Gold und Silber geben am Donnerstag nach. Der Goldpreis fällt auf 4.032 USD. Konjunkturdaten und die Eskalation im Iran-Konflikt prägen den Handel.
Goldpreis heute
Gold und Silber geben am Donnerstagvormittag erneut nach. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze Gold 4.032 USD bzw. 3.516 EUR. Damit lag der Goldpreis 0,7 Prozent unter dem Vortagsniveau. Silber verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 57,30 USD bzw. 49,97 EUR. Der Verkaufsdruck hatte sich im frühen asiatischen Handel verstärkt.
]Der Goldpreis nähert sich erneut der Schlüsselmarke von 4.000 USD – nun richten sich die Blicke auf neue US-Konjunkturdaten.
Der Goldpreis rutscht am Donnerstagnachmittag unter 4.000 USD pro Unze. Der gestiegene Ölpreis und der charttechnsiche Druck belasten. Gleichzeitg stehen KI-Aktien unter Druck. Hier gibt es erneut Zweifel an der künftigen Profitabilität. Außerdem steigt die US-Rendite aufgrund steigender Zinserwartungen. Das tangiert alle zinssensiblen Assets. Am Abend wird Trumps Rede zur Nation erwartet.
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Die Kursentwicklung steht weiterhin unter dem Eindruck der anhaltenden Militäraktionen im Nahen Osten. Die USA griffen erstmals seit Beginn der erneuten Iran-Blockade einen Öltanker nahe der Insel Kharg an. Dort befindet sich das wichtigste Exportzentrum für iranisches Rohöl. Der Iran meldete unterdessen Gegenschläge auf US-Stützpunkte in Kuwait und Jordanien.
Der Ölpreis reagierte am Donnerstagmorgen dennoch mit leichten Verlusten. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete rund 84 USD.
Vortag
Der Goldpreis legte am Mittwoch einen Zickzackkurs aufs Parkett und steuerte dabei wiederholt auf die Schlüsselmarke von 4.000 USD zu. Am Ende schloss Gold 0,2 Prozent über Vortag bei 4.060 USD. Auf Eurobasis ging es bei 3.542 EUR 0,2 Prozent schwächer aus dem Handel. Silber verlor mehr als 1,5 Prozent.

Zunächst sorgte die überraschend positiven US-Erzeugerpreise für Unterstützung, später drückten erneut Aussagen von Fed-Präsident Kevin Warsh auf die Stimmung, letztlich sorgte die technische Unterstützung bei 4.000 USD für einen freundlichen Tagesabschluss.
Ausblick
Am heutigen Donnerstag stehen in den USA die Einzelhandelsumsätze für Juni, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Philly-Fed-Index und die Lagerbestände der Unternehmen auf dem Programm.
Die Konjunkturdaten können die Zinserwartungen und damit auch die kurzfristige Entwicklung am Goldmarkt beeinflussen. Schwächere Wirtschaftszahlen könnten die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik stärken. Überraschend robuste Daten würden dagegen eher für anhaltend hohe Marktzinsen sprechen.