Goldpreis unter Druck durch starken Dollar? Warum diese Regel oft nicht aufgeht

Starker Dollar, schwacher Goldpreis? Dieses einfache Marktgesetz gerät immer wieder ins Wanken. Die entscheidenden Treiber liegen tiefer.

Der Zusammenhang zwischen Dollar und Gold sorgt aktuell wieder für Diskussionen. Als gesetzt gilt: Steigt der US-Dollar, gerät der Goldpreis unter Druck. Doch genau dieses Muster funktioniert in der Praxis längst nicht immer so eindeutig. Zwar wird Gold in US-Dollar gehandelt, weshalb ein stärkerer Greenback das Metall für Käufer außerhalb der USA verteuert und tendenziell die Nachfrage dämpft . Dennoch greift diese einfache Erklärung oft zu kurz.

Nicht der Dollar bewegt den Goldpreis – beide reagieren auf Zinsen, Kapitalströme und Erwartungen.

Mehr als nur ein Wechselkurs-Effekt

In vielen Marktphasen zeigt sich, dass Gold und Dollar nicht strikt gegensätzlich verlaufen. Der Grund: Hinter beiden stehen dieselben Treiber. Zinsen, Kapitalströme und Erwartungen bestimmen die Richtung an den Finanzmärkten deutlich stärker als der Wechselkurs allein. Steigende Zinsen etwa stärken häufig den Dollar, während sie gleichzeitig die Attraktivität von Gold als zinslose Anlage mindern

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und ihr Einfluss auf den Goldpreis

Goldpreis und Dollar – Der eigentliche Zusammenhang

Der oft zitierte Zusammenhang „Dollar schwach, Gold stark“ ist deshalb häufig nur ein Nebenprodukt dieser Mechanismen. Entscheidend sind vor allem die Realzinsen – also die Verzinsung nach Abzug der Inflation. Sie gelten seit Jahrzehnten als einer der wichtigsten Einflussfaktoren für den Goldpreis

Lesen Sie die vollständige Analyse im Goldreporter-Gastbeitrag bei Gold & Co.: Warum der Goldpreis nicht einfach dem Dollar folgt

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27 Kommentare

  1. Leute, ehrlich jetzt, das mit der Silberknappheit und Silber in Kriegsgerät und Photovoltaik war mal wieder alles Fake oder? Kein Vorwurf an die Kommentatoren hier, ich hab es auch geglaubt, aber das ist einfach typisch Silber.
    Der Preis könnte sonst niemals so fallen, wenn das Zeug knapp wäre.

    • Da ist etwas wahres dran! Aber ich denke die Realität mit physischem Silber und Silber als unphysische Wette sind zwei unterschiedliche Schuhe.
      Physische Knappheit bleibt bei dem Bedarf ,aber man kann natürlich den Silberpreis auch mit enormen Geldsummen als „selbst erfundene „Wette von Banken ungekoppelt der Wahrheit in einem Papierwert hoch und runter schieben(@Gold auch oder andere Rohstoffe).
      Der Kurs,der uns anzeigt, wieviel Fiatgeld man hinlegen muss ,um diesen Rohstoff zu erwerben, bedeutet nur,das Interesse bei diesem Rohstoff vorliegt oder nicht,also ob man Geld investiert,um mehr Geld hochgezockt zu verdienen!
      Dadurch werden aber die Lagerstätten nicht mehr,dadurch wird Silber nicht mehr.Einzig diese Zockerei lässt den Anschein erwecken,dass vieles sehr wenig Wert hat,weil man Finanzmittel gewollt auf bestimmte Anlagen fokussiert ,um Wertsteigerungen fiktiv zu erhöhen und den Mitläufern das Geld aus den Taschen zu ziehen…Leerverkäufe sind auch kriminell,aber wird geduldet!
      Rohstoffe werden interessant,wenn die Bankenseite sich darum nicht kümmern will….dann ist der Zeitpunkt einfach zu kaufen und liegen zu lassen! Rohstoffe bleiben eine Bank im doppelten Sinne!

