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Gold: Wilde Fahrt am US-Terminmarkt

Die volatile Preisbewegung bei Gold in der vergangenen Woche war erneut von einem starken Positionswechsel bei den größten Futures-Händlern am US-Terminmarkt geprägt.

Die aktuellen CoT-Daten vom Handel mit Gold-Futures an der US-Warenterminbörse COMEX zeigen per 13. November 2018 folgende Veränderungen in den Positionen der größten Händlergruppen.

Die Netto-Short-Position der „Commercials ist um 95 Prozent auf 1.823 Kontrakte abgeschmolzen. Dabei hat sich die Netto-Long-Position der „Swap Dealers“ (darunter Großbanken) um 66 Prozent vergrößert.

Nach vier Wochen in Folge auf der angestammten Netto-Long-Position waren die „Großen Spekulanten“ am vergangenen Dienstag wieder Netto-Verkäufer. Hier gab es eine Netto-Verschiebung um 28.273 Kontrakte von 19.026 netto-long auf zuletzt 9.247 Kontrakte netto-short. Dabei ist die Netto-Short-Position des „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) um zwei Drittel auf 79.194 Kontrakte angestiegen.

Der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, stieg gegenüber Vorwoche um 9 Prozent auf 539.520 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am vergangenen Freitag ging der Open Interest wieder um 1,9 Prozent zurück auf 529.353 Kontrakte.

Der Goldpreis vollzog vergangene Woche eine Achterbahnfahrt. Nach einem zwischenzeitlichen Einbruch auf Kurse knapp unter 1.200 US-Dollar endete die Handelswoche für das Edelmetall bei 1.221 US-Dollar pro Unze (FOREX). Gegenüber Vorwoche entspricht dies einem Anstieg um 1 Prozent.

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Eingetragen von am 17. Nov. 2018. gespeichert unter Banken, Gold, Goldpreis, Handel, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

26 Kommentare für “Gold: Wilde Fahrt am US-Terminmarkt”

  1. Das sieht ja schon ganz prima aus. Die Produzenten und Verarbeiter haben endlich kräftig ihre Shorts abgebaut, die Swap-Dealer die Longs erhöht und die Kleinspekulanten werden auch rausgedrängt. Eigentlich würden die Daten allein schon für steigende Goldpreise sprechen jedoch ist da noch der FED-Termin im Dezember. Wäre charttechnisch und von der Zyklik her optimal in diesem Zeitraum ein Tief auszubilden.
    Ausserdem ist ja dann ab 01. Januar Gold laut Basel 3 ein Tier 1 Asset, d. h. für Banken so sicher wie Cash und Staatsanleihen zur Erfüllung ihrer Kernkapitalquote. Bisher nur Tier 3 und damit nur zu 50% des Marktwertes anrechenbar. Für mein Verständnis sollte dann ein langandauernder Bullenmarkt für Gold einsetzen.

    • @SilverSurfer

      Danke für die sehr interessanten Infos zu den Tier1-Assets im Zuge der Reform von Basel III (man spricht ja bereits von Basel IV). Habe einen Artikel aus 2012 gefunden, der die Reform (damals noch im Planungsstadium) anschaulich beschreibt:

      https://www.wiwo.de/unternehmen/banken/edelmetall-gewinnt-an-bedeutung-banken-fordern-gold-aufwertung/7443654.html

      Die Quellenlage zu den tatsächlich umgesetzten Reformbestandteilen in Sachen Eigenkapitalquote der Banken insbesondere in Bezug auf Gold ist aber leider mehr als dürfig. Bis auf verstreute einzelne Hinweise ist da wenig zu finden:

      https://etfdailynews.com/2018/11/16/is-the-re-monetization-of-gold-much-closer-than-we-think/

      Hast Du da noch mehr im petto?

      • Der Fehlerteufel verfolgt mich:
        Für Eigenkapitalquote bitte KERNkapitalquote einsetzen und für „dürfig“ kaufe ich ein „t“.

        • Hier ein deutscher Artikel (wahrscheinlich hat der Autor auch nur den englischen übersetzt, dafür aber noch das Originalzitat aus dem Baseldokument).

          https://www.trading-treff.de/wirtschaft/gold-re-monetarisierung-durch-basel-iii-de-dollarisierung-im-anflug

          Aber wenn ich so darüber nachdenke macht es für mich eindeutig Sinn.

