Der Goldpreis kämpft um die Marke von 4.000 USD. Die Charttechnik zeigt erste Ansätze einer Bodenbildung, doch die Abwärtsrisiken bleiben hoch.

Goldpreis bleibt unter Druck
Der Goldpreis bleibt unter Druck, unternimmt jedoch weiterhin Versuche einer kurzfristigen Bodenbildung. Am Mittwochvormittag notierte das Edelmetall im Rahmen unserer wöchentlichen Chartanalyse bei 4.029 USD je Feinunze (CME Spot). Damit gab der Kurs innerhalb einer Woche um rund 2 Prozent nach.
Die Marke von 4.000 Dollar entscheidet darüber, ob der Goldpreis einen Boden ausbildet oder die nächste Verkaufswelle einsetzt.
Seit dem Rekordhoch von Ende Januar ist der Goldpreis mittlerweile um rund 26 Prozent gefallen.
Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
4.000 USD als wichtige Unterstützung
Trotz der starken Schwankungen infolge der täglichen Nachrichtenlage erwies sich die Marke von 4.000 USD zuletzt mehrfach als wichtige Unterstützung. Von diesem Niveau aus konnte sich der Goldpreis wiederholt berappeln.
Nun rückt eine mögliche Keilformation in den Mittelpunkt. Dabei bewegt sich der Kurs zwischen zwei enger zusammenlaufenden Begrenzungslinien und nähert sich zunehmend der Spitze dieser Formation.
Für ein positives Signal müsste der Goldpreis nachhaltig über 4.200 USD steigen. Damit würden sich die Aussichten auf den Abschluss der Bodenbildung und eine kräftigere Erholung deutlich verbessern.
Abwärtsbewegung kann sich beschleunigen
Allerdings bleibt das sogenannte Todeskreuz bestehen. Dabei liegt die kurzfristigere 50-Tage-Linie unter der langfristigeren 200-Tage-Linie. Dies gilt grundsätzlich als negatives Trendsignal.
Mittlerweile liegen beide Durchschnittslinien rund 3 Prozent auseinander. Gleichzeitig notiert der aktuelle Goldpreis bereits etwa 11 Prozent unterhalb der 200-Tage-Linie. Das zeigt, wie deutlich sich das Chartbild in den vergangenen Monaten verschlechtert hat.
Sollte der Goldpreis auch die Marke von 3.900 USD unterschreiten, könnte sich die Abwärtsbewegung noch einmal deutlich beschleunigen. Denn die nächsten größeren Unterstützungen liegen erst bei etwa 3.650 USD und 3.400 USD.
Mehr dazu: Goldpreis in der Korrektur: Warum die 200-Tage-Linie so wichtig ist
Euro-Goldpreis
Im Euro-Goldchart spielt die Marke von 3.500 EUR eine vergleichbar wichtige Rolle. Seit Juni drehte der Goldpreis beim Erreichen dieses Niveaus mehrfach wieder nach oben.
Weitere Unterstützungen liegen bei 3.400 EUR und 3.300 EUR. Damit zeigt sich im Euro-Chart eine ähnliche Ausgangslage wie auf Dollarbasis.
Für einen deutlichen Trendwechsel und eine stärkere Erholung müsste der Goldpreis nachhaltig über 3.700 EUR steigen.
Der Relative-Stärke-Index, kurz RSI, liegt auf 14-Tage-Basis derzeit bei 40. Damit befindet sich der Markt im neutralen Bereich. Das heißt, Gold ist weder technisch überkauft, noch liegt eine überverkaufte Lage vor.

Ausblick
Der Goldpreis befindet sich in beiden Währungen unmittelbar an wichtigen Unterstützungen. Der weitere Kursverlauf hängt deshalb maßgeblich davon ab, ob die Marken von 4.000 USD beziehungsweise 3.500 EUR verteidigt werden können.
Für eine Bodenbildung und einen nachhaltigen Trendwechsel müsste der Goldpreis die beschriebene Keilformation nach oben verlassen. Auf Dollarbasis wäre dafür ein Anstieg über 4.200 USD erforderlich. Im Euro-Chart liegt die entsprechende Schwelle bei 3.700 EUR.
Mehr dazu: Gold Charttechnik – Trends, Marken und Analysen
Die unangenehme Frage ist doch, gehts noch billiger oder war es das.
Dazu die Vergangenheit: Bei alle Abverkäufen wurde diese Frage immer dann gestellt, wenn es nicht mehr billiger ging. Und so sehe ich das heute auch.
4.000 wird wohl mit +/- 200 Dollar der Boden werden.
Etwas unter 4.000 ist dann wohl die Kaufgelegenheit ohne grosse Reue.
( obwohl ich wünschte, es ging noch tiefer, aber das habe ich mir 2013 bis 2015 auch gewunschen und es wurde vom Kartell nicht erfüllt).
@Maruti
So ganz nebenbei konnte man letzter Tage sicher ganz unwichtigen Kleinkram hören:
Morgan Stanley rät seinen wirklich wohlhabenden Kunden bei Frankreich-Staatsanleihen zackig das Weite zu suchen. Und die sind sicher nicht die einzige Investmentfirm mit dieser Meinung.
Nicht reduzieren, nicht untergewichten, sondern raus so schnell es geht.
Die lieben Nachbarn zahlen schon rd. 70 Milliarden Zinsen p.a auf ihre Anleihen und jedes auslaufende Stück muß schön teuer refinanziert werden.
Death Spiral a la francaise.
Ist sicher gut für den Euro.
Klar, die aktuelle Korrektur bei Metall nervt, wenn man sich jeden Tag alle 5 Minuten ausrechnet, wieviel der eigene Zoo gerade wert ist und man als Referenz das ATH nimmt.
Man kann es aber auch so entspannt sehen wie unser verehrter @Commander oder Altmeister Kostolany.
Kaufen, verstecken und warten.
So, jetzt stellen wir uns mal vor, wir hätten vor 12 Monaten was gekauft und 12 Monate nicht auf das Chart geguckt.
Wären wir nervös und gefrustet ?
Vor einem Jahr waren wir bei 2.850, wir würden uns über plus 22 % freuen.
Hätten wir 2 Jahre lang nur Speisekarten und Reiseführer gelesen, würden wir uns über plus 58 % freuen.
Mehr als mit französischen Staatsanleihen und auch geringfügig sicherer.
Ich sehe die Situation als Sommerschlußverkauf.
So, ich geh jetzt wieder in meinen Weinkeller. Vielleicht finde ich etwas GOLDIGES.
Flüssig.
Ich bin pessimistischer. Die Ölreserven der US werden bald zur neige gehen. Eigentlich macht es für den Iran keinen Sinn nachzugeben. Also werden die Ölpreise noch viel weiter steigen und, so scheint es, dadurch auch Gold weiter sinken.
@DMI
Die ganze brutale Wahrheit in 58 Sekunden von Bloomberg:
https://www.youtube.com/watch?v=_tcwEwjhfBo
In 2 Sätzen:
1.) Man bekommt die theoretisch vorhandene Menge gar nicht aus den Speichern, Scheiss-Physik.
2.) Bei den Amis geht nun die sommerliche Reisewelle los, mit vielen Flügen und vielen besonders sparsamen Autos.
Goldlocke hat sich von Bibi in eine Falle locken lassen, aus der er nicht mehr rauskommt.
Kann ich das also als Zustimmung werten?
Gold kurzfristig weiter eher bärisch und erst längerfristig wieder bullisch?
Ich warte derzeit noch ab mit dem Kauf, weil ich eben aufgrund der Ölthematik mit Inflation und Zinserhöhungen durch Warsh mit weiteren Abverkäufen rechne.
Und ja es mir klar, keiner von uns hat eine Kristallkugel.
@maruti Ja, 2013 bei 1200$ hieß es, die 700$ sind nahe.
Bei 1067$ war dann der Boden und der kleine Bauernbua wurde die nächsten 13 Jahre dann zum
(kleinen) Euromillionär.
Sagen wir so, habe meine Kaufkraft gut erhalten, mehr brauche ich nicht.
@Bauernbua
Ja, so ist es, gut gemacht.
Man muss einfach seinen eigene Weg gehen und nicht mit der Masse der Medien-Indoktrinierten gehen.
Denn, nur Tote Fische schwimmen mit dem Strom.
Ich habe immer auf mein Bauchgefühl gehört und gehandelt und dabei bleibt es. Und das war in 90% der Fälle das Gegenteil von dem, was man politisch oder sozial für angebracht hält.
Ich rate allen, welche ich kenne, „Leute, macht euer eigenes Ding.“
Übrigens, mir ist es völlig egal, ob man mich für einen Millionär hält oder nicht. Geld als Papier, soziales Prestige und Anerkennung sind und waren mir immer gleichgültig.
Ich gucke niemals noch oben oder unten, ich gehe eigene Wege und gucke gerade aus.
Wie ich gerade sehe, es geht noch billiger.
3980 $ bei Gold und 55 $ bei Silber.
Runter mit den Preisen, für Rentner.!
@Black Wood
Wenn Morgan Stanley, explizit seine gut betuchten Kunden von Französischen Anleihen abrät dann hat das eine größere Signalwirkung nicht nur für Frankreich sondern für den gesamten Euroraum.
Fällt Deutschland, Frankreich, als Schwergewichte in Euroraum dann Fällt die EU mitsamt den Euro!
Ich hätte nichts dagegen, lieber ein Schrecken mit Ende als ein weiter so. Die relativ kleine Bestände in Euro könnte ich verkraften, Gedanken sollten die jenigen sich machen wo die große Beträge in Euroraum auf der Bank liegen haben!
Bin zwar nicht der Commander, geschweige Kostolany, aber für mich ist Gold eine Absicherung für die Zukunft.
Das diese Zukunft sehr turbulent sein wird, wird wohl niemand hier in Forum anzweifeln.
Alles schön und gut aber das Leben nicht vergessen, genießen die schöne Momente des Lebens!
Unser Urlaub naht, wir freuen uns alle auf Ruhe, Mittelmeer und leckeres Essen.
Ueber Japan wird nicht oft geschrieben.
Es ist aber das höchst verschuldetste Industrieland weltweit. Der Yen hat sich
brutal entwertet. Fast wie die türkische Lira! Die ist auch nicht mehr viel wert! Dieser Zustand könnte sich zum Albtraum entwickeln . Langfristige japanische Aktienkäufe sind riskant.
Wer weiss schon was diese Währung in einigen Jahren noch wert hat!!
Hallo Zusammen
Die Analysten und Chartisten überbieten sich im Forum Goldseiten über künftige Kurse von Gold und Silber. Alle stützen sich auf Chartmuster, Chartlinien etc. etc.
Was sind die Fakten?
Gold scheint bei 4000 Dollar zu halten!
Scheint? Könnte aber noch auf 3400 fallen.
Dort ist endgültig Endstation. Klingt glaubwürdig!.
Beim Silber ist es völlig unmöglich mit desen blöden Charts irgenwelche Erkenntnisse zu trompeten. Warum? Der Silbermarkt ist eng.
Es können alle Bewegungen innert Kürze srattfinden. Explodsionsartige Aufwärts wie Abwertsbewegungen aber natürlich auch entnervende Seitwerts Kurse!
Mein Rat: Wer jetzt Gold kaufen will, sollte es mit kleinen Portionen gestaffelt machen.
Beim Silber ebenso. Der engültige Tiefstpreis beim Silber könnte 43 Dollar sein.
Kölnnte? Vielleicht?
Die Situation ist für mich unübersichtlich.
Es kann bei den Edelmetallen alles passieren.
Peter Lynch der erfolgreichste Fondmanager aller Zeiten sagte einmal: Wenn man alle Analysten vor einem Abgrund aufstellen und jedem einen Stoss versetzen würde, wäre es nicht das Schlechteste was man tun könnte!
Allso seid vorsichtig und wachsam.
Viel Glück
Grüsse aus der Schweiz
die lieferfristen für kleinere goldbarren bis 100g liegen teilweise wieder bei 3 wochen….heisst jetzt was genau?….wird viel gekauft, oder kann man weniger produzieren?
so lange warte ich garantiert nicht auf die ware….am besten immer noch kaufen und mitnehmen.