Der China-Spread bleibt mit minus 30 US-Dollar deutlich negativ. Gleichzeitig gibt der Goldpreis in China und Europa um gut 200 Dollar nach.

China-Spread bleibt deutlich negativ
Der Goldpreis ist seit unserem letzten Vergleich in China und Europa kräftig gefallen. Dabei entwickelten sich die Notierungen auf beiden Märkten nahezu im Gleichschritt. Der Preisabschlag an der Shanghai Gold Exchange gegenüber dem europäischen Spotmarkt blieb deshalb mit 30 US-Dollar je Unze fast unverändert.
Der China-Spread verharrt bei rund minus 30 US-Dollar. Damit liefert der chinesische Markt weiterhin keine zusätzlichen Preisimpulse.
Goldpreis verliert rund 200 Dollar
Seit dem vergangenen Vergleichstermin verbilligte sich Gold in Shanghai um 202 US-Dollar je Unze. Der europäische Spotpreis gab im gleichen Zeitraum um 203 US-Dollar nach.
- Goldpreis China: -202 USD/oz
- Goldpreis Europa: -203 USD/oz
Damit verringerte sich der Preisabschlag in China lediglich um einen Dollar. Am Montag kostete die Feinunze an der Shanghai Gold Exchange umgerechnet 4.411 US-Dollar. Zeitgleich wurden am europäischen Spotmarkt 4.441 US-Dollar aufgerufen. Daraus ergibt sich ein negativer China-Spread von 30 US-Dollar.
Messzeit: [Mo. 31.08.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MESZ Berlin]
Aufschlag China → Europa Spot: -30 USD/oz (24.08.26: -31 USD); Δ: +1 USD
| Markt / Kennzahl | 31.08.26 | 24.08.26 | Δ |
|---|---|---|---|
| Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) | 960 | 1.004 | -4,4 % |
| Gold China SGE (USD/Gramm) | 141,82 | 148,32 | -4,4 % |
| Goldpreis China SGE (USD/oz) |
4.411 | 4.613 | -202 |
| Goldpreis Europa (USD/oz) |
4.441 | 4.644 | -203 |
| Aufschlag/Abschlag China → Europa (USD/oz) |
-30 | -31 | +1 |
Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
China bleibt hinter westlichem Goldmarkt
Ein Aufpreis in Shanghai gilt üblicherweise als Hinweis darauf, dass vom chinesischen Markt zusätzliche Nachfrageimpulse ausgehen. Davon ist derzeit nichts zu sehen. Gold wird in China weiterhin deutlich günstiger gehandelt als am europäischen Spotmarkt.
Bemerkenswert ist, dass sich daran auch nach dem jüngsten Preisrückgang kaum etwas geändert hat. Sinkende Goldpreise haben in China in der Vergangenheit häufig zusätzliche Käufe ausgelöst. Zum aktuellen Messzeitpunkt lässt sich ein solcher Effekt im China-Spread jedoch nicht erkennen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass die Goldnachfrage Chinas insgesamt schwach ist. Die physischen Lieferungen aus der Schweiz bleiben hoch. Im Juli gingen knapp 22 Tonnen Schweizer Gold direkt nach China. Zusammen mit Hongkong bezogen die beiden Märkte seit Jahresbeginn bereits rund 255 Tonnen aus der Schweiz
Mehr dazu: Schweizer Gold-Exporte: China bleibt wichtiger Abnehmer
Damit ergibt sich weiterhin ein zweigeteiltes Bild: Am chinesischen Kassamarkt fehlen derzeit zusätzliche Preisimpulse. Gleichzeitig bleiben die staatlichen Goldkäufe und die physischen Goldlieferungen nach China auf hohem Niveau.
Mehr zum internationalen Marktgeschehen: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse


