Goldschatz für neun Millionen Euro in alter Mauer entdeckt

Bei Renovierungsarbeiten in Belgien haben Bauarbeiter Goldbarren und Goldmünzen im geschätzten Wert von neun Millionen Euro entdeckt.

Bei Renovierungsarbeiten im belgischen Sint-Gillis bei Dendermonde haben Bauarbeiter einen spektakulären Goldschatz entdeckt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ostflandern stießen die Arbeiter beim Graben für neue Fundamente auf große nummerierte Goldbarren und alte Goldmünzen. Zu den Findern gehörte der 18-jährige Ferienarbeiter Kobe Philips. Zunächst hielt er einige der Münzen nach eigenen Angaben für gewöhnliche Euromünzen. Erst als weitere Goldstücke und schließlich die großen Barren zum Vorschein kamen, wurde das Ausmaß des Fundes klar.

Goldfund über 9 Millionen Euro

Der Gesamtwert des Goldschatzes wird laut belgischen Medienberichten auf rund neun Millionen Euro geschätzt. Die Arbeiter informierten umgehend ihren Arbeitgeber und die Polizei. Die Behörden nahmen das Gold in Verwahrung, inventarisierten den Fund und brachten ihn anschließend in einen Hochsicherheitstresor der belgischen Bundesbehörden.

Noch ist unklar, woher die Goldbarren und Münzen stammen und wem sie rechtlich gehören. Die Staatsanwaltschaft untersucht auch, ob der Goldfund möglicherweise im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten verborgen worden war. Die auf Polizeifotos erkennbaren Goldbarren dürften bereits mehrere Jahrzehnte alt sein. Auf einzelnen Exemplaren sind neben Seriennummern offenbar Jahresangaben aus den 1950er- und 1960er-Jahren zu erkennen. Eine offizielle Bestätigung von Alter und Herkunft der Barren liegt bislang jedoch nicht vor.

Goldreporter-Hintergrund: Spannend bei diesem Goldfund ist auch der historische Zusammenhang: Das Gebäude gehörte früher zu einer Brauerei beziehungsweise einer wohlhabenden Brauereifamilie. Der Brauereibetrieb endete laut aktuellen Berichten 1970. Offensichtlich hat die Familie Teile ihres Vermögens in Form von Gold im eigenen Haus gelagert. Das Beispiel zeigt, dass man Edelmetall über seine Lebenszeit auch unkonventionell im häuslichen Umfeld verwahren kann. Allerdings sollte man sich auch um den Verbleib und die Weitergabe des Schatzes nach dem Tode kümmern. Mehr zum Thema gibt es in unserer neuaufgelegten Sonderpublikation „Gold vergraben, aber richtig“

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4 Kommentare

  1. Gold hatte damals nicht den Wert von heute.
    Und damit kann es bei einer so wohlhabenden Familie durchaus sein, dass man zwar vom Gold wusste, aber nicht mehr, wo es war.
    9 Mio Euro entsprechen heute etwa 72 Kg Gold, so es dem Reinheitsgrad von heute entspricht.
    1970 kostete Gold pro kg etwa 4.200 DM oder 2.100 Euro.
    Und damit etwa 150.000 Euro gesamt, eher weniger, da die Barren nicht unbedingt die gleiche Qualität wie heute haben mussten.
    Die AI:
    „Übersicht mit KI
    Im Jahr 1970 kostete ein Kilogramm Gold im Jahresdurchschnitt etwa 1.157 US-Dollar (ca. 4.230 Deutsche Mark). Dies entsprach einem Preis von rund 36 bis 37 US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm), da der offizielle Goldpreis zu Beginn des Jahres noch nahe der alten Bindung von 35 Dollar lag.“
    Waren das nicht Zeiten ?
    Heute kostet das Kilo 124.000 Euro. Und damit 60 fach so viel, wenn ich mich nicht irre.
    Übrigens, 1960, also davor, war die Zeit, wo ich schon angefangen hatte Gold zu sammeln und zu kaufen oder es mir als Geschenke gewünscht hatte.
    Und über die Jahre kommt da einiges zusammen.
    Ich kann mich noch erinnern, dass eine US Finanzzeitschrift schrieb:
    „Wenn Sie vermögend sind, machen Sie nichts falsch, wenn Sie regelmässig monatlich ! eine Tonne Gold kaufen“
    Und nun sitze ich da mit dem Haufen wertlosen Metall
    ( laut @ex) und kann nun im Alter trockene Kekse mümeln, statt Weltreisen in die Spdsee zu unternehmen.
    Heisst es nicht für solche Unglücksraben:
    Arm am Beutel, krank am Herzen, schleppe ich meine langen Tage…
    ( Dies sind die berühmten Anfangszeilen des Gedichts „Der Schatzgräber“, das Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1797 geschrieben hat.)
    Also, lasset die Finger vom Gold und anderen Schätzen, haut weg das Zeugs und investiert in zinsträchtige Anleihen.
    Das ist nicht nur sozialer, sondern am Ende auch erträglicher.
    ( Oliver Stock, Handelsblatt).

  2. Ist eine Anlage, mit nicht haussieren geht. In Geldvermögen,
    Aktien, Wertpapieren kann doch inzwischen fast jede Behörde
    per Knopfdruck Einsicht nehemen.
    Und vielleicht war es 1970 nicht anders als heute und es gab
    niemanden in „manchen“ Familien, dem man wirklich solche
    Informationen anvertrauen konnte.
    Und dann hat die Biologie irgendwann die Entscheidung
    abgenommen.

    • @Digger
      Es kann gut sein, dass die Wahrheit und die Motive niemals ans Licht kommen
      1970 wurde von Nixon das Goldfenster geschlossen
      Möglich, dass der Inhaber der Brauerei seine Obligationen oder US Anleihen noch kurz davor in Gold tauschte, bevor es nicht mehr möglich war.
      ( Ich hätte das getan, wie Charles de Gaulle auch).
      Und dann wohin mit den 70 oder 80 Kilo ?
      Vielleicht gab es Familienstreitigkeiten um die Anteile der Brauerei. Also versteckte der Inhaber das Gold, erzählte es keinem oder wollte es keinem der Streitbrüder sagen.
      Und auch keinem vererben.
      Man kann in die Köpfe der Menschen nicht hineinsehen und er wird seine Gründe gehabt haben.
      Jedenfalls hatten Erbanwälte und Gerichte keine Freude daran und das ist letztlich gut so.

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