Gold verteidigt 4.000 Dollar – CoT-Daten zeigen neues Kaufinteresse

Die aktuellen CoT-Daten zum Gold-Futures-Handel zeigen: Im Bereich von 4.000 USD nimmt das Kaufinteresse am Goldmarkt zu. Händler bauten Short-Positionen ab, während der Open Interest deutlich stieg.

Goldbarren vor einem Goldpreis-Chart und einer US-Flagge mit hervorgehobener 4.000-Dollar-Marke
Die Marke von 4.000 US-Dollar bleibt für den Goldpreis entscheidend. Denn die aktuellen CoT-Daten deuten in diesem Kursbereich auf zunehmendes Kaufinteresse hin.

CoT-Daten zeigen Bewegung auf dem Goldmarkt

In der vergangenen Woche kam es bei den Gold-Futures an der COMEX zu merklichen Veränderungen in den Positionen der größten Händlergruppen. Praktisch über alle Gruppen hinweg wurden Short-Positionen abgebaut. Gleichzeitig gingen die Netto-Positionen zurück, während der Open Interest deutlich zunahm.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Goldpreis verteidigte die Marke von 4.000 US-Dollar.
  • Short-Positionen wurden abgebaut, während der Open Interest auf 383.689 Kontrakte stieg.
  • Auch der Optionshandel signalisiert mit einer Put/Call-Ratio von 0,40 wachsenden Optimismus.

Das zeigt, dass neue Positionen eröffnet und innerhalb der einzelnen Händlergruppen verstärkt umgeschichtet wurden. Die CoT-Daten unterstreichen damit die hohe Bedeutung der Marke von 4.000 USD für die kurzfristige Entwicklung des Goldpreises.

Die CoT-Daten zeigen per 14. Juli 2026 eine Reduzierung der Short- und Netto-Positionen bei praktisch allen Händlergruppen.
Die CoT-Daten zeigen eine Reduzierung der Short- und Netto-Positionen bei praktisch allen Händlergruppen (Quelle: CME Group).

Short-Positionen werden abgebaut

Die Netto-Short-Position der Commercials sank per 14. Juli 2026 gegenüber der Vorwoche um 3,4 Prozent auf 214.788 Kontrakte.

Auf der Gegenseite verringerte sich die Netto-Long-Position der Großen Spekulanten um 3,9 Prozent auf 186.682 Kontrakte. Dabei wurden auch in dieser Händlergruppe Short-Positionen reduziert.

Am Berichtstag hatte der Goldpreis im Tagesverlauf noch Kurse von knapp über 4.100 USD pro Unze erreicht.

Open Interest steigt auf Viermonatshoch

Der Open Interest stieg gegenüber der Vorwoche um 3 Prozent auf 383.689 Kontrakte. Das war der höchste Stand seit dem 24. März 2026.

Bis zum gestrigen Freitag sank die Zahl der offenen Gold-Kontrakte anschließend um 0,6 Prozent auf 381.403 Kontrakte. Im Wochenvergleich von Freitag bis Freitag ergibt sich damit beim Open Interest noch ein Plus von 0,9 Prozent.

Der Anstieg des Open Interest bei gleichzeitigem Abbau von Short-Positionen spricht dafür, dass im Bereich der Marke von 4.000 USD verstärkt neue Kaufpositionen aufgebaut wurden.

Open Interest sowie Netto-Positionen von Commercials und spekulativen Marktteilnehmern am Gold-Terminmarkt (Stand: 14. Juli 2026).
Open Interest sowie Netto-Positionen von Commercials und spekulativen Marktteilnehmern am Gold-Terminmarkt (Stand: 14. Juli 2026).

Zunehmender Goldpreis-Optimismus im Optionshandel

Auch die Daten zum Handel mit Gold-Optionen zeigen per Freitag einen steigenden Optimismus. Die Put/Call-Ratio sank weiter auf 0,40.

Damit entfielen auf 100 Put-Optionen rechnerisch 250 Call-Optionen. In der Vorwoche hatte das Verhältnis noch bei 100 zu 242 gelegen. Calls werden typischerweise genutzt, um auf steigende Kurse zu setzen oder sich gegen einen Preisanstieg abzusichern.

COMEX-Goldbestände kaum verändert

Das gesamte Gold-Inventar in den COMEX-Tresoren sank in der vergangenen Woche lediglich um 10.000 Unzen auf 27,12 Millionen Unzen.

Die zur sofortigen Lieferung verfügbaren Bestände der Kategorie „registered“ stiegen dagegen um 20.000 Unzen auf 14,78 Millionen Unzen.

Bezogen auf die gesamten Lagerbestände nahm die physische Deckung des Gold-Futures-Handels um einen Prozentpunkt ab. Mit 71 Prozent bleibt sie jedoch auf einem statistisch hohen Niveau.

Mehr dazu: COT-Daten Gold – aktuelle Daten und Einordnung

Mehr Anträge auf physische Auslieferung

Währenddessen kamen in der vergangenen Woche 2.710 Anträge auf physische Auslieferung hinzu.

Damit stehen für den laufenden Monat bislang 12.485 Delivery Notices zu Buche. Dies entspricht rund 39 Tonnen Gold. Im Vormonat waren es umgerechnet rund 127 Tonnen beziehungsweise 40.841 Auslieferungsanträge – der bislang höchste Monatswert des Jahres.

CoT-Daten Gold: 4.000-Dollar-Marke bleibt entscheidend

Der Goldpreis verteidigte in der vergangenen Woche bei erhöhter Volatilität die Marke von 4.000 USD. Diese Schwelle besitzt kurzfristig eine große charttechnische Bedeutung.

Auch die aktuellen CoT-Daten deuten darauf hin, dass das Kaufinteresse am US-Terminmarkt in diesem Kursbereich zunimmt. Bei steigendem Open Interest wurden Short-Positionen abgebaut. Gleichzeitig kauften Optionshändler im Verhältnis erneut mehr Calls als Puts.

Damit dürfte die runde Marke von 4.000 USD der entscheidende Schlüssel für die weitere kurzfristige Entwicklung des Goldpreises bleiben.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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6 Kommentare

  1. Selbst 4.000 Dollar bedeuten für alle,welche zwischen 2018 und 2022 Gold zu etwa zu 2.000 $ kauften, einen gewaltigen Zuwachs.
    Ärgerlich nur für viele, welche gerade in dieser Zeit oder kurz danach verkauften. Das bedeutet sogar heute glatte 2.000 verschenkt und vor ein paar Monaten sogar mehr als 3.000 verschenkte Dollars.
    Und so sagen sich wohl die meisten, ( Nicht Käufer und Verkäufer), hätte, hätte ich doch…
    Was heisst, Verkaufen kann ärgerlich sein, nichtkaufen jedoch noch viel mehr ärgerlich.

    • @Maruti
      Bei der Geldanlange ist es wie bei allen wichtigen Dingen im Leben:
      Man braucht ein Ziel, die Strategie dies zu erreichen und das Durchhaltevermögen (Nerven, Ruhe, Besonnenheit) das auch durchzuziehen.
      Wer in 2018 zu 1.000 die Unze (fertig als Barren oder Münze) gekauft und durchgehalten hat, ohne sich von dem ganzen täglichen Blätterrauschen beeindrucken zu lassen, hat fast 400 % gemacht.
      In 8 Jahren,
      Steuerfrei.
      Ohne Fonds-Ausgabeaufschlag, Grunderwerbsteuer, Gebühren , Wärmepumpenzwang, CO2-Steuer oder sonst eine Abzocke.
      Bombensicher.

      Kurzer Blick in die Welt:
      Ukraine läuft katastrophal, Milliardenverbrennungsmaschine ohne Perspektive , die dollen Rheinmetallprodukte erweisen sich im Kriegsalltag als kompletter Schrott.
      Hormuz wird eine epochale Niederlage für die USA, der Killer für die Konjunktur. Aktuell verpulvern wir die strategischen Ölreserven, um den Spritpreis bei 2,30 Euro zu halten. Jetzt kommt die sehr verbrauchsintensive Sommerreisezeit. In 2 Monaten isch over.
      Aber keine Sorge: die Tankrechnung wird auch bei 4 Euro pro Liter nicht steigen: es gibt nur noch 20 Liter pro Nase.
      Frankreich ist politisch, wirtschaftlich und finanziell endgültig über den Jordan.
      Da wird auch die EZB nur noch Sterbehilfe leisten können, insb. auch weil Dummland nicht mal mehr seine eigenen längerlaufenden Anleihen verkauft bekommt.
      Stell dir vor, Lars und Pinoccio machen Auktion und keiner kauft.
      Dummland rennt im Eiltempo in Richtung Industrieruine a la Detroit.
      Längst redet man bei VW über 120.000 Jobs plus x.
      Gerade kollabiert der Immobilienmarkt. Nicht nur in Wolfsburg, Stuttgart etc, da ist er schon lange mausetot.
      Und, und…..

      Und das Krügerlein liegt in tiefster Entspannung vor mir auf dem Tisch und bekommt davon rein gar nix mit.
      Entspannung pur.
      Zeit und Nerven sind unbezahlbar.
      Man kann sie für kein Geld der Welt zurückkaufen.

      • Leider kommt es nun auch schon bei meiner Putzfrau an. Sie sagte mir noch vor 3 Tagen: „Wissen Sie, Herr Dr.M. , Deutschland schafft sich doch selber ab.“
        Das heisst, die Leute geben frustriert auf. Man hat keine Lust mehr auf Schaffen.
        Statt Kopf hoch sehe ich immer mehr mit Kopf runter.

  2. Nach längerer Zeit melde ich mich Mal wieder.
    Das tägliche Blätterrauschen im Wald interessiert mich nicht mehr so sehr. Hingegen Absicherungsstrategie schon.
    Es geht auch mal anders sein ornithologisches Hobby zu pflegen. Ein halbes Dutzend Kanarienvögel, das war diesmal der Plan. 3475 €/Uz. am Freitag waren gut 1100 € weniger seit dem 2.3.2025.
    Es gibt bei den Aktionären so einen alten Spruch; tiefer können die Kurse nicht mehr fallen. Doch können sie, siehe Dotcom Blase.
    Bei Gold und Silber hat es das in den letzten 5000 Jahren noch nicht gegeben.
    Mein Bauchgefühl signalisierte mir, das jetzt eine gute Zeit ist, den Kanarienvögel Bestand um ein halbes Dutzend aufzustocken. Meiner Strategie entsprechend im Juli/August ein Saisonaltief zu treffen ist das Ziel.
    Ich besuche Freunde in Polen. Im günstigsten Kantor dann entsprechend getauscht, keine dummen Fragen.
    Beim günstigsten Vogelhändler österreichische Nachzucht bestellt und bezahlt, keine dummen Fragen.
    Der Aufschlag zum Spotpreis war 2,85% Dank Gold.de.
    Gut vorbereitetes verhandeln zahlt sich aus, und wenn es sein muss in einem Satz in vier verschiedenen Sprachen, geht!
    Bei Abholung wird jeder einzelne Vogel auf Reinheit speziell geprüft, Zertifiziert und übergeben.
    Sehr guter Service. Und das beste daran ist, die Vögel bleiben in Polen. Stichwort Diversifizierung!
    Nächste Woche günstig einkaufen, spart zwischen 30 und 50%. Das Auto vollpacken, volltanken inkl. Reserve.
    Spart wieder einige 100€ und man hat oben drein noch eine tolle Zeit.
    Euch Allen ein friedliches Wochenende.

  3. Ich bin nicht „traurig“ Gold bei den Höchstständen nicht verkauft zu haben.Die Aufgelder für Verkauf und dann wieder Kauf sind eine Menge Wert,der verloren geht.Was Banken wollen,wissen wir und was der Staat will,auch…man sieht es an den gestiegenen und eingeschränkten Sozialwerten.
    Merz sagte selbst,dass ihn die Vermögensbarwerte der Deutschen stört….nun die „Sondervermögen“ gehen in Rüstung,was keine Werte an sich schafft ( Arbeitsplätze zwar erhält,aber für was?) und Infrastrukturmaßnahmen dauern,wenn diese ankommen sollten.Spritpreise nagen und nagen an der Geldbörse und vermiesen den Konsum und dann haben wir immer noch diese CO2 Steuer…darüber redet keiner,sollte man,da diese Steuer und der Emissionshandel Jahr für Jahr alle Produkte steigen lässt und diese ganzen Dinge sagen mir,Gold behalten,unbedingt….denn der Goldpreis wird weiter im Verhältnis zur Kaufkraft der Gehälter immer teurer,weil der Raubzug in der Gelbbörse weiter und intensiv weiter gehen wird.Da bin ich mir sicher.

    • @Bastei
      Wenn ich mir inn Leben bei irgendwas zu 100% sicher bin, gehört dazu, dass sich der Stast das Ersparte seiner Bürger holen wird oder es abschöpft, wie der Finanzminister ja deutlich sagte.
      Sie müssen abgeschöpft werden !
      Sie, die mit dem Ersparten, sind die Melkkuh der Natin und Sie müssen gemolken werden !
      Ich kann es nicht ganz verhindern, gemolken zu werden, aber ich gebe dafür auch ganz wenig Milch, und dazu noch ranzige.

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