Goldpreis fällt zum Wochenstart – Nahost-Spannungen treiben den Ölpreis

Der Goldpreis startet schwächer in die neue Woche. Öl steigt über 107 USD, während die Lage im Nahen Osten und die Fed im Fokus bleiben.

Goldpreis heute

Gold und Silber starten schwächer in die neue Handelswoche. Der Goldpreis gibt am Morgen 0,4 Prozent nach, der Silberpreis verliert knapp ein Prozent. Wegen des stärkeren US-Dollars fallen die Verluste auf Eurobasis jeweils geringer aus.

Marktüberblick um 8:15 Uhr

Markt Stand Veränderung VT
Goldpreis 4.329,56 USD3.746,54 EUR −0,4 %−0,1 %
Silberpreis 63,87 USD55,27 EUR −0,8 %−0,4 %
Brentöl 107,44 USD +2,1 %
US-Rendite 10J 4,970 % ±0,000
  Anlagemünzen Ø Verkauf Ø Ankauf Aufgeld Spread
Krügerrand Krügerrand Gold 1 oz 3.911 EUR 3.627 EUR 4,4 % 7,3 %
Maple Leaf Silber Maple Leaf Silber 1 oz 76,31 EUR 52,75 EUR 38,1 % 30,9 %
Münzpreise: durchschnittliche Händlerpreise für Neuware; Aufgeld gegenüber dem jeweiligen Metallwert; Spread: Differenz zwischen durchschnittlichem Händler-Verkaufs- und Ankaufspreis in Prozent des Verkaufspreises.

Mehr dazu: Die besten Goldmünzen zur Kapitalanlage

Der Ölpreis ist zum Wochenauftakt weiter gestiegen auf Notierungen über 107 USD pro Barrel (Brent). Auslöser ist die vorsorgliche Stilllegung der saudischen East-West-Pipeline nach mehreren Angriffen. Die Leitung kann täglich rund 7 Millionen Barrel Rohöl zur Küste des Roten Meeres transportieren und dient als wichtige Ausweichroute zur Straße von Hormus. Ein längerer Ausfall könnte Saudi-Arabien zu weiteren Produktionskürzungen zwingen. Analysten halten dann Brentpreise von bis zu 120 USD für möglich.

Vortag

Der Goldpreis profitierte am Freitag von der Tatsache, dass die US-Inflation im August nicht heißer ausfiel als erwartet. Allerdings festigten sich zugleich die Erwartungen an eine US-Zinserhöhung an diesem Mittwoch. Gold beendete den Handelstag 0,8 Prozent höher bei 4.349 USD und damit im Bereich einer wichtigen kurzfristigen Unterstützung.

Für etwas Entspannung hatten zudem Meldungen über ein für Montag geplantes Treffen zwischen Iran und mehreren Golfstaaten gesorgt. Am Wochenende wurde dieses Treffen über die Zukunft des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus jedoch verschoben.

Omans Außenminister Badr Albusaidi begründete den Schritt laut Bloomberg mit dem Ziel, zunächst einen größeren Konsens herzustellen. Bei den Gesprächen sollte es um einen vorläufigen Schifffahrtskorridor gehen. Bahrain hatte seine Teilnahme zuvor ausgeschlossen. Gleichzeitig erschweren neue Kämpfe zwischen Houthi-Milizen und von Saudi-Arabien unterstützten Kräften die diplomatischen Bemühungen.

Goldpreis-Ausblick

Die weiteren Entwicklungen im Nahen Osten und der Ölpreis stehen zum Wochenauftakt weiter im Fokus der Händler. Aus den USA kommen heute keine bedeutenden Wirtschaftsdaten.

Beim Goldpreis bleibt kurzfristig zunächst die Marke von 4.350 USD im Blick. Darunter bildet die 50-Tage-Linie im Bereich von 4.260 USD die nächste wichtige Unterstützung.

Mehr zur aktuellen technischen Lage: Goldpreis-Charttechnik

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4 Kommentare

  1. Das Problem mit dem Goldpreis ist ja die unterschiedliche Behandlung von physisch zu gehebelt mit Papier. Physisch ist asymptotisch zu einem Grenzwert bzgl. Verfügbarkeit, Papier geht linear einfach daüber hinweg und unterstellt beliebige Verfügbarkeit. Die Preis- und Börsenmodelle für den Papierhandel sind damit absoluter Fake. Und mit dem Papierhandel kann man genau deswegen den Preis so gestalten wie man es haben will, weil deutlich größeres Volumen als physischer Handel und durch Banken künstlich erzeugt auf Kreditbasis.

    Zur Zeit wird wieder massiv geshortet (außer in China), weil man kaufen will, aber ein Short bedingt eigentlich einen Verkauf zuerst, der jedoch niemals stattfindet… Betrug durch die Banken eben… Ich gebe keine einzige Unze her. Die brauche ich für die Phase des nicht (mehr) verfügbaren Bargeldes, die in den nächsten 3 Jahren kommen wird, wie das Amen in der Kirche…

    • @Jurgen
      Auffällig ist lediglich, dass andere Anlageklassen, welche auch keine Zinsen abwerfen und gerne mit Gold verglichen werden, sich weder um Zinsen noch um Inflation kümmern und eher steigen.
      Sollte das nicht mit Gold und Silber auch so sein ?
      Das riecht doch gewaltig nach bewusster Steuerung.
      Gold ist eben eine Konkurrenz zum Fiatmoney wie kein anderes Asset.Und das wird auch in 100 Jahren so sein.
      Ich war schon immer der Ansicht, kein Gramm herzugeben um keinen Fiat Money Preis der Welt.
      Damit muss das Kartell der Banken leben können.
      Ich konsumiere auch zum Keidwesen der Banken nicht und lege mein Erspartes immer in Gold an. Physisches Gold in eigener Verwahrung.
      Und je mehr ich für erspartes Fiat Geld dafür bekomme, desto glücklicher bin ich.
      Denn es kommt nun die Zeit, in der es auch andere leider merken werden und ins Gold reinrennen.

  2. @Stillhalter

    Angekommen es wäre so, ist es dann nicht eher so, dass der Durchschnittslohn viel zu niedrig ist? Dann wäre der Goldpreis, auch im Vergleich zur Geldmenge etc. doch wieder stimmig.

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