Gold und Silber setzen ihre Erholung fort. Gleichzeitig fallen Ölpreis und US-Renditen weiter zurück. Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten stützen die Märkte.
Goldpreis heute
Gold und Silber setzten ihre Erholung am Freitagvormittag fort. Der Goldpeis notiert am Morgen 1 Prozent über Vortag, der Silberpreis legt sogar um 2,3 Prozent zu. Unterdessen gibt der Ölpreis weiter nach auf 104 USD pro Barrel (Brent). Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen liegt wieder unter 5 Prozent. Das durchschnittliche Aufgeld für Krügerrand-Unzen kommt zurück auf unter 4 Prozent.
Marktüberblick um 8:00 Uhr
| Markt | Stand | Veränd. VT | Monat | 2026 |
|---|---|---|---|---|
| Goldpreis | 4.382,49 USD3.817,58 EUR | +1,0 %+0,9 % | −1,3 %−0,2 % | +1,6 %+4,0 % |
| Silberpreis | 66,63 USD58,05 EUR | +2,3 %+2,3 % | +0,2 %+1,4 % | −6,5 %−4,3 % |
| Brentöl | 104,04 USD | −0,6 % | +15,0 % | +71,0 % |
| US-Rendite 10J | 4,940 % | ±0,000 | +18 BP | +77 BP |
| Anlagemünzen | Ø Verkauf | Ø Ankauf | Aufgeld | Spread | |
|---|---|---|---|---|---|
| Krügerrand Gold 1 oz | 3.966 EUR | 3.682 EUR | 3,9 % | 7,2 % | |
| Maple Leaf Silber 1 oz | 79,83 EUR | 55,36 EUR | 37,5 % | 30,7 % |
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Händler setzen auf neue diplomatische Initiativen im Iran-Krieg. US-Präsident Donald Trump will kommende Woche am Rande der UN-Generalversammlung Vertreter der Golfstaaten treffen. Zudem arbeitet Saudi-Arabien daran, die beschädigte East-West-Pipeline teilweise wieder in Betrieb zu nehmen.
Außerdem, hat China den Iran laut Reuters aufgefordert, mäßigend auf die Huthi im Jemen einzuwirken. Zuvor hatte Saudi-Arabien Peking um Unterstützung gebeten.
Die Bank of Japan hat den Leitzins in der Nacht um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent angehoben. Damit erreicht das Zinsniveau den höchsten Stand seit 31 Jahren. Ein stärkerer Yen bei schwächerem Dollar könnte den Goldmarkt stützen.
Vortag
Sinkender Ölpreis aufgrund neuer Hoffnungen auf eine Beruhigung des Konflikts im Persischen Gold und sinkende Anleihe-Renditen sorgte für eine Marktberuhigung. Gold und Silber konnten deutlich zulegen. Der Goldpreis war zeitweise mehr als 2 Prozent im Plus und beendete den Handelstag dann mit 1,8 Prozent Kursgewinn. Silber legte sogar 3,5 Prozent zu. Auch der KI-Sektor, ebenfalls zinssensitiv, profitierte von von der Entwicklung.
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Goldpreis-Ausblick
In Deutschland stehen die Erzeugerpreise für August im Blick. Außerdem spricht EZB-Präsidentin Christine Lagarde um 12:30 Uhr deutscher Zeit auf der Pressekonferenz nach dem Eurogruppen-Treffen in Dublin.
Aus den USA kommen um 15:15 Uhr Zahlen zur Industrieproduktion im August. Um 15:30 Uhr meldet sich Fed-Vizechefin für Bankenaufsicht Michelle W. Bowman auf einer Veranstaltung in London zu Wort.
Der Goldpreis verteidigte zuletzt erfolgreich Kurse oberhalb der 50-Tage-Linie. Nun rücken neue Widerstände wie die 4.400er-Marke in den Fokus.
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Heute ist Freitag und zudem auch Grosser Verfall bei einigen Assets. Das könnte das Kartell ausnutzen und ein wenig nachhelfen.
Mal sehen, wie die Erholung heute gegen 22:30 MEZ aussieht. Ich vermute mal, man wird um 14:30 MEZ etwas vom Balkon werfen wollen und typ. Freitags Schnäppchen Jäger hervorlocken.
Knapp unter 4.400 hat man nun die Reissleine gezogen und die Palletten vom Balkon gekippt und den Goldpreis um fast 50 Dollar gesenkt.
Nur haben so manche den Braten gerochen und nun steht der Goldpreis wieder knapp unter 4.400.
Also, die nächsten Palletten bitte werfen.
Bis 22:30 ist noch Zeit für genug Tonnen.
Haut rein und werft ab.
Danke für die übersichtliche Tabelle. Was mir dabei am meisten auffällt, ist der Unterschied bei den Aufgeldern: Beim Krugerrand liegt die Prämie bei rund 3,9 %, beim Maple Leaf Silber dagegen bei 37,5 %. Wer jetzt wegen des Anstiegs von 2,3 % in Silber einsteigen will, sollte das im Kopf behalten. Bis man allein das Aufgeld und den Spread von über 30 % wieder hereingeholt hat, muss der Silberpreis schon deutlich steigen. Ein großer Teil davon ist die Mehrwertsteuer, die bei Gold als Anlagegold entfällt.
Interessant finde ich auch die Kombination aus Zinserhöhung der Bank of Japan und US-Renditen knapp unter 5 %. Wenn der Dollar dadurch weiter nachgibt, profitiert der Goldpreis in Dollar, für uns in Euro fällt der Effekt aber schwächer aus. Das zeigt auch die Tabelle: +4,0 % in Dollar seit Jahresbeginn gegenüber nur +1,6 % in Euro.
Wer genauer verstehen will, wie sich die Prämien bei Anlagemünzen zusammensetzen und wann ein Aufgeld noch fair ist, findet hier eine gute Übersicht (auf Spanisch, aber mit Beispielrechnungen): https://oroprecio.es/
@Amelia Mehr oder weniger übers Wochenende hatte die Regierung die Differenzbesteuerung Ende 2022 von Silbermünzen als hinfällig erklärt und es mussten von da an 19 % Mehrwertsteuer gezahlt werden. Die Differenzbesteuerung lag so bei 7 oder 8 %. Zuzüglich des Aufgeldes konnte man diesen Spread wieder besser einfahren. Meiner bescheidenen Meinung nach wird es nicht mehr lange dauern und der Staat wird auch Anlagegold besteuern.
@Amelia
bei Heubach liegt der Spread aktuell bei 6,48%. Um an die 30% zu kommen, üssen Sie schon im Schwarzwald oder im goldenen Haus einkaufen bzw. verkaufen. Übrigens, pro aurum verlangt für „gebrauchte“ Maple Leaf jetzt etwas mehr, als für „Neuware“.