Goldmarkt fehlen Impulse: Goldpreis in China rutscht unter Europa-Spot

Während der Goldpreis weiter seitwärts läuft, werden in Europa höhere Preise für die Goldunze geboten als in China. Der Goldmarkt befindet sich in Wartestellung.

Goldpreis-Spread zwischen China und Europa wieder deutlich negativ.
Goldmarkt ohne Impulse aus China: Der Goldpreis an der Shanghai Gold Exchange ist am Montag deutlicher unter das Kursniveau in Europa gefallen.

China-Spread deutlich negativ

Der Goldpreis läuft seit Wochen unter Schwankungen seitwärts und vom chinesischen Goldmarkt kommen weiterhin wenig Impulse. Mittlerweile wird in Europa wieder deutlich mehr für die Goldunze gezahlt als in China. Das zeigt die wöchentliche Goldreporter-Analyse.

Der negative China-Spread ist ein Hinweis auf fehlende Preisimpulse aus Fernost. Der Goldmarkt befindet sich in einer Art Wartestellung.

Bereits in der Vorwoche war der China-Spread leicht negativ. Nun hat er sich auf 10 US-Dollar pro Unze ausgeweitet.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Westen und Osten gleichen sich an

Innerhalb einer Woche haben die Notierungen an beiden Märkten zugelegt, allerdings stärker am europäischen Spotmarkt: 

  • China: +7 USD/oz
  • Europa: +17 USD/oz

Am Montagmorgen betrug der FOREX-Kurs hierzulande 4.563 USD, während sich aus dem SGE-Nachmittagskurs ein Vergleichspreis von 4.552 US-Dollar ergab.

Messzeit: [Mo. 25.05.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: -11 USD/oz (18.05.26: -0,3 USD); Δ: -11 USD

Mehr zum internationalen Marktgeschehen: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Markt / Kennzahl 25.05.26 18.05.26 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 997 998 -0,1 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 146,37 146,15 +0,2 %
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.552 4.545 -7
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.563 4.546 -17
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
-11 -0,3 -10

Was der China-Spread signalisiert

Der sogenannte China-Spread gilt als wichtiger Gradmesser für die Lage auf dem internationalen Goldmarkt. Dabei deutet ein positiver Wert auf eine erhöhte Goldnachfrage im chinesischen Markt hin – oft begleitet von Arbitragegeschäften und internationalen Goldtransfers Richtung Shanghai.

Dagegen signalisiert ein negativer Spread stärkere Preiseinflüsse aus dem westlichen Futures- und Finanzhandel.

Aber mit der aktuellen Seitwärtsbewegung beim Goldpreis zeigt sich aber zweierlei. Sowohl in China als auch im Goldhandel an der COMEX ist eine abwartende Haltung von Investoren zu erkennen. Es fehlen also Impulse von beiden Märkten.

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 25.05.26; Umrechnung über 6,817 CNY/USD (Vorwoche: 6,825 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

Gold richtig lagern und schützen

Gold vergraben, aber richtig! 
Praxisanleitung für ein nicht ortbares Edelmetall-Depot
→ Jetzt ansehen!

Gold in der Krise: Ihr Notfallplan
Goldverbot: Warnzeichen erkennen und vorbereitet sein
→ Jetzt ansehen!

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

Anzeige

8 Kommentare

  1. Dies ist ein sehr gutes Zeichen. Übertreibungen wurden abgebaut, schwache Hände rausgeschüttelt und damit ist der Boden erreicht. Dieser liegt bei 4.500 Dollar und etwa 3.900 Euro am Papiermarktpreis. (+\- 50).
    Allerdings zählt hier der Eurokurs zum Dollar.
    Der physiche Preis, also der beim Händler liegt natürlich weit darüber. Bekommt man einen Krügerrand um 4.000 Euro, ist das schon sehr gut und somit der Boden.
    Denn damit profitiert man noch vom hohen Eurokurs.
    Ein Krügerrand zu etwas unter 4.000 Euro ist zur Zeit das Beste, was man bekommen kann.
    Ich behaupte, der Boden bei Gold und Silber ist erreicht
    und es wird demnächst rauf bis über 6.000 Dollar gehen.
    Dort allerdings besteht wieder Übertreibungsgefahr.
    Übrigens, was meint @ukunda aus Wien ?