  2. Trump macht das sehr geschickt:
    Er sagte, die USA wollen verhindern, dass der Iran Atomwaffen baut. Das Ziel habe man erreicht.
    Um Hormuz und die Schiffe sollen sich andere kümmern.
    Die USA selbst hat genug Öl und braucht von dort keines.
    Dss heisst, Germany darf blechen und Schecks verteilen a la Gentscher.
    Ein starker Dollar, da hat GR völlig recht, ist kontraproduktiv für die USA und sie wird diesen sehr bald vom Balkon werfen. Damit ist der Weg für Gold wieder frei zu unbekannten Höhen. Ich rechne noch dieses Jahr mit 6.000 Dollar.Leider, der Bullenmarkt ist intakt.
    Preise über 3.000 Euro sind mir zu hoch, aus psychologischen Gründen, da ich 1 Unzen Rand zu durchnittlich zu 800 Euro gekauft habe und zwar nicht wenige davon. Mit 2.000 für den Krügerrand könnte ich mich irgendwie einigen. Aber, das ist die Deadline, keinen Cent darüber beim Kauf.

    • @Maruti
      Da die Fiatwährungen alle inflationieren, ist es logisch, dass man für Goldmünzen immer mehr Fiatwährung auf den Tisch legen muß. So war es auch 1923. Ob der jetzige Goldpreis im Verhältnis zur Fiatwährung realistisch ist, kann ich nicht beurteilen. Dabei spielen bestimmt auch u.a. geopolitische Gründe eine Rolle.

    • Werter @Maruti
      Exakt so denken wir auch.
      In der Zwischenzeit bereiten wird uns intensiv auf das EU-VERMÖGENSREGISTER und die kommende Vermögensteuer vor: alles was reinkommt, wird mit Genuß sofort verballert.
      Dann können wir dem FA einige tausend Urlaubsbilder und einen Karton voll mit Restaurantrechnungen schicken: Sorry liebes Finanzamt, ihr kommt zu spät.

        • @Digger
          Spritpreise? Ich rede von Rohöl. Ist schon ein Unterschied (hab nicht gegoogelt).
          Dann noch die unterschiedliche Besteuerung.

          • @Hhj
            Der Rohölpreis, der ww gleich ist, interessieren den Endverbraucher,
            also uns, nicht so sehr, wie der Produktpreis nach Steuern.
            Das lese ich bei Ihnen ähnlich. Ich hätte statt Kraftstoff als Beispiel
            auch hundert andere Verarbeitungsprodukte nennen können.
            Google schrieb ich, weil ich nicht dort bin, um es zu verivizieren.

          • Genau,nur die Verarbeitungskosten bleiben ehen gleich. Den erhöhten Rohölpreis trägt der Verbraucher.
            Ob das die Amis oder wir sind.

          • @Hhj
            Sie verstehen es eben nicht. Es ist die unterschiedliche
            Besteuerung in den Staaten, die Bürger ent- oder belasten.
            Die 50 bis 60 % Steuern in D auf Benzin oder Diesel sowie
            andere Energieträger, fallen nicht auf Rohöl an.
            Also z.B. 9 Cent/ Liter bei Kraftstoff in den USA. Bei uns dürfte
            es um 100 Cent liegen. Das trägt der Verbraucher.
            Verwaltungskosten entstehen vielleicht, wenn sie zu viel
            Personal im Öffentlichen Dienst beschäftigen.

          • @Digger
            Ja schön.
            Meine Aussage war, dass wenn der Rohölpreis steigt, die Förderer das Öl zum Weltmarktpreis verkaufen werden,auch in den Staaten. Und damit werden Ölerzeugnisse teurer werden, auch in den Staaten.
            Sprit ist in den USa absolut gesehen günstiger. Trotzdem ist es bereits ähnlich stark gestiegen wie bei uns (prozentual).

  3. Habe die Tage einen interessanten Kommentar gelesen, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Und zwar die These, dass man sich als Altmetaller nicht an den Preisen von anno dazumal orientieren soll, da diese nichts über den aktuellen Stand aussagen und vice versa. Es wäre klüger auch aktuell teuer(er) zu kaufen als überhaupt nicht zu kaufen, wenn man langfristig orientiert ist, da das Ziel der Werterhalt sei und man beim Halten von Cash so oder so verliert.

