Der Goldpreis setzt seinen Anstieg am Freitag fort. Neben dem Iran-Konflikt sorgt nun auch die erneute Yen-Schwäche für Unsicherheit an den Finanzmärkten.
Der Goldpreis startet den dritten Tag in Folge mit Gewinnen in den Handel. Das positive Momentum nach dem Kursausbruch vom Mittwoch hält an. Dabei richten sich die Blicke der Marktteilnehmer nicht mehr nur auf den Nahen Osten, sondern zunehmend auch auf Japan und den schwachen Yen.
Marktüberblick um 8:00 Uhr
| Markt | Stand | Veränderung VT |
|---|---|---|
| Goldpreis | 4.280,70 USD3.705,80 EUR | +1,0 %+0,7 % |
| Silberpreis | 62,90 USD54,45 EUR | +2,2 %+2,0 % |
| Brentöl | 84,90 USD | -0,1 % |
| US-Rendite 10J | 4,630 % | +0,004 |
Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
Produktpreise am Morgen
| Anlagemünzen | Ø Verkauf | Ø Ankauf | Aufgeld | Spread | |
|---|---|---|---|---|---|
| Krügerrand Gold 1 oz | 3.834 EUR | 3.575 EUR | 3,5 % | 6,8 % | |
| Maple Leaf Silber 1 oz | 75,55 EUR | 51,88 EUR | 38,8 % | 31,3 % |
Ende Juli sollen die Behörden an zwei Tagen umgerechnet rund 87 Milliarden US-Dollar zur Stützung des Yen eingesetzt haben. Marktbeobachter halten einen erneuten Eingriff insbesondere bei einer weiteren deutlichen Yen-Abwertung für möglich. Denn die Wirkung der gemeinsamen US-japanischen Devisenintervention hat inzwischen erheblich nachgelassen (USD/JPY).
Die Entwicklung ist auch für den Goldmarkt relevant. Eine erneute Eskalation am Devisenmarkt könnte die Nachfrage nach sicheren Anlagen verstärken. Gleichzeitig sorgt die Aussicht auf weitere Interventionen für zusätzliche Unsicherheit an den internationalen Finanzmärkten.
Vortag
Nach dem kräftigen Anstieg vom Mittwoch hatte Gold seine Gewinne am Donnerstag weitgehend gehalten. Mit 4.239 USD pro Unze schloss der Goldpreis 0,2 Prozent niedriger. In Euro legte Gold dagegen um 0,1 Prozent auf 3.679 EUR zu. Silber sank auf 61,53 USD (−0,8 %) beziehungsweise 53,39 EUR (−0,5 %).
Im Iran-Konflikt gab es zunächst Hinweise auf Fortschritte bei den Verhandlungen über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Allerdings berichteten iranische Medien laut Bloomberg, Teheran wolle US-amerikanische und israelische Schiffe von der wichtigen Wasserstraße ausschließen. Zudem meldete die Nachrichtenagentur Fars Angriffe iranischer Seestreitkräfte auf „feindliche Ziele“ am Eingang der Meerenge.
Ausblick
Zum Wochenschluss stehen die US-Arbeitsmarktdaten für Juli im Zentrum der Marktbeobachtung. Neben der Beschäftigungsentwicklung dürfte insbesondere die Lohnentwicklung Beachtung finden, da sie Rückschlüsse auf den Inflationsdruck und den weiteren Kurs der US-Notenbank zulässt.
Am Abend werden außerdem die Inflationserwartungen der US-Verbraucher veröffentlicht.



Ein derartiges Manöver ruft Spekulanten auf allen Ebenen hervor. Besonders solche, die nun gegen den Jen wetten.
Und wenn die USA es nicht schafft, den Jen zu stabilisieren, ist das ein weiterer Sargnagel im Vertrauensverlust dem Dollar gegenüber.
Das heisst, Aufwind für Gold. Denn Zinsen spielen dann keine Rolle mehr, ansonsten würde ja alle Welt in die türkische Lira investieren. Da gibt es viele Zinsen.
Zinsen und Dividenden zahlt nur einer, der dringend immer neuen Kapital Zuwachs von anderen braucht. Und nicht etwa aus Gutmütigkeit heraus.
„ Ich kann euch immer jeden beliebigen Zins zahlen, wenn ihr auch immer auf das mir geliehene Kapital verzichtet“