Goldpreis mit Erholungsversuch: 50-Tage-Linie muss halten

Nach dem kräftigen Rücksetzer vom August-Hoch versucht der Goldpreis eine Stabilisierung. Die 50-Tage-Linie bleibt dabei eine wichtige Unterstützung.

Goldpreis-Chart, 12 Monate (CME Spot): Die 50-Tage-Linie dient als wichtige kurzfristige Unterstützung.
Goldpreis (CME Spot, 12 Monate): Die 50-Tage-Linie dient als wichtige kurzfristige Unterstützung.

Goldpreis mit Erholungsversuch

Der Goldpreis vollzog nach dem August-Hoch einen kräftigen Rücksetzer von rund 7 Prozent. Mit einem Kurs von rund 4.350 USD am Mittwochnachmittag lag das Edelmetall seit Jahresbeginn noch 0,8 Prozent im Plus. Zuletzt gab es wieder leicht positive Kurssignale.

Goldpreis versucht nach 7-Prozent-Rücksetzer die Erholung – 50-Tage-Linie bleibt zentrale Unterstützung.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Aktuelle Chartlage

Trotz des jüngsten Kursrückgangs bewegt sich Gold weiterhin innerhalb eines rund sechswöchigen Aufwärtstrends. Dessen untere Begrenzung verläuft derzeit im Bereich von 4.250 USD.

Dabei fungierte die 50-Tage-Linie zuletzt als wichtige kurzfristige Unterstützung. Sie schneidet den Goldchart aktuell bei rund 4.270 USD. Eine zentrale Rolle spielt außerdem die Marke von 4.350 USD. In diesem Bereich drehte der Goldpreis bereits im August zweimal nach oben.

Auf der Oberseite liegen die nächsten charttechnischen Barrieren bei 4.440 USD und 4.450 USD. Darüber wartet mit rund 4.530 USD der 200-Tage-Durchschnitt als deutlich stärkerer Widerstand.

Aus dem RSI (Relative-Stärke-Index) von 48 lässt sich aus Sicht des Sentiments eine neutrale Marktstimmung ablesen. Das heißt: Auf Sicht von 14 Tagen ist Gold weder überverkauft noch überkauft.

Euro-Goldchart

Auch beim Euro-Goldpreis folgte auf die Annäherung an die 50-Tage-Linie eine Gegenbewegung. Damit daraus ein kräftigerer Rebound entstehen kann, müsste der Kurs zunächst die Marke von 3.800 EUR überwinden.

Am Mittwoch notierte das Edelmetall im Rahmen unserer Chartanalyse bei 3.763 EUR pro Unze und damit 0,5 Prozent unter Vorwoche.

Kurzfristige Unterstützungen liegen bei rund 3.705 EUR am 50-Tage-Durchschnitt sowie bei 3.650 EUR. Eine weitere wichtige Haltezone befindet sich bei etwa 3.600 EUR. Dort verläuft derzeit die Unterkante des rund achtwöchigen Aufwärtstrends.

Euro-Goldchart, 1 Jahr: Versuch an einer kurzfristigen Bodenbildung oberhalb von 3.700 EUR.

Als zeitnahe Widerstände fungieren die Marken von 3.800 EUR, 3.850 EUR und 3.950 EUR.

Goldpreis-Ausblick

Die 50-Tage-Linie bleibt zunächst die zentrale Unterstützung für den Goldpreis. Ein nachhaltiger Rückfall darunter würde das kurzfristig weiterhin positive Trendbild eintrüben.

Auf der Oberseite muss Gold dagegen zunächst den Bereich um 4.440 bis 4.450 USD überwinden. Selbst bei einer kräftigeren Erholung wartet spätestens an der 200-Tage-Linie bei rund 4.530 USD ein bedeutender charttechnischer Widerstand.

Mehr dazu: Gold Charttechnik – Trends, Marken und Analysen

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17 Kommentare

  1. Da sind wohl einige Trader gehörig auf die Nase gefallen.
    Haben gekauft, als es aufwärts ging, wieder über 4.360..
    Und nach 20 Uhr, rumms, Abverkauf, Balkonwurf und wieder Richtung 4.200.
    Köstlich, einfach nur köstlich, zuzusehen, wie sich die Zocker nun selber auszocken.
    Meines Erachtens, keine Zeit um Gold anzulegen.
    Das wurde vor Jahren vorausgesagt.
    Ab dem Jahre 2025 und danach ist es zu spät füt Gold und Silber.
    Nicht nur, weil es zu teuer ist, auch, weil es zu volatil und damit Käufe zu riskant sind.

    • Ja Gold ist extrem hoch bewertet. Fraglich ob da noch weitere Anstiege möglich sind. Erstmal viele Jahre oder gar Jahrzehnte seitwärts ist wahrscheinlicher.

      • Anon:
        So war es in den 80er- und 90er-Jahren über weite Strecken hinweg. Das war eine komplett andere Zeit. Die Probleme spielten sich woanders ab. Heute stecken wir mittendrin ohne Aussicht auf eine Wende. Alleine die Verschuldung vieler Staaten ist ein Genickbrecher. Die Weltordnung ist in Bewegung geraten. Ein dritter Weltkrieg ist möglich, etc.. Gold wartet m.E. auf den nächsten Ausbruch. Allerdings werden wir nach wie vor eine hohe Volatilität und auch Phasen mit Seitwärtsbewegungen sehen.

      • @Anon
        Aber nur, wenn die Inflation unter Null sinkt und auf der Welt Frieden herrscht.
        In all den Jahren nach Bretton woods und auch davor noch, ist Gold noch nie längere Zeit seitwärts marschiert.
        Ind wenn es mal geschah, so wie 2013-2017, dann explodierte es danach umso mehr, wie 2018 bis 2026.
        Gold ist keineswegs überbewertet, gegen was eigentlich ? Gegen den völlig überschuldeten Dollar oder Euro vielleicht ?
        Der faire Goldpreis müsste dann bei 80.000 Dollar liegen, die Unze und bei 100.000 wäre er tatsächlich dann überbewertet, so dass kurzfristig ein Rücksetzer kommen könnte.
        Das heisst aber nicht, dass es zu teuer ist für alle.
        Nur eben für einige, welche geschlafen haben.
        Ich etwa, als ich vor 2 Jahren zu 1895 Euro nur 10 Unzerl kaufte und damit nur 30% Gewinn machte.
        Es hätte das 10 fache sein können, aber leider verschlafen.
        Oder 2015 nur 300 Unzerln zu je 1005 Euro.Ich hätte 500 davon kaufen können und habs verschlafen.
        Und sitze nun leider nur auf 103,6 Kg Gold, statt auf dem doppelten davon. Kann einer davon satt
        werden ?.
        Noch schlimmer, manche haben gar nichts gekauft und dann erst bei knapp 5.000 Euro in Febrar 2026 und sitzen nun heulend auf den Verlusten, für Jahrzehnte womöglich.

          • @Anon
            Gold und Geld sind letztlich nur Tauschmittel, um irgendwann und irgendwo an reale Ware zu kommen.
            Und Wertaufbewahrungsmittel, um den Zeitraum zwischen „Geld verdienen“ und „Geld ausgeben“ zu überbrücken.
            Sie kennen ja das Beispiel mit den Brotlaiben, das nun über 3.000 Jahre funktioniert hat.
            Beispiel: in Oberbayern kostet derzeit eine Semmel/Brötchen beim Bäcker umgerechnet 2,50 DM, das war vor gar nicht langer Zeit ein ganzer Laib Brot.
            Mir Papier klappt die „Wertaufbewahrung“ schon mal ganz sicher nicht.
            In Gold ist das Brötchen deutlich billiger geworden.

            Was ausschließlich zählt, ist also NICHT und NIEMALS Gold in Papierschnipseln zu bewerten.
            Man rechnet den Wert eines Diamanten ja auch nicht in kg faulenden Erdbeeren.

            Tipp: basteln Sie sich ihren eigenen „Warenkorb“, also das, wofür Sie ihr Geld so jedes Jahr ausgeben.
            Reicht eine grobe Schätzung der dicken Posten, mit Open Office/Excel total einfach :
            Miete /Kreditrate fürs Haus
            Energie (Benzin, Gas, OL, Strom).
            Lebensmittel vereinfacht: 1 Liter Milch, 1 Kg Fleisch, 1 kg Brot, Summe mal X.

            Als Beispiel eine ganz brutale Rechnung für die Leute, die immer noch glauben, Immos wären in einem untergehenden Land eine gute Investition.
            Wieviele Wochen Alten-/Pflegeheim bekomme ich, wenn ich rechnerisch einen qm Wohnfläche verkaufe ?
            Die Wahrheit: seit 2021 über 50 % weniger !!!
            Die Immopreise nominal um 30 % runter (und da meine ich nicht Wolfsburg, Stuttgart, Ludwigshafen etc.- dort kann man sich in seinem eigenen Häuschen beerdigen lassen, weil es (demnächst) unverkäuflich ist), die Inflation um gut 30 % rauf.
            Sogar im Wahnsinnsmarkt Oberbayern ist die Relation qm/Pflegeheimmonat in den letzten 5 Jahren von 2 Monaten auf 1 Monat runter. Bei Gold auf 4 Monate hoch.

            In Langfristbetrachtung sind Papierschnipsel völlig irrelevant, weil sie noch immer untergegangen sind.

            To have or not to have.
            DAS ist die Frage bis 2030.

          • @BlackRock
            Ich wäre ja verrückt hier zu lesen und trotzdem kein Gold zu haben.
            Ich frag mich nur ob derzeit ein guter Einkaufspreis ist. Für ein paar Jahre kann der Preis schon irrational niedrig bleiben, vor allem nach einer derartigen Rallye.
            Wie war das gleich noch 8 Prozent pro Jahr (Commandergesetz)?
            Die letzten Jahre waren es 200 Prozent.

          • Blackwood:
            Die Bewertungsmaßstäbe sind aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre verzerrt worden. Gut möglich, dass der Laib Brot in absehbarer Zeit 12,00 € kostet. Die Energiekosten werden nicht zurückgehen und wenn es aufgrund der Lage im Nahen Osten zu einem Mangel an Düngemitteln kommt, wird das nicht ohne Folgen bleiben. Wo die Pflege heute teuer und schlecht ist, wird sie noch schlechter, aber dafür teurer werden. Wirklich gute Pflegeplätze werden nahezu unbezahlbar werden.
            Bis 2015 war der Mietmarkt hier im Wurstgürtel um Hannover schwierig. D.h., eine Nachfrage durch gute und solvente Mieter war kaum vorhanden. Frau Merkel sorgte für Abhilfe. Seitdem ist die Nachfrage wieder vorhanden, wenn auch die Qualität der Interessenten weiter gefallen ist. Dafür zahlt aber der Steuerzahler auch hohe Mieten.
            Richtig ist, dass der Wert der Immos seit dem Peak 2022 gefallen ist und dass die Tendenz momentan deutlich nach unten zeigt. Wenn es im Osten zu einem Konflikt mit Russland kommen sollte, wird sich das Bild ändern. Aus dem Baltikum. Ostpolen und ggf. aus weiteren Regionen werden sich schlagartig Millionen von Menschen auf den Weg machen. Ich habe da so eine Ahnung, wo deren Reise hingehen wird. Nämlich in das Land, wo es bislang Milch und Honig für lau gab.
            Kurzum: Misswirtschaft und permanent falsche Entscheidungen führen irgendwann immer zu Konsequenzen. Dies zeigt sich jetzt gerade. Die Frage ist nur, wie lange dieser Irrsinn noch dauert, bzw. ob und wann es eine Wende geben wird. Unfähige Regierungen sind noch immer gescheitert. Entscheidend für deren Überlebensdauer ist deren Bereitschaft zu radikalen Maßnahmen, siehe 1945.
            Wer nicht geht, muss diese Zeit überbrücken. Insofern ist eine schuldenfreie, selbstgenutzte Immobilie m.E. schon von Vorteil. Auch des Weiteren sollten keine Schulden und möglichst keine Unterhaltspflichten vorhanden sein. Weiteres Guthaben darf nicht sichtbar sein. Dafür gibt es ja diese alternativlosen Metalle. Aber wem erzähle ich das…

    • @maruti

      Ich finde auch das Gold zu teuer ist. Ich denke, Gold wird wieder unter 2.000 Dollar die Unze fallen (an der Comex). Ist ja viel zu teuer das Zeug, ganz bestimmt!!!!

      • @racew Schulden sehe ich so problematisch nicht mehr. Die Inflation wird weiter gehen. Man sollte natürlich Gold o.ä. in der Hinterhand haben falls man seine Arbeit verliert um die Schulden abzahlen zu können. Bsp. Ich hab mir mein Auto vor zwei Jahren mit einem 0 Prozent Kredit finanziert. Das Geld das ich ohnehin bezahlt hätte in Gold investiert.

