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Gold und Silber – Was der Kursrutsch für Anleger bedeutet!

Der Kursrutsch an den Börsen erwischte am Montag auch Gold und Silber. Die Unsicherheiten an den Märkten nehmen zu. Und deshalb dürfte die Nachfrage nach Edelmetallen erst recht weiter steigen.

Gold, Silber, Goldmünze, Silbermünze (Foto: Goldreporter)

Silber- und Goldmünze, Wiener Philharmoniker: Die rutschenden Kurse dürften im Zuge steigender Unsicherheiten für viele Anleger als Nachkaufgelegenheit angesehen werden (Foto: Goldreporter).

Silber und Gold

Mit dem Kursrückgang an den Börsen sind am Montag auch die Preise von Gold und Silber nach unten gerutscht. Der Goldpreis fiel zeitweise wieder unter die Schwelle von 1.900 US-Dollar. Der Silberpreis gab gegenüber dem Freitagsschlusskurs um mehr als 7 Prozent ab. Am Dienstagvormittag setzte sich die Schwäche bei den Edelmetallen fort. Um 9 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.905 US-Dollar (-0,4 %). Das entsprach 1.621 Euro (-0,2 %). Silber wurde zu 24,13 US-Dollar (-2,3 %) beziehungsweise 20,54 Euro gehandelt.

Konsolidierung

In unserem Artikel vom Montag hatten wir darauf hingewiesen, dass Gold und Silber sich von einem möglichen Kursrutsch an den Finanzmärkten zumindest kurzfristig nicht werden abkoppeln können. Die Konsolidierung an den Finanzmärkten ist letztlich eine Folge der vor allem durch Spekulationskapital ausgelöste Kursüberhitzung, die sich in den vergangenen Monaten aufgebaut hat. Dazu zählen auch die erheblichen Zuflüsse in Gold- und Silber-ETFs (Papiergold/Papiersilber). Und die sind am Montag beim größten Vertreter, dem SPDR Gold Shares, sogar deutlich gestiegen. Der Wert des in diesem Fonds verbuchten Goldes stieg um 287 Millionen US-Dollar auf 78,48 Milliarden US-Dollar. Die gemeldeten Goldbestände nahmen um 31,84 Tonnen zu auf 1.278,82 Tonnen.

Steigende Unsicherheiten

Das Umfeld ist weiter von vielen Unsicherheiten geprägt. Der Abverkauf am Montag zeigt auch, wie schnell die Gier an den Börsen in Angst umschlagen kann. Positiv ausgedrückt: Es werden Gewinne mitgenommen. Wer weiß, was der Herbst und Winter an Ungemach mit sich bringt – insbesondere vor dem Hintergrund weiterer Corona-Wellen. In vielen Ländern werden die Schutzmaßnahmen wieder heraufgefahren, nachdem die Infektionsraten der ersten Welle im Frühjahr vielfach schon überschritten wurden. In diesem Umfeld wird die Nachfrage nach physischem Gold und Silber bei Anlegern weiter steigen – vor allem dann, wenn der Kursrückgang als willkommene Nachkaufgelegenheit wahrgenommen wird. Das könnte wiederum zur Folge haben, dass Ware im Edelmetall-Handel knapp wird. Die Lage wird sich wie im Frühjahr schnell verschärfen, wenn es zu neuen Lockdowns kommt, die Produktion und Handelsverkehr behindern.

Fed-Präsident zu Corona

Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktdynamik erscheinen die in dieser Woche noch anstehenden Berichtstermine fast nebensächlich. Im Auge behalten sollte man die erneuten öffentlichen Auftritte von Fed-Präsident Jerome Powell. Am heutigen Dienstag um 16:30 Uhr sowie am Mittwoch und Donnerstag jeweils um 16:00 Uhr stellt er sich vor diversen Ausschüssen im US-Kongress den Fragen der Politiker. Es geht um Wirtschaftshilfen die im Zuge der Corona-Pandemie.

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Eingetragen von am 22. Sep. 2020. gespeichert unter Aktien, Gold, Goldmünzen, Goldpreis, Marktkommentare, News, Silber, Silberpreis. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

19 Kommentare für “Gold und Silber – Was der Kursrutsch für Anleger bedeutet!”

  1. Danke an den Goldreporter
    lg copa

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  3. Konsolidierung ?
    Der Goldpreis stand bei 2050 Dollar und hat bereits auf
    1950 konsolidiert und jetzt konsolidiert er weiter.
    Fragt sich wohin konsolidiert Silber oder Gold.?
    Man könnte auch sagen, Wirecard hat auch konsolidiert, von knapp 200 Euro aug 100. Leider konsolidierte es weiter auf 80 cent und da könnte es noch weiter konsolidieren.
    Der Boden an der Börse, das unterste Konsolidierungsziel ist immer Null.
    Sicher fallen die EM erst mal nicht dahin,
    aber 1.000 bei Gold und 5 oder 8 bei Silber wäre schon eine Bodenbildung.
    Oder etwa nicht ?
    Goldanleger sollten das im Auge behalten und sich nicht zu Panikkäufen verleiten lassen.
    Motto, warten, beobachten….. sicher das Jahresende und die US Wahl werden den Goldpreis bewegen und zwar drastisch.

    • @Maruti /Renegade

      Auch mein Bauchgefühl sagt mir, dass wieder März 2020 sein könnte.

      Bei zwei Dingen bin ich mir aber unsicher:
      – ist es ein „kleines Märzchen“ mit 10 oder 20 % Dip und danach geling es
      dem System weiterzumanipulieren
      – oder kommt jetzt die XXL-Version, bei der meine geliebten Chartanalytiker
      ihre Charts im Treppenhaus aufhängen müssen, damit sie genug Platz nach
      unten haben für ihr bunten Bildchen.

      Hauptsorge: bis wann kommt man überhaupt noch an genug physisches Material ran.
      Papiergold theoretisch für 1000 kaufen zu können bei völlig leergeräumtem physischem Markt wäre für mich jetzt kein Traumszenario.

    • Was gerade passiert, ist bereits die (herbeigesehnte) Bodenbildung. Auf 1.000 bei Gold und 5 oder 8 bei Silber werd’ns vergeblich warten und vermutlich in ihrem Leben nimmer mehr sehen.

  4. Wolfgang Schneider

    https://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/fed-chef-jerome-powell-haelt-seine-whatever-it-takes-rede-a-486fa8ae-b845-4943-bf84-c4c379f9c00e
    Inflation welcome! Sagt Jerome Powell.
    Aber ich sage: Probier’s mal mit Profitlichkeit
    https://www.youtube.com/watch?v=v_EWWyJfgPc

    Probier’s mal mit Profitlichkeit, mit Zinsen und Profitlichkeit
    jagst du den Alltag und die Sorgen weg.
    Und wenn du stets profitlich bist, dein Bonus appetitlich ist,
    dann nimm ihn dir egal von welchem Fleck.
    Was soll ich woanders, wo’s mir nicht gefällt?
    Ich gehe nicht fort hier, auch nicht für Geld.
    Die Helis summen in der Luft, erfüllen sie mit FIAT-Duft,
    und schaust du unter den Stein, erblickst du die Peanuts, die hier gut gedeih’n.
    Probier mal zwei, drei, vier.
    Denn mit Profitlichkeit kommt auch das Glück zu dir! Es kommt zu dir!

    Probier’s mal mit Profitlichkeit, mit Zinsen und Profitlichkeit
    vertreibst du deinen ganzen Sorgenkram. Und wenn du
    stets profitlich bist, dein Bonus appetitlich ist,
    dann nimm ihn dir egal woher er kam.
    Na und kaufst du gern Derivate, und du piekst dich dabei,
    dann laß dich belehren: Verlust geht bald vorbei!
    Du mußt bescheiden aber nicht gierig im Leben sein, sonst tust du dir weh,
    du bist verletzt und zahlst nur drauf, darum kaufe gleich mit dem richt’gen Dreh!
    Hast du das jetzt kapiert? Denn mit Profitlichkeit kommt auch das Glück zu dir!
    Es kommt zu dir!

