Goldpreis: Nach Iran-Eskalation bleibt 4.000er-Schwelle im Fokus

Der Goldpreis startet knapp über 4.000 USD in die Woche. Neue Angriffe im Iran-Krieg treiben den Ölpreis auf mehr als 90 USD.

Goldpreis heute

Gold startet leicht schwächer in die neue Handelswoche. Um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 4.008 USD beziehungsweise 3.504 EUR je Unze. Damit lag er 0,2 Prozent unter dem Vortagesniveau. Dagegen stieg der Silberpreis um 1,2 Prozent auf 56,60 USD beziehungsweise 49,48 EUR.

Der Goldpreis hält sich knapp über 4.000 USD, obwohl der starke Ölpreisanstieg neue Inflations- und Zinsrisiken schürt.

Die USA haben eine neue Angriffswelle gegen iranische Militärziele geflogen. Dabei wurden auch Kommunikationsnetze attackiert. Zuvor hatte Teheran US-Ziele und Verbündete in der Region angegriffen. In Kuwait führten iranische Gegenschläge zu Verletzten und erheblichen Schäden an wichtigen Einrichtungen.

Der Ölpreis reagierte mit einem kräftigen Anstieg. Brentöl verteuerte sich um fast vier Prozent auf mehr als 90 USD je Barrel.

Vortag

Der Goldpreis hatte die Marke von 4.000 USD Ende vergangener Woche mehrfach verteidigt. Nach einem zwischenzeitlichen Rutsch unter diese charttechnisch bedeutsame Schwelle schloss die Goldunze vor dem Wochenende 1 Prozent höher bei 4.017 USD beziehungsweise 3.512 EUR.

Die neuerlichen Angriffe der Konfliktparteien im Iran-Krieg sorgten zeitweise für Verunsicherung an den Märkten. Der Brentölpreis war bereits deutlich auf 88 USD je Barrel gestiegen.

Ausblick

In Europa stehen die Erzeugerpreise für Juni im Fokus. Die zwischenzeitlich gesunkenen Energiepreise könnten sich dämpfend auf die Teuerungsdaten ausgewirkt haben. Außerdem werden die Bauausgaben der Eurozone für Mai veröffentlicht. Aus den USA kommen zum Wochenstart keine wichtigen Konjunkturdaten.

Die erneute Eskalation erhöht die Risiken für den Schiffsverkehr im Persischen Golf und für die Ölversorgung aus der Region. Entscheidend bleibt, ob weitere Förder- oder Exportanlagen betroffen sind. Steigende Inflationserwartungen belasten kurzfristig auch den Goldpreis.

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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1 Kommentar

  1. Dafür schreien die Medien, dass die Anleger bei den Papieren wieder beherzt zugreifen. Trotz der Eskalation am Golf. Es sind jedoch eher die Banken um die auf Kredit vollfinanzierten Papiere nicht abschreiben müssen.
    Keine Spur von Wirtschaftsstärke. Man sieht das am Kupferpreis. Silber jedoch zog wieder etwas an.
    Das ist den Banken wegen des monetären Charakters von Silber sicher nicht recht und man wird etwas dagegen unternehmen, aber die Elektronik fragt nach und es gibt eine Silberknappheit seit 5 Jahren.
    Also wird JP Morgan weitere Bestände werfen müssen.
    Doch auch dessen Lager leerten sich rapide und alles geht nach Asien.
    Durchaus möglich, dass die neue Weltleitwährung, der chin. Yuan, erst mal eine Gold und Silberdeckung aufweisen wird. Zwar verteuert er den Export, zieht aber gleichzeitig Kapital an und ruiniert damit den Dollar.
    Erst dann gibt es ein chin. Bretton Wood.
    So ein Plan wäre denkbar.
    Sind doch schon 90% aller Güter der Welt „made in China“
    Auch wenn sie in den USA oder Germany mit deren Labels versehen sind.
    Ich habe also vorerst keine Angst um Gold oder Silber, „what ever the Yankees are doing“
    https://m.youtube.com/watch?v=svYgVQuFgUE&ra=m

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