        • @Huj
          Sowas ist natürlich clever.
          Schulden macht man „in schlechtem Geld“, sprich Euro, Dollar etc..
          Geldanlage in gutem Geld (Gold…)
          Gold hat sich in den 2 Jahren in etwa steuerfrei verdoppelt, durch den „Trick“ haben Sie das Auto also faktisch geschenkt bekommen- Profidenke, super !

          Gefährlich werden nur „ungedeckte“ Schulden, wie z.B. das zu große/zu teure Haus, bei dem mich die heute deutlich teurere Anschlußfinanzierung oder eine Arbeitslosigkeit oder der Wertrückgang der Immo finanziell aus der Bahn werfen kann.
          Megablöd sind natürlich ungedeckte Konsumschulden.

          Und das kann bei steigender Inflation viele Leute treffen.
          Ich nenne das „Inflationszange“.
          Rechenbeispiel für Excel:
          Jemand hat 4000 netto, 1000 Kreditrate und 2.000 feste monatliche Ausgaben, bleiben jeden Monat 1.000 Euro übrig.
          Eigentlich ganz komfortabel, 25 % Sparrate hat nur eine Minderheit.

          Wie lange dauert es bei 10 % Inflation, bis er sich zwischen „Kredit nicht mehr zahlen können“ und „nur noch Nudeln bei Lidl“ entscheiden muß ?
          Es geht sehr viel schneller als man glaubt: Anfang Jahr 5 ist Ende.
          Upps !

          Wer Glück hat, kann dann ein Tierchen aus seinem Zoo verkaufen, damit das Licht nicht ausgeht.

          • @BlackWood
            @RACEW
            Mit der eigengenutzten Immobilie ist es wie mit vielen anderen Dingen auch: Es kommt (1) auf den richtigen Zeitpunkt und (2) auf das „richtige“ Objekt an.
            Wer sich z. B. vor 10 Jahren für eine Immobilie im Prenzelberg mit einer 80%-Finanzierung und geringer Tilgung (damit die Rate noch tragbar ist) während der Nullzinsphase vollkommen verausgabt hat (z. B. 100k Eigenkapital + 500k fremdfinanziert), also mit einer auf Kante genähten Finanzierung beschwert hat und jetzt die Hypotheken (Restschuld ca. 80%) verlängern muss, ist in ziemlichen Schwierigkeiten, um es mal freundlich auszudrücken. Fazit zu (2): Falscher Ort, falsche Finanzierung (auf den Monat zugeschnitten, nicht auf die Restschuld).

            Wer zum gleichen Zeitpunkt im Westerwald, der Pfalz oder in der Niederlausitz für unter 100k ein altes Häuschen gekauft hat, dies vielleicht (mit höherer Tilgungsrate) vollfinanziert hat und die Renovierung aus Eigenmitteln (Muskelhypothek) bestritten hat, hat anfangs vielleicht 500 Euro mtl. an die Bank gezahlt und kann jetzt die Restschuld von mögicherweise 50k trotz gestiegener Zinsen zu ähnlichen Raten weiter abtragen. Fazit zu (2): „Richtiger“ Ort, richtige Finanzierung (da aufgrund des geringen Kapitalbedarfs eine hohe Tilgung eingegangen werden konnte).

            Seit 2016 und noch bis 2036 wohnt jemand im eigenen Häuschen in der Pampa für ca. 500 Euro „Kaltmiete“, egal wohin die Zinsen, die Inflation oder der Goldpreis steigen, während der stolze Eigentümer einer Toplage-Immobilie schlimmstenfalls mit Schulden da steht, wenn die Immobilie nicht gehalten werden kann und zwangsversteigert werden muss. 2016 ein bis dahin angespartes Vermögen von 100k als Eigenleistung versenkt, Restschuld 2026 ca. 400k, Erlös aus der Versteigerung vielleicht 350k – dann steht man mit 50.000 Euro Schulden und ohne Obdach da.

            Der Einsiedler dagegen, 2016 ohne eigenes Vermögen und mit 100k Schulden gestartet, hat seine Belastungen über 10 Jahre + weitere 10 Jahre stabil niedrig gehalten, kann die Hypotheken ohne Probleme weiter bedienen (dafür müsste ggf. sogar das Bürgergeld reichen) und hat, aufgrund der auch auf dem Lande stark gestiegenen Preise, nun einen Gegenwert von vielleicht 200k da stehen, der 2036 schuldenfrei sein wird. Das hat natürlich auch einen Preis, z. B. muss man akzeptieren können, das es hier nicht so bunt ist wie in Berlin, das Spektrum an Vielfalt eher schmal, Toleranz teilweise als etwas zu Ertragendes angesehen wird und Teile der Landbevölkerung ohne Dativ kommunizieren(bring das mal zu die Kinder). Aber das kann man schaffen, ebenso wie die tägliche Kolumne hier im Forum.

