Goldmarkt: China-Spread neutralisiert – geringe Goldpreis-Impulse aus Asien

Der neutrale China-Spread signalisiert kurzfristig geringe Einflüsse vom asiatischen Goldmarkt auf den internationalen Goldpreis. 

Goldpreis-Abschlag: Der China-Spread war zuletzt leicht negativ.
Goldpreis-Abschlag: Der China-Spread war am Montag leicht negativ.

China-Spread neutralisiert sich

Der Preisabstand zwischen China und dem westlichen Goldmarkt hat sich zuletzt nahezu vollständig geschlossen. Nachdem Gold an der Shanghai Gold Exchange vergangene Woche noch mit einem Abschlag gegenüber dem europäischen Spotmarkt gehandelt wurde, lagen die Kurse am Montag praktisch gleichauf. Das zeigt die aktuelle Goldreporter-Analyse.

Der nahezu neutrale China-Spread signalisiert: Vom asiatischen Handel gehen derzeit kaum eigenständige Impulse für den internationalen Goldpreis aus.

Der Goldpreis stand zuletzt dennoch weiter unter Druck. Zeitweise fiel die Notierung am internationalen Spotmarkt wieder in Richtung 4.500 US-Dollar pro Unze.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Westen und Osten gleichen sich an

Seit unserem letzten Vergleich gaben die Goldnotierungen in beiden Märkten nach. Allerdings fiel der Rückgang in China etwas geringer aus als im westlichen Handel.

  • China: -138 USD/oz
  • Europa: -147 USD/oz

Dadurch verringerte sich der zuvor negative Spread deutlich. Nach aktueller Goldreporter-Berechnung lag der Preisabschlag Chinas zuletzt nur noch bei 0,3 US-Dollar je Unze.

Messzeit: [Do. 14.05.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: -0,3 USD/oz (14.05.26: -9 USD); Δ: +9 USD

Mehr zum internationalen Marktgeschehen: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Markt / Kennzahl 18.05.26 14.05.266 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 998 1.027 -2,8 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 146,15 150,59 -3,0 %
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.545 4.684 -138
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.546 4.684 -147
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
-0,3 -9 +9

Was der China-Spread derzeit aussagt

Der sogenannte China-Spread gilt als wichtiger Gradmesser für die physische Goldnachfrage in Asien. Ein positiver Wert deutet auf hohe Kaufbereitschaft chinesischer Investoren hin. Ein negativer Spread signalisiert dagegen stärkere Preiseinflüsse aus dem westlichen Futures- und Finanzhandel.

Der aktuell nahezu neutrale Wert spricht für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen beiden Märkten. Weder China noch der Westen setzen derzeit dominante Preisimpulse.

Gleichzeitig zeigt sich aber auch: Sinkende Goldpreise werden in Asien traditionell häufig für physische Käufe genutzt. Deshalb bleibt die chinesische Nachfrage trotz des neutralen Spreads ein wichtiger Stabilitätsfaktor am Goldmarkt.

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 18.05.26; Umrechnung über 6,832 CNY/USD (Vorwoche: 6,823 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

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6 Kommentare

  1. Heute kostet mein Vergleichs Krügerrand 3.958 EURO. Vor nicht mal 3 Monaten riss man den Händlern dieselbe Münze um nahezu 5.000 EUR oder sogar darüber, aus den Händen.
    Darüber sollte man mal nachdenken. Waren unter den Forenteilnehmern welche dabei ?
    Ich denke schon, denn es ist merkwürdig still geworden, hier im Forum.
    Immerhin sind das schon über 20% Verlust beim Gelben. Doch zum Trost, 2013 waren es fast
    27% beim Krügerrand. Der Rand kostete 2012 gut und gerne 1350 EUR und ging dann runter auf 980 EUR. Preise,über die man heute lacht. aber damals war das ein Trauerspiel.
    Einer nannte sich sogar @Goldzitterer über 70, andere meinten ihre Altersvorsorge verloren zu haben (Der Autohändler), wieder andere schrieben, nie wieder Gold, nie wieder Silber, alles verkauft aus Panik.Trolle kamen hervor und lästerten mit Südseereisen von Dividenden und leistungslosem Einkommen aus Dividenden (@ex oder @Grandmaster). Letzere meinten, wir
    Goldanleger würden bald auf einem Klumpen wertlosem Metall sitzen und dann im Alter trockene Kekse mümmeln, statt ihren Kindern Immobilien zu schenken und Südsee Reisen obendrauf.
    Und heute ?
    Übriggeblieben sind die Hartgesottenen aller Gesottenen. Nichts und niemand kann uns mehr was vormachen. Wir sitzen alles aus und am Ende aller Tage sind wir diejenigen, welche lachen und spotten. (Manche taten das schon jetzt, als der Goldpreis den Höhenflug startete, aber, das war nicht fair. Das bittere Ende für alle Papiertiger (Dividenden Zocker, Aktienspekulanten und Zinsjäger) kommt erst noch.