    Ich denke aber der Kommentar wurde verfasst als es andauernd bergauf ging. Dann passt die These. Jetzt wo es runter geht, ist Abwarten vielleicht doch nicht die dümmste Idee.

    • Durchaus hat der Goldpreis im Verhältnis zu Geldmenge und Verschuldung und Rüstungsausgaben einen ,so denke ich,preiswerten Stand erreicht….
      Wer kauft und Gold liegen lässt,hat es,egal was kommen mag!

      • @Bastei

        Ja – finde ich auch, zur Geldmenge und Verschuldung stufe ich Gold als billig ein.
        In der Kaufkraft zu Öl und Brotpreis finde ich Gold als zu hoch bewertet.
        ABER – es zählt die Geldmenge und Verschuldung, das heißt für mich, der große
        finale Ansturm in physisches Gold kommt erst.
        Dann, wenn die richtige Panik kommt, das will die Finanzwelt mit aller Kraft
        verhindern.

  4. Schon wieder so`n Gebrüll, das man aufwacht. Watt`n los?
    In € ist Gold auf meiner 8%-Expokurve mit den 3800 /oz im Jahr 2032, Anfang Januar etwa.
    Sind aktuell 6 Jahre Vorsprung.
    Ich leg mich wieder hin. Macht bitte nicht so`n Krach.
    Der Commander

    • Danke, Commander! Kaum ist mal ’n bisschen Vola im System, gibt’s hier wieder die wildesten Theorien, wo’s herkommt, warum’s passiert und vor allem, wo’s hingeht … stay humble and stack, äh, nee, buy gold …

  5. Der momentane Absturz könnte auch mit noch vorhandenen Shorts der Banken zu tun haben da diese Ende März auslaufen und keiner größere Verluste riskieren möchte! Auf jeden Fall ist die Hoheit über die Preisbildung noch nicht verloren gegangen! An der fundamentalen Lage hat sich bis auf einen zu erwartenden Abstieg der weltweiten Produktion nichts geändert! Waffen braucht die Welt!!!!

  6. Ich befolge x Marutis Rat…
    hatte überlegt bei 4100 nachzukaufen
    Aber warum eigentlich….. Die letzte Unze für 2100
    gekauft die ersten für unter 1000…
    Ich warte……
    kaufen im absoluten Tal oder nicht ist ne gute Strategie

      • @DrHouse
        1.) Den optimalen Zeitpunkt schafft man sowieso nie.
        2.) Aber auf Sicht von 5 Jahren ist es völlig egal, ob man 10 % zu früh oder zu spät war, Hauptsache man hat physisches Material.
        3.) Nur meine Meinung: ich beobachte, was insb. die US-Börsen machen. Solange es da kräftig bergab geht (insb. Nasdaq), sehe ich das Potential, daß es weiter heftige Margin Calls und Notverkäufe geben kann/wird.
        Da sind viele Investoren stark gehebelt und kreditfinanziert unterwegs, denen dann „die Hütte abbrennt“.
        Ehrlich: keine Ahnung, was da noch kommt, als alter Schwarzseher ist mir die Nasdaq keine 10.000 wert. Aber die Politik will um jeden Preis einen Absturz verhindern, im Herbst sind US-Zwischenwahlen.
        Man muß immer einkalkulieren, daß die Manipulation die Wahrheit zumindest zeitweise aufhalten kann.

        Ich sagte es schon oft: 2026 wird spannend und brutal.
        Dieses Forum kann jetzt sehr hilfreich sein.
        Wir sollten uns hier fröhlich austauschen.

        Und wenn es dann wieder so ist, daß man bei den Händlern wieder alleine steht,,kann man mit 10 % der geplanten Investitionssumme rein.
        Und dann in Schritten. Das verteilt das Risiko.

        • @Blackwood

          Ich tausche mit.

          Ja die Margincalls können heftig werden.

          Wenn ich die Abhängigkeit vom Öl sehe, wäre für mich logisch, dass Erneuerbare einen Boom erfahren müssten, ebenso Elektroautos.

          Möchte nicht wissen wie viele gerade mit dem Gedanken spielen ihren Gebrauchten gegen ein E Fahrzeug zu tauschen. Den Sinn mal hinten angestellt.

