Hohe Renditen bremsen den Goldpreis: Goldmarkt wartet auf Zinssignale

Steigende Marktzinsen und neue Zweifel an schnellen Fed-Zinssenkungen halten den Goldpreis weiter unter Druck. Anleger warten auf klare Signale der Notenbank.

Goldbarren neben Anleihe-Dokumenten und Rendite-Charts als Symbol für den Einfluss hoher Zinsen auf den Goldpreis
Auch steigende Marktzinsen und hohe Anleiherenditen halten den Goldmarkt derzeit im Wartemodus.

Zinsen rücken wieder in den Mittelpunkt

Neben dem Nahost-Konflikt bestimmt zunehmend wieder die Zinsentwicklung die Stimmung an den Finanzmärkten. Denn davon hängt nicht nur der Goldmarkt ab. Auch Technologie-Aktien und hoch verschuldete Staaten bleiben auf vergleichsweise günstige Finanzierungsbedingungen angewiesen.

Steigende Renditen und sinkende Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen halten den Goldmarkt weiter in der Defensive.

Zuletzt gingen die Erwartungen an eine schnelle US-Zinssenkung erneut zurück. Gleichzeitig treten innerhalb der US-Notenbank zunehmend unterschiedliche Positionen zutage. Dabei wächst auch die Aufmerksamkeit für den politischen Druck aus dem Weißen Haus.

Fed-Notenbanker Austan Goolsbee erklärte zuletzt, derzeit sei weder eine Zinserhöhung noch eine Zinssenkung ausgeschlossen. Gleichzeitig bleiben die Inflationserwartungen eng an die Entwicklung am Ölmarkt gekoppelt. Bislang zeigen die offiziellen Daten allerdings noch keine nachhaltige Beschleunigung der Kerninflation.

Anleihe-Renditen in den USA und Europa – Übersicht am 11. Mai 2026
Renditen in den USA und Europa (10-jährige Staatsanleihen) – Übersicht am 11. Mai 2026

Renditen entwickeln sich unterschiedlich

Während die Marktzinsen in den USA und Großbritannien weiter steigen, hat sich die Lage im Euroraum zuletzt etwas entspannt.

Denn die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag am Montag bei 4,39 Prozent, nach 4,38 Prozent in der Vorwoche. In der wöchentlichen Goldreporter-Auswertung markiert das ein Zehn-Monats-Hoch.

Dagegen fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen leicht auf 3,02 Prozent zurück, nach 3,06 Prozent in der Vorwoche.

Damit bleibt das globale Zinsniveau insgesamt hoch. Für den Goldpreis ergibt sich daraus weiterhin nur wenig Entlastung.

Gold bleibt im Wartemodus

Am Goldmarkt dominiert weiter eine vorsichtige Haltung. Darauf deuten auch die jüngsten Daten vom US-Terminmarkt COMEX hin.

Aus charttechnischer Sicht erwies sich vor allem die 50-Tage-Linie erneut als Widerstand. Deshalb fiel der Goldpreis zum Wochenstart wieder unter die Marke von 4.700 US-Dollar beziehungsweise 4.000 Euro.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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7 Kommentare

  1. Zinsen sind ja eine feine Sache, aber Zinsen zahlt nur der, der hoch verschuldet ist und mehr Zinsen der, der sich eigentlich keine Schulden mehr leisten kann.
    Schulden sind nichts anderes, als vorgeuogener Konsum
    ( Prasserei) auf Pump.
    Fällt der Schuldner aus und erklärt bankrott, nützen dem Anleger auch die Zinsen nichts. Denn die sind mit einem Schlag zusammen mit dem Kapital weg.
    Ich kann ihnen jeden beliebigen Zins zahlen, wenn ich vorhabe die Schulden nicht zu bedienen, sagte Kostolany.
    Ich erinnere an die isländische Bank, welche mit Grossplakaten und 5.5% Festgeld überall geworben hat.
    Nur durch Intervention der EZB konnte den Sparern wenigsten ein Teil ihrer Anlagen gerettet werden, manche aber warten nich heute darauf.
    Mein Rat, äusserste Vorsicht bei Zinspapieren, auch Festgeldern, wenn zu