  2. @Blackwood
    Wenn du in ein Pflegeheim musst. ist es Nebensache wie schnell
    die Heimkosten deine Konten plus Immobilie auffressen.
    Der Durchschnittserwerbstätige dürfte seine Rücklagen in
    wenigen Jahren aufgebraucht haben ( wenn er selbst keine
    Immobilie besaß, was in diesem Lande die Regel ist, vielleicht
    auch schon in einem halben Jahr).
    Bei Politikern, Ärzten, RA, Beamte im Höheren Dienst, usw.
    sollte sich der Zeitrahmen beruhigend verlängern.
    Sie haben aber recht, heute verkürzt sich die Zeit, mit der
    man sein Leben im Altenheim finanzieren kann, rapide.

    • @Digger
      Richtig, für den Normalbürger nicht zu bezahlen.
      War auch nur als Vergleichsmaßstab für Wertentwicklungen zu verstehen.

      Als alter Optimist habe ich auch eine Idee, wie man das mit dem Alten-/Pflegeheim umgehen kann:
      Wie war noch der Werbespruch: Dagegen gibt es sicher was von BionTec.

  3. @Anon
    Klar, Ihr „Problem“ haben ja alle hier im Forum: kaufe ich jetzt zu teuer ?
    Das ist derzeit DIE FRAGE.
    Neben den nackten Zahlen sehe ich aber noch einen -für mich persönlich sehr wichtigen – Punkt:
    Nervenschonung.
    Ich kenne derzeit wirklich keine Geldanlage, bei der ich wirklich ruhig schlafen könnte.
    Oder 4 Wochen in der Pampa Urlaub machen könnte.
    ->Haben ist besser als brauchen.
    Und die Denke gegenüber den Politikern: macht doch was ihr wollt, ihr könnt mich…..
    ->Mir gefällt das.

    Rein mein Bauchgefühl:
    Das Risiko „vielleicht ein paar Euro zu viel bezahlt zu haben/nur ein paar Prozent Jahresrendite zu haben“ ist deutlich geringer als „nix haben (außer Papierschnipsel)“.
    Entscheidet jeder für sich.
    Glück Auf !

  4. Nivek:
    Auch bei den Immobilien gibt es die eierlegende Wollmilchsau nicht. Ein glückliches Händchen ist natürlich von Vorteil. Entscheidend sind aber die durch die Politik gesetzten Rahmenbedingungen. Diese stimmen nicht mehr. Steigende Zinsen, Inflation, Bauvorschriften, etc. verursachen Probleme. Allerdings sind diese Faktoren grob kalkulierbar. Deswegen wird ja auch kaum noch gebaut. Allerdings können Sie die schönste Immobilie besitzen, die praktisch kaum noch etwas wert sein wird, wenn nebenan die falschen Leute einziehen. Diese Leute finanzieren Sie dann auch noch mittelbar. Sagen dürfen Sie allerdings nichts, weil Sie dann u.U. die Arbeit verlieren, ihr Konto gekündigt wird, der Sportverein Sie rauswirft. usw.. Das Kernproblem ist die Politik, denn sie schafft diese Bedingungen. Nur ist es bei den wählenden Bürgern noch nicht angekommen. Im Westen werden noch Luftschlösser verwaltet. Im Osten regt sich hingegen etwas. Dort fehlen 40 Jahre entsprechender Beeinflussung, währenddessen die Erinnerungen an den Sozialismus noch vorhanden sind. Dass der Normalverdiener ohne große Erbschaften nicht oder kaum noch bauen oder kaufen kann, kommt nicht von ungefähr. Und dass Mieten steigen, wenn man Millionen Menschen ins Land holt, währenddessen man den privaten Bau von Mietwohnungen so unattraktiv wie möglich macht, ist die simple Kausalität von Ursache und Wirkung. Wer sozialistische Politik wählt, kann nicht gleichzeitig für sich selbst die Vorteile einer funktionierenden Marktwirtschaft beanspruchen. Mit anderen Worten: das Pisa-Problem ist wohl viel größer als bislang angenommen.

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