Mittwoch,27.Oktober 2021
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Goldpreis-Explosion bis Ende 2022 erwartet

Goldpreis, Barton
Nicht Gold schwächelt, sondern der US-Dollar ist laut Philip Barton zwischenzeitlich erstarkt – aufgrund der großen Nachfrage nach Dollar-Schulden.

Philip Barton, Weltpräsident des Goldstandard Instituts, erklärt in einem Interview, warum wir derzeit einen schwächeren Goldpreis erleben und der Kurs bis Ende 2022 auf bis zu 7.000 US-Dollar pro Unze steigen kann.

Goldpreis-Perspektive

Warum ist der Goldpreis in den vergangenen Monaten kontinuierlich gefallen, wo doch die weltweite Schuldenlast in der Corona-Krise weiter deutlich zunimmt, die Zentralbanken unbegrenzt Geld drucken und die Inflationserwartungen steigen?  Thomas Bachheimer von Bachheimer.com hat dazu ein Interview geführt mit Philip Barton, dem Gründer und Weltpräsidenten des Goldstandard Institutes.

Starker Dollar, schwacher Goldpreis

Der sagt: „Wir alle schauen uns den Goldpreis auf US-Dollar-Basis an. Die Zentralbanker lieben das, wenn man Gold am US-Dollar misst. Die Wahrheit ist, man blickt dabei nicht auf den Wert des Goldes, sondern auf den Wert des US-Dollars“

Der Wert des US-Dollar sei seit einiger Zeit gestiegen. Und dafür nennt Barton mehrere Gründe. Es sei eine vermeintliche Flucht in sichere Anlageformen. Dieses Image genieße die US-Währung nach wie vor bei vielen lnvestoren. Das sei zwar lächerlich, aber nun einmal deren Weltsicht. Außerdem halte sich die US-amerikanische Wirtschaft in der Corona-Krise vergleichsweise gut.

US-Dollar gefragt

Barton betont die große Bedeutung des US-Dollars. Es handele sich wie vor um die wichtigste Weltreservewährung. Ein Großteil der weltweiten Schulden laute auf US-Dollar, was eine riesige Nachfrage nach der US-Währung bedeute. „Und wenn die Schulden wachsen und wachsen, dann wird auch die Nachfrage nach Dollar größer und größer – so paradox wie das sein mag“.

Barton sieht Gold als Konstante. Zwar sei der nominale Goldpreis im Zuge der Dollar-Stärke gefallen, seiner Auffassung gemäß habe sich aber nicht das Gold bewegt, sondern die US-Währung werte jeweils auf und ab.

Steigende Zinsen?

Was passiert dann? Die enormen Schulden müssen gezahlt werden. „Noch nie waren die Schulden so ein großes Problem wie derzeit und es wird immer schlimmer“, sagt Barton. Steigende Zinsen sieht er in diesem Umfeld als Katastrophen-Szenario. „An einem gewissen Punkt, werden US-Dollar in Richtung Gold fließen und der Goldpreis wird abheben. Das Gleiche gilt für Silber“.

Goldpreis-Explosion?

Wann wird der Goldpreis wieder steigen? Barton erklärt, dass Kursprognosen in chaotischen Zeiten eine heikle Angelegenheit seien. Aber dennoch wagt er eine Vorausschau: „Ich lehne mich aus dem Fenster und sagt, bis Ende nächsten Jahres werden wir eine sehr große Bewegung beim Goldpreis erleben“. Er spricht von einem möglichen Kursanstieg auf 7.000 US-Dollar bis Ende 2022. Er basiert seine Annahme auf der historischen Daten zur Kaufkraft des Goldes gemessen an Immobilienpreisen.

Das gesamte (englischsprachige) Interview gibt es auf YouTube zu sehen. Wir haben das Video unten eingebunden. Weitere Themen: Gold-Silber-Verhältnis, Goldpreis-Manipulation und Geldanlage.

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36 KOMMENTARE

  1. Nach „iPhone, iPad, Apple Watch und Apple Airpods“ kommt jetzt:

    i-CAR“.

    Das könnte den E-Mobil-Markt ordentlich „aufmischen“, (hier mehr.)

    ⸍⚙̥ꇴ⚙̥⸌

    • @Klapperschlange
      I-Car !
      Super, wieder ein Produkt für meine Liste „was ich mir garantiert NIE kaufen werde“.
      Die 3 Kern-„Qualitäten“ werden sein:
      1.) Miese Qualität, zusammengebastelt aus möglichst billig gekauften China-Teilen.
      Folglich mit mieser Lebensdauer und zweifelhafter Ersatzteilversorgung.
      2.) Irrwitzig überteuert.
      3.) Die Komplettüberwachungsmaschine. Die wissen dann noch in 20 Jahren wo ich gestern war, ob ich zu schnell gefahren bin, welchen Radiosender ich an hatte und was ich mit Pumuckl im Auto besprochen habe.

      So wie bei deren Telefonen eben.
      Youtube Tipp: Edward Snowdon:
      – How your Smartphone spies on you.
      – It is worse than we thougt.

      Danach lasst Ihr Euer Smartphone nie wieder zu Hause rumliegen. Ausschalten hilft natürlich auch nicht, es ist nur die Benutzeroberfläche aus.
      Ein i-phone schläft nie. Deswegen ist ja auch der Akku fest verbaut.
      Wer eine Alexa, Nest etc. hat, bekommt von mir hiermit den Erich-Mielke-Gedächtnispreis am goldenen Mikrofonkabel für dauerhafte Selbstausspionage verliehen.

      Unser „ältestes“ Auto ist 15 Jahre , hat 250.000 runter und sieht aus wie neu, bis auf etwas Patina beim Leder des Fahrersitzes. Qualität aus Japan. Noch der erste Auspuff etc. , NULL Ärger damit.
      Und ohne jede Spionagetechnik.
      Wir suchen gerade so etwas aus Rentnerhand für schlechte Zeiten.
      Auch eine Art „Edelmetall“, das man immer brauchen kann.

      Goldpreisexplosion: ist uns egal.
      Gold ist in 2023 noch da. Und es wird etwas wert sein.
      Das würde ich beim Euro (und allen Papieren ) nicht wetten.

      Es sieht derzeit alles verdammt nach einer Kopie von 1922- 1923 aus.
      Der Turbo ist, dass an der Börse gerade gleichzeitig 1928 nachgespielt wird.
      Das kann die Mutter aller Stürme werden.

      Der grösste Wert von EM ist immateriell: es sorgt für verdammt ruhigen und sicheren Schlaf. Egal was den Idioten in Berlin, Brüssel und sonstwo noch so einfällt.

      Merke: ein Segelschiff kommt besser durch den Sturm, wenn es einen grossen schweren Kiel hat.
      Z.B. aus EM.

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  3. Nicht nur das Güldene könnte ‚explodieren‘ [wenn nur nicht der Konjunktiv II wäre!], sondern auch die Verschuldung der EU. Das ist durchaus NEU, denn nach dem AEU-Vertrag* ist deren Haushalt immer auszugleichen [Art. 310 des AEU-Vertrages], sie darf sich also – anders als die Mitgliedstaaten – nicht verschulden. Die EU gab daher auch keine regulären Anleihen, also eigene Schuldverschreibungen aus.

    Mit derlei altmodischem Vertragswerk wird jetzt aufgeräumt. Die EU hat nun einen Schuldenplan in Höhe von 1 Billion US-Dollar vorgelegt [die Billion ist die neue Milliarde, Anm. der Red.] und möchte bereits ab Juli eigene Anleihen emittieren. Im Rahmen des sog. NextGeneration EU-Konjunkturprogramms sollen so über Green Bonds jährliche Finanzierungsoperationen von bis zu 200 Milliarden Euro durchgeführt werden.

    Konfuzius, äh, Bloomberg sagt: „Investoren dürften begeistert sein.“

    https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-04-13/eu-to-lay-out-1-trillion-debt-plan-to-start-rivaling-treasuries

    * Der ‚Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union‘ gehört zu den Gründungsverträgen der EU.

    • @Thanatos.
      Grossartig !
      Da werde ich gleich meinen Anlageberater bei der Deutschen Bank fragen was ich bei Auflösung meiner Rieserverträge und der geschlossenen Fonds auf Lufthansa A380 bekomme und diese wunderbaren Papiere zeichnen. Die sind bestimmt mehrfach überzeichnet, auch bei realer 2 % Minusverzinsung.
      Oder soll ich noch auf die Empfehlung von Tenhagen warten ?

      • @Meister Eder

        Ist doch super! Wenn ich die Kredite auf möglichst viele Töpfe verteile, dann fällt die Gesamtsumme nicht so auf.

        Das machen die Amis doch schon ganz lange. Darum hat jeder Ami ja auch mindesten 10 verschieden Kreditkarten. 10 Kredite a 20.000 hört sich doch weniger dramatisch wie 200.000, oder

    • @Thanatos:
      Gute Idee !
      Schlage „Bad Sylt“ vor, aber nicht aus Lokalpatriotismus, sondern gut begründet.

      Gegen Grünwald: liegt „mittendrin“ und so schön , dass der „Normalmünchner“ dort gerne radelt oder an der Isar spazieren geht (so wie Potsdam- Heiligensee oder Hamburg Binnenalster).

