Der Goldpreis legt zum Wochenauftakt zu. Fortschritte in den Iran-Gesprächen und sinkende Ölpreise prägen das Marktumfeld.
Goldpreis heute
Zum Auftakt der neuen Handelswoche startet der Goldpreis mit einem Plus von 1 Prozent bei 4.195 USD (3.661 EUR). Silber legt um 2,6 Prozent zu auf 66,50 USD (58,08 EUR). Damit notierte Gold 23 Prozent unter dem Rekordhoch von Ende Januar, der Silberpreis hat von seiner Bestmarke 43 Prozent eingebüßt.
Die Entspannung im Nahen Osten stützt die Märkte – Gold und Silber starten mit Gewinnen in die neue Woche.
USA und Iran melden Fortschritte bei ihren Gesprächen. Im Fokus stehen die Öffnung der Straße von Hormus und eine dauerhafte Vereinbarung. Beide Seiten vereinbarten am Wochenende einen Fahrplan für ein mögliches endgültiges Abkommen innerhalb von 60 Tagen. Der Preis für ein Barrel Brentöl rutschte unter die Marke von 80 US-Dollar.
Vortag
Am Freitag gab der Goldpreis um 1,3 Prozent nach auf 4.155 USD beziehungsweise 3.623 EUR. Silber sank ebenfalls um 1,3 Prozent auf 64,88 USD (56,57 EUR). Die Kursentwicklung stand weiter unter dem Eindruck der restriktiveren geldpolitischen Signale aus den USA und des angeschlagenen charttechnischen Bildes bei den Edelmetallen.
Ausblick
Trotz der jüngsten Annäherung zwischen den USA und dem Iran bleibt die Lage im Nahen Osten fragil. Zwar haben beide Seiten weitere Verhandlungen vereinbart und Fortschritte gemeldet. Allerdings sorgen widersprüchliche Aussagen aus Washington und Teheran weiterhin für Unsicherheit. Anleger werden daher genau beobachten, ob die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus und die geplanten Gespräche über ein dauerhaftes Abkommen tatsächlich umgesetzt werden.
Zu Wochenbeginn richtet sich der Blick außerdem auf das Verbrauchervertrauen in der Eurozone. Am Nachmittag steht zudem eine Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf dem Programm. Hinweise zur weiteren Geldpolitik könnten zusätzliche Impulse für Gold, Silber und die Finanzmärkte liefern.
Ticktack, ticktack, … die Uhr läuft.
Wie lange reichen in den USA die Diesel-Vorräte noch? Zur Auswahl stehen z.B. 10, 14 oder 20 Tage.
Zwar ist noch Öl zum verarbeiten da (täglich schrumpfend), aber daraus kann nicht ausreichend Diesel und Kerosin gewonnen werden um den Bedarf zu decken. Mehr Kerosin (für Kampfflieger) bringt weniger Diesel (Ernte-Maschienen und LKW) mit sich (Effizienz der Ausbeute mal ganz außen vor gelassen).
Irans militär. Möglichkeiten nahezu unverändert, ihre Positionen ebenfalls. Trump wie bisher mal so, mal so – zuverlässig unzuverlässig. Brüstet sich mit aufgeblähten Aktienkursen und einer großen Beschäftigten-Zahl. Gratuliere.
Hallo,
Auf Twitter sah ich gestern einen Bericht der sagte, die Ölreserven sind noch zu 48 Prozent (vor dem Iran-Krieg waren es über 60) gefüllt. Kann aus diesem Öl kein Kerosin gewonnen werden?
Kurz gesagt: Aus „Schieferöl“, das einen beträchtlichen Teil der Vorräte ausmacht, lässt sich deutlich schlechter Diesel gewinnen als z.B. Benzin. Daher exportieren die Amis viel Öl, importieren aber auch viel. Und zwar das, für das die meisten Raffinerien ausgelegt sind: Heavy (Sour) Crude Oil, wie aus dem arabichen raum oder Venezuela. Schieferöl ist Light Sweet Crude.