          • @Grosser Bär
            Das ganze Thema „Erneuerbare“ und e-Mobile funktioniert nur, solange man riesige Berge an Steuergeldern dafür verschwendet.
            Daher auch das aktuelle Geschrei, wenn mach 30 Jahren Subventionsirrsinn die Subventionen für PV leicht reduziert werden sollen.
            Das Thema ist je nach Standpunkt:
            – die größte Geldvernichtung in Friedenszeiten (wenn man Steuerzahler und Energiekunde ist)
            – Ein Geschenk des Himmels, wenn man auf der Subventionsabzocker-Seite steht.

            Beispiel: Windenergie.
            Die wird ja jetzt auch im extrem windarmen Bayern ausgebaut, konkret kostet so eine Anlage 10 Mio. und bringt 40 Mio. Subventionen ein. Und am Ende wird die Briefkastenfirma, der das Windrad gehört, pleite gehen und Abriß und Entsorgung dem Steuerzahler zufallen (etliche Millionen, da z.B. die Rotoren extrem giftiger Sondermüll sind).
            Über 12 Cent garantierte Einspeisevergütung (auch wenn der Strom gar nicht gebraucht und z.B. an Österreich verschenkt werden muß) , Milliarden für den Netzanschluß, Milliarden für die Gaskraftwerke für Flautenzeiten. Unterm Strich 50 bis 60 Cent Stromkosten je kwh. So teuer können Öl und Gas gar nicht werden.
            Für 4 Cent je kwh kauft Österreich Atomstrom aus Temelin und der Slowakei und verkauft uns das mit über 1000 % Aufschlag als Grünstrom weiter.

            Fazit: die „Erneuerbaren“ leben von irrsinnigen Subventionen, versiegt der Geldsegen, weil die Staaten pleite sind, geht da auch nix mehr.
            Auch das wird noch interessant.
            Ist aber wohl unser kleinstes Problem.

            Kernfrage: was kommt jetzt zuerst ?
            1923 oder 1929 ?
            Ich tippe auf: zuerst 1929.
            Derzeit sehe ich mit mehr Neugier auf die Aktienmärkte als auf den Goldpreis.
            Grund: solange da Blut fließt, zieht es auch den Goldpreis mit runter.

            Ich sags ja: 2026 wird spannend

    • @popeye
      Also, wenn einer genug Gold hat, muss man nicht unbedingt kaufen. Ich halte es mit dem Rat von Dirk Müller. Selbst wenn man nicht alles Geld ins Gold steckt und dieses Geld völlig wertlos sein würde, wird dann das Gold den scheinbaren Verlust hunderte mal wettmachen. Das liegt daran, dass Gold schwerer ist als Papier, sehr viel schwerer.
      Man muss ja nicht auf den letzten Penny zocken um noch mehr Rendite zu machen. Das hat sich noch nie bewährt. Hat einer viel Geld übrig, ist das beruhigend, egal, wann, wie und wo. Hat er dazu noch viel Gold übrig, gibt es darüber hinaus kein Jota mehr Beruhigung dazu.

    • @Hhj
      Nur bei den ETF. Bei physischem Gold nicht. Für uns Goldanleger zur Zeit nicht relevant, da der Preis noch zu hoch ist.Ich lasse mein Geld vorerst noch zinsgünstig liegen und die Hälfte davon in cash unter dem Kissen. Allerdings, bei einem Krügerrand Preis, und nur der interessiert mich und andere Goldanleger, von etwa 2.200 Euro und darunter wird angelegt und zwar zum mit nach Hause nehmen, wie immer. Ich warte noch immer auf meine geplanten 40 Krügerrand, wofür das Geld immer noch bereit liegt. Aber, zu meinem Preis und keinen Cent mehr. Und ich habe als zig Jahre Anleger Geduld, mehr als Trump und co.
      Und andere hier im Forum, die der älteren Garde auch, da wir wissen, wie der Hase läuft, Und nur das zählt, nur das.
      Lesen Sie die Kommentare von commander,blackwood,goldeneye, bauernbua und weitere, unabhängig der Reihenfolge.
      und wenn Sie es noch interessiert, die von anaconda, old shatterhand, WS, ukunda oder auch von Walter Eichelburg so nebenbei.

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