      Pro Sylt: ist schon eine Insel irgendwo JWD.
      Zudem nur ein potthässlicher Sandhaufen.
      Uns hat es nach 2 Stunden gereicht, forever.

      Hauptgrund: da das „Bad Sylt“ dann nicht mehr die finanzielle Möglichkeit hat, jedes Jahr sinnlos 20 Mio für neuen Sand auszugeben, wird die Nordsee das Problem ganz natürlich in einigen Jahren erledigen.
      Wir können dann bei Google Earth ganz gemütlich zusehen, wie eine Bad Bank im Wortsinne „untergeht“.
      Super: einfach weg und niemand trägt Schuld, kein Banker, kein Politiker.
      Die Natur eben.
      Kannste nix machen.
      Hmmmm: wie Covid, passend zur Pleite des Finanzsystems kommt pünktlich fast wie bestellt eine „natürliche“ Problematik, die die perfekte Ausrede für jeden Irrsinn bietet.
      Zufälle gibt es……..

      Aufgrund der Lage: gestern einen guten Witz gehört:
      2 CDU/CSU-Politiker und 2 katholische Geistliche fahren gemeinsam mit dem Auto.
      Wer sitzt am Steuer ?
      Der Staatsanwalt.

      Gar nicht witzig:
      Es gibt bereits Fonds (nicht von Tenhagen empfohlen), die aktuell still und leise Geld einsammeln um ab 2023 (so der Plan) nach dem Zusammenbruch der Wirtschaft (nach dem 12. Lockdown und mutationsbedingter Unwirksamkeit der Impfstoffe) billig 1A Immobilien in Innenstädten zu kaufen, dazu ausgewählte Hotels etc.
      Ein wohlhabender Bekannter plant das auch privat. War bei seiner Bank um die Finanzierung auszuloten.
      Sicherheit sind mehrere Geschäftshäuser in Stadtteilzentren.
      Fragt der Banker gleich am Anfang: wie viele Ihrer Mieter zahlen denn noch Miete ?
      Bei überwiegend Arztpraxen, Physiotherapie etc. und Büros.
      Unglaublich: auch Arztpraxen etc. sind in finanziellen Problemen, weil die Menschen aus Angst vor Covid nicht mehr zum Arzt gehen. In 3 bis 4 Jahren kommt eine Welle an Herzinfarkten und Krebserkrankungen, weil heute die Vorsorge verpasst wird.

      Schon wieder zig Argumente für EM.
      Egal wohin man blickt.
      Könnte was dran sein.

      • @MeisterEder

        Claro, die unvermeidlichen Krisengewinnler im großen Stil positionieren sich bereits. Aber auch schon eine Ebene darunter f̶l̶o̶r̶i̶e̶r̶t̶ flottiert der marktförmige Zynismus [vulgo: der ganz normale Wahnsinn].

        Bei uns im Prenzlauer Berg gibt es ein Luxushotel – ein fabelhaft hergerichtetes Gründerzeithaus [haben bei uns eine durch den WKII unversehrte und geschlossene Altbaustruktur]. In diesem ‚Guten Haus‘ kenne ich beiläufig eine für gewöhnlich gut unterrichte Quelle: Den Nachtportier.

        Der Privateigentümer des Hotels macht seit über einem Jahr quasi keinen Umsatz mehr. Geöffnet hat selbiges nur noch für sporadisch einkehrende Geschäftsleute. Macht aber gar nix, da der Eigentümer über schier unerschöpfliche private [oder geliehene] Mittel verfügt. Und so wurden mitten in der Pandemie weitere Millionen in den Ausbau und die Sanierung gesteckt.

        Das Kalkül dahinter: Nach seiner Einschätzung gehen in Berlin mindestens [!] 50 Prozent der Hotels in die Insolvenz bzw. werden von den großen Ketten geschlossen. Und wenn in nicht allzu ferner Zukunft Corona dahin gehen sollte, wo der Pfeffer wächst, steht er da wie der sprichwörtliche Phönix [hier: aus den Ruinen].

        • Thanatos:
          Es bleibt abzuwarten, ob diese Rechnung im rotrotgrünen Berlin aufgeht. Auch wenn die Mietpreisbremse krachend gescheitert ist, wird die Situation für Grundstückseigentümer nicht besser werden. Die bundesweite Mietpreisbremse wird Wahlkampfthema werden, die Enteigungsphantasien werden konkretisiert werden, Zwangshypotheken sind denkbar, wenn das System kippt und der ungezügelte Zuzug wird irgendwann zu einer Wohnungszwangswirtschaft führen. Wer in Deutschland in Miet- bzw. Gewerbeimmobilien investiert, der muss ein hohes Maß an Zuversicht aufweisen.

