Gold hält 4.000-Dollar-Marke – Optionshändler positionieren sich für Kursausbruch

Im Kampf um die Marke von 4.000 USD behielten die Bullen zuletzt die Oberhand. Die neue CoT-Daten legen nahe, dass sich Futures- und Optionshändler auf einen Goldpreis-Anstieg vorbereiten. 

Die 4.000-Dollar-Marke hielt bis zuletzt. US-Optionshändler haben sich jetzt stark für einen Kursausbruch positioniert.
Die 4.000-Dollar-Marke hielt bis zuletzt. US-Optionshändler haben sich jetzt stark für einen Kursausbruch positioniert.

CoT-Daten Gold: Terminhändler in Wartestellung

Im Kampf um die 4.000-Dollar-Marke gab es in der vergangenen Woche nur geringere Veränderungen an den Futures-Positionen am US-Terminmarkt. Das zeigen die aktuellen CoT-Daten von der COMEX per 21. Juli 2026. Der Open Interest blieb fast unverändert, genau wie die Netto-Positionen der größten Händlergruppen.

Die CoT-Daten zeigen per 21. Juli 2026 nur minimale Veränderungen in den Handelspostionen der größten Akteure (Quelle: CME Group).

Netto-Positionen wenig verändert

Die Netto-Short-Position der Commercials sank um 0,7 Prozent auf 213.199 Kontrakte. Auf der Gegenseite verringerte sich die Netto-Long-Position der Großen Spekulanten um 1,5 Prozent auf 183.910 Kontrakte. 

Der Open Interest blieb mit 383.368 Kontrakten gegenüber der Vorwoche praktisch unverändert. Bis zum Handelsschluss am Freitag sank Anzahl um 1,9 Prozent auf 376.079 Kontrakte. Im Wochenvergleich von Freitag bis Freitag ergibt sich ein Rückgang um 1,4 Prozent.

Open Interest sowie Netto-Positionen von Commercials und spekulativen Marktteilnehmern am Gold-Terminmarkt (Stand: 21. Juli 2026).
Open Interest sowie Netto-Positionen von Commercials und spekulativen Marktteilnehmern am Gold-Terminmarkt (Stand: 21. Juli 2026).

Goldpreis-Optimismus im Optionshandel steigt weiter

Währenddessen stärken Optionshändler noch stärker auf einen Goldpreis-Anstieg. Denn die Put/Call-Ratio sank weiter auf 0,379. Damit entfielen auf 100 Put-Optionen 264 Call-Optionen. In der Vorwoche hatte das Verhältnis noch bei 100 zu 250 gelegen. 

COMEX-Goldbestände rückläufig

Das gesamte Gold-Inventar in den COMEX-Tresoren sank in der vergangenen Woche um 100.000 Unzen auf 27,02 Millionen Unzen.

Die zur sofortigen Lieferung verfügbaren Bestände der Kategorie „registered“ gingen um 20.000 Unzen zurück auf 14,76 Millionen Unzen.

Bezogen auf die gesamten Lagerbestände nahm die physische Deckung des Gold-Futures-Handels um einen Prozentpunkt zu. Mit 72 Prozent bleibt sie jedoch auf einem statistisch hohen Niveau.

Mehr dazu: COT-Daten Gold – aktuelle Daten und Einordnung

Anträge auf physische Auslieferung moderat

Derzeit gibt es keine Tendenz zu höheren Metallentnahmen. Aktuell liegen der COMEX 12.870 Anträge auf physische Goldauslieferung vor, nur 385 mehr als in der Vorwoche.

Somit werden zum Monatsende umgerechnet rund 40 Tonnen Gold abgerufen. Im Vormonat waren es umgerechnet rund 127 Tonnen beziehungsweise 40.841 Auslieferungsanträge – der bislang höchste Monatswert des Jahres.

4.000-Dollar-Marke verteidigt, Händler warten ab

Der Goldpreis ging am Freitag mit 4.052 USD pro Unze aus dem Handel. Damit stieg die Notierung innerhalb einer Woche um 0,9 Prozent und verteidigte damit die charttechnische Schlüsselmarke von 4.000 USD. Mit einem Sprung über die Schwelle von 4.200 USD könnte Gold seine Bodenbildung abschließen und sich aus dem 6-monatigen Abwärtstrend befreien.

An den Daten vom US-Terminmarkt ist erkennbar, dass die Händler auf eine Goldbewegung warten. Es gibt keine Hinweise auf eine aggressive Short-Positionierung. Im Gegenteil: Optionshändler wetten noch stärker auf einen Goldpreis-Anstieg.   