  5. Den Banken gehören mittlerweile nahezu 80% der Aktien oder mehr.
    Und jene forcieren mit unbegrenzt Kapital die Hausse und locken unbedarfte Anleger hinein.
    Dann lösen die Banken konzertiert den Kursrutsch aus und hoffen auf Panikverkäufe der Anleger.
    Diese in Panik verkauften Papiere sackt man billig ein und forciert eine neue Hausse.
    Die selben Anlege steigen nun teuer wieder ein und erwerben ihre eben billig verkauften Assets teurer hinzu.
    Dass die Banken den Kursrutsch auslösen, erkennt man ganz einfach:
    Es wird alles abverkauft, beim DAX zum Beispiel von Addidas bis Venovia.
    Ohne sich die Mühe einer Analyse zu machen.
    2 Tage später wird alles wieder hinzugekauft.
    Damit machen die Banken Milliarden.
    Woher nehmen diese das Kapital ?
    1. natürlich vom Sparer und den Konten
    2. Als Kredit von der EZB, bei welcher man die Konten und Sparguthaben der Kunden als Sicherheit hinterlegt.
    Zwar garantiert die EZB für 100.000 pro Kunde, falls sich die Bank mal verzockt, aber nur mit vielen Hintertürchen und wenn und abers.
    Was können wir tun ?
    Weg von allen Papieren. Wertpapiere sind nichts weiter als Schuldscheine oder Kredite.
    Gold und Silber und andere EM kaufen, falls man erkennen kann, dass die Banken den Kurs unter druck setzen.
    Ein oder 2 Unzerln heute oder gestern, kann nicht falsch sein.
    Bei mehr sollte man warten und scharf beobachten.
    Goldreporter, Goldseiten oder Finanzzeitschriften lesen und versuchen herauszufinden:
    Was haben die Banken vor.
    Eine Kontaktperson bei einer Grossbank wäre gold, silber und palladium wert.
    zusammen.

    • @Maruti
      Nur 2 kleine Anmerkungen:

      Volatiliät ist unser Freund, vulgo: die Herde der dummen Schafe wird schon sehr lange nach Belieben in die gewünschte Richtung getrieben.
      Bei jedem Durchlauf werden sie geschoren. Das ist ja auch der Lebenszweck von Schafen. Zumindest bevor man sie ganz schlachtet.

      Einlagensicherung: wird nicht durch die EZB garantiert. Die gesetzliche Einlagensicherung ist nur ein absolut wertloses Stück Papier.
      Noch lachhafter wird nur die europäische Version davon.

      Ihre letzten 10 Zeilen teile ich voll und ganz.
      Die Zeit bis Weihnachten wird sehr sehr spannend.

  6. Die Chinesen haben abermals eine – wenn auch informelle – Demarkationslinie zu Taiwan überschritten. Offenbar gehen selbige davon aus, dass die Trumpeltier-Administration so kurz vor den Wahlen die angeschwollenen Füße still hält.

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/china-versus-taiwan-die-ueberschrittene-linie-a-c1912134-58b5-4599-b6a1-e2198093a28b

    Derweil kursiert in den USA Kartenmaterial, welches die Aufrüstung, sprich die Bedrohung durch die Chinesen belegen soll. Wozu wiederum die US-Soldateska „in der Lage ist“, ist schließlich hinlänglich bekannt.

    https://www.businessinsider.de/politik/welt/usa-alarmiert-6-karten-zeigen-china-ausruestung/

    • Wolfgang Schneider

      @Goldfrettchen
      Einen lieben Gruß Dir und alles Goldbugs zur guten Nacht.
      Precious metal, faithful guide
      https://www.youtube.com/watch?v=UYiuhC8vkUE

      Precious metal, faithful Guide,
      ever near the goldbug’s side,
      gently lead us by the hand,
      pilgrims in the FIAT land.
      Weary souls fore’er rejoice
      when they see thy fallen price.
      Whisper softly: „Bullion, come!
      Follow Me, I’ll guide you home.“

      Ever present, truest friend
      ever near your weight to lend,
      leave us not in doubt and fear,
      also when the gold ban’s near.
      Wall Street’s final bell shall sound,
      shares grow faint, and bonds go down,
      Whisper softly: „Bullion, come!
      Follow Me, I’ll guide you home.“

      Currencies on earth shall cease,
      Guide us into sweet release.
      Nothing helps when banks don’t care,
      savers‘ rights to bits they tear.
      Printed money’s dismal flood
      Dreadful streams of savers blood,
      Whisper softly: „Bullion, come!
      Follow Me, I’ll guide you home.“

  7. Wie schon renegade und andere sagten:
    Wir sehen demnächst noch viel niedrigere Preise.
    Im Bereich von 1.000 bei Gold und 8 beim Silber.
    Warten mit den Käufen.
    Verkaufen ? Wenn, dann schnell.

    • Und wenn sie nicht gestorben sind
      dann leben sie noch heute!

      Es ist relativ einfach: Es mag zwar sein, dass Gold und Silber noch etwas nachgeben. Oder auch nicht.

      Wichtig ist, dass man für die zu erwartende Inflation vorgesorgt hat.

      Hat sich seit Wochen, Monaten oder Jahren irgendetwas verbessert? Nein!
      Die Gründe vorzusorgen, werden nicht weniger.

      Ich unterscheide Strategie und Taktik.

      Taktik bei dieser Marktschwäche: Weil ich gut versorgt bin, habe ich tiefe Limits bei Minenwerten gesetzt. Gehen die auf, ist das gut. Wenn nicht, auch gut. Taktische Bestände gehen auch mal raus.

      Strategie: Ich bin seit Jahren positioniert für den Supergau. Meine Position wird nicht verändert, blos weil es mal wieder hoch oder runter geht. Das ist meine Absicherung.

      Wie hoch man taktisch und strategisch positioniert sein soll, weiß ich nicht. Ich würde aber nicht mehr als zehn Prozent in Minen machen oder in Derivaten oder Xetragold und Ähnliches. Ich hatte mal viel mehr, da schlief ich dann aber viel weniger gut. Aktien schwanken rund drei mal mehr als das Metall, können aber auch mal pleite sein. Von Derivaten oder Xetragold und Ähnlichem halte ich gar nichts.

  8. @ Werner

    Wie wahr !

    Jeder hat eine andere Strategie.
    Es gibt sicher auch EM-Fans, die EM incl. Minen primär zur Generierung von Rendite nutzen, ist die letzten 2-3 Jahren ja auch recht erfreulich gewesen.
    Ist ja auch legitim und immer noch sicherer als DAX und Co.

    Persönlich gehöre ich wie Sie zur Doomsday-Gruppe.
    Die + 50 % seit 2 Jahren nehme ich nur freudig grinsend zur Kenntnis.
    Eigentlich ist mir das genauso egal wie die regelmässigen 10% oder 20 % rauf oder runter.
    Wenn es jetzt (aus meiner Sicht erfreulicherweise) bergab geht, ist das nur die Gelegenheit zu taktischen Nachkäufen im Sinne der weiteren Umsetzung der Langfriststrategie.

    EM ist wie die Airbags im Auto.
    Und da fragt dann auch kein Erbsenzähler, ob das jetzt etwas teurer war, 12 Stück davon an Bord zu haben.
    Wenn es keinen Unfall gibt, auch gut. Dann hatte man wenigstens das Gefühl sehr sicher unterwegs zu sein. Das ist auch was wert.

    Wenn es knallt, überlebt man möglichst unverletzt. Nur darum geht es.

    Und mit welchem Tempo unsere Welt gerade auf eine schöne solide Mauer zurast, muss man dem Forum hier nicht erklären.
    Halten, warten, zukaufen.

    So schlimm die Lage ist, der Vorteil ist, dass die Entscheidungen glasklar auf dem Tisch liegen.

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