          • Wie ist denn eure Einschätzung, bekommen die Landwirte auch eine Hypothek auf das Auge gedrückt? Das wäre für einige hochinvestiert/verschuldete Bauern in meiner Umgebung eine mittlere Katastrophe.

  4. Coinbase ist heute an die Börse gegangen.
    Interessant: Mit 1700 Mitarbeiter wird in etwa die gleiche Bewertung wie VW erreicht. Und ihr sagt immer Tesla und BTC sind überbewertet :)

    • @IMPULSANT

      Vielen Dank für die Info! Interessant, dass da soviel Fiat investiert wird. Wer macht das, frage ich mich?

      Ich bin noch immer davon überzeugt, dass die Kryptho Geschichte irgendwann böse enden wird.

      Mir ist das nämluch zu kryptisch. Ich schätze, dass da viele Menschen Fiat investieren ohne zu verstehen was sie da eigentlich machen. Mag eine lange Zeit gut gehen, bis….

      • Ja, wer so eine Aktie kauft dürfte wirklich ahnunglos sein. Es ist nichts anderes als ein Marktplatz. Erstens ist der Marktführer Binance (Chinesen), zweitens können solche Marktplätze ersetzt werden durch dezentrale Börsen (z.B. Uniswap). Drittens gibt es sehr wenige Coins die nützlich sind. Es gibt also für vernünftige Nichtzocker keinen Bedarf ständig zu handeln. Naja durch die Decke wird das Ding trotzdem gehen. Aber wenn das Volumen steigt ist und der Kurs nicht mehr mitsteigt, sollte man die Notbremse ziehen.

  5. @Impulsant:
    Als „alter weisser Mann“ spreche ich die Empfehlung aus, die Zeitmaschine auf das Jahr 1998 zu stellen und sich die Jahre 1998 bis 2003 noch mal anzusehen.
    Insbesondere, welche super-duper-Wunderunternehmen z.B. aus dem Nasdaq/Neuen Markt in 2003 noch existent waren.
    Alles schon mal passiert.
    Nur die Leute lernen nichts aus der Geschichte.
    Gut für uns Banker: wir können die Leute alle 10 Jahre abzocken, immer wieder mit der gleichen Geschichte.
    Nur neu verpackt.
    Ist echt super (eigentlich schade, dass Sie jetzt nicht das Wohnzimmer sehen können, in dem ich diesen Kommentar schreibe, ist zum Teil von diesen gierigen Idioten bezahlt).
    Dass auch Normalanleger eine gewisse Zeitspanne dabei Geld verdienen gehört zum Spiel.
    In kriminellen Kreisen heisst das: „anfüttern“.

    • @MeisterEder
      https://dailyreckoning.com/final-nail-in-the-coffin/
      Zitat aus dem Link: „But don’t buy into the happy talk that all is well with the U.S. economy.“ Sagt Jim Rickards. Die grinsen und lügen sich die Welt schön, hauen sich gegenseitig die Taschen voll. Nicht auf das Gequassel von Tenhagen & Co. gilt es zu achten, sondern auf die vielen Restaurants u.a. Buden, die zugesperrt sind und bleiben.

        • @Thanatos:
          Durch Sie habe ich Karl den Weitsichtigen erst kennengelernt. Beeindruckend.
          Aber: ein grosser Teil dessen, der unsere Welt gerade kaputt macht (und nicht nur die Finanzwelt) ist die Dummheit der Politiker und nicht primär dem Kapitalismus als System zuzuschreiben.
          Wenn man nicht davon ausgeht, dass alle Politiker gekauft sind.
          OK, das ist der Schwachpunkt meiner Argumentation, erwischt.

          OK, also ab jetzt als theoretisches Gedankenspiel (Politiker sind nicht gekaufte Marionetten).
          Der Staat hat die Macht, mit Gesetzen eine „gerechte“ Ordnung herzustellen. Sollte er in einer funktionierenden Demokratie des 21. Jahrhunderts können.

          Das Spiel ist ja bekannt, man muss nur Karl Marx lesen.
          Dann weiss man auch, wo man die Gesetze quasi als Prellbock hinstellen muss.

          Eine gut gemachte soziale Marktwirtschaft a la Ludwig Erhard und Karl Schiller mit Mindestlöhnen, ohne Leiharbeitsverträge etc. könnte ganz gut laufen.
          Dazu ein gerechtes Steuersystem (auch für Amazon etc.), das klare Verbot etlicher Finanzprodukte (80%) und die klare Aussage an die Banken, dass wir ihre Kunden retten, aber nie wieder eine Bank, das würde schon helfen (wenn die Jungs wissen, dass notfalls der Job, die Aktien, die Boni und die Rente weg sind, und sie dann pleite auf der Strasse stehen, werden sie weniger mutig).

