Goldpreis am Freitag schwächer: Wichtige 4.100-Dollar-Marke im Fokus

Der Goldpreis startet schwächer in den Freitag. Inflationsdaten aus der Eurozone und die Verteidigung der charttechnisch relevanten Marke von 4.100 USD stehen auf dem Tagesprogramm.

Goldpreis am Freitag

Nach den Kursgewinnen am Vortag geht es für Gold mit leichten Abgaben in den Freitag. Um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt mit 4.084 USD (3.546 EUR) pro Unze rund 0,5 Prozent schwächer. Silber gab 0,8 Prozent nach auf 58,46 USD bzw. 50,76 EUR pro Unze.

Der Goldpreis konsolidiert nach der Erholung – die Marke von 4.100 USD entscheidet über die Chance auf einen nachhaltigen Trendwechsel.

Der Ölpreis (Brent) gibt am Vormittag um 2 Prozent auf 87 USD pro Barrel nach. 10-jährige US-Staatsanleihen rentieren mit 4,65 Prozent.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Vortag

Gold und Silber legten am Donnerstag moderat zu. Der Goldpreis schloss 0,9 Prozent höher bei 4.103 USD (3.559 EUR; +0,4 %). Währenddessen verteuerte sich die Silberunze um knapp 3 Prozent auf 59,27 USD (51,39 EUR; +2,2 %).

Goldpreis-Verlauf am 30. Juli 2026.
Goldpreis-Verlauf am 30. Juli 2026.

Rückenwind kam unter anderem aus den USA. Denn die Kerninflation auf Basis des PCE-Preisindex schwächte sich im Juni ab, und die US-Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal weniger stark als erwartet.

Die Ergebnisse sorgten auch bei anderen zinssensiblen Aktien (KI/Halbleiter) für teils starke Kursgewinne, weil die Zahlen die Aussichten auf weniger schnelle Zinserhöhungen verbesserten.

Dagegen gab die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen nur leicht nach auf 4,67 Prozent. Auch das Barrel Brentöl verbilligte sich nur moderat auf 89 USD.

Die USA stehen nach den jüngsten Angriffen auf den Iran vor der Entscheidung, den Konflikt weiter zu eskalieren oder angesichts knapper Munition, steigender Kosten und der begrenzten militärischen Wirkung der Luftschläge auf Deeskalation zu setzen.

Ausblick

Heute erscheint die Juli-Inflationsrate für die Eurozone. Die deutschen Verbraucherpreise stiegen zuletzt mit 2,8 Prozent etwas stärker als erwartet. Aus den USA kommen der Chicago-Einkaufsmanagerindex und das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan.

Für den Goldpreis ist nun die Schwelle von 4.100 USD von großer charttechnischer Bedeutung. Baut das Edelmetall seine Gewinne weiter aus, bestehen gute Chancen auf den Abschluss der Bodenbildung und einen nachhaltigen Trendwechsel.

Mehr dazu: Goldpreis-Chartechnik

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