Goldpreis heute: Iran-Risiko kehrt zurück – Gold und Silber geben nach

Gold und Silber starten schwächer in den Dienstag. Neue Spannungen rund um Hormus dämpfen die Risikofreude und belasten den Goldpreis.

Goldpreis heute

Gold und Silber kamen am Dienstagvormittag erneut mit dem Gesamtmarkt unter Druck. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt 4.530 USD (3.895 EUR) und startete damit rund 0,8 Prozent unter Vortag. Der Silberpreis sank um 2 Prozent. Die Lage im Iran-Konflikt bleibt fragil.

Die Hoffnung auf Entspannung im Nahen Osten weicht erneut der Unsicherheit – Edelmetalle verlieren mit dem Gesamtmarkt.

Einmal mehr schlug Euphorie in Ernüchterung um. Denn nur Stunden nachdem Donald Trump Hoffnungen auf eine Waffenruhe machte, berichtete der Iran von US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf Ziele nahe der Straße von Hormus. Washington sprach dagegen von defensiven Einsätzen.

Vortag

Dabei waren es Hoffnungen auf einen bevorstehenden Iran-Deal, die die Märkte zu Wochenbeginn belebten. In den USA wurde aufgrund des Memorial Days nur eingeschränkt gehandelt. Die Aktienfutures legten aber deutlich zu und Brentöl kam zurück unter die Marke von 100 USD. Die 10-jährige US-Rendite kam leicht zurück auf 4,55 Prozent. Der Goldpreis beendete den Handelstaf 1,3 Prozent höher bei  4.570 USD (3.925 EUR). Silber kletterte um 3,4 Prozent auf 78,08 USD (67,07 EUR). 

Ausblick

Am Dienstag rücken mehrere US-Konjunkturdaten in den Fokus. Erwartet werden regionale Wirtschaftsberichte der Fed aus Chicago und Dallas. Außerdem erscheinen der S&P/Case-Shiller Home Price Index sowie das Verbrauchervertrauen des Conference Board.

Entscheidend für den Goldmarkt bleibt aber die geopolitische Lage: Kommt es zu belastbaren Fortschritten in den Nahost-Gesprächen – oder bleibt die Lage von kurzfristigen Hoffnungen und neuen Rückschlägen geprägt?

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Gold richtig lagern und schützen

Gold vergraben, aber richtig! 
Praxisanleitung für ein nicht ortbares Edelmetall-Depot
→ Jetzt ansehen!

Gold in der Krise: Ihr Notfallplan
Goldverbot: Warnzeichen erkennen und vorbereitet sein
→ Jetzt ansehen!

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

Anzeige

13 Kommentare

  1. Nur mal so: in den Jahren 1922 und 1923 lag die Volatilität zwischen Gold und Reichsmark bei bis zu 40 %.
    Pro Monat.
    Es ging also -vergleichbar – in einem Monat zwischen 2.400 und 4000 hin und her.

    Das Ergebnis ist bekannt.

    Hohe Volatilität ist ( nur meine persönliche Meinung) immer ein Anzeichen der Todeszone eines Marktes.
    Die Profis verkaufen, während die Doofies noch reingetrieben werden (siehe Börsengang von Musks Milliarden-Verlustbude).
    Es läuft dann immer der letzte Raubzug der Spekulanten.

    Fazit: Sommerschlußverkauf, Shopping time.

    • @Blackwood Mit Ihrem Fazit haben sich meine Gedanken auch schon seit ein paar Wochen beschäftigt. Leider sind bisher nur zwei Schweizer Mädels dabei rausgekommen. Ich denke auch darüber nach, noch einmal meinen Bestand aufzustocken.
      So hoch ist bisher ja die Volatilität noch nicht. Aber es kann sehr schnell gehen oder noch viele Jahre so weiterlaufen. Wünsche allen Foristen einen sonnigen Tag.

      • @Snowflake
        Ich glaube auch nicht, daß es so schnell wie 1923 gehen wird.
        Die Politik wird eine „soft landing“ anstreben.
        Die nette Beschreibung einer faktischen Komplettenteignung der Papierträumer mit 8-10 % Inflation pro Jahr über ein Jahrzehnt.
        Dann sind die Schulden auch fast komplett weg- und die Papiervermögen auch.

        Letzen August haben die Mädels aus der Eidgenossenschaft knapp über 500 gekostet, aktuell 750, so ganz übel ist das auch nicht.
        Hauptsache das Altpapier ist weg.
        Irgendwann kosten die 1.000 oder 2.000.
        Aber die Hauptsache wird sein: sie sind noch da.
        Der 100-Euro Schein wird in weniger als 10 Jahren nur noch als Grillanzünder taugen.
        Im Gegenwert von 3 Lidl-Würstel auf dem Grill.

    • @Blackwood
      Exakt. Shopping Time. Der Boden ist erreicht.
      Für Pfennigfuchser:
      Die Nachmittage im Auge behalten und die Freitage auch.

    • Recht entspannte Makrosichtweise.
      Ich stimme zu, doch geht bei der Vola bestimmt noch was.
      In den 1920ern wa da Volk in höchster Partylaune, gut USA vor allem. Exzesse und Ausschweifungen…

      Wir ersticken gerade in den prüden Dauermoralkeulen der Spießprediger. Stummungstechnisch das Gegenteil aber es fühlt
      sich an wie eine Grenzzeit.