Die Angaben der Füllstände aus Cushing, Oklahoma, dem größten Öl-Hub der USA sind ja einsehbar. Ebenso, wie schnell sie seit wann sinken. Kurz vor Tankboden ist Schluss mit Entnahmen.
@Druski
Googeln Sie mal 10 Minuten zu Raffinerieprozess (auch youtube- das sprengt hier den Rahmen eines Goldforums).
Stark vereinfacht:
Die US-Raffinerien sind darauf spezialisiert aus dem leichten WTI (Texas) Benzin herzustellen. Ist auch gut so, wenn Muttis 6,2 Liter V8-Einkaufswägelchen 25 Liter auf 100 km (mindestens !) braucht und der Walmart 40 km weit weg ist .
Mit dem schweren dreckigen Öl aus Venezuela können die z.B. überhaupt nichts anfangen. Einige US-Raffinerien können „Russenöl“ zu Diesel/Kerosin verarbeiten, deshalb haben die Amis vor ein paar Monaten auch alle Ölsanktionen gegen Russland aufgehoben und importieren kräftig das, was wir nicht haben wollen.
In Europa auch so: Brent ist für Benzin, das böööööhse Russenöl war für Diesel und Heizöl.
Problem der Amis: die Eisenbahn fährt fast komplett mit Diesel (pro Lok pro Stunde bis 600 Liter Verbrauch, gerne 5 bis 6 Loks je Zug) und fast alle Waren werden über tausende Meilen mit LKW transportiert. Riesen Land eben.
Kein Land für Lastenräder.
@Mitleser
Die USA ist der weltweit grösste Öl Exporteur, die haben genug Öl. Rohöl. Und das muss man zu Diesel verbeiten und das kostet Arbeit und die lässt man anderen machen.
Outsourcing nennt sich das.
Man darf bloss eines nicht, die outdourcing Betriebe und deren Arbeiter bombardieren. Autsch, zu kurz gedacht.
Wenn andere die Arbeit für die Amis (noch?) machen, fragt man sich, wo die Tanker bleiben, die Diesel zurück in die USA schaffen. Der wird in anderen Ländern schließlich auch knapp.
Und für die Dieselherstellung wird primär um das schwere Öl konkurriert (was der arabische Raum lieferte).
Arbeit in der Raffinerie geschieht nicht von Hand, Porzesse auf einen neuen Feed umstellen geht kaum. Jede Raffinerie wurde für eine bestimmte Art von Öl gebaut, aufgrund der Zusammensetzung des zur kontinuierlichen Verarbeitung geplanten Rohstsoffs, nicht für jedes Öl.
Und da es unwirtschaftlich war und ist, Diesel aus „leichtem“ Schieferöl zu gewinnen, bestehen dafür auch keine industriellen Prozesse.
Schieferöl-Vorräte der USA ändern am Diesel Thema daher wenig. Aber die USA können nicht nur Öl gegen Öl tauschen, sie müssen es für den heimischen Bedarf.
Auf dem Papier Energie-autark, aber zwingend auf physischen Austausch angewiesen.
Und hierzulande:
Damit die DAX Punkte stimmen und man steigende DAX Kurse vermelden kann, manipuliert man den Index einfach:
Man schmeißt Porsche raus und holt Hoch-Tief rein, deren Kurs sich für kurze Zeit verdreifacht hat. Bis zum Absturz, dann holt man den nächsten.
Kein Wunder, dass trotz steigender Kurse die Anleger im Portfolio immer weniger haben.
Ich bleibe somit dabei, die Börse ist für mich ein Betrüger Kasino, und mache weiterhin einen grossen Bogen darum.
@Maruti. Da könnten sie Recht haben. Mein Opa sagte vor 40 Jahren schon dass die Börse reines Wettbüro ist.