Dagegen ist ein rückläufiger Open Interest bei gleichzeitig steigendem Goldpreis eher ein Hinweis auf eine nachlassende Marktstärke. Allerdings sind beide Merkmale nicht sonderlich stark ausgeprägt, so dass dieses Signal nicht sehr aussagekräftig sein dürfte. 

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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5 Kommentare

  1. Ich weiss nicht, wieviel Gold bei der Comex überhaupt liegt, aber irgendwann wird wohl alles Gold in China sein.
    Ich bin zwar sicher, dass dann immer noch zur sofortigen Lieferung ausgewiesen wird, auch wenn es gar nichts mehr auszuliefern gibt und man die Kunden ein wenig vertrösten muss.
    So wie momentan bei dieser Sterbeversicherung in Deutschland. Nichts mehr da, sorry, kann mal passieren, konte ja keiner ahnen.
    Ich bin dann mal weg. macht bitte das Licht aus, sagt der Geschäftsführer und übergibt die Sache dem Anwalt.
    Und gut ists. Wen interessiert heute noch Wirecard, HRE, Lehmann oder CS ? Schwamm darüber.

  2. @Popeye
    in Polen ist es noch möglich Bar zu bezahlen.
    Allerdings sollte man beachten das man pro Person nur 10k an der Grenze mitführen darf. Ansonsten muss es angegeben werden. Wenn die ganze Familie dabei ist, ist das anders.
    In den Kantoren seiner Wal kann dann in Slo. getauscht werden. Dumme Fragen gibt es da nicht. Habe ich noch nicht erlebt.
    Beim Händler kann man pro Person meist bis zu 10k ohne Dokumente kaufen. Darüber wird ein Ausweis verlangt.
    Es lohnt sich hart zu verhandeln mit Gold.de in der Hand!
    Das zeigt das man vorbereitet ist. Dann ist es möglich, z. B. Au Münzen mit nur 2,5 % Aufschlag zu bekommen.
    Ohne handeln werden auch schon mal sportliche 4% aufgerufen. Verhandeln geht in jeder Sprache, wenn es sein muss in 4 Sprachen in einem Satz.
    Bei Abholung legt ein guter Händler jede einzelne Münze/ Barren vor dir auf ein Prüfgerät und fertigt dir ein Kaufzertifikat an.
    Händler gibt es in jeder größeren Innenstadt.
    Mehrere in Warschau, Krakau, Breslau oder Allenstein/Olsztyn.
    Viel Erfolg beim Handeln!!!

    • @Goldfisch
      Um es ganz genau zu sagen, Polen gehört zur EU und Sie dürfen ohne Anmeldung Bargeld oder geldwerte Waren unbegrenzt einführen. ( im Gegensatz zur Schweiz!).
      Allerdings und das ist sehr ernst, müssen Sie bei einer Frage eines Beamten wahrheitsgemäss antworten, denn sonst wird das Geld oder die Ware erst mal beschlagnahmt. Und das gilt auch innerhalb der Grenzen.
      Wenn Sie also mit Ihren 11.000 Euronen von Bochum nach Wanne fahren und werden bei eine Verkehrskontrolle nach Warndreieck, Verbandskasten ,Papieren auch nach Geld oder geldwerten Waren ( Gold, Schmuck, Aktien…) gefragt, müssen Sie wahrheitsgemäss antworten, wenn der Wert aller Waren zusammen 10.000 Euro übersteigt.
      Jedoch Vorsicht, nicht immer stellen die Beamten die Frage….. über 10.000 ?.
      So dass Sie auch bei nur 150 Euro wahrheitsgemäss antworten müssen oder sagen, da muss ich nachzählen.
      All das wird in den Medien entweder gar nicht oder falsch übermittelt.
      Also, vorher kundig machen und die Wahrheit sagen wenn Sie nicht in Trouble kommen wollen.
      Allerdings müssen sie nicht gleich sagen, dass sie ein illegales Schiesseisen mitführen, wenn sie nur nach Geld gefragt werden.:)
      Das ist Deutschland und seine Bürokratie.

      • überquere oft die polnische Grenze
        Auf die Faulheit der deutschen Beamten ist Verlass nach 19.00 Uhr meist alles frei …
        Man muß nur ehrlich zu jemand sein der auch ehrlich zu ein selber ist ..
        Der deutsche Staat sicher nicht
        Danke für die Informationen

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