    • @Maruti
      Ich hoffe mal schwer, daß aus dem Dorf keiner bei der Q1-Blase dabei war.
      Das ist ja die Motivation, hier im Forum seine Meinung zu posten, um Neulinge vor schweren Fehlern zu bewahren.
      Sonst könnte man seine Zeit ja komplett sorglos als ARD-ZDF- Süddeutsche-Zeit etc. -Opfer verbringen.
      Dort ist ja ALLES SUPER.

      Zum Unterschied Papier/Physische Ware ist mir eine nette Info untergekommen: zum Ölpreis:
      Laut Papierbörse derzeit 110 USD je Barrel für Brent.
      Das ist nur der Papierpreis.
      Will man echtes Öl für die Auslieferung, geht für Europa die Preisverhandlung bei 150 los.
      Singapore etc. zahlt bis zu 200. Deshalb drehen die Tanker ja auf dem offenen Meer um in Richtung Asien.
      Läuft im Prinzip wie bei Ebay: biete 300.000 Tonnen Brent auf Tanker, Mindestgebot 40 über Börsenpreis. Na, dann bietet mal schön….

      Im Q1 hat die DDR 2.0 nach neuen Zahlen fast 500.000 Arbeitsplätze verloren.

      Fazit:
      1.) Es wird langsam ungemütlich.
      2.) Zeit, die Vorbereitungen abzuschließen.

  2. Ich gehe davon aus, dass die hier regelmäßig vorbeikommenden wenig im Spitzenbereich gekauft haben. Höchstens ein wenig nachgekauft. Da viele hier wohl schon länger dabei sind, werden die sich ihren Schatz überwiegend noch zu dreistelligen und niedrigen 4-stelligen Preisen aufgebaut haben. Dann fallen ein, zwei Phillis oder Krüger zu 5000 auch nicht wirklich auf.
    Außerdem wird es ja „für später“ gekauft und liegen gelassen – weshalb die Schwankungen von heute und nächsten Monat ja auch völlig egal sind. Das physische Gold ist doch primär ein Schatzmittel, kein Tauschmittel.
    Und ich gehe davon aus, dass die Zeit (und besonders der nun ächzenden Staatsanleihen-Markt der Amis) dafür sorgen, dass 5000 bald als Schnäppchen gelten. Wobei viele hier erst verkaufen werden (außer bei akuter Geldnot), wenn es eine neue Währung dafür gibt.Dollar, Euro, Pfund, Yen? Nein, Danke

    • Mitleser:
      Ich habe vorgestern bei Degussa in Hannover den Sovereign für 938,00 € mitgenommen. Schmerzhaft, wenn man sich an frühere Preise erinnert. Aber:
      – Die Preise vergangener Zeiten werden wir nicht mehr sehen.
      – Beim Sovereign bekommt man das meiste Au fürs Papier.
      – Das Papier ist nicht ausgegeben, es ist nur umgetauscht in richtiges Geld.
      – Eine erhebliche Volatilität ist bis auf weiteres das neue „Normal“. Wer beobachtet und wartet, der ist im Vorteil. Niemand musste im Januar kaufen.

      • @Racew
        Im September 2018 wollte ein Goldhändler für einen Krügerrand tatsächlich 1.105 Euros von mir haben.
        Plötzlich konnte man für die damals noch anonymen 9.999 Euros nur noch 8 Stück und zur Aufrundung noch 66 Silberunzen kaufen.
        Der Händler nannte es das „Großes Herrengedeck“
        Was für ein unverschämter Preis dachte ich damals.

        Und heute ?
        Heute kostet der gleiche Spaß rd. 38.000 Euros.
        Und man müsste 20 x zum Händler um keine Spuren zu hinterlassen.
        Nette Performance in 7,5 Jahren.

        In 2030 sehen die heutigen Preise wie unglaubliche Schnäppchen aus.
        Und noch wichtiger: Dorfbewohner können ruhig schlafen.

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