Der Goldpreis steigt zeitweise über 4.400 USD. Nun stehen US-Inflationsdaten, Zinserwartungen und die Lage an der Straße von Hormus im Fokus.
Goldpreis heute
Der Goldpreis hat am Mittwoch wieder zugelegt und im asiatischen Handel zeitweise die Marke von 4.400 US-Dollar überschritten. Am europäischen Spotmarkt notierte die Goldunze am Morgen 0,4 Prozent höher bei 4.387 USD (3.803 EUR). Silber legte um 0,8 Prozent zu.
Marktüberblick um 8:10 Uhr
| Markt | Stand | Veränderung VT |
|---|---|---|
| Goldpreis | 4.387,19 USD3.803,36 EUR | +0,4 %+0,5 % |
| Silberpreis | 65,15 USD56,49 EUR | +0,8 %+0,9 % |
| Brentöl | 90,71 USD | +0,7 % |
| US-Rendite 10J | 4,690 % | −0,010 |
| Anlagemünzen | Ø Verkauf | Ø Ankauf | Aufgeld | Spread | |
|---|---|---|---|---|---|
| Krügerrand Gold 1 oz | 3.927 EUR | 3.666 EUR | 3,3 % | 6,6 % | |
| Maple Leaf Silber 1 oz | 78,25 EUR | 53,92 EUR | 38,5 % | 31,1 % |
Die Lage an der Straße von Hormus bleibt weiter im Fokus. Neue Angriffe auf Handelsschiffe und verhärtete Fronten zwischen den USA und Iran lassen die Hoffnung auf eine schnelle Öffnung der wichtigen Schifffahrtsroute schwinden.
Brent-Rohöl legte am Mittwoch den sechsten Handelstag in Folge zu und notierte am Morgen bei knapp 91 USD pro Barrel.
Pakistans Verteidigungsminister erklärte allerdings, die USA und Iran seien einer Vereinbarung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus nähergekommen. Gleichzeitig bleiben die Positionen beider Seiten verhärtet.
Vortag
Das Barrel Brentöl war gestern auf 90 USD angestiegen. Gleichzeitig fielen die strategischen Ölreserven der Vereinigten Staaten auf ein 40-Jahres-Tief. Gold beendete den Handel nach einer schwankungsreichen Sitzung 0,5 Prozent unter Vortag. Silber gab 1,6 Prozent nach.
Goldpreis-Ausblick
Im Mittelpunkt des Handelstages stehen die neuen US-Inflationsdaten. Für Juli wird ein Anstieg der Verbraucherpreise um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Bei der Kerninflation rechnen Ökonomen mit 2,6 Prozent. In beiden Fällen liegen die Schätzungen 0,1 Prozentpunkte über dem jeweiligen Vormonatswert.
Nach dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag könnten moderate Inflationsdaten den Druck auf die Fed verringern, die Zinsen weiter anzuheben.
Daneben bleiben die Entwicklung im Nahen Osten und die Ölpreise unter Beobachtung. Bedeutsam für den Goldpreis sind die Auswirkungen auf die US-Zinserwartungen. Die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer weiteren US-Zinsanhebung im September ist zuletzt gesunken und liegt aktuell bei rund 48 Prozent.
Der Goldpreis arbeitete zuletzt an einer Stabilisierung oberhalb von 4.300 USD. Kann diese Marke gehalten werden, könnte sie zunächst als Basis für einen Anstieg in Richtung der 200-Tage-Linie bei derzeit rund 4.480 USD dienen.
Mehr dazu: Gold Charttechnik – Aktuelle Analyse und Hintergründe


