Goldpreis aktuell: Kursrückgang am Montag, US-Renditen bleiben hoch

Der Goldpreis startet schwächer in die Woche. Gleichzeitig verschärft sich der Ton zwischen Iran und USA wieder, während die US-Renditen bei 5 Prozent bleiben.

Goldpreis heute

Der Goldpreis notiert am Montagmorgen 0,7 Prozent tiefer, hält sich aber knapp über der Marke von 4.350 USD. Silber zeigt sich 0,4 Prozent schwächer. Gleichzeitig gibt der Ölpreis (Brent) noch einmal nach auf knapp 103 USD pro Barrel. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen liegt weiterhin bei hohen 5,0 Prozent.

Marktüberblick um 8:00 Uhr

Markt Stand Veränd. VT Monat 2026
Goldpreis 4.352,08 USD3.792,96 EUR −0,7 %−0,5 % −2,0 %−0,8 % +0,9 %+3,3 %
Silberpreis 66,04 USD57,55 EUR −0,4 %−0,3 % −0,7 %+0,5 % −7,4 %−5,2 %
Brentöl 102,73 USD −0,9 % +13,5 % +68,8 %
US-Rendite 10J 5,000 % +0,060 +24 BP +83 BP
  Anlagemünzen Ø Verkauf Ø Ankauf Aufgeld Spread
Krügerrand Krügerrand Gold 1 oz 3.945 EUR 3.667 EUR 4,0 % 7,1 %
Maple Leaf Silber Maple Leaf Silber 1 oz 79,30 EUR 54,98 EUR 37,8 % 30,7 %
Münzpreise: durchschnittliche Händlerpreise für Neuware; Aufgeld gegenüber dem jeweiligen Metallwert; Spread: Differenz zwischen durchschnittlichem Händler-Verkaufs- und Ankaufspreis in Prozent des Verkaufspreises.

Mehr dazu: Die besten Goldmünzen zur Kapitalanlage

Der Konflikt zwischen Iran und den USA droht erneut zu eskalieren. US-Präsident Donald Trump forderte Teheran zu einem Abkommen auf und drohte andernfalls mit schweren wirtschaftlichen und militärischen Folgen. Irans Militär erklärte wiederum, ein neuer Angriff werde eine anhaltende Vergeltung gegen US-Stützpunkte und Interessen auslösen. Auch Verbündete Washingtons in der Region könnten dabei als Konfliktparteien gelten. Zuvor hatten die vom Iran unterstützten Huthi Raketen- und Drohnenangriffe auf die saudische Hauptstadt Riad gestartet.

Vortag

Am Freitag hatten neue diplomatische Signale im Iran-Krieg für etwas Entspannung gesorgt. US-Präsident Donald Trump will in dieser Woche am Rande der UN-Generalversammlung Vertreter der Golfstaaten treffen. Gleichzeitig hat China Teheran aufgefordert, mäßigend auf die Huthi einzuwirken. Zudem arbeitet Saudi-Arabien an einer teilweisen Wiederinbetriebnahme der East-West-Pipeline.

Die Bank of Japan erhöhte unterdessen den Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent – den höchsten Stand seit 31 Jahren. Der Goldpreis erreichte unter deutlichen Schwankungen ein Tagesplus von 0,8 Prozent und schaffte dabei die Rückkehr über die Schwelle von 4.350 USD. Allerdings bleibt im US-Gold-Futures-Handel der Anteil der spekulativen Positionen am Open Interest auf hohem Niveau.

Mehr dazu: Goldmarkt: Goldpreis erholt, US-Terminmarkt-Positionierung bleibt stabil

Goldpreis-Ausblick

Am Montag stehen außer dem Chicago-Fed-National-Activity-Index keine bedeutenden US-Konjunkturdaten an. Zuvor spricht bereits Chicago-Fed-Präsident Austan Goolsbee zur Geldpolitik. Er ist 2026 stellvertretendes Mitglied des FOMC und damit derzeit nicht regulär stimmberechtigt.

