Der Goldpreis startet leicht erholt in den Donnerstag, bleibt aber unter 4.100 US-Dollar. Nach der neuen Iran-Eskalation bleibt die technische Lage angespannt.
Goldpreis heute
Leicht erholt, aber weiterhin unter der Marke von 4.100 US-Dollar startete der Goldpreis am Donnerstag in den Handel. Am Morgen kostete die Feinunze am europäischen Spotmarkt 4.090 US-Dollar. Damit notierte das Edelmetall 0,4 Prozent über Vortag. In Euro gerechnet legte Gold um 0,2 Prozent auf 3.578 Euro zu. Silber verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 58,59 US-Dollar beziehungsweise um 0,3 Prozent auf 51,24 Euro.
Gold erholt sich leicht, bleibt aber unter 4.100 US-Dollar. Nach Trumps Iran-Aussagen und neuen Angriffen bleibt die Lage am Markt angespannt..
Auch an den Aktienmärkten überwogen zunächst die positiven Vorzeichen. Der Brentölpreis gab leicht nach auf 77 US-Dollar pro Barrel. Damit verschärfte sich die allgemeine Marktschwäche nach dem neuerlichen Nahost-Schock vom Vortag zunächst nicht weiter.
Vortag
Trumps Auftritt auf dem NATO-Gipfel in Ankara hatte am Mittwoch Unruhe an den Märkten ausgelöst. Der US-Präsident erklärte am späten Vormittag die vorläufige Waffenruhe mit Iran praktisch für beendet. Am Abend folgten neue militärische Angriffe auf iranische Ziele.
Nach der Meldung fiel der Goldpreis wieder unter die Marke von 4.100 US-Dollar pro Unze und gab im Tagesverlauf zeitweise rund 2 Prozent ab. Bis zum Börsenschluss erholten sich die Edelmetall-Kurse leicht. Gold schloss 0,7 Prozent tiefer bei 4.077 US-Dollar beziehungsweise 3.571 Euro. Der Brentölpreis zog um 4 Prozent auf 79 US-Dollar pro Barrel an.
Ausblick
Zunächst müssen die Märkte die erneute Eskalation im Iran-Konflikt verdauen. Steigende Energiepreise könnten Inflations- und Zinserwartungen erneut anfachen. Auf der anderen Seite ruderte Trump in der Vergangenheit häufig genauso unvermittelt zurück, wie er zuvor für Marktturbulenzen sorgte.
Viele bedeutende Wirtschaftszahlen stehen heute nicht an. In den USA erscheinen der wöchentliche Arbeitsmarktbericht sowie Zahlen zu den Hausverkäufen im Juni.
Der Goldpreis hatte zuletzt an einer kurzfristigen Bodenbildung gearbeitet. Nun bleibt abzuwarten, ob der Rückschlag vom Mittwoch erneut technischen Schaden angerichtet hat.
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