          Ich meine, in den letzten Jahrzenten (in denen Staatsanleihen Tier 1 waren) musste die Zentralbank nur die Zinsen senken und Banken konnten mit billigem Geld mehr Staatsanleihen kaufen, was 1. den Bestand vergrößerte und 2. den Wert erhöhte (da ja die Kurse der Staatsanleihen stiegen) und schon waren die Sicherheiten wieder erbracht. Da die Zinsen aber vor einiger Zeit bei 0 angekommen waren, war mit diesem Spiel Schluss. Jetzt muss das Inflationsspiel gespielt werden, das heisst im umkehrschluss aber auch steigende Zinsen und damit einhergehen fallende Staatsanleihenkurse (und damit sinkender Wert der Tier 1 Assets). Es braucht jetzt also ein Asset das im Wert steigt , wenn Inflation und Zinsen steigen. G O L D. Darum klingt es für mich logisch, dass das Spiel das seit den siebziger/achtziger Jahren mit Staatsanleihen gespielt wurde, in den nächsten Jahren dann mit Gold genau so gut funktionieren wird (Banken kaufen physisches Gold das bei steigender Inflation im Wert steigt und die Verluste von sinkenden Bonds ausgleicht). Das Finanzsystem kann so weiterexistieren ohne den vielbeschworenen Crash durch steigende Zinsen.

        • Die Übergangsphase begann im Prinzip doch 2011 und sollte bis 2019 abgeschlossen sein. Dieser Zeitraum deckt sich auch mit dem Zeitraum de Goldpreiskorrektur. Das was JPMorgan nachgesagt wird (über Terminmarkt Preis drücken und dadurch physisch billig kaufen) könnte auch mit Basel 3 zu tun haben (alle Banken mussten/wollten Edelmetall günstig kaufen). In diesem Zeitraum wurde auch verbal massiv gegen Gold geschossen (barbarisches Relikt). Mittels QE wurde den Banken schon ein Großteil der Staatsanleihen teuer abgekauft und dadurch rekapitalisiert. Für mich macht damit einfach alles Sinn (oder gibt es da einen Denkfehler?). Was meiner Meinung noch fehlt ist irgendein Black-Swan-Event das die Wirtschaft niederreisst und mit dem man dann massive Staatsausgaben rechtfertigen kann und zwar so, dass sich die Inflationsraten nachhaltig noch oben entwickeln (Vielleicht bekommen wir dann ja doch noch das Bedingungslose Grundeinkommen, wer weiss). Selbst Griechenland ist ja jetzt gerade rechtzeitig wieder „solvent“.

          • Wolfgang Schneider

            @Silver Surfer
            Mich beunruhigt der Gedanke an ein Goldverbot. Die schwarzen Schweine sind mir herzlich egal.

            • Ja, dass kann man nicht ausschliessen, wäre aber nicht einfach umzusetzen und evtl. auch gar nicht nötig.
              Schwierigkeiten gibt des dann bei der Bewertung von z.B. Sammlermünzen. Wenn Goldbesitz verboten würde müsste es eine gerechte Abfindung für Sammlerwerte geben. Ausserdem geht dann die Diskussion um Silber los. Silber ist nach wie vor ein Rohstoff und wird in der Industrie gebraucht. Sollte es zu einem Goldverbot kommen würden die freiwerdenden Gelder einfach in Silber investiert werden.

            • @Wolfgang S. Wie sagte einst @anaconda ,das Verbotenes im Wert und Preisnur steigen kann .

          • @SilverSurfer
            Ich denke hier nicht nur an Gold, sondern auch den kleinen Bruder. Zunächst wurde er demonetisiert und ist für nahezu fast alle als Geld nicht mehr existent. Den Menschen ist heute nicht mehr bewusst, dass dieses Edelmetall neben Gold eine lange Geschichte hat und dann stark im 19. und 20. Jahrhundert unter die Räder kam. Auch wenn man die Zahlen der Comex mit Vorsicht betrachten sollte, ist es immer wieder fragwürdig, weshalb JPM hier immer wieder 600k Unzen nachkauft.
            Also, die Sitze zurück, Popcorn rechts, ein kaltes Bier links und zuschauen, die Kevlar-Weste nicht vergessen und genügend Vorräte im Keller…

