Donnerstag,18.Juli 2024
Anzeige

Goldpreis: Das sind die neuen Gold-Prognosen der Banken

Nach der Seitwärtsbewegung in den vergangenen Wochen, kommen nun optimistische Goldpreis-Prognosen von Analysten amerikanischer Großbanken.

Goldpreis-Entwicklung

Der Goldpreis lief im vergangenen Juni weitgehend seitwärts. Auf Basis des Londoner Referenzkurses beendete Gold den Monat mit 2.330,90 US-Dollar pro Unze (2.178,69 Euro). Damit kam der Kurs auf Dollar-Basis um 0,7 Prozent zurück, während der Euro-Goldpreis immerhin ein Plus von 0,8 Prozent verzeichnete. Seit Jahresbeginn hat sich Gold um 13 Prozent beziehungsweise 17 Prozent (in Euro) verteuert. Mehrere Großbanken haben nun ihre Goldpreis-Prognosen aktualisiert. Dabei zeigten sich vor allem die US-Institute optimistisch.

Gold, Goldpreis, Banken, Gold-Prognose (Bild: Goldreporter)
Während US-Banken den Goldpreis bis Jahresende bei bis zu 3.000 US-Dollar pro Unze ansteigen sehen, erwartet man bei AMN Amro einen fallenden Goldpreis. Wer behält recht? (Bild: Goldreporter)

Bank of America: Gold 3.000

Bank of America (BoA) sieht laut Business Times die Möglichkeit, dass die Goldpreise innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate auf 3.000 US-Dollar pro Unze steigen könnten. Dieses Szenario hänge stark von einer steigenden Nachfrage ab, die durch mögliche Zinssenkungen der Federal Reserve ausgelöst werden könne. BoA betont zudem die Bedeutung von Gold-ETFs, die physisch unterstützt werden, sowie die fortgesetzten Käufe durch Zentralbanken. Diese Faktoren könnten den Goldmarkt unterstützen, insbesondere angesichts der zunehmenden Volatilität am US-Treasuries-Markt und der wachsenden Sorgen über die politische und wirtschaftliche Unsicherheit in den USA.

Citigroup

Citigroup (Citi) schließt sich der bullishen Stimmung für Gold an und prognostiziert laut Business Times ebenfalls, dass der Goldpreis auf 3.000 US-Dollar pro Unze steigen könne. Und zwar innerhalb der nächsten 12 Monate. Die Analysten von Citi sehen starke physische Nachfrage, anhaltende Zentralbankkäufe und unterstützende makroökonomische Faktoren als treibende Kräfte hinter diesem optimistischen Ausblick. Trotz der derzeitigen Stärke des US-Dollars und der hohen Zinsen habe der Goldpreis bereits die Marke von 2.400 US-Dollar pro Unze erreicht. Citi hebt hervor, dass ein möglicher Rückgang im US-Wirtschaftswachstum die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold verstärken könnte, insbesondere wenn die Federal Reserve ihre Zinssenkungsstrategie fortsetze und eine Rezession in den USA erwartet wird.

JP Morgan: Kaufgelegenheit

JP Morgan ist „strukturell optimistisch“ bezüglich Gold und Silber und sieht die jüngste Konsolidierung laut einem aktuellen Bericht als Kaufgelegenheit. Für 2025 prognostiziert das Institut einen Goldpreis von 2.600 US-Dollar pro Unze und einen Silberpreis von 34 US-Dollar.

Goldman Sachs

Dagegen prognostiziert Goldman Sachs einen Goldpreis-Anstieg auf 2.700 US-Dollar pro Unze bis zum Jahresende, getrieben durch eine starke Nachfrage von Zentralbanken und asiatischen Ländern. Diese Nachfrage könne Gold helfen, gegen Aktienmarktverluste und Sorgen über die US-Schuldenlast abzusichern. 

Interessant sind auch folgende Aussagen von Goldman Sachs Research: Gold biete effektiven Schutz gegen hohe Inflation und geopolitische Unsicherheiten. Ein unerwarteter Inflationsanstieg von 1 Prozentpunkt führe im Durchschnitt zu einem realen Renditegewinn von 7 Prozent-Punkten für Gold, während Aktien und Anleihen Verluste verzeichneten. Gold sei besonders in Phasen extremer Inflation und Versorgungsschocks von Vorteil, die das Vertrauen in Zentralbanken erschüttern. In historischen inflationären Phasen habe Gold stets besser abgeschnitten als Aktien und Anleihen.

AMN Amro: Goldpreis fällt

Demgegenüber ist man bei der niederländischen ABN Amro mit der Gold-Prognose pessimistisch. Denn die Analysten gehen laut einem Report des Hauses davon aus, dass der Goldpreis bis Jahresende auf etwa 2.000 US-Dollar zurückkommt.

Die Argumente: Der jüngste Preisanstieg, der im Mai 2024 ein Rekordhoch erreichte, habe an Dynamik verloren. Man erwartet, dass eine mögliche Lockerung der Geldpolitik durch die Fed und die EZB bereits weitgehend im Markt eingepreist ist. Deshalb erwartet man von dieser Seite keine weiteren Preissteigerungen. Trotz gestiegener US-Realzinsen und eines stärkeren US-Dollars habe Gold in diesem Jahr zugelegt, was untypisch sei.

Darüber hinaus gebe es keinen Hinweis auf physische Engpässe auf dem Goldmarkt. Die Prämien für Goldmünzen seien niedrig und deuten auf ein ausreichendes Angebot hin. Während die ETF-Bestände abgenommen hätten, seien spekulative Positionen auf dem Futures-Markt gestiegen. Zentralbankkäufe und ein positiver technischer Trend hätten die Preise unterstützt.

Anzeige

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

5 Kommentare

  1. Moin,
    und wie immer sollte man stutzig werden wenn die US Bänker beim Gold optimistisch eingestellt sind. Denn ein steigender Goldpreis sollte bei diesen doch wohl eher für Pessimismus sorgen. Und das riecht dann gewltig nach Drückerei. Mir ist es egal denn wie schon mal erwähnt, werde ich wohl nicht mehr kaufen und schon garnicht verkaufen. Mein Prepper Paket ist geschnürt, nach mir die Sinflut. Nur beim flüssigen Gold schlage ich ab und an noch zu. Die schmackhafteste Anlageform die ich kenne.

    Gruß in die Runde
    barmbekbasch

    • @Barmbekbasch
      Die Einen meinen 2.700, die anderen 2.000.
      Meist immer hatte G&S recht. Trotzdem, bei der Mitte 2.350 sind wir in etwa.
      Käufer sollten jetzt im Sommer aufstocken und nachstocken, sollte es gegen 2.000 gehen. So Fifty fifty, wäre auch nicht verkehrt.
      Meinen Dank ans Kartell für diese Tipps.

  2. Für 2024 tendiert meine Einschätzung in Richtung Seitwärtstrend +/- 5%. Signale zu höheren Kursen sind derzeit nicht wirklich in Sicht. Ich denke, auch die Zentralbanken sind nicht unbedingt darauf aus, sich bei den aktuellen hohen Kursen weiter substantiell einzudecken. Ein Kursrückgang um 15% wie von AMN AMRO erschlißt sich mir allerdings genause wenig.
    Wenn der Markt sich nach einigen Monaten an das aktuelle Kursniveau gewöhnt hat, könnte in der Tat ein neuer Ausbruch erfolgen. Das bedeutet nichts anderes, als dass mittel- bis langfristig höhere Kurse doch überwiegend wahrscheinlich sind.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige