Goldpreis fällt unter 4.600 USD: Geopolitik und Fed rücken in den Fokus

Gold startet schwächer in den Mittwoch. Öl bleibt teuer, Märkte warten auf die Fed. Neue Inflationssignale könnten den Kurs weiter prägen.

Goldpreis heute

Der Goldpreis startet mit leichten Abschlägen in den Mittwochshandel. Um 8:15 Uhr notierte die Feinunze am europäischen Spotmarkt bei 4.588 US-Dollar (-0,2 %) beziehungsweise 3.923 Euro (unverändert). Silber legte dagegen um 0,7 Prozent auf 73,61 US-Dollar beziehungsweise 62,94 Euro zu.

Zinsfantasie schwindet: Der Goldpreis bleibt vor der Fed angeschlagen.

Dabei bleibt der Ölpreis mit über 110 US-Dollar pro Barrel (Brent) auf erhöhtem Niveau. Auch die Aktienmärkte tendieren leicht fester. Allerdings verarbeitet der Markt weiterhin eine Reihe geopolitischer und geldpolitischer Impulse vom Vortag.

Aktuelle charttechnische Einordnung: Goldpreis unter 4.600 USD: Chart zeigt kritische Marken und Chancen

Vortag

Am Dienstag wurde bekannt, dass die Vereinigten Arabischen Emirate die OPEC verlassen wollen. Damit drohen künftig weniger koordinierte Förderquoten, was zusätzliche Unsicherheit für den Ölmarkt schafft. Gleichzeitig lehnten die USA ein Angebot des Iran ab, was die geopolitische Lage weiter belastet.

Außerdem dämpften steigende Inflationserwartungen, starke US-Unternehmenszahlen und Signale der US-Notenbank die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen. Im Umfeld des Verfallstermins an der COMEX geriet der Goldpreis zusätzlich unter Druck und fiel um 1,8 Prozent auf 4.594 US-Dollar beziehungsweise 3.924 Euro. Der Ölpreis zog parallel auf 110 US-Dollar an.

Ausblick

Heute richtet sich der Blick zunächst auf die deutsche Inflationsrate. Außerdem stehen aus den USA wichtige Konjunkturdaten an, darunter Baubeginne, Baugenehmigungen sowie Auftragseingänge.

Im Mittelpunkt steht jedoch die Zinsentscheidung der Federal Reserve am Abend. Besonders aufmerksam verfolgen Marktteilnehmer die anschließende Pressekonferenz mit Jerome Powell. Neue Hinweise zur Geldpolitik könnten die Richtung am Goldmarkt kurzfristig vorgeben.

Mehr zu den aktuellen Kursentwicklungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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12 Kommentare

  1. Wem interessiert denn noch die manipulierten Wirtschaftsdaten. Geht doch nur noch darum den nach oben gehypten Aktienmärkten Unterstützung zu geben. Bewertungen spielen keine Rolle mehr.

    • @Frosch
      Die Leute sind eben zu gutgläubig und glauben alles, wenn es nur irgendwie einem in den Kram passt.
      Sonst würden solche Politiker und Präsidenten durch Wahlen gar nicht nach oben kommen.
      Der Mensch ist eben doch naiv und nicht nur primitiv.

  2. Der Krügerrand kostet immer noch über 4.000 Euro.
    Das sind zwar knapp 1.000 Euro weniger als beim ATH, aber immerhin noch beachtlich.
    Starke Unternehmenszahlen sind das eine, die meisten sind ohnehin geschönt, ge-Lehmannt oder ge-wirecarded,
    Aber physiches Gold ist ehrlich und nicht so einfach zu schönen, wie man denkt.
    Charttechnisch scheint sich nun wieder eine Tassenformation zu bilden, also eine Delle und danach noch der Henkel mit einer Seitwärtsbewegung.
    Aber danach kommt unausweichlich das neue ATH mit Preisen weit über 8000 Dollar, womöglich sogar 10.000.
    Es soll nur nicht zu schnell gehen, damit alle Spekulanten rausgeschüttelt werden und das Interesse Verlieren.
    Wer die Nerven hat, soll Gold wenigstens halten oder an der 200 Tagelinie etwas nach kaufen.
    Denn bisher haben noch alle sog. Gewinnmitnehmer verloren. Auch wenn Forentrolle auftauchen, welche ihre gefakten Gewinn Mitnahmen rückwirkend aus den Chart Daten rausposten wollen.

