Der Goldpreis dürfte schwankungsanfällig bleiben. Denn die aktuellen CoT-Daten zeigen weiterhin einen hohen Spekulanten-Anteil im Gold-Futures-Handel und starken Optimismus im Optionsgeschäft.

Goldpreis volatiler
Der Goldpreis hielt sich zuletzt unter erhöhter Volatilität über der Schwelle von 4.300 USD pro Unze. Die Daten vom US-Terminmarkt zeigten in der vergangenen Woche Rekordwerte beim Anteil spekulativer Positionen am Open Interest. Der starke Kursrückgang nach der Warsh-Rede am Freitag der Vorwoche war somit auch das Ergebnis stärkerer Gewinnmitnahmen, nachdem der Goldpreis zuvor kurzfristig 4.700 USD erreicht hatte.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Spekulantenanteil bei den Gold-Futures kommt nur leicht vom Rekordhioch zurück.
- Am Optionsmarkt überwiegt weiterhin deutlich der Optimismus.
- Die COMEX-Goldbestände steigen die dritte Woche in Folge.
Vergangene Woche ist der spekulative Anteil im Handel mit Gold-Futures nur leicht zurückgekommen. Goldreporter analysiert die aktuellen CoT- und COMEX-Daten.
Gold-CoT-Daten: Open Interest gesunken
Laut den CoT-Daten der CFTC ist der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte, per 1. September 2026 um 3 Prozent gefallen auf 415.196 Kontrakte. Bis zum Freitag nach Börsenschluss ging es weiter leicht nach unten auf 414.355. Damit sank der Open Interest innerhalb einer Woche um 2,2 Prozent.

Betrachtet man die CoT-Daten vom vergangenen Dienstag, so zeigt sich ein Rückgang der Netto-Positionen gleichmäßig über alle Händlergruppen hinweg. Die Netto-Verkäufe der Commercials sanken gegenüber Vorwoche um 5 Prozent, die Netto-Short-Position der Großen Spekulanten um 6 Prozent.
Mehr dazu: CoT-Daten Gold – aktuelle Daten und Einordnung
Spekulantenanteil sinkt nur leicht
Der Anteil spekulativer Positionen am Open Interest sank vom Rekordwert der Vorwoche von 65 Prozent leicht auf rund 64 Prozent. Das heißt, im Handel mit Gold-Futures steckt weiter ein erheblicher Teil der Positionen in „schwachen Händen“. Diese Goldinvestments reagieren sensibel auf Gesamtmarktbewegungen und können kurzfristig für erhöhte Volatilität bei der Goldpreis-Entwicklung sorgen.
Optionshändler bleiben sehr optimistisch
Im Optionshandel wurden vergangene Woche mehr Puts als Calls aufgebaut. Dadurch stieg die Put/Call-Ratio leicht auf 0,399. Dabei überwiegt der Goldpreis-Optimismus aber weiter deutlich. Denn auf 100 Put-Optionen kommen 250 Call-Optionen.
Auch diese Zahlen zeigen, dass bereits wieder einiges an spekulativer Energie im Goldmarkt steckt und Gold dies immer wieder anfällig macht für Rücksetzer.
COMEX-Goldbestände erneut gestiegen
Währenddessen haben die Goldbestände in den COMEX-Lagern nun drei Wochen in Folge leicht zugenommen. Und die Tendenz zu physischen Entnahmen ist gegenüber den Vormonaten deutlich gesunken. Dies zeugt aktuell von einem stabilen Vertrauen in den Papiergold-Handel.
Das gesamte COMEX-Inventar stieg gegenüber der Vorwoche um 250.000 Unzen auf 27,38 Millionen Unzen. Die Bestände der sofort lieferbaren Kategorie „Registered“ stiegen um 230.000 Unzen auf 15,11 Millionen Unzen.
Währenddessen erhöhten sich die Anträge auf Goldbarrenlieferung um 803 auf 2.555, was lediglich Lieferansprüchen über 7,9 Tonnen Gold per Ende September entspricht. Dagegen waren im Vormonat insgesamt 63 Tonnen abgerufen worden und im Juni sogar 127 Tonnen.
Goldpreis-Ausblick
Die Goldpreis-Entwicklung dürfte angesichts des anhaltend hohen Anteils an Spekulanten im Gold-Futures-Handel und dem großen Optimismus im Gold-Optionshandel volatil und anfällig für Rücksetzer bleiben.
Aus technischer Sicht müssen Goldhändler die Marke von 4.350 USD im Auge behalten. Hierbei handelt es sich um eine wichtige kurzfristige Unterstützung.
Mehr dazu: Goldpreis konsolidiert – diese Chartmarken sind jetzt wichtig




Und dennoch spricht der 20 Jahres Chart ( Solange ist dieser relevant) eine eindeutige Sprache.
Im Bezug zum Fiatmoney und der Inflation exponentiell aufwärts.Da helfen letztlich auch „Markteingriffe“ , dazu gehören auch Kommentare von Notenbankchefs oder Regierungen, wenig.
Nur eines könnte Gold wirklich schaden. Das wäre ein generationsübergreifendes Umdenken in Bezug auf Gold.
Und zwar über mehrere Generationen.
Nur, solches hatte es die letzten 5.000 Jahre noch nie gegeben. Kein einziges mal haben sich Menschen von Gold abgewendet.
Wem anderes bekannt, möge es bitte darlegen..
Letztlich ginge das auch nur durch Wiedererschaffung des Paradieses durch eine höhere Macht.