Goldabsatz der Perth Mint im Mai massiv eingebrochen

Die Perth Mint meldet für Mai 2026 einen spürbaren Rückgang bei Gold und Silber. Absatz von Münzen und Barren brach jeweils auf ein Mehrjahrestief ein.

Goldabsatz bricht ein

Die Perth Mint hat für Mai 2026 deutlich schwächere Verkaufszahlen veröffentlicht. Sowohl bei Gold als auch bei Silber gingen die Absätze gegenüber dem Vormonat kräftig zurück. Der Goldverkauf fiel auf den niedrigsten Stand seit März 2024.

Der starke Preisrückgang am Goldmarkt hat die Nachfrage nach neuen Münzen und Barren bislang nicht belebt.

Monatlicher Gold- und Silberabsatz der Perth Mint von Mai 2023 bis Mai 2026
Die Verkaufszahlen der Perth Mint zeigen im Mai 2026 einen deutlichen Rückgang bei Gold und Silber. Der Goldabsatz erreichte den niedrigsten Stand seit März 2024.

Im Mai verkaufte die Perth Mint lediglich 19.430 Unzen Gold. Gegenüber April entspricht dies einem Rückgang von 58 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Absatz um 31 Prozent niedriger.

Seit Jahresbeginn summiert sich der Goldabsatz damit auf 205.544 Unzen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergibt sich weiterhin ein Plus von rund 32 Prozent.

Silberabsatz ebenfalls stark rückläufig

Auch im Silbergeschäft setzte sich die Schwäche bei der australischen Prägeanstalt fort. Die Perth Mint verkaufte im Mai 363.976 Unzen Silber. Das war der niedrigste  monatliche Silberabsatz seit Juni 2019.

Gegenüber April entspricht dies einem Rückgang von 27 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Absatz ebefalls um 27 Prozent niedriger.

Der kumulierte Silberabsatz beläuft sich damit auf 5.484.241 Unzen. Gegenüber den ersten fünf Monaten des Vorjahres ergibt sich dennoch ein Plus von knapp 94 Prozent.

Hohe Preise stützen die Umsätze

Trotz der deutlich geringeren Verkaufszahlen blieben die Erlöse auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Der durchschnittliche Goldpreis lag im Mai bei rund 4.589 US-Dollar je Unze. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Goldumsatz von etwa 89 Millionen US-Dollar. Gegenüber April sank der Umsatz um 59 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag er allerdings nur noch 4 Prozent niedriger.

Im Silbergeschäft erreichte der rechnerische Umsatz rund 28 Millionen US-Dollar. Das entsprach einem Rückgang von 25 Prozent gegenüber April. Gegenüber dem Vorjahr blieb dagegen ein Plus von rund 59 Prozent.

Nachfrage kühlt sich ab

Die aktuellen Zahlen deuten auf eine spürbare Zurückhaltung der Anleger hin. Nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Monate und der hohen Volatilität am Edelmetallmarkt scheint die Kaufbereitschaft insbesondere bei Neuware zurückzugehen.

Zudem berichten Händler weiterhin von hohen Rückflüssen aus dem Zweitmarkt. Viele Privatpersonen nutzen die hohen Edelmetallpreise für Verkäufe. Diese Produkte gelangen nach Aufbereitung zurück in den Handel und konkurrieren mit neu geprägten Münzen und Barren.

Neil Vance, General Manager Minted Products bei der Perth Mint, erklärt aber, dass trotz eines herausfordernden Marktumfelds die Einführung der neuen Ein-Unzen-Silbermünzen „Koala“ und „Emu“ im Mai auf großes Interesse gestoßen sei.

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1 Kommentar

  1. Wenn der Preis zu hoch erscheint, leidet meist der Umsatz.
    Das ist bei der Lindt Schokolade genau so und bei der Tanke auch. Es wird dann eben weniger getankt.
    Mercedes etwa hat mitbekommen, dass seine Autos sich schlecht verkaufen, besonders die mit 800 PS.
    Nun macht der Autobaueraus Sindelfingen ( Made in China), aud Drohnen. Man möchte ein Stück Kuchen von den 100 Mrd Sonderschulden vom Steuerzahler haben.
    Das Kartell muss eben Gold noch ein wenig subventionieren, auch mit G&S oder JP Morgan oder DB Sondervermögen. Dann wird auch wieder mehr Gold konsumiert. Möglich wäre auch, dass der Staat von der Rente mit 70 etwas abzweigt für den Goldkonsum.
    Kann einer mal beim sozialen Herrn Klingbeil anfragen ?
    Mit einem Goldbonus zum Energiebonus ?

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