozent auf 868.832.
Dabei erhöhte sich die Put/Call-Ratio von 0,379 auf 0,401. Auf 100 Put-Optionen entfielen damit zuletzt rund 250 Call-Optionen. Calls bleiben also klar in der Überzahl, allerdings ist die Zahl der Put-Optionen zuletzt stärker gestiegen.

COMEX-Goldbestände kaum verändert
Die an der COMEX gemeldeten Goldbestände zeigten dagegen nur geringe Veränderungen. Das Gesamtinventar stieg innerhalb einer Woche um rund 50.000 Unzen auf 26,70 Millionen Unzen.
Davon entfielen 14,53 Millionen Unzen auf die für Lieferungen verfügbare Kategorie „Registered“. Aufgrund des deutlich gestiegenen Open Interest sank die rechnerische physische Deckung des Gold-Futures-Handels leicht auf rund 63 Prozent.
Lieferanträge steigen weiter
Auch die Zahl der Anträge auf physische Goldlieferung nahm weiter zu. Für den Liefermonat August lagen bis zuletzt 18.303 Anträge vor. Das waren 677 mehr als in der Vorwoche. Umgerechnet entsprechen die aktuellen Lieferanträge rund 57 Tonnen Gold.
Der nächste wichtige Termin steht bereits bevor: Am 27. August läuft der August-Kontrakt aus.
Fazit CoT Gold
Die aktuellen Terminmarktdaten bestätigen die anhaltende Stärke am Goldmarkt. Große Spekulanten haben ihre Netto-Long-Position erneut ausgebaut, wenn auch deutlich moderater als in der Vorwoche.
Bemerkenswerter ist diesmal die Entwicklung nach dem CoT-Stichtag. Der Open Interest sprang bis Freitag auf 425.739 Kontrakte und damit auf den höchsten Stand seit Mitte Februar. Parallel dazu kletterte der Goldpreis über 4.600 US-Dollar.
Steigender Goldpreis und wachsender Open Interest sprechen weiterhin für frisches Kapital im Futures-Handel. Allerdings ist die spekulative Positionierung inzwischen hoch. Das unterstützt das Momentum, erhöht aber auch das Rückschlagpotenzial, falls die derzeit starke Aufwärtsbewegung ins Stocken gerät.



bei 8000 $/uz entscheidet sich dann das Schicksal des Finanzsystems. entweder Gold explodiert dann ins unendliche oder es geht zurück auf 5000.
wie ist euer Verhältnis von Gold zu Silber im Depot. was wird besser laufen?
@PeterParker
Sicher nicht ins Unendliche. Das war und ist nie die Aufgabe von Gold gewesen.
Einzig und alleine der Werterhalt, das ist der Sinn von Gold.
Denn, Gold hat Wert, der Dollar oder Euro keinen.
Beispiel:
Wenn ich eine Arbeit leiste ind 5.000 Euro bekomme, möchte ich den selben Wert auch in 50 Jahren noch bekommen.
Wenn das 5.000 Euro sind, ok, wenn das 50 Mio sind auch ok. wenn der Wert der selbe ist.
Und so wird es auch sein.
1000 Euro im Jahre 2.00 entsprechen heute ?
Was sagt die AI:
„1.000 Euro aus dem Jahr 2000 entsprechen heute aufgrund der Inflation etwa 1.600 bis 1.750 Euro an benötigter Kaufkraft.“
Oder Umgekehrt 560 Euro damals sind heute 1.000 Euro.
Eine Unze Kostete im Jahre 2.000 etwa 280 Euro.
( Ich habe damals ein par hundert gekauft und danach weitere).
Nun überlegen Sie mal schön, wie Gold bisher explodiert ist.
Von 280 Euro auf über 4.000 Euro innerhalb 26 Jahren.
Und wie ist Ihr Gehalt explodiert ? Auch ver 14-facht ? bei gleicher Leistung.
bin eher auf der AG Seite….eben Gold des armen Mannes
USD vs türkische Lira. hier sieht man wenn ein Präsident Einfluss auf die Notenbank nimmt. Türkei hat auch nur 30 % Staatsverschuldung . USD könnte ähnlich abwerten.