      Gefühlt kann es so nicht weitergehen. Ich denke D ist auch ein Sonderfall. Wir meinen ja auch ohne Schulden auszukommen, nennen das dann Sondervermögen. Obrigkeitstreu, wie eh und ja lassen wir uns in die nächste Bredullie führen.

    • @BlackWood
      Schaut man sich den Langfristchart der EM an, kann man eben da nicht von einem Raubzug sprechen. Im Gegenteil: Auf die Entwicklung wird in aller Deutlichkeit sogar hingewiesen. Da muss man noch nicht einmal die Fachreports wie „In Gold we trust“ von Ronald-Peter Stöferle lesen, der jüngst ein Kursziel von 8.900 Dollar zum Ende der Dekade prognostizierte und manche halten selbst das auch nur für einen Anfang. Die Deutsche Bank rechnet in einem Szenario, in dem Zentralbanken den Goldanteil in ihren Reserven von derzeit 30 auf 40 Przent erhöhen, mit Preisen von bis zu 14.000 Dollar je Feinunze (in „Die neue Gold-Ära“ in Welt+ vom 21.05.2026).

      • @Nivek
        Das Wort „Raubzug“ nenne ich nicht in Verbindung zu Metallen, sondern rein in Bezug auf die Endzeitblase bei KI etc. und die sagenhaft intelligente Idee, steigende Zinsen auf Staatsanleihen (von im Rekordtempo in Schulden ersaufenden Ländern) als sichere Geldanlage zu sehen.
        Wer jetzt noch in KI etc. oder in 10-jährige Treasuries investiert wird – wenn man es ganz genau nimmt- ja auch nicht beraubt.
        Er verdummt sein Geld schlicht und einfach.
        Er wirft es freiwillig in den Orcus.

      • @Nivek
        Naja. die Prognosen.
        Mit Gold ist bisher noch keiner sonderlich reich geworden. (wenn er es nicht schon vorher war).
        Gold galt bisher lediglich als Vermögenserhalt oder Werterhalt.
        Im Gegensatz zu einem Häuslebauer braucht ein Goldinhaber aber nicht immer neues Kapital, damit ersterem das Häusle seinen Wert erhält.
        Es reicht, das Gold im Meer zu versenken und sich keine weiteren Sorgen zu machen. Vergraben tut es natürlich auch. Auch das kostet nix und ist zudem gut für den Muskel.
        Es gibt wenig Möglichkeiten, reich zu werden:
        Erfinder, Künstler, Kaufmann, Gladiator, Erbschleicher, Lottogewinner oder Verbrecher.
        Doch davon nicht alle, sondern auch nur einige mit viel Glück.
        Und trotzdem macht das Geld alleine auch nicht glücklich.
        Man braucht schon Aktien, Immobilien und Edelmetalle dazu. ( Kostolany).
        Und da haben es wir, auch Edelmetalle.!

  2. Heute nacht, 2 Uhr dann der Balkonwurf mit etwa 30 Tonnen Physischem Gold als ungedeckte Leerverkäufe nebst Futures.
    Der DAX flog gleich hinterher, wurde aber von den Banken gegen morgen aufgefangen. War alternativlos. Dafür erhöht man Kontogebühren und Dispozinsen auf 19%.

    • @Amos
      Das geht nicht weit runter, es ist eine Seitwärtsbewegung in Topfform entstanden.
      Danach, wenn keiner mehr darauf achtet und meint, es geht ohnehin noch weiter runter, kommt der Ausbruch nach oben. Das war bisher immer so und alle, die gewartet haben, haben die Chance verpasst. Ich leider auch. Ich kaufte 2024 nur 10 Krügerrand dazu, zu knapp 1900 Euro, weil ich warten wollte, wie weit es nochmal runter geht und dann nachkaufen.
      Das ist bis heute nicht geschehen.
      Nur 2014-2016 war ich mutig und kaufte 300 Unzerln Krügerli zu 1005 Euro das Stück samt Spesen. Über 300.000 Euronen umgerubelt, mit zitternden Händen, das können Sie mir glauben.
      Nur da hatte ich Glück. Wie 2008 auch.
      Krügerli zu 750 Euro, und auch da nicht zu knapp.
      Davor ( vor dem Jahre 2.000, vor dem Euro), kaufte ich allerdings was das Zeug hielt ohne Hirn und Verstand, wie im Rausch.
      Nun sind nur noch etwa 100 T Euronen zur Anlage übrig, nur, mir fehlt der Mut wie Ihnen auch.
      Ich warte seit 2025.Man wird älter und vorsichtiger.

  3. ich denke, mit dem big bang wird es wohl noch dauern, kippt deutschland kippt die eu… ich versuche mich schon seit jahren an der verschuldungsquote von japan zu orientieren, und da fing mein interesse bei ca. 140 % staatschulden an jetzt ist man innerhalb von ca. 5-10 jahren bei oder unter den sozis bei ca. 250% angelangt und ohne das man für einen eu-laden mit 300 mio. einwohnern im nacken sorgen muss, wir liegen glaube ich jetzt bei knapp 100 % gefühlt, ddr 2.0 staatsfunk nennt ca 60-70% aber irgendwie läuft es doch immer weiter in japan , us anleihen hat man so weit wie man konnte ohne don zu verärgern abgestossen…..ich halte gerade japan für das nächste gescheiterte sozi experiment weltweit….

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige