Goldpreis fällt am Montag weiter – Öl steigt nach Iran-Angriffen

Der Goldpreis fällt am Montagmorgen auf 4.431 USD. Dagegen steigt der Ölpreis nach neuen Angriffen zwischen den USA und dem Iran deutlich.

Goldpreis heute

Gold startet nach dem starken Kursrückgang am Freitag mit weiteren Verlusten in die neue Handelswoche. Am Morgen verliert der Goldpreis 0,6 Prozent und notiert bei 4.431 USD. Dagegen kann Silber leicht zulegen.

Marktüberblick um 8:15 Uhr

Markt Stand Veränderung VT
Goldpreis 4.431,50 USD3.823,55 EUR −0,6 %−0,6 %
Silberpreis 66,42 USD57,31 EUR +0,1 %+0,1 %
Brentöl 92,16 USD +2,5 %
US-Rendite 10J 4,720 % ±0,000

Produktpreise am Morgen

  Anlagemünzen Ø Verkauf Ø Ankauf Aufgeld Spread
Krügerrand Krügerrand Gold 1 oz 3.970 EUR 3.696 EUR 3,8 % 6,9 %
Maple Leaf Silber Maple Leaf Silber 1 oz 79,31 EUR 54,72 EUR 38,4 % 31,0 %
Münzpreise: durchschnittliche Händlerpreise für Neuware; Aufgeld gegenüber dem jeweiligen Metallwert; Spread: Differenz zwischen durchschnittlichem Händler-Verkaufs- und Ankaufspreis in Prozent des Verkaufspreises.
Währenddessen zieht der Brentölpreis am Montagmorgen kräftig an. Im Nahen Osten droht eine erneute Eskalation. Denn die USA und der Iran haben erstmals seit Ende Juli wieder direkte Angriffe gegeneinander ausgeführt. Dabei zerstörten US-Streitkräfte zwei Raketenwerfer der iranischen Revolutionsgarden auf der Insel Larak in der Straße von Hormus.
 
Nach Angaben Washingtons sollten damit Seeminen ausgebracht werden. Daraufhin feuerte der Iran Raketen und Drohnen auf US-Militärstützpunkte in Jordanien. Die erneute Eskalation schürt Sorgen um den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus und treibt deshalb die Ölpreise nach oben. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen verharrt derweil mit 4,72 Prozent auf hohem Niveau. 

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Vortag

Der Goldpreis erlitt am Freitag mit einem Minus von 3,2 Prozent den größten Tagesverlust seit dem 5. Juni 2026. Auslöser waren Aussagen von Fed-Präsident Kevin Warsh bei seiner Grundsatzrede während des Jackson-Hole-Symposiums. Dabei machte er deutlich, dass die Bekämpfung der Inflation unter seiner Führung Priorität haben werde.

Händler werteten dies offenbar als Hinweis auf eine baldige Zinserhöhung. Auf Basis der Futures-Kurse stieg die Wahrscheinlichkeit eines solchen Schrittes im September auf 57 Prozent – nach 35 Prozent am Vortag. Gleichzeitig verlor Silber 4,2 Prozent, während der US-Dollar gegenüber dem Euro um 0,6 Prozent aufwertete.

Goldpreis-Ausblick

Heute erscheint die erste Schätzung zur deutschen Inflationsrate im August. Bereits in der Vorwoche war ein deutlicher Anstieg der Teuerung in Spanien auf 4,5 Prozent gemeldet worden. Darüber hinaus kann der Dallas-Fed-Index am Nachmittag weitere Hinweise auf die konjunkturelle Entwicklung in den USA liefern.

Beim Goldpreis rückt nun erneut die technische Lage in den Vordergrund. Schließlich ist der Kurs unter die Marke von 4.500 USD gefallen. Zudem waren am US-Terminmarkt bereits am Freitag deutliche Gewinnmitnahmen zu erkennen.

Damit steht zunächst die Frage im Mittelpunkt, ob sich der Verkaufsdruck fortsetzt oder Käufer das niedrigere Kursniveau für einen Wiedereinstieg nutzen. Zusätzliche Impulse könnten von den Inflationsdaten, dem US-Dollar und der weiteren Entwicklung im Iran-Konflikt ausgehen.

Mehr zur aktuellen technischen Lage: Goldpreis-Charttechnik

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1 Kommentar

  1. Ich wiederhole mich.
    Wer meint, dass es im Nahen Osten Frieden, Freude, Eierkuchen gibt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann
    Santa Donald.
    Der Suezkanal ist in höchster Gefahr, man stelle sich schon mal darauf ein.Da hilft dann auch kein Amerika mehr und China hat wohlweislich für seine Exporte sich die Nord-Ost Passage gesichert. Und die ist damit für den Westen geschlossen.
    Der darf übers Kap fahren, unter horrenden Kosten oder horrende Gebühren für Hormuz und Suez zahlen.
    Bis die VW dann in Asien ankommen, sind die durchgerostet und VW baut Modellflugzeuge, auch Drohnen genannt, Spielzeug kann man das auch nennen.

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