  2. @ Maruti

    In wien kostet der Krugerrand zur Zeit 3902.- euro. Wie schon zweimal erwähnt ist das nur das letzte aufbäumen vom Dollar, denn der Euro wird massiv aufwerten. Und genau die Stärke ist es warum dann der Euro sterben wird !!!! Die Eu in der jetzigen Verfassung wird in 1-2 Jahre zerbrechen und in kleinere Einheiten zerfallen
    Das Goldtief bei 4090.- sollte halten, doch geht es darunter per Tagesschluß dann stehen 3574 –3800.- usd am Radar bevor es dann zum letzten Anstieg kommt dann ist der Goldzyklus für einige Jahre vorbei, und dann geht es auch wieder abwärts unter 2000.- usd
    So meine Einschätzung, liebe Grüße aus dem heißen Wien 33 Grad

    • @Ukunda
      2000 Dollar beim Gold und 133 Dollar beim Öl, dann wäre alles wieder wie gehabt.
      Faire Preise bei Öl und Gold. Der Euro könnte maximal bis 2 Dollar aufwerten, das wäre möglich und das war auch schon mal nahe dran. Solches allerdings würde einen Goldpreis um 1.000 Euro bedeuten und einen Silberpreis von 6-8 Euro. Nicht schlecht, ich warte ab und kaufe dann, bevor es den Euro zerlegt.
      Die EU ist doch faktisch jetzt schon zerlegt, es ist nur noch ein lockerer Staatenbund, finanziert von
      wenigen Träumern und Spinnern. Die anderen lutschen das aus bis auf den Knochen und dann ist ohnehin Schluss. Weil es nichts mehr abzunagen gibt.
      Jedoch muss ein zerlegter Euro ersetzt werden durch eine lokale Währung und dafür braucht einer wie wir Gold und nicht zu knapp. Denn Aktien, Bitcoins und Immobilien wird man mit Hypotheken belegen um einen halbwegs funktionierenden Staat mit Bankenwesen aufrecht zu erhalten.
      All diese Assets sind leicht greifbar, viel zu leicht, auch der Bitcoin, welcher keineswegs anonym ist. Er ist lediglich pseudonym und das ist was anderes in Punkto Sicherheit.

      • Bitcoin ist für mich alles andere als greifbar. Es sogar eher abstrakt,fast wie Fantasie. Wäre es greifbar, würde ich wohl investieren.

    • Hö, Hmmm?

      Also aktuell bei ca. 5000 ist das letzte Aufbäumen des Dollars. Wenn dann Gold auf 2000 USD fällt ist das dann nicht ein viel größeres aufbäumen?

      Soll kein Angriff sein,aber darüber bin gestolpert.

      • @Freddy
        Ich halte 2.000 Dollar beim Gold mit dem jetzigen Dollar und den Schulden der USA eher unwahrscheinlich. Selbst wenn die USA und deren Verbünde alle angeblichen Goldvorräte
        auf einen Schlag auf den Markt werfen, käme das nicht hin, wei ja das Gold sofort aufgefangen wird, wie Freibier und Frei Wurst.
        Betrachtet man den 40 Jahres Chart, sieht man Übertreibungen, aber nie einen derartigen Absturz um 60 %. Zudem immer alle ATHs in kurzer Zeit wieder erreicht und überboten wurden. Nicht mal der ominöse Deckel bei 2.000 Dollar hielt mehr als 2 Jahre.
        Das ATH lag dieses Jahr bei 5.550 in etwa. Ein möglicher kurzzeitige Rückgang um 30-40
        Prozent wäre drinnen, aber nur bei einem neuen QE weltweit und Zinsen um 0%, also printet money für Lau und zugleich Konsumverweigerung und Inflation unter 2%, wie in den Jahren 2013-2016. Die Folgen tragen wir heute alle.
        Das bedeutet unterm Strich einen Goldpreis von 3.500 Dollar in etwa. Das wäre unter obiger Prämisse möglich, aber auch das Ende der unteren Fahnenstange.
        Danach aber muss es zwangsläufig zu einer Währungsreform kommen, da gibt es keine andere Möglichkeiten mehr, derweil die Verschuldung dann Richtung Sirius steigt und die Inflation gleich mit. Depression- Inflation-Hyperinflation-Währungsreform. Das ist der gangbare Weg. Leute werden ihr gesamtes Vermögen, all ihren Besitz verlieren und am Ende sind dann erst mal alle gleich.
        Klaus Schwaab vom WEF im Rahmen der neuen Weltordnung: „Ihr werdet nichts mehr besitzen und damit glücklich sein“
        Maruti sagt Herrn Schwaab: „Ich besitze nichts und bin deshalb jetzt schon glücklich, ganz ohne sie und ihre neue Weltordnung“

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige