Mittwoch,23.Juni 2021
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Gold und Silber: ETF-Nachfrage zieht deutlich an

Gold, Silber, ETF
Papier-Gold und -Silber wieder stärker gefragt. Die ETF-Bestände steigen (Bild: Spectral Design – Fotolia)

Der SPDR Gold Shares verzeichnete die zweite Woche in Folge Kapitalzuflüsse. Auch die Metall-Bestände des größten Silber-ETFs sind erneut angestiegen.

Gold und Silber gefragt

Die Edelmetall-Preise sind im Aufwind und dabei steigt auch die Nachfrage nach Gold und Silber unter institutionellen Investoren. So sind die offiziellen Metall-Bestände des größten Gold-ETFs, der SPDR Gold Shares (GLD) die zweite Woche in Folge angestiegen.

SPDR Gold Shares

Die Lagerbestände des Fonds werden per 26. Mai 2021 mit 1.044,08 Tonnen beziffert. Somit kamen innerhalb einer Woche 12,81 Tonnen hinzu. Das entsprach Netto-Kapitalzuflüssen im Volumen von 619 Millionen US-Dollar. Dennoch bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn negativ. Seither haben Investoren 6,89 Milliarden US-Dollar aus dem Gold-ETF abgezogen.

Laut Wertpapierprospekt ist jeder Anteil am SPDR Gold Shares mit 1/10 Unze Gold gedeckt.

Gold, Silber, ETF, GLD, SLV

iShares Silver Trust

Auch der größte Silber-Fonds erhielt weiteren Zulauft. Denn die Bestände des iShares Silver Trust (SLV) stiegen gegenüber Vorwoche um 155,81 Tonnen auf 17.936,56 Tonnen. Das ist im Rahmen unserer wöchentlichen Bestandsaufnahme der höchste Stand seit dem 24. März. Offiziell ist jeder Anteil an diesem Silber-ETF mit einer Unze Silber gedeckt.

Beide Fonds waren in den vergangenen Monaten auch von amerikanischen Privatanlegern gesucht. Mit dem neuerlichen Edelmetall-Boom dürften Spekulanten ihre Geld auch wieder verstärkt in diese Papiergold-Investments stecken.

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14 KOMMENTARE

  1. Eigentlich müsste jetzt bald jemand kommen und schreiben:
    Der Deckel liegt bei 1900.
    Woran haperts ?
    Ansonsten ist das Jammern an der Börse eines auch höchsten Niveau. Betrachtet man DOW, DAX
    S&P oder Nasdaq und Bitcoin.
    Alles vorausgesetzt, die Zahlen stimmen überhaupt.

    • @Maruti

      Einen Deckel sehe ich auch nicht, – aber ich erkenne im Wochen-Chart sehr deutlich,
      daß der Goldpreis immer wieder (quasi wie von Geisterhand..) an der Marke $1895,-
      a b p r a l l t .

      Das wäre doch reinste Verschwörungstheorie, daß es „ finanzstarke Kräfte „ im
      dunklen Hintergrund („Darknet“; [Anm.d.Red.]) gibt, die ein respektloses Überrennen
      der $1900,-Marke verhindern wollen?
      Wozu?

      Bei soo einem kleinen Markt , der gerade einmal 0,5% des weltweiten
      Anlagekapitals beansprucht.

      Diese Idee ist nicht nur lächerlich, sondern absurd, nicht wahr.

      Ich werde mal @Translator‘s Katze Tina um ihre Meinung dazu fragen, oder
      @anaconda, wenn er noch hier mitliest.

      (ᵔᴥᵔ)

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  3. Einen interessanten Artikel fand ich heute.
    Was passiert mit einem Kredit, Hypothek für ein Haus, wenn die betreffende Bank pleite geht ?
    Die Spareinlagen sind bis 100.000 gesichert.
    Wie aber steht es um den Kredit für das Haus ?
    Dazu der Anwalt:
    Dieser Kredit ist ein Anspruch der Bank und fliesst in die Insolvenzmasse dieser.
    Der Insolvenzverwalter ist nun verpflichtet, diesen Kredit unabhängig von Laufzeit und Zinsbindung sofort aufzulösen und damit fällig zu stellen.
    Findet der Kreditnehmer nun keine andere Bank zu Ausgleichsfinanzierung oder nur zu ungünstigen Konditionen, muss der Kreditnehmer nun selbst Insolvenz anmelden und sich gefallen lassen, dass nebst Haus auch sein gesamtes Vermögen verwertet wird.
    Deshalb soll man nicht nur bei Spareinlagen, sondern such bei Krediten genau hinsehen, welche Bank man sich aussucht.
    Nicht immer ist die günstigste auch die beste.
    Und, Sparkonten sollten nicht bei der Kreditbank gelagert werden.
    Was wiederum dazu führt, sparen am besten im anonymen Gold.