  3. Die Edelmetallparty ist fürs Erste gelaufen. Durch die Abschwächung der Konjunktur und die miesen Aussichten werden staatliche Goldreserven in nächster Zeit eher aufgelöst als angehäuft.

    Und beim Silber ist die Luft auch raus, weil die Prognosen zum geplanten Verbrauch durch die Krise ebenfalls Makulatur sind. Wie bereits mehrfach erwähnt, wird sich der Silberpreis im Sommer wieder bei 35-40 Euro einpendeln.

      • @Stillhalter
        Das ist noch zuwenig.
        Was unbedingt neben Verkauf des soeben zu Wucherpreisen gekauften Gold der Zentralbanken und gierigen Anlegern nun zum Schnäppchen sind:
        Asteroidenbergbau, Polnische Tunnel, Meerwasser, Bakterien und Reaktor Gold und selbstredend die Bank von Hawaii.
        Alle die darauf wieder mal reinfallen, bitte sehr.
        Wir lecken gerne das Blut von den Strassen und mehren unseren Goldvorrat.
        Deutschland sollte unbedingt neben Kanada das 2. völlig goldfreie Land werden.
        Also, Bundesbank, haut weg das Zeug. Toto kommt es abholen und entsorgt es wieder mal in den Tiefen des Ozeans gegen geringe Gebühren.
        Denn nur wenn das Gold weg ist, bist du wirklich frei und darfst durchatmen.

    • @Peter
      Kluger Gedanke, das mit dem Auflösen. Die Goldwertsteigerung
      ist eine der wenigen Einnahmen der Bundesbank, ohne die die
      Bilanz vermutlich negativ wäre.

    • @peter
      ok, ich habe meine Silberunzen zu Preisen zwischen 8 und 16 Euro gekauft. Masterboxenweise.
      Krügerrand Goldunzerln zu 400, 750 und 1005 ebenfalls in solchen Menge und zuletzt zu 1895, leider nur 10 Stück.
      Bei insgessmt mittlerweile auf 103.6 Kg angewachsenem Goldvorrat kann man das auch verkraften, eine gewisse Zeit, bis der Preis auf 10.000 Euro explodiert.
      Und das wird er. 100%

      • @Maruti

        Respekt. Saubere Leistung. Ja, ich denke wir alle hier können Rücksetzer verkraften :)

        Und am langfristigen Steigen besteht natürlich auch kein Zweifel.

      • „und täglich grüsst das murmeltier“
        dieser spruch kommt mir in den sinn, wenn unser „most active poster“ wieder allen seinen goldschatz präsentiert…..seine beiträge lesen sich zugegebenerweise schlüssig und interessant, ob die jetzt alle aus seiner feder stammen oder copy/past ki generiert sind, sei mal dahin gestellt.
        aber das immer wiederkehrende auflisten wieviel und zu welchem preis disqualifiziert die person und lässt die folgerung zu, dass es sich doch eher um einen schwätzer und wichtigtuer handelt, auf den offenbar viele reinfallen.

  4. @Chirgu
    Darf man nicht stolz sein auf das, was man mit eigener Arbeit und eigener Strategie erreicht hat ?
    Ich finde es toll, wenn jemand klug vorgegangen ist und sich nicht durch all die Lügner hat einwickeln lassen.
    Ob unser Tauchfreund nun 10 kg oder 5 Tonnen hat ist mir egal, die genannten Einkaufspreise sind real.
    Ok, das ist man in Dummland eher nicht gewohnt, da hier überwiegend ahnungslose Versager die Nachrichten prägen.
    Das ist der große Unterschied zu den USA: da darf man ganz stolz auf das Erreichte sein und redet auch darüber.
    In Dummland herrscht dagegen eine Versager-Neider-Gesellschaft.
    Die, die zu faul und doof sind, selbst etwas auf die Beine zu stellen, rufen neidzerfressen nach höheren Steuern. Mehrbelastung für die, die incl. Mehrwertsteuer und 100 andere Steuern in Summe 80 % ihres Einkommens vom Staat geklaut bekommen.
    Und dann wundern sich die Versager, daß die Leistungsträger abhauen, z.B. in die US-Südstaaten mit 13 % Einkommensteuer und 6 % Mehrwertsteuer.

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