Goldpreis steigt vor Fed-Entscheid – Öl bleibt teuer

Gold und Silber legen am Mittwoch zu. Vor der Fed-Entscheidung bleibt der Ölpreis hoch, die US-Rendite liegt bei 5 Prozent.

Goldpreis heute

Die Edelmetalle starten freundlich in den Mittwoch. Der Goldpreis notiert am Morgen 0,9 Prozent über Vortag, Silber gewinnt sogar 1,6 Prozent. Gleichzeitig geben Brentöl und die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen nur leicht nach.

Marktüberblick um 8:00 Uhr

Markt Stand Veränd. VT Monat 2026
Goldpreis 4.330,27 USD3.749,00 EUR +0,9 %+0,8 % −2,5 %−2,0 % +0,4 %+2,1 %
Silberpreis 64,64 USD55,96 EUR +1,6 %+1,6 % −2,8 %−2,3 % −9,3 %−7,8 %
Brentöl 108,77 USD −0,3 % +20,2 % +78,8 %
US-Rendite 10J 5,000 % −0,010 +24 BP +83 BP
  Anlagemünzen Ø Verkauf Ø Ankauf Aufgeld Spread
Krügerrand Krügerrand Gold 1 oz 3.922 EUR 3.632 EUR 4,6 % 7,4 %
Maple Leaf Silber Maple Leaf Silber 1 oz 77,21 EUR 53,39 EUR 38,0 % 30,9 %
Münzpreise: durchschnittliche Händlerpreise für Neuware; Aufgeld gegenüber dem jeweiligen Metallwert; Spread: Differenz zwischen durchschnittlichem Händler-Verkaufs- und Ankaufspreis in Prozent des Verkaufspreises.

Mehr dazu: Die besten Goldmünzen zur Kapitalanlage

Nach einem Drohnenangriff ist die East-West-Pipeline zum Roten Meer außer Betrieb. Britische Behörden fürchten laut Bloomberg, dass die wichtige Umgehungsroute für die Straße von Hormus bis zu sechs Wochen weitgehend ausfallen könnte. Das würde saudische Ölexporte einschränken, Einnahmen belasten und den Druck auf Ölpreise und Inflation erhöhen.

Der Iran-Krieg hat die USA laut Congressional Budget Office (CBO) bereits 38 Milliarden Dollar gekostet. Monatlich sollen weitere 3 Milliarden Dollar hinzukommen.

Vortag

Der Goldpreis bewegte sich am Dienstag mit erhöhter Volatilität an der Grenze zur 50-Tage-Linie und schloss mit 4.293 USD pro Unze rund 30 Dollar über dem Indikator. Dabei folgte der Kursverlauf im Tagesverlauf der Rendite langlaufender US-Staatsanleihen. Hier gibt es also eine starke Korrelation. Während Gold als leicht unter Vortag schloss, ging Silber immerhin mit einem Plus von 0,7 Prozent aus dem Handel.

Die Ereignisse im Nahen Osten und deren Einfluss auf die Ölpreise spielten weiterhin eine tragende Rolle.  

Goldpreis-Ausblick

Nun richtet sich der Blick auf die US-Notenbank. Der Fed-Zinsentscheid wird um 20:00 Uhr MESZ veröffentlicht, die Pressekonferenz mit Fed-Chef Kevin Warsh beginnt um 20:30 Uhr.

Eine Anhebung um 25 Basispunkte ist an den Terminmärkten bereits weitgehend eingepreist. Deshalb dürfte neben der eigentlichen Entscheidung vor allem entscheidend sein, welche Signale Warsh für die kommenden Monate gibt. Zuvor stehen um 14:30 Uhr die US-Einzelhandelsumsätze sowie die Import- und Exportpreise für August auf dem Programm.

Mehr dazu hier: Kevin Warsh steckt im Zins-Dilemma – was das für den Goldpreis bedeutet

Beim Goldpreis bleibt kurzfristig die 50-Tage-Linie im Bereich von 4.260 USD die zentrale Unterstützung. Auf der Oberseite rückt zunächst wieder der Bereich um 4.350 USD in den Blick.

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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1 Kommentar

  1. Der tägliche Wahnsinn.
    Vorgestern fiel noch Gold vor der FED Entscheidung und heute soll es vor der FED Entscheidung steigen
    Ja, was denn nun ?
    Auffällig ist doch, dass Tage zuvor gegen Mitternacht und frühen Morgen der Goldpreis wie ein Stein fiel und heute zur selben Zeit, wie eine Rakete steigt.
    Wenn das keine bewussten Markteingriffe sind, dann ist der Mond auch quadratisch.
    Ich habe den Verdacht, dass wohl der Osten an all diesem beteiligt ist und die FED Lager leer räumt.
    Es kann mir nämlich keiner erzählen, dass man nicht schon lange im Vorfeld weiss, wie die FED entscheidet bzw. entscheiden muss und dies schon Wochen vorher eingepreist ist. Irgend jemand aus dem Umfeld plaudert immer.
    Eines jedoch ist 100% sicher. Man will und braucht Inflation, egal wie die Zinsen sind. Denn, man muss die Schulden irgendwie in den Griff kriegen.
    Und Inflation ist der bewährte Weg. Gut möglich, dass man die Zinsen senkt und einfach druckt, bzw. die Bonds selber kauft oder von abhängigen Nationen aufkaufen lässt. Von Belgien, Japan, Deutschland..
    Solange Öl und Rohstoffe in Dollars gehandelt werden, ist das auch kein Problem.Ein schwacher Dollar verbilligt die Energiekosten ja auch für Frau Reiche und Herrn Merz.
    Einen erfolgreichen Handelstag für alle Trader auf diesen Gebieten. Einer gewinnt, 100 blechen.

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