Gold und Silber geben nach, obwohl sich die Lage im Nahen Osten zuspitzt. Märkte folgen weiter dem aktuellen Krisen-Narrativ.
Goldpreis heute
Der Goldpreis startet 0,6 Prozent tiefer bei 4.710 US-Dollar beziehungsweise 4.024 Euro in den Handel (8:15 Uhr). Silber notiert 2,2 Prozent unter Vortag bei 75,98 US-Dollar beziehungsweise 64,92 Euro. Auch die Aktienmärkte beginnen den Tag schwächer. Dagegen steigt der Preis für ein Barrel Brent-Öl auf 103 US-Dollar.
Krise drückt Gold – Liquidationslogik und Charttechnik dominiert weiter das Marktgeschehen.
Dabei bleiben die Spannungen im Nahen Osten hoch. Der Iran beschoss in der Straße von Hormus mehrere Frachter und setzte zwei Schiffe fest. Gleichzeitig wird das zeitlich nicht weiter konkretisierte Aussetzen des US-Ultimatums von Marktteilnehmern teilweise als Zeichen von Schwäche gewertet.
Vortag
Der Goldpreis beendete den Handelstag mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 4.700 US-Dollar. Aufgrund eines stärkeren US-Dollar stieg der Euro-Goldpreis um 0,7 Prozent auf 4.049 Euro.
Dabei blieb das Edelmetall zuletzt unterhalb von 4.800 US-Dollar gedeckelt. Außerdem deutete die Charttechnik bei Gold weiterhin auf Risiken auf der Unterseite hin. Mit der Aussetzung des US-Ultimatums gegenüber dem Iran überwog an den Märkten zuletzt die Hoffnung auf ein Ausbleiben einer militärischen Eskalation.
Ausblick
Heute stehen wichtige Konjunkturdaten aus den USA im Fokus. Dazu zählen die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten, der Chicago Fed National Activity Index sowie der S&P-Einkaufsmanagerindex.
Dabei dürfte entscheidend bleiben, ob sich das aktuelle Markt-Narrativ fortsetzt: Steigende geopolitische Risiken führen derzeit nicht zu Goldkäufen, sondern zu Liquidationen und Umschichtungen.
Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten



Eigentlich müsste man sagen, Gold fällt wegen des Konflikts.
Dasu die Aussage eines FED Miglieds:
„Kein Mensch soll denken, dass ihn Gold vor irgendwelchen Unanehmlichkeiten schützen kann“
Das heisst, es existiert ein Plan, den Menschen den Gluben an die Sicherheit von Gold zu nehmen.
Gelingen kann derartiges natürlich nicht, aber versuchen kann man es ja.
@Maruti
Es ist m.E. wie immer: es reicht dem System ja, die breite Masse zu verunsichern.
Die wissen ja genau wie es läuft:
1.) An den harten Kern der Anleger kommen wir sowieso nicht ran, also machen wir uns die Mühe nicht.
Lohnt einfach nicht. Kaufleute sprechen von steigenden Grenzkosten.
2.) Die ersten 30 % Amateure kriege ich aber fast kostenlos.
Etc.
Beispiel: die Nachläufer, die kürzlich Gold zu 4500 Euro oder Silber zu über 100 Euro gekauft haben, hat man wohl erst mal ordentlich verschreckt.
Der harte Kern grinst, wir sind 300 Euro über Jahresanfang oder knapp 1000 Euro über August 2025.
Kann man ertragen.
@Blackwood
Eigentlich sitzen die Banken in der Zwickmühle.
Man kann die Aktien nicht zu sehr fallen lassen, da viele Kreditbesichert sind oder auf Kredit gekauft und man kann auch physisches Gold nicht zu sehr in den Keller schicken, weil dann gutbetuchte Rentner und Asiaten beherzt zugreifen und laut Danke rufen würden.
