Der Goldpreis erholt sich am Freitag auf rund 4.360 USD. Doch hohe Ölpreise und US-Renditen bleiben Belastungsfaktoren. Jetzt rücken die US-Inflationsdaten in den Fokus.
Goldpreis heute
Die Edelmetalle starten erholt in den Freitag. Nach dem Kursrückgang am Vortag notieren Gold und Silber am Morgen jeweils rund 1 Prozent fester. Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten kommt Brentöl etwas zurück, bleibt aber klar über 100 USD pro Barrel. Das Gleiche gilt für die US-Rendite, die am Vortag zeitweise 5 Prozent erreicht hatte.
Marktüberblick um 8:15 Uhr
| Markt | Stand | Veränderung VT |
|---|---|---|
| Goldpreis | 4.359,70 USD3.753,76 EUR | +1,0 %+1,0 % |
| Silberpreis | 64,14 USD55,22 EUR | +0,9 %+0,9 % |
| Brentöl | 106,70 USD | −2,9 % |
| US-Rendite 10J | 4,950 % | −0,020 |
| Anlagemünzen | Ø Verkauf | Ø Ankauf | Aufgeld | Spread | |
|---|---|---|---|---|---|
| Krügerrand Gold 1 oz | 3.914 EUR | 3.632 EUR | 4,3 % | 7,2 % | |
| Maple Leaf Silber 1 oz | 76,30 EUR | 52,71 EUR | 38,2 % | 30,9 % |
Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
Neue Kämpfe zwischen Houthis und von Saudi-Arabien unterstützten Kräften verschärfen die Sorgen um Öltransporte. Die Rebellen rücken in Richtung Mokha am Bab al-Mandab vor, einer wichtigen Route für den internationalen Schiffsverkehr. Zugleich bleibt der Öltransport durch die Straße von Hormus wegen des Konflikts zwischen Iran und den USA gefährdet.
Vortag
Gold kam am Donnerstag deutlich unter Druck, und das schon vor Veröffentlichung der US-Erzeugerpreise für August. Diese fielen weitgehend gemäß den Erwartungen aus. Stärkste Treiber am Markt waren die stark gestiegenen Ölpreise und die anziehenden Anleiherenditen. Der Goldpreis schloss fast 2 Prozent unter Vortag bei 4.317 USD, nahe am Tagestief. Silber sackte sogar um mehr als 5 Prozent ab.
Goldpreis-Ausblick
Im Mittelpunkt des Handelstages stehen die US-Inflationsdaten für August. Sollten diese höher ausfallen als erwartet, könnte es für zinssensible Anlageklassen noch einmal tiefer gehen. Denn dann wäre eine US-Zinsanhebung in der kommenden Woche wohl weitgehend gesetzt. Auch das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan kann am Nachmittag Hinweise auf die konjunkturelle Lage in den USA geben.
Damit der Goldpreis das positive Momentum der vergangenen Wochen nicht vollends verliert, müsste aus technischer Sicht zumindest das Niveau des 50-Tage-Schnitts gehalten werden. Die Linie lag zuletzt bei rund 4.260 USD. Weitere wichtige Unterstützung ist die Marke von 4.350 USD.
Mehr zur aktuellen technischen Lage: Goldpreis-Charttechnik



Öl springt und Edelmetalle fallen gestern, das Kapital schwappt halt hin und her. Mehr davon bräuchte es… Und der Retter in Form einer grandiosen Idee ist schon zur Stelle: Die Trump-Dividende, das Versprechen (was auch immer es wert ist), jedem erwachsenem Ami 5000$ nach dem Sieg der Zwischenwahl zu bezahlen. Nach Corona gabs 2000$ – und eine dauerhaft erhöhte Inflation.
Das wären grob 1250 Milliarden an zusätzlichen Schulden zum ohnehin bestehenden Defizit. Auch schon egal die Enkel werden’s schon bezahlen.
Aber wohin geht das Geld? Ein Teil bezahlt Schulden (Auto, Kreditkarte, Hypothek, Studienkredit, … – rettet also Bilanzen von Firmen). Und wer kann investiert es, da die Inflation bereits jetzt kräftig an den Ersparnissen frisst (und meiner Meinung nach gerade erst hungrig wird). Auch der Covid-Stimulus hat die Finanzmärkte nach dem ersten Einbruch ordentlich gestützt (=aufgeblasen).
Das werden viele wieder erwarten, weshalb ich annehme, dass nur wenige sich eine Unze kaufen, aber viele Geld in die steigenden Aktien und Cryptos stecken, direkt als auch indirekt.
Die Musik wird nochmal voll aufgedreht und die Bowle aufgefüllt, während die Party dem Ende entgegengeht. Das verhinderte schon immer zweifelnde Gespräche über das nahende Ende, das Bezahlen der Rechnung und den kommenden Kater.
Die rechtliche, moralische und politische Seite dieser Bestechung klammer ich hier mal aus, da fehlen einem eh die Worte.