          • @SilverSurfer

            Schaue mir bei einen guten Rioja gerade das vielseitige Basel-Konvolut an (gebe zu: eine etwas ausgefallene Sonntagabend-Beschäftigung) – und tatsächlich lassen sich weitere Hinweise zur Aufwertung von GOLD finden. „Geeignete finanzielle Sicherheiten“:

            „Eligible financial collateral under the simple approach
            148. The following collateral instruments are eligible for recognition in the simple approach:
            (a) Cash (as well as certificates of deposit or comparable instruments issued by the lending bank) on
            deposit with the bank that is incurring the counterparty exposure.69, 70
            (b) Gold.“

            Unter „(c)“ folgen die verschiedenen Schuldverschreibungen.

            In den illustren Kreisen der Bankenvertreter werden die neuen Anforderungen aus Basel IV nun als Verschärfung/Zumutung wahrgenommen.
            https://citywire.de/news/basel-iv-fuhrt-zu-ruckgang-der-kernkapitalquote-und-wirft-deutsche-banken-zuruck/a1126450

            Mein Vorschlag zur Güte: Eine massive Erhöhung des Anteils physischen Goldes bei der Kernkapitalquote der Banken.

            Dennoch warne ich vor der Überbewertung des Eigenkapital-Themas. Denn wenn erstmal die Multi-Billionen-Derivate-Blase ins Rutschen kommt, werden auch keine 2-, 4-, 8- oder 10% Eigenkapital mehr helfen.

            • Wolfgang Schneider

              @Thanatos
              Und wieso haben sich die Eidgenossen dann so dagegen gesträubt – ich erinnere an das Ergebnis des Referendums nach viel Anti-Gold-Propaganda – daß die SNB Gold horten soll? Stattdessen haben sie Hunderte Mia. Euro und Dollar Falschgeld als „Reserven“ angekauft. Hätten sie lieber Katzenfutter gekauft.

            • Achja, habe ich vergessen: Skol !

              • @ Thantos Was auch kaum jemand zur Kenntnis nimmt ist die Tatsache, dass der DAX gerade schon langsam abschmiert und sich die Edelmetalle halten. In einer deflationären Phase gewinnt Geld immer an Wert gegenüber Sachwerten. Was sind dann wohl AU und AG? Es scheint wohl doch noch einen monetären Bezug zu geben, sonst würden diese wohl auch in die Kniee gehen. Ansonsten sieht man wieder das alte Spiel der Zentralbanken, das Infla – Defla – Spiel. Jetzt wird wieder über die Sachwerte Kasse gemacht.

                Prost!

  2. Auf gehts zu neuen Hochs! Einsteigen u. festhalten! +2000 $ u. mehr werden kommen!

    • Ja genau, auf lange Sicht lohnt es sich immer das gleiche zu tun, was auch das reichtste 1% tut.

    • @ f.s.

      Leider seh ich das nicht so, und das wird noch einige Jahre dauern
      Geduld und Ausdauer sind gefragt denn vorher sehen wir noch mal die 1045.- und dort entscheidet es sich

      • @ukunda
        Das Problem ist nur, dass dann keiner von uns zu diesem Preis kaufen kann.
        Höchstens verkaufen.
        Die FED gibt einen Goldpreis von 42,22 an.
        Können Sie kaufen ?
        Ich glaube, nein. Können Sie verkaufen ?
        Wahrscheinlich ja.

  3. Lese vor allem eines raus: Geduld haben.
    -Im Oktober war die Positionierung noch extremer, ohne das viel passiert ist.
    -Das open interest ist massiv gestiegen, obwohl Gold zum Dienstag auf 1200 gefallen ist. Danach stieg Gold etwas und die offenen Kontrakte gingen wieder zurück. Dynamik für den Goldpreis sieht anderst aus.
    -Zur Zeit ist keinerlei Vorlauf der Minenwerte zu erkennen.
    -Die nächste Zinserhöhung steht zum 19.12. an.
    Für den Rest des Jahres kann ich wenig spannendes für Gold erkennen.
    Weder in die eine noch die andere Richtung
    -Falls sich der Handelskrieg weiter zuspitzt, werden wir noch einige Zeit attrak’tiefe‘ Kaufkurse sehen.
    Fazit: Die Kurse kann man weiter für Käufe nutzen, irgendwann ist die schöne Zeit vorbei (wie an der Tankstelle).

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