    • Maruti:
      Hochinteressant! Viele Menschen sind auf den Immobilien-Zug angesichts der niedrigen Zinsen und der Preisentwicklung aufgesprungen. Ich denke, dass sehr viele Kredite auf Kante genäht sind. Was das für die Käufer bedeutet, wenn die Banken in Schieflage geraten, lässt sich leicht erahnen. Die Frage ist dabei, ob die Banken zu Anschlußfinanzierungen bereit sind, wenn sie die Immobilien bei Zwangsversteigerungen leichter und günstiger selbst einsacken könnten. Da tickt eine gewaltige Bombe still und leise vor sich hin.

    • @maruti

      stand da auch drin, auf welcher rechtlichen Grundlage ein Hypothekenkredit einfach so gekündigt werden kann? Ich bezweifel, dass das so einfach geht. Ich meine, versuchen kann man es, und versucht wird allerorten, jederzeit und überall. „Bitte“ zahlen Sie!

      Das Kündigungsrecht des Darlehensgebers bei Verbraucherdarlehen (z. B. Hypothekendarlehen) ist in § 490 (1) BGB geregelt. Danach kann in der Regel gekündigt werden, wenn der hinterlegte Sachwert (in der Regel die Immobilie) unter den Beleihungswert gefallen ist. Viele wissen das aber nicht.

      • @christoff777
        Der Insolvenzverwalter hat Sonderrechte.
        So kann er auch Arbeitsverträge kündigen und selbstverständlich auch andere, wie Kreditverträge. Er kann auch zu Auszahlung fällige Gelder einbehalten, sogar welche rückfordern oder Sicherstellen.
        Beispiel: Eine Firma zahlt Ihnen einen für Ihre Arbeit geschuldeten Betrag.
        Der Insolvenzverwalter kann nun diesen zurückfordern, wenn die Auszahlung an Sie zeitnah zur Insolvenz war.
        Das BGB regelt dies im Insolvenzrecht.
        Sicher ist, geht die Bank pleite und wird abgewickelt, wird der Kredit gekündigt und
        fällig gestellt.
        Meist übernimmt eine andere Bank diesen, aber ob die Konditionen ähnlich sind,darauf haben Sie keinen Rechtsanspruch.
        Wenn Sie einen Kredit bei einer wackeligen Bank haben, bitte um Rechtsauskunft ersuchen.

      • Christof:
        Dem Insolvenzverwalter steht ein Wahlrecht nach § 103 InsO zu. Er kann dann die Erfüllung fordern. Dabei muss er so vorgehen, wie es für die Insolvenzmasse vorteilhaft ist. Der Darlehensnehmer kann dann natürlich in arge Bedrängnis geraten. Ihm könnte zwar ein Schadensersatzanspruch zustehen. Aber praktisch betrachtet wird dieser meistens nichts wert sein. Denn dieser Anspruch ist eine einfache Insolvenzforderung und wird nach Quote bedient. Das sind i.d.R. nur wenige Prozent der Forderung, die er irgendwann nach langer Zeit bekommt.
        Brenzlig wird es, wenn der Darlehensnehmer den Immokredit und alles weitere bei einer Bank – seiner Hausbank – hält. Dann droht einmal das zuvor geschuldete Szenario. Außerdem werden die Guthaben bei einer Bankeninsolvenz augenblicklich eingefroren. D.h., man kommt nicht am die Guthaben ran und ist dann praktisch handlungsunfähig, wenn man nicht gerade Konten und Guthaben bei anderen Banken hat. Das wird wohl bei der Mehrzahl der Menschen nicht der Fall sein. Ich denke, dass die Leute kaum Immokredite aufnehmen würden, wenn sie die Fallstricke kennen würden. Hinzu kommen die Probleme, in denen manche Banken gerade stecken.
        MeisterEder schrieb hierzu kürzlich, dass es Banken gibt, die sich momentan vorbereiten, um zu gegebener Zeit das Fallobst aufzusammeln. Ich denke, dass dies aus Sicht dieser Banken sehr weitsichtig ist. Und vertrauen Sie nicht auf den Einlagensicherungsfonds. Dieser soll ein Volumen zwischen 5 und 7 Milliarden Euro aufweisen. Jeder kann sich ausmalen, wie weit und wie lange das reicht, wenn Banken über die Wupper gehen und vielleicht einen Dominoeffekt produzieren. Gelder und Immobilien sind dann futsch. Und zwar im großen Stil.