Damit sich die Erholung beim Goldpreis fortsetzt, sollte das Niveau von 4.350 USD verteidigt werden. Darunter rückt der 50-Tage-Durchschnitt bei derzeit rund 4.280 USD als nächste wichtige Unterstützung in den Blick.

Mehr dazu: Goldpreis mit Erholungsversuch: 50-Tage-Linie muss halten

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6 Kommentare

  1. Maruti sagt danke.
    Gestern das Kartell darum gebeten, etwas abzuwerfen.
    Gehe heute mit Barem auf Tour.Et tu felix Austria.Wie immer nicht persönlich. Da können Video Kameras und Ausweise nicht stören.

  2. Kräftige Gewinne am deutschen Aktienmarkt.
    Derweil senken die Automobilwerte kräftig die Prognosen und Anleger langen kräftig zu und sind im Kaufrausch.
    Morgen schmeisst man das heute teuer gekaufte Zeugs in hohem Bogen kräftig wiederraus und meldet dies den Medien als kräftige Gewinnmitnahmen, worauf das Finanzamt schon mal kräftig Voraussteuer kassiert.
    Ich bin kräftig beeindruckt. Die letzt Wahl in Thüringen und MV hat dies wohl alles kräftig gefördert.

    • Die letzten Wahlen waren aber in Sachsen Anhalt und
      Mecklenburg Vorpommern. Die Thüringenwahl ist lange her.
      Ist keine Wissenslücke; viele Bürger der Alten Bundesländer
      kannten sich im Osten nie besonders gut aus.

      • @Digger
        das stimmt, gilt aber auch umgekehrt. Wer damals Westfernsehen geschaut und geglaubt hat, freie Wahlen wären ein Ausdruck dafür, dass eine gewählte Regierung für die Bürger agiert, wird spätestens seit den letzten Landtagswahlen (und dem gestrigen, denkwürdigen Statement des Herrn Bundeskanzlers – egal wen ihr wählt, wir ziehen das einfach durch) eines Besseren belehrt.

        Wer an der falschen Stelle sein Kreuzchen macht, ist einfach ein Wutbürger, Verlierer und bestenfalls gesichert rechtsextrem. Beleidigungen und Verleumdungen, die solche Wähler ebenso wie die Gewählten nicht nur in die Nähe von diktatorischen Verbrechern rückt, sondern sie sogar mit ihnen gleichsetzen darf, ohne dass ein Staatsanwalt überhaupt tätig wird, zeigen sehr deutlich, welches Selbstverständnis manche juristisch ausgebildeten Spitzenkräfte vom Rechtsstaat haben. Wer „falsch“ gewählt hat, ob aktiv oder passiv, ist eben kein Demokrat – basta.

        Wobei sich dann die Frage aufdrängt: Wer apodiktisch eine Brandmauer errichtet und mit einer zur Wahl ordnungsgemäß zugelassenen Partei (die im Übrigen als einzige Partei in Deutschland im Zuge eines Aufnahmeantrags ein schriftliches Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung verlangt, die uns freundlicherweise von den Alliierten geschenkt worden ist) nach einer Wahl jegliche Gesprächsbereitschaft zur Bildung einer stabilen Regierungsmehrheit kategorisch verweigert, muss sich mal überlegen, wer in so einem Fall wirklich undemokratisch handelt. Sind es tatsächlich die, die um die 40 % oder noch mehr erhalten haben, oder die, die zuetzt mit 4,9% (weniger als jeder zwanzigste) aus einem Landtag gejagt worden sind?

        • @Nivek
          Was soll ich dazu noch sagen, wenn ich alles genau so
          sehe. Nur das die 4,9 % Partei sich vielleicht vor ihrer
          endgültigen Bedeutungslosigkeit analog der FdP
          fragen könnte, was sie aus diesem ehemals erfolgreichen
          Land machte Mit Politikereinkommen, die sie in der freien
          Wirtschaft vermutlich nicht ansatzweise erhalten hätten,
          Deindustrialisierung und Absenkung des Bildungsniveaus
          ( irgendwohin ins Mittelfeld der Welt) alles wie im Zeitraffer.
          Die Wutbürger sind nicht wutig, eher nur noch sprachlos.

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