          Wurzel das Desasters ist Dummheit der Politik. Clinton hat das Trennbankensystem abgeschafft (es war die beste Erfindung ever nach 1929) und damit die unendliche Zockerei erst möglich gemacht. Durch u.a. das Community development act mussten Banken Immo-Kredite auch an nicht kreditwürdige Kunden in Stadtvierteln mit mieser Sicherheitenqualität vergeben und der Wahnsinn mit Freddy Mac/Fannie Mae etc. wurde eingeleitet. Das Ergebnis war die Finanzkrise 2008.
          Hätte man verhindern können. Mit Regeln.
          Wollte man sehenden Auges nicht.

          Beispiel bei uns: die Politik macht die gesetzliche Rente kaputt und treibt die Leute via Riester/Rürup-Verträgen Verbrechern wie Maschmeyer in die Hände.
          Warum wird die Ausbeutung z.B. der Paketboten nicht beendet (Scheinselbständigkeit, Sub-Unternehmerverbote etc.), ginge ganz einfach.
          Warum bauen wir nicht genug Sozialwohnungen ?
          Warum sparen wir das Gesundheitssystem kaputt ?
          Die Liste ist endlos.
          Alles Politikversagen, egal welche Fahne auf dem Mast weht.
          (Alles wieder stark verkürzt).

          Das Fazit stammt nicht von Karl M., sondern von John Pierpont Morgan:
          Man kann der Ehrbarkeit und der Intelligenz von Politikern vertrauen,
          oder der Werthaltigkeit von Gold.
          Er hatte dazu eine eindeutige Meinung.

          Ich weiss auch nicht, warum das so ist, aber ich stolpere bei jeder Gelegenheit über Argumente pro EM.

          • @Meister Eder / Translator

            Es ist ja grundsätzlich zu begrüßen, wenn Ihr euch den Theorien des alten Besserwissers nähert, nur leider steckt der Teufel bei dessen Theorien, nur allzuoft im Detail. Dies nun führt dazu, dass diese Theorien immer wieder falsch interpretiert oder missverstanden werden.

            Ein maßgebliche Unterschied zwischen euren Ansichten und Marxens Theorien,
            besteht darin, dass Ihr den menschlichen Gestaltungswillen überschätzt und die gesellschaftlichen Strukturen und Verhältnisse unter denen Menschen zum Handeln regelrecht gezwungen werden, unterschätzt.

            Unsere heutigen desaströsen Entwicklungen die früher oder später zu apokalyptischen Verhältnissen führen werden, sind zwar auch das Werk unfähiger Politiker, verbrecherischer Spekulanten, böser Bubenn und finsterer Gestalten usw.usw. , aber eben nicht PRIMÄR, sondern lediglich SEKUNDÄR.

            Diese Leute sind selbst Getriebene, Sie gehorchen ökonomischen Gesetzen, historisch bedingten gesellschaftlichen Entwicklungen, usw.usw. die Sie nicht verstehen können. Sie wissen es nicht aber Sie tun es ( Marx ). Und diese historisch bedingte Entwicklungen, die die Menschen zum Handeln zwingen, sind das PRIMÄRE, das menschliche Handeln hingegen das SEKUNDÄRE.

            Man könnte jetzt die edelsten gutwilligsten moralisch einwandfreien Menschen an die Spitze des bürgerlichen Staates wählen, man könnte die humansten sich ausschließlich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlenden Leute in den Konzernzentralen mit unbegrenzter Macht ausstatten, es würde nicht das Geringste an der historisch bedingten Tatsache ändern, dass die kapitalistischen Messen gelesen sind.

            Dem Kapital kommt die Arbeit abhanden. Diese wird durch Technik ersetzt. Maschinen, Roboter, Computer aber schaffen keinen Mehrwert, nur die menschliche Arbeit schafft mehr Wert als Sie selbst kostet.

            Um diesen Mehrwert aber, dreht sich die gesamte kapitalistische Veranstaltung.
            Ohne Mehrwert keine Kapitalverwertung, Der montäre Ausdruck des Wertes ist das Geld. Geld drucken ohne reale Wertschöpfung hat Entwertung des Geldes zur Folge ( Inflation / steigende Preise bei allen realen Werten wie z.B. Gold ) Geld verdienen lässt sich heute – wie Marx dies korrekt voraus gesehen hat – nur noch mit Spekulation ergo laut Marx – Mit einem Systems des Schwindels und Betruges.

            mehr dazu

            https://www.exit-online.org/link.php?tabelle=autoren&posnr=503

            https://www.exit-online.org/link.php?tabelle=aktuelles&posnr=173

        • @Thanatos
          https://www.youtube.com/watch?v=-zy9D-0IkQM
          In Preußen sind wir die feudalistische Erbuntertänigkeit (Leibeigenschaft) erst seit etwa 200 Jahren los. Im Zuge der Niederlagen gegen Napoleons Armeen mußten die preußischen Reformer zwangsläufig Staat und Gesellschaft runderneuern. Auch die Notwendigkeit der Etablierung starker Nationalstaaten (Italien 1863, Deutschland 1871) war Teil dieser Entwicklung. Wir fallen jetzt hinter diese Zeit zurück. Gechippt, ausgespäht, unfrei gemacht. Demokratie und Nationalstaaten ausgehebelt oder gleich abgeschafft. Die EU nimmt jetzt Schulden auf wie ein souveräner Staat, für die dann alle gesamtschuldnerisch haften müssen. Artikel 125 Lissabon-Vertrag ist Makulatur. Daß es in den USA zu einer neuen Sezession kommt, ist keine Spinnerei. Lincoln benahm sich selbstherrlich wie Flinten-Uschi. Die Bundesstaaten hatten viel weitergehende Rechte als heute – so druckte sich jeder seine eigenen Dollars. Als Lincoln sich der Endkonsequenz seiner Dummheit, das alles abzuschaffen, widersetzen wollte, bekam er beim Theater-Besuch die Kugel. Es ging um die Gründung einer Federal Reserve, einer zentralistischen Notenbank, die nicht vom Staat kontrolliert wird. Er wollte das nicht, und das Thema lag bis 1913 auf Eis. Marx hatte mit seiner Projektion Recht, und hätte Lincoln ja gesagt, wäre das parasitäre Jekyll-Island-System schon zu Marx‘ Lebzeiten entstanden. Eine Diktatur der Banken, Korruptokratie und Kleptokratie als Regierungsform. Unter der Konföderierten-Flagge an meiner Wand, die übrigens eine rote, also eine Freiheitsfahne ist, schläft Mieze Tina grad friedlich. Draußen ist Sturm mit Schneegestöber, ich lasse sie heute nacht im Haus. Der Sieger schreibt und lügt sich immer die Geschichte hinterher zurecht, als Deutsche müßten wir das ja zur Genüge kennen. War auch schon nach 1865 in den USA so. Wenn einer darin herumrührt, fällt er in Ungnade. „Judge Napolitano ist inzwischen auch bei Fox News Persona non grata.
          https://www.eike-klima-energie.eu/2021/04/15/es-besteht-die-chance-dass-frankreich-das-pariser-klima-abkommen-im-jahr-2022-verlaesst/
          Wenn man so will, ist der Klimakult der letzte Versuch, ein klassisches Modell der Kapitalverwertung durch Produktion durchzusetzen, wo Geld neues Geld heckt, weil es das tun muß. „Expandiere oder verrecke“ ist eine Erwerbsregel der Ferengi. Diese neue Religion der abgehobenen Möchtegern-Eliten basiert auf Lug und Trug, und das kann schon allein deswegen nicht funktionieren. Wenn das kracht, und das wird es, ist Ende mit dem Kaputtalismus. Im 28. Jahrhundert sind die Ferengi, so glaube ich, der Vereinigten Föderation der Planeten beigetreten.
          https://memory-beta.fandom.com/de/wiki/Erwerbsregeln_der_Ferengi
          Erwerbsregel Nr. 1 der Ferengi: „Geld und Gold, das mag ich sehr, und hab ich es erst von andern, geb‘ ich es nicht mehr her.“

    • Ich war nicht dabei. Aber ich verstehe ein bisschen was von diesem IT Gedöns, da ich sowas in der Richtung studiert hab. Und das was z.B. Ethereum macht, ist schon revolutionär. Geld verleihen ohne Risiko, dezentrale Apps (d.h. keiner kann die abschalten, zensieren oder sonst was, damit kann und wird auch Coinbase ersetzt werden). Und das Internet hat doch auch letztendlich alles verändert. Auch wenn die meisten Firmen vom neuen Markt Mist waren.

  6. @Meister Eder Die Arztpraxen werden aber wi eder sehr viel zu tun haben.Seit 1,5 Jahren produzieren wir schliesslich die Dauerkranken der nächsten Jahre:staerk übergewichtige Kinder und Jugendliche und Erwachsene mit den entsprechenden Folgeerkrankungen plus jede Menge Leute mit psychischen Problemen.

  7. „…Das Gleiche gilt für Silber“.

    Das würde bedeuten: 100 $ für die Unze, ausgehend vom aktuellen Kurs.
    Angenommen, das G/S-Ratio kommt wieder dahin, wo es über Jahrhunderte stand (1:15, aktuell 1:68), dann darf man die 100 $ noch mit dem Faktor 4,5 vervielfachen = 450 $ die Unze.