    • @maruti:
      Noch 3 Kleinigkeiten:
      1.) Jeder soll sich mal das ganz ganz Kleingedruckte in seinem Kreditvertrag ansehen: oft steht da was drin, dass der Vertrag abgetreten oder übertragen werden kann.
      Da schließt man bei der Bank x die Baufinanzierung ab und die verkauft den Kredit an Bank/Finanzinstitut Y.
      Still und leise. Ohne es zu merken hat man einen neuen Gläubiger.
      Kann unlustig sein im Fall des Falles.

      2.) Der Einlagensicherungsfonds der privaten Banken ist nach der Pleite der Minibank Greensill was man so hört leer. Auf die 100.000 würde ich nicht wetten.
      Mehr als 10.000 Euro auf Bankkonten ist fahrlässig, wenn es geht nur verteilt auf Genossenschaftsbanken.

      3.) Was ich so höre sind in den letzten 3 Jahren mindestens 40% der Baufinanzierungen bedenklich auf Kante genäht worden.
      Bei Zinsanstieg um 1,5% fallen die um.
      Zudem wurde sehr oft zu sehr hohen Preisen gekauft. Sollten die Immopreise um 25% sinken , sind die alle „unter Wasser“, sprich die Restschuld ist dann höher als der aktualisierte Beleihungswert.
      Dann sind zusätzliche Sicherheiten fällig, oder die Bude geht in die Verwertung.
      Was dann passiert, konnte man sehr schön in den USA ab 2008 besichtigen.
      Die gute Nachricht: dann gibt sehr viele sehr billige Immobilien.
      Sozial wird es ein Desaster.

  4. „Inflations-Gespenst ໒( •́ ∧ •̀ )७ ante portas“:

    “Was ist das Risiko?

    Die Geschichte des Geldes seit dem Römischen Reich sagt uns immer das Gleiche.
    Zuerst wird aggressiv Geld gedruckt mit der Ausrede, dass „es keine Inflation gibt“.
    Wenn die Inflation ansteigt, erzählen uns die „Dampfplauderer“ der Zentralbanken
    und Regierungen, die tatsächlich jedes Wörtchen auf die Gold-Waage legen
    müssen, dass sie „nur vorübergehend“ ist ( ɐlq ɐlq ɐlq ) oder auf „multikausalen“
    Effekten beruht.

    Und wenn sie in die Höhe schießt, …„

    (hier mehr:)

    ⸍⚙̥❣⚙̥⸌

    • @Klapperschlange:
      Genau genommen lügen die ja nicht einmal:
      Die Inflation 1922 – 1923 hat gerade mal 2 Jahre gedauert.

      Und schon vorher ging es „langsam“ los (RM zum USD):
      1920 : 44
      1921 : 74
      1922: 186.
      Der Rest ist bekannt.

  5. @Stillhalter

    Es gibt gute Nachrichten zum Thema „EM“ ( sʇǝʞɹɐɯ ƃuıƃɹǝɯǝ ), denn Gold
    hat die letzte „Humus-Bildung“ erfolgreich abgeschlossen:

    „Gold scheint sich nun oberhalb seines 200-Tage-Durchschnitts zu etablieren, der
    jetzt bei 1.843 $ liegt, und in einer perfekten Welt sehen wir einen erneuten Test und ein
    Halten dieses Durchschnitts, um diesen als Boden („Sprungbrett ?“) für eine
    Bewegung zum nächsten Widerstand zu festigen, welcher beim Jahreshoch und beim
    Hoch von November 2020 bei 1959/66 $ gelegen hat,“ wird die Schweizer
    Bank zitiert.

    (♥Ĺ̯♥)

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  7. Zuerst wird aggressiv Geld gedruckt mit der Ausrede, dass „es keine Inflation gibt“.
    Wenn die Inflation ansteigt, erzählen uns die „Dampfplauderer“ der Zentralbanken
    und Regierungen, die tatsächlich jedes Wörtchen auf die Gold-Waage legen
    müssen, dass sie „nur vorübergehend“ ist ( ɐlq ɐlq ɐlq ) oder auf „multikausalen“

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