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Goldpreis: Das sind die neuen Banken-Prognosen

Die US-Wahlen und die Folgen der Corona-Krise stehen im Mittelpunkt der Goldpreis-Prognosen diverser Investmentbanken. Der Grundton in Sachen Gold klingt bei allen Analysten weiter bullisch!

Gold, Goldpreis, Prognose, Banken (Foto: Goldreporter)

Gold im Bullenmarkt: Die Goldpreis-Prognosen für den Zeitraum bis 2021 reichen hin bis zu 2.400 US-Dollar pro Unze (Foto: Goldreporter).

Goldpreis 1.900 USD

Der Goldpreis lieferte sich zuletzt einen Kampf mit der Marke von 1.900 US-Dollar. Am Freitagnachmittag um 15:30 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.908,50 US-Dollar. Das entsprach 1.626 Euro. Die Blicke sind nun vor allem auf die zuletzt weltweit deutlich angestiegenen COVID-19-Infektionszahlen sowie die US-Präsidentschaftswahlen am 3. November 2020 gerichtet. Den Ausgang der US-Wahlen haben zahlreiche Analysten auch in ihren Goldpreis-Prognosen berücksichtigt. Hier sind die jüngsten Einschätzungen aus dem Banken-Sektor.

Citibank

Die Analysten Citibank vertreten in Sachen Gold weiterhin einen bullischen Ton. Man unterscheidet zwischen kurzfristiger („taktischer“) und mittelfristiger („struktureller“) Sicht auf den Goldpreis. Und in beiderlei Hinsicht liegen die Ziele über dem aktuellen Goldkurs. Sie liegen zwischen 2.200 US-Dollar pro Unze (innerhalb der kommenden drei Monate) und 2.400 US-Dollar (innerhalb von 6 bis 12 Monaten). Das „Basisszenario“ für 2021 erhöht man um 300 Dollar pro Unze auf 2.275 US-Dollar. Oberhalb von 1.938 US-Dollar sehe die Sache sehr aussichtsreich aus.

ANZ

Bei der ANZ-Bank sieht man das ähnlich. Für das Frühjahr 2021 erwartet man einen Goldpreis-Anstieg auf 2.300 US-Dollar. „Die Aussichten für Gold sind angesichts zunehmender wirtschaftlicher Bedenken aufgrund stark steigender COVID-19-Zahlen positiv. Die Verabschiedung eines US-Hilfspakets wird der Auslöser für einen Preisanstieg sein. Die lockere Geldpolitik der Zentralbanken und die Liquiditätsspritzen stützen den Markt im Großen und Ganzen“.

J.P. Morgan

Ein Sieg der Demokraten bei den US-Präsidentschaftswahlen könnten den Goldpreis um 2 bis 5 Prozent steigen lassen, meint man bei J.P. Morgan Chase & Co. Metall-Analystin Natasha Kaneva erwartet dann einen noch schwächeren US-Dollar und weiter sinkende Renditen bei US-Staatsanleihen. Für den Fall eines Wahlsiegs von Donald Trumps erwartet sie einen Rücksetzer bei Gold von 5 Prozent.

Credit Suisse

Analysten der Schweizer Großbank Credit Suisse sehen die Konsolidierung des Goldpreises als noch nicht vollständig abgeschlossen an. Man rechnet mit einer fortgesetzten Seitwärtsbewegung und rechnet erst mit dem Durchbruch der Marke von 1.993 US-Dollar mit einem Angriff auf neue Rekordhochs. Hier hat man dann 2.075 US-Dollar im Visier. Und weiter heißt es laut FX Street: „Eine mögliche Bewegung über die Marke von 2.075 USD deutet auf eine Wiederaufnahme des Kernbull-Trends hin, wobei der Widerstand als nächstes bei 2.175 USD und dann bei 2.300 USD läge“. Dieses Szenario erwartet man aber frühestens im kommenden Jahr. Sollte der Goldpreis unter 1.837 US-Dollar fallen, so erwartet man weiterer Abverkäufe von rund 100 US-Dollar.

Goldreporter

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Eingetragen von am 16. Okt. 2020. gespeichert unter Banken, Gold, Goldpreis, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

16 Kommentare für “Goldpreis: Das sind die neuen Banken-Prognosen”

  1. Die Prognose der Banken taugen nichts. Entweder haben die keine Ahnung oder sagen absichtlich was falsches. Im Ergebnis ist es egal, da in beiden Fällen die Prognosen für mich nicht brauchbar sind.

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  3. Ich habe mir jahrelang den Spass gemacht die Prognosen aus der Zeitung auszuscheiden, in einen Ordner zu packen und sie mir nach 1 Jahr nochmals anzusehen.
    Sehr sehr erheiternd.

    Bevor ich so was lese gucke ich lieber in meine eigene Glaskugel.
    Die heutige hat den Aufdruck Glenfiddich.

  4. Eigentlich spielt es doch gar keine Rolle wie hoch der Goldpreis in irgendeiner FIAT-Währung denn final eigentlich steigt – wichtig ist, dass Gold seine Kaufkraft behält und demzufolge eine gute Versicherung für das Vermögen darstellt.

  5. Klapperschlange

    Freitag Nachmittag: „Wallstreet-Business as usual“:

    Aktien künstlich hoch, Gold & Silber konsolidieren unfreiwillig runter.
    Same procedure as every Friday, James! „

  6. Ein Sieg von Joe Biden würde den Goldpreis um 2 bis 5 Prozent steigen lassen? Ach, das ist doch gar nix, da geht noch mehr!

    Ronald-Peter [„Ronnie“] Stöferle, der jährlich den InGoldWeTrust-Report verantwortet, sieht Gold 2030 bei erfreulichen 4800 Dollar stehen. Wäre ein Biden-Sieg quasi die Initialzündung der Goldrakete?

    Der Artikel selber ist gesperrt, aber die Headline ist auch so aussagekräftig genug.
    https://citywire.de/news/ronnie-stoferle-im-interview-ein-sieg-der-demokraten-ware-positiver-fur-gold/a1408739

    Was für ein Jammer, dass dergestalt Personalien einen weitaus geringeren Einfluss auf die Weitläufe besitzen, als die übergeordneten sozioökonomischen Prozesse.

    Marc Friedrich heute im Hokus Pokus [© by Klapperschlange]:

    Der Kapitalismus sei abgehalftert. Ungerechtigkeit und Fehlallokation führten zu Konzentration von immer mehr Vermögen in immer weniger Händen. „Die Schere zwischen arm und reich wird immer größer und irgendwann schnappt sie zu und dann knallt es.“ Der Finanzkapitalismus diene nicht mehr den Menschen.

    https://www.focus.de/finanzen/boerse/rene_will_rendite/wohlstands-verluste-drohen-friedrich-warnt-kuemmern-sie-sich-jetzt-um-ihr-geld-sonst-ist-es-weg_id_12539226.html

    • @thanatos

      Der Friedrich sagt zwar, „kümmern sie sich um Ihr Geld“, meint aber „kaufen sie meinen Fond“. Also, der Friedrich kümmert sich. Was das im Ergebis bedeutet kann man sich dann ja denken! Friedrich hat Ihr Geld!

      • @Stillhalter

        Claro, der „Wertefonds“ der „Friedrich & Weik Vermögenssicherung“ will natürlich gefüttert werden. Das arme Tierchen. Irgendwie ist eben alles interessengeleitet.

        Was ich den beiden aber schon abnehme, ist der Versuch einer wirklich kritischen Auseinandersetzung mit dem Wirtschafts- und Finanzsystem. In dieser Hinsicht hat mich besonders deren Buch „Kapitalfehler“ beeindruckt, in dem sie der immanenten Krisenanfälligkeit des Kapitalismus nachgespürt haben – von der Krisentheorie eines Karl Marx bis zu den Kondratjew-Zyklen.

        Beeindruckt deshalb, weil man bedenken muss, wo die beiden herkommen: Aus dem zutiefst bürgerlichen Millieu des Südwestens der BRD-GmbH [kleiner Scherz], wo man einer Denktradition verhaftet ist, die den Finanzkapitalismus als etwas der Marktwirtschaft Äußerliches betrachten.

        Und hier heißt es nun: „Ein freier Markt funktioniert nicht.“ Punkt.

        Apropos: Punkt, Aus, Schluss – Gute Nacht!

  7. @materailist @ Meister Eder
    Seit ihr nur Whisky Trinker oder legt ihr euer Geld auch in Single Malt an?
    Warum ich frage, Gold und Silber sind mir langsam zu teuer. Ich suche andere Sachwerte in die man investieren kann.
    Ein schönes Wochenende

    • Wolfgang Schneider

      @saure
      https://www.zerohedge.com/markets/budget-deficit-hits-record-21-trillion-fiscal-2020-us-spends-90-more-it-collects
      Keinesfalls US-Staatsanleihen! Lieber Klopapier und reichlich Katzenfutter!

    • Sebastian der Erste

      Silber zu teuer? Also gehe in Platin! Eigene Immo? Kauf Dir einen geilen Holzofen ! Und davor vernichtest Du dann Scotch!

    • @Saure
      Für mich ist Whisky ein reines Genussprodukt.
      Er ist die Investition in schöne Erinnerungen und genussvolle Stunden. also die beste Investition, die es gibt.
      Genau das was Sebastian und Materialist schreiben.

      Sachlich: ich kenne mich schlicht nicht genug damit aus.
      Kaufe meinen Whisky in einem Laden, der 1.500 verschiedene Sorten führt.
      Auch die Inhaber wissen nicht, was im Wert steigen wird.
      Es gibt nur eine Aussage: alles, was man in einem normalen Laden kaufen kann wird es nicht sein.
      Vor 10 oder 15 Jahren war es japanischer Whisky. Weiss man aber erst heute.

      Und: ich investieren nur in Dinge, die ich immer und überall wieder verkaufen kann.
      In der Krise kriege ich einen Maple oder Krüger sicher besser wieder verkauft als
      10 Flaschen Glen wasweissdennich.

      Kleine Anekdote von Mick Knauf: für den Fall der Wiederholung von 1923/1928 empfiehlt er eine Palette Aldi-Wodka für 5 Euro die Flasche. Schlicht als Not-Tauschmittel.
      Falls die Krise nicht kommt, hat man was um den Grill oder Kamin anzuzünden für die nächsten 20 Jahre.
      Ist eine Idee wert, aber ich bleib lieber bei Combibars und Silbermünzen für die Notfall-Liquidität.

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