  8. Krösus: Was die Technik betrifft, sehe ich es etwas anders. Noch gut kann ich mich an die 80er erinnern. Und zwar an die Einführung der Automaten und der Computer-Technologie. Seinerzeit wurde ähnlich argumentiert. Die Automatisation hat die Autoindustrie überlebensfähig gemacht. Und kein Unternehmen könnte heutzutage ohne Computer bestehen. Diese Neuerungen haben die menschliche Arbeit nicht beseitigt, sie haben sie vielmehr erhalten. Das Problem liegt m.E. darin, dass der Sättigungsgrad hinsichtlich des Konsums erreicht ist.
    Es wird z.B. die Ansicht vertreten, dass der Zuzug von Menschen nach Deutschland dadurch begründet sei, dass man hiermit den Konsum und die Absatzmöglichkeiten habe erhalten bzw. erhöhen wollen. Geklappt hat es jedenfalls nicht.

  9. Impulsant:
    Googeln Sie mal ESVG. Durch dieses Gesetz hat der Staat sich weitreichende Eingriffsrechte (Beschlagnahme, Enteignung, Zwangsverwaltung) auf landwirtschaftliche Betriebe, Lebensmittel-Lager, Supermärkte, Produktionsanlagen, etc.) im Krisenfall (Blackout) geschaffen.

    • Danke, das kannte ich noch nicht. Sowas in der Art gab es sicher auch in der DDR oder?
      Das wird doch wie immer im Sozialismus mehr schlecht als recht funktionieren? Als mir würde bei solchen Einschnitten schnell die Motivation verloren gehen. Ich hätte dann als Landwirt Rückenprobleme.

      Ein enger Freund von mir hat noch eine alte Mühle. Anscheinend war es während der nationalen Sozialisten-Zeit, so dass das Mehl zur Verteilung zur Verfügung gestellt werden musste (Sozialisten eben). Er hat mir gezeigt wo seine Eltern das Mehl versteckt hatten. Da hätte ich jahrelang suchen können und hätte es nicht gefunden so genial (einfach) war dieses Versteck.

      • @Impulsant
        Auf dem Lande hatten viele solche Verstecke. Meine Oma Luise hatte ein Schweinchen versteckt und nicht angemeldet. Als sie in Frankfurt (Oder) einen Behördengang hatte – die Kinder waren in der Schule – kamen die Knechte von der LPG und stahlen ihr das Ferkel aus dem Scheunen-Keller. Als sie beim LPG-Chef Krach schlug, meinte dieser bloß: „Kannst ja zur Polizei gehen, du hattest das Tier nicht angemeldet und wolltest schwarz schlachten.“ Ihre Kinder erkrankten am Hungertyphus. Mein Vater überlebte, seine Schwester Marianne nicht. Sie war sehr musikalisch. Vater meinte stets, das wäre in mir wieder durchgekommen. Hab ihn an sie erinnert. Ja, die Rechtlosigkeit in so einem System. Dazu kam, daß die Leute im Dorf des nachts einander beklauten. Oma Luise und ihre Kinder trauten sich nachts nicht aus dem Haus. Der Bauer fehlte, war noch lange in Rußland als Kriegs-Gefangener. Was jeder im Dorf wußte. Vielleicht zu seinem Glück. In meinem Heimatdorf denunzierten die Leute einander über vermeintliches und echtes Fehlverhalten in der NS-Zeit. Viele kamen deswegen in ein Internierungs-Lager nach Ketschendorf bei Fürstenwalde, wo die Leute starben wie die Fliegen. Zusammenhalt? Fehlanzeige. Eine dysfunktionale Gemeinschaft von Leuten, die nicht kapierten, daß gerade in der Not Nachbar und Nachbar zusammenhalten müssen. Wie wird das wohl aussehen, wenn die linken Stadtneurotiker aus Berlin durch die Lande ziehen und Kohldampf schieben? Man mag gar nicht dran denken. Hab die Katze auf dem Schoß und will gar nicht ins Bett gehen. Endlich ist der Krawall-Pokemon mal müde und schläft.

  10. Impulsant:
    Im Sozialismus hat man den Menschen nichts gegeben, aber viel genommen. Diese Leute wussten, woran sie sind. Hier ist es etwas anders.
    Was meinen Sie, wie viele Landwirte, Supermarkt-Pächter, Tankstellen-Inhaber und sonstigen Unternehmer Kenntnis vom ESVG haben? Ich schätze, es sind 95,00 % + x. Sie wissen nicht, was Ihnen im Falle einer Krise geschehen könnte. D.h., sie vertrauen auf Recht und Gesetz und denken, ihr Eigentum ist gesichert und kann gegen Zugriffe geschützt werden. Vor diesem Hintergrund erklärt es sich von selbst, dass kein großes Tamtam um dieses Gesetz gemacht wurde.

    • @racew @impulsant

      Das ist mir zu ideologisch. Ausserdem ist das nichts Neues. Die Enteignung gegen Entschädigung (von Grund und Boden und Produktionsmittel) ist nach dem Grundgesetz schon immer möglich gewesen, wenn es dem „Allgemeinwohl“ dient.
      Dazu kam es, weil man seine Lehren aus dem Nationalsozialismus gezogen hat: Das „kapitalistische Gewinn- und Machtstreben“ sollte nun gegebenenfalls effektiv begrenzt werden können. Auch die Siegermächte standen der deutschen Industrie tunächst sehr skeptisch gegenüber.
      Deshalb ist es um so perfider, wenn Ihr hier „Sozialismus“ schreit. Oder auch den Faschismus zum „Sozialismus“ machen wollt.
      Das geht gar nicht.

      • Jasmin:
        Lesen Sie doch endlich mal die Quellen, hier das ESVG. Dann wüssten Sie vielleicht, worum es geht und könnten sogar einmal einen Beitrag verfassen, der einen Sinn macht.

      • „Das „kapitalistische Gewinn- und Machtstreben“ sollte nun gegebenenfalls effektiv begrenzt werden können.“

        Wie man an meinem Beispiel erkennen kann, wurde das „Gewinnstreben“ durch Verkauf von Mehl, manch einfacher Geist würde es auch Streben nach Überleben nennen, bereits im National Sozialismus begrenzt.

        Ihre Aussagen muten mir ideologischer an. Sie wiederholen hier brav was Sie in der Schule gelernt haben. Glückwunsch! Ja der Sozialismus ist etwas ganz tolles, hab schon verstanden.

      • @Jasmin
        Eigentlich ist das doch ganz einfach: man muss z.B. nur die Lebensverhältnisse zwischen Frankfurt am Main und Frankfurt an der Oder im Jahr 1989 verglichen.
        Da konnte man die Ergebnisse ganz plastisch vergleichen.

        Also ich benötige keine Wiederholung des Experimentes DDR ab 1963.
        Schon allein deshalb, weil es dann nach der Pleite kein doofes Land mehr geben wird, dass den Mist dann mit Unsummen 20 Jahre lang wieder aufräumt.

        Wer in Sachen „mit Enteignung geht alles besser“ Testbedarf hat, hat ja noch Chance das selber zu testen: Weissrussland, Venezuela…..).

        Disclaimer: es gibt natürlich bei uns im Land erheblichen Reformbedarf, das ist unbestritten.
        Aber müssen dauerhaft und immer wieder gescheiterte Experimente wiederholt werden ?

        • @MeisterEder
          https://www.youtube.com/watch?v=HNXOhUXvRZ8
          Schau mal in die Graphiken rein. Da erscheint ganz kurz, daß allein durch den „Großen Sprung nach vorn“ 45 Mio. Chinesen verhungert sind. Weil sich der Parteiapparat von Maos pathologischem Fanatismus abgewendet hatte, löste der die nächste Katastrophe aus, Kultur-Revolution genannt, um das Ding wie Chavez vollends an die Wand fahren zu können. Mit Vollmachten wie zuletzt der Kaiser und hörigen Hofschranzen. Nach Maos Tod übernahm Deng Xiaoping und räumte die ganze Scheiße auf. Nach Jelzin kam in Rußland ein Putin, der bis vor 1 Jahr die eigene Zentralbank wie verrückt Gold kaufen und dafür die US-Schuldtitel abstoßen ließ. Die Thunberg-Hüpfer sind unsere Version der Roten Garden. Angeschoben vom Club of Rome wie all der pseudogrüne Unsinn des Joe Biden. Zum Brüllen, Schreien und Demütigen – meine Oma ist ’ne alte Umweltsau – in die Spur geschickt. Ich frage mich, welcher Titan einst in Deutschland diese linksgrüne geistige Trümmerwüste wird entrümpeln lassen. Daß wir selber alle einen auf Trümmerfrau machen, sehe ich noch nicht, dafür ist 1. das Volk (uns besonders die Jugend) zu verdummt, und 2. geht es der Masse noch zu gut. Es müssen noch mehr produzierende Betriebe Deutschland den Rücken kehren wegen der Strompreise wie BMW. Was wir brauchen, sind solche Leute hier:
          https://www.youtube.com/watch?v=L8Wu0R5EKLo
          Was wir heranzüchten, sind Berufs-Dummschwätzer und Bevormunder.

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