In Deutschland jedenfalls gibt es kaum noch eine nicht kreditbesicherte Immobilie und wahrscheinlich auch kaum noch nicht besicherte Aktien. Sogar der Bitcoin soll schon auf Kredit gekauft worden sein und nun hinterlegt für irgendwelchen Konsum oder Dispo.
Diese gigantische Masse an Schulden kann nie und nimmer ausgeglichen werden. Ganz besonders nicht in einer Deflation oder Stagflation.
Bei beiden droht Arbeitsplatzverlust ind damit hoher Einkommensverlust und Kredite werden notleidend. Was die Banken wiederum zu Zwangsversteigerungen und Depotpfändungen veranlasst.
Es ist eine gefährliche Spirale. Denn alles ist letztendlich in den Händen der Banken, bei vielen sogar der Arbeitsvertrag mit Lohnabtretung.
Es sind wieder extrem gefährliche Zeiten, in welchen wir uns bewegen.
@Maruti
Klitzekleine Korrektur zu Ihrem letzten Satz:
Sie beschreiben sehr gut die Welt in der die doofen Römer leben.
WIR bewegen uns im Dorf.
Eine ganz andere Welt.
Ernsthaft: ich wünsche allen Leuten hier, daß der Job die nächsten 3 Jahre überlebt.
Der Rest ist Pillepalle.
@Blackwood
Ja, die Kursecplosion von 2.000 Euro an in dieser kurzen Zeit, das gab es bei Gold nach dem WW2 und wahrscheinlich auch davor nie.
Es bedeutet einfach, dass Gold eben mit starker Verzögerung reagiert und dann auf einen Schlag alles nachholt.
Dieser Anstieg von 2000 Euro auf fast 5.000 Euro hätte eigentlich mit dem QE und den Null oder sogar Negativ Zinsen kommen müssen, zusammen mit der Eurokrise. Geschehen ist nichts oder sogar das Gegenteil.
Und die jetzige Krise wird eben auch etwas später zu Goldpreisen an die 10.000 Euro führen. So sicher, wie das Amen in der Kirche.
Jedenfalls wurde bisher zumindest noch jedes ATH durch ein noch höheres abgelöst.
Ich selbst bewerte jedenfalls meine Unzen mit knapp 5.000 Euro. Ob das jemaden gefällt oder nicht. Das ist eben das Schöne am Gold. Ich bin meine eigene Zentralbank und meine eigene Ratingagentur.
Ein „Bankberater“ sagte mir dazu folgendes:
Aber Herr M., der Markt gibt das momentan nicht her. Ich sagte ihm, wissen sie, was interessiert mich der Markt. Ich habe das Gold, also bestimme ich die Regeln.
Nach einer Weile des Überlegens meinter dann:
Ja, so ist es dann wohl.
Ja, ich hatte flüchtig ein Interview mit einem Golfstaaten Offiziellen aufgeschnappt, der sagte sinngemäß, „Viel Spaß beim Kauf von Öl zum aktuellen veröffentlichten Preis. Der sei lächerlich niedrig. Man biete für die physische Ware viel mehr“.
So verhält es sich wohl auch mit unseren Kanarienvögeln.
Es kommt auch hier ein Moment, in der der Käufer viel mehr bereit ist zu zahlen.
Aber wir wollen ja gar nicht verkaufen, oder? Also ist die ganze Preisbeobachtung sowieso überflüssig.
@Wasabi-San
Das ist richtig. In diesen Zeiten zu verkaufen wäre auch Wahnsinn. Wer meint, ein Auspuff vom Auto oder ein paar Dachziegeln würde das rechtfertigen,
der sollte eigentich schnellstens einen Therapeuten aufsuchen.
Auch wenn die Medien alle Nachrichten Schön Schreiben, die Welt, wie wir sie kannten, zerfällt in eine andere. Russische Blogger hetzen schon die Regierung zum Angriff auf Deutschland über Rügen.
Deutschland ist für die der Jackpot, den es zu holen gilt.