Der Goldpreis fällt weiter. Charttechnisch hat sich mit dem „Todeskreuz“ ein negatives Signal ergeben. Jetzt rücken wichtige Unterstützungen in den Fokus.

Goldpreis fällt weiter
Die Erholung beim Goldpreis lässt auf sich warten. Der Trend ist weiter abwärtsgerichtet und diese Tendenz wird charttechnisch erneut bestätigt.
Am Mittwoch kostete die Feinunze Gold (CME Spot) 3.973 USD pro Unze. Damit sank der Kurs gegenüber der Vorwoche um weitere 2,5 Prozent.
Goldpreis unter Druck: Das „Todeskreuz“ bestätigt den Abwärtstrend – doch ein fallender Keil könnte später die Wende einleiten.
Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
„Todeskreuz“-Szenario
Mit den jüngsten Kursverlusten wird ein trendbestätigendes Szenario aktiviert („Todeskreuz“). Die 50-Tage-Linie (bei 4.438 USD) hat die 200-Tage-Linie (4.458 USD) unterschritten. Gleichzeitig sehen wir mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 31 noch kein stark überverkauftes Sentiment. Somit bleibt auch aus dieser Perspektive Spielraum für eine anhaltende Kursschwäche.
Mehr dazu: Goldpreis in der Korrektur: Warum die 200-Tage-Linie so wichtig ist
Wichtige kurzfristige Marken
Eine kurzfristige Schlüsselunterstützung liegt bei 3.930 USD. Denn hier ereignete sich im Oktober/November ein markantes Doppeltief. Von dort aus startete der 38-prozentige Kursanstieg bis zum Rekordhoch Ende Januar. Außerdem verläuft hier die untere Kante eines fallenden Keils, der sich im weiteren Verlauf noch als bullisch herausstellen kann.
Auf der Oberseite befinden sich nun die zentralen Widerstände bei 4.070 USD, 4.190 USD und 4330 USD (oberere Abwärtstrendbegrenzung).
Euro-Goldpreis: Lage spitzt sich zu
Auch auf Eurobasis hat sich der Abwärtstrend bei Gold beschleunigt. Denn innerhalb des fallenden Keils läuft der Goldchart nun auf die Spitze eines weiteren, steileren Keil zu. Hier kann es spätestens bei 3.400 EUR erneut zu einer bedeutenden Richtungsentscheidung kommen.
Denn auf diesem Niveau befindet sich gleichzeitig das Novembertief. Unterhalb dieser Unterstützung wäre der Weg offen für einen weiteren Kursrückgang bis auf 3.100 EUR.
Die wichtigsten kurzfristigen Widerstände befinden sich nun auf der Höhe von 3.520, 3.600 und 3.675 EUR. Auch beim Euro-Goldpreis gewährt der RSI mit 32 Punkten technischen Spielraum für weitere Kursabgaben.

Ausblick
Solange fundamentale Impulse fehlen, werden die technischen Vorgaben weiter die Richtung bestimmen.
Das Szenario eines trendbestätigenden „Todeskreuz“-Szenarios ist akut. Gleichzeitig herrscht auf dem Goldmarkt zwar bereits eingetrübte Stimmung, sie befindet sich aber noch nicht am Boden. Die Erfahrung zeigt, dass starke Korrekturen für einen klaren Trendwechsel auch ein stark überverkauftes Sentiment benötigen (Kapitulationsphase).
Dabei könnte im weiteren Verlauf der beschriebene bullische Keil eine zentrale Rolle spielen.