Goldpreis aktuell: Kampf um die Marke von 4.000 Dollar

Der Goldpreis erholt sich am Freitag leicht auf 4.000 USD. Nach dem deutlichen Vortagesverlust stehen wichtige US-Konjunkturdaten an.

Goldpreis heute

Nach dem schwachen Vortag zeigte sich der Goldpreis am Freitagvormittag leicht erholt. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze Gold genau 4.000 USD beziehungsweise 3.494 EUR. Damit lag der Kurs 0,6 Prozent über dem Vortagesniveau.

Der Goldpreis verteidigt zunächst die wichtige Marke von 4.000 USD – neue US-Konjunkturdaten könnten den nächsten Impuls liefern.

Die Marke von 4.000 USD bleibt damit hart umkämpft. Am Donnerstag hatte der Goldpreis noch unter dieser charttechnisch bedeutenden Schwelle geschlossen.

Heute laufen die Anleiherenditen leicht zurück. Die Zinsen für 10-jährige US-Bonds lagen am Vormittag bei 4,51 Prozent. Der Ölpreis (Brent) gibt nur leicht nach auf 84 USD pro Barrel. 

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Vortag

Der Goldpreis geriet am Donnerstag unmittelbar nach Eröffnung des US-Terminmarktes deutlich unter Druck. Belastend wirkten der gestiegene Ölpreis, zunehmender charttechnischer Verkaufsdruck und höhere US-Renditen infolge wachsender Zinserwartungen. Damit gerieten zinssensible Anlageklassen insgesamt unter Druck.

Gleichzeitig standen erneut KI-Aktien unter Verkaufsdruck. Marktteilnehmer zweifeln zunehmend daran, ob die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz künftig ausreichende Gewinne abwerfen werden.

Gold verbilligte sich bis zum Handelsschluss um 2 Prozent auf 3.976 USD beziehungsweise 3.475 EUR pro Unze. Silber verlor knapp 4 Prozent und schloss bei 55,52 USD beziehungsweise 48,52 EUR.

Ausblick

Am Freitag stehen zahlreiche US-Konjunkturdaten auf dem Programm. Veröffentlicht werden unter anderem die Baubeginne und Baugenehmigungen, die Import- und Exportpreise sowie die Industrieproduktion für Juni.

Darüber hinaus erscheint das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan. Die Daten könnten die Erwartungen an die weitere US-Geldpolitik und damit auch die Entwicklung von Dollar, Anleiherenditen und Goldpreis beeinflussen.

Gold richtig lagern und schützen

Gold vergraben, aber richtig! 
Praxisanleitung für ein nicht ortbares Edelmetall-Depot.
Jetzt in umfangreicher Neuauflage!
→ Jetzt ansehen!

Gold in der Krise: Ihr Notfallplan
Goldengpass? Goldverbot?
Warnzeichen erkennen und vorbereitet sein
→ Jetzt ansehen!

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

Anzeige

11 Kommentare

  1. Dieser Gold und Silber abverkauf ist wirklich nicht ohne, vor allem unter dem vorgeschobenen Grund Irankrieg, was meiner Meinung nicht der Grund ist.
    Eine Korrektur war überfällig, die Frage ist nur wird es eine Korrektur oder eine längere Abwärtsbewegung.
    Vor allem bei Silber sieht es nicht gut aus, sehen wir hier die brutale 60-70% Korrektur?

    • @Themac
      Bei den Unmengen an gehortetem Silber von JP Morgan
      wird mir schwummerig, was da so möglich ist, sollte das auf dem Markt kommen.
      Irgendwer hatte ausgerechnet, 8 Dollar die Unze.
      Sogar 1 Dollar wäre möglich und dann den Dollar 1:1 an die Silberunze zu koppeln. Den Silber Eagle 1 Dollar.

    • @Themac
      eine Korrektur ist dem Sinne nach eine Berichtigung, also z. B. die Korrektur von Grammatikfehlern. Die Preise für Gold und Silber sind zwar auch korrekturbedürftig, aber sicher nicht nach unten. Dass die Fachwelt dieses Framing bedenkenlos übernommen hat, ändert nichts daran, dass es schlicht und einfach legalisierte Manipulationen im großen Stil sind, mit dem die Preise wieder unten gehalten werden.

      Die sogenannten Kursübertreibungen im letzten Jahr resultieren wahrscheinlich daher, dass man den Markt hat laufen lassen. Jetzt wurde wieder zurückgerudert aber wenn es dann sein soll, werden auch die, die am ATH gekauft haben, mehr als zufrieden sein. Geduld ist angesagt, auch wenn sich das abgedroschen anhört. Die offiziellen Begründungen für die Preisentwicklungen sind allesamt Bullshit, genau so wie alles, was aus dem politischen Raum kommt. Jetzt z. B. soll Frankreich plötzlich ein massives Schuldenproblem haben – als ob man davon überrascht wäre oder die anderen besser dastehen würden. Das moderne Geldsystem hat seit seiner Gründung eben das Wachstumsproblem: Da alles auf Krediten basiert, die staatlicherseits nie zurückgezahlt sondern nur bedient werden, ist das Ende von vornherein bekannt gewesen. Jedes Ponzischema stirbt, wenn das Vertrauen einbricht.

      Noch hat man das irgendwie im Griff, jedenfalls sieht es so aus. Am Anfang läuft so ein System ja auch bestens, irgendwann muss aktiv gesteuert werden, dann wird manipuliert und zum Ende hin wird so gehandelt, wie es Jean Claude Junker mal formuliert hat: „Wenn es eng wird, muss man lügen.“

      Nun glaube ich in keinster Weise daran, dass die Systemlenker angesichts des nahenden Endes zu schwitzen beginnen oder gar Panik schieben (das ist Sache der Marktteilnehmer). Man hat rechtzeitig vorgesorgt und das neue System bzw. die neuen Systeme schon früh genug vorbereitet. Wenn es soweit ist, werden logischerweise diejenigen, die ihr Vermögen in den alten Strukturen belassen haben, ziemlich überrascht sein. Wie das neue aussehen wird, ist dabei eher unerheblich. Wichtig ist nur, dass man sein Vermögen beim Übergang vor Entwertung geschützt hat. Das funktioniert in der Regel mit Sachwerten (am besten unregistriert), die, anders als verbriefte Ansprüche, eben einen substanziellen Charakter aufweisen. Da bleibt außer Edelmetall nicht viel übrig. Wer die Kapazitäten dazu hat, kann alternativ auch in Öl, Benzin, Gas, Kupfer oder sonstige Waren umschichten, die auch künftig benötigt werden. Aber das ist für die meisten nicht möglich.

      Was nicht unbedingt gebraucht wird, sind Wettscheine. Deren Volumen steigt gerade in einem atemberaubenden Tempo, pro Tag etwa um 400 Milliarden Dollar. Zum Jahresende hin wird die Schallmauer von sage und schreibe 1 Billiarde (1.000 Billionen) Dollar erreicht sein. Es ist vielleicht ein unseriöser Vergleich, aber rechnen Sie mal aus, wieviel Gold zum aktuellen Preis nötig wäre, um so ein Gebirge an Dollar in Gold aufzuwiegen.

      Die FED weiß genau, was wirklich wichtig ist und was nicht und bewertet ihre Goldreserven nicht ohne Grund nach wie vor mit 42 Dollar die Unze. Warum auch nicht? Was macht der Vergleich mit dem inflationären, hauseigenen FED-Dollar für einen Sinn für die FED, die ja ihren Dollar nach belieben emittieren kann. Die wissen ganz genau, was für einen Schrott sie den Menschen alternativlos gegen Zinsen nicht anbieten, sondern aufzwingen.

      Die monatliche Schönrechnerei a la BlackWood ist verständlich (ich gebe zu, das auch ab und an zu tun), aber vielleicht sollte man seine Unzen einfach auch eigenständig in seinen Büchern bilanzieren. Wenn schon die FED keinen Wert auf eine Aktualisierung legt, warum sollte man das dann als Kleinanleger machen? Entscheidend wird sein, wie der Preis für die Unze nach der Währungsreform ausschauen wird. Dass es eine neue Maßeinheit geben wird, ist ziemlich sicher. Wenn man den Infos glauben darf, wird die US-Treasury die Geldhoheit wieder übernehmen.

      Bis dahin liegen lassen und nur in Notfällen antasten, oder eben noch was umtauschen. Der Zeitpunkt scheint nicht ungünstig zu sein.

    • @Themac
      Mal sehen, was heute Nachmittags passier.
      Bleibt Gold deutlich unter 4.000 oder sogar noch weiter runter, zum Wochenschlus, dann hat das Auwirkungen für die nächsten Wochen.
      Es könnte nämlich sein, dass die 3 bestehen bleibt und GR demnächst schreibt, die 3.000 geraten in den Fokus.
      Und dann kann man nun wirklich vom Todeskreuz im Chart sprechen.
      Wie weit es dann runter geht, kann keiner sagen.
      Sicher nicht auf Null oder Negativ, wie bei den Zinsen. Aber so um den Bereich von 2.000 $ wäre drinnen. Eine absolute Katastrophe für alle, welche Gold deutlich darüber kauften
      Ein Verlust vom ATH um 65%. Das wäre eine noch nie dagewesene Rekordmarke und würde alles rausschütteln, was Rang und Namen hat. Die schwachen Hände sind ohnehin jetzt schon raus.
      Ehrlich, wer hier traut sich bei 2.000 zu kaufen, wenn Harry Dent und Philip Hopf und andere von baldigen 400 – 600 Dollarn sprechen ?
      „Ach, dann warte ich eben noch bis dahin“, wird gesagt.

  2. Renhard Stöfele und der Schattengoldpreis.
    Ich zitiere wörtilch aus seinem Essay heute in den Goldseiten und jeder kann sich seine Gedanken dazu machen. Stöfele ist nicht irgendwer, er ist einer der bekanntesten Goldanalysten im deutschsprachigen Raum.
    „Der Schattengoldpreis
    Sollte Gold ins Zentrum des Geldsystems zurückkehren, stellt sich zwangsläufig die Frage nach den Preiskonsequenzen. Eine exakte Bewertung ist naturgemäß unmöglich, doch analytische Näherungen geben uns zumindest eine Vorstellung von möglichen Größenordnungen.

    Das bekannteste Konzept ist der sogenannte Schattengoldpreis. Er bezeichnet jenen theoretischen Goldpreis, bei dem die Basisgeldmenge vollständig durch Gold gedeckt wäre. Anders gesagt: Der Schattengoldpreis ist jenes Preisniveau, auf dem eine Rückkehr zu einer vollgedeckten Goldwährung rechnerisch möglich wäre. Eine solche 100%-Deckung von M0, wie mitunter propagiert, halten wir nicht für erforderlich; sie würde derzeit einen Goldpreis von 20.900 USD/Unze implizieren. In der Goldwährungsepoche hat der Markt die Notenbanken zu Deckungsquoten zwischen einem Drittel und der Hälfte gezwungen, was einem aktuellen Goldpreis zwischen 7.000 und 10.400 USD/Unze entspricht.

    Gehen wir noch einen Schritt weiter und betrachten die globale Ebene. Der internationale Schattengoldpreis entspricht jenem Goldpreis, der sich im Fall einer Deckung der nach dem BIP-Anteil gewichteten Geldmengen der führenden Währungsräume – USA, Eurozone, UK, Schweiz, Japan und China – durch die Zentralbank-Goldreserven ergibt. Das Ergebnis offenbart das Ausmaß der monetären Expansion: Bei einer 100%-Deckung der breiten Geldmenge M2 läge der Goldpreis bei knapp 250.000 USD; selbst bei moderaten 25% wären es über 60.000 USD.“

  3. @Maruti im Januar hatte ich mal einen Traum das Gold bei 28.000Dollar steht und Silber bei 1980Dollar. Bin ich selber mal gespannt ob das eintreten wird? bzw. welche Kaufkraft dann dahinter noch steht. Komischerweise stimmt dieser Traum fast genau mit dem historischen Gold Silber Ratio von 1:15 (14,14)

    • @ Dachhopser
      Dein letzter Traum im März 2026 (Au bei € 10.000.-) hat mir nicht geholfen. Kannst Dich noch erinnern?
      Da liegt bei mir seit 22.03.26 ein angeschriebener Phili mit zZt. € 548.- Verlust rum. ;-)
      Schönes Wochenende, Hermann

  4. Nur 20000 pro Unze. Hätte ich irgendwie mehr geschätzt. Heißt wir sind nur ca.2-3 Verdoppelungen vom Maximalgoldpreis entfernt. Bei Silber gibt es schon wesentlich mehr Potential.

    • @Stiller Gast
      Wie heute in Mides Goldreport zu lesen, ist nicht der enorme industrielle Verbrauch von Silber durch Rechenmaschinen ( AI) und Solaranlagen für das Preisgefüge entscheidend, sondern wer an den Schalthebeln des Fiatmoney sitzt.
      Und da Silber immer noch ein Konkurrent zum Fiat Geld ist, weht daher der Wind.
      Bei Kupfer etwa, was ja auch in der Technik verwendet wird, sieht es schon anders aus.
      Da wenig Spuren von Balkonwürfen. Es ist ja auch kein Geld.
      Ich kann Ihnen jeden Preis für Silber oder Gold, ja jeden Preis für Aktien, Immobilien und andere Assets erzeugen, wenn ich die Macht übers Geld hätte.
      Früher war das ja gang und gäbe. Der Preis für Brot und anderes wurde einfach fixiert. Und bei Gold machte das, wie man weiss, Roosevelt beim Frühstück. Er fragte seine Frau, wie hoch oder niedrig er heute den Goldpreis ansetzen soll.
      Solange die Menschheit Vertrauen in die Obrigkeiten und deren Geldmaschine haben, gibt es keine Änderung.
      Letztendlich bestimmen wir, Sie und ich dadurch den Goldpreis. Wir Vertrauen den Politikern, Geldschöpfern, dem Dollar, dem Franken und dem Euro. Und das Kartell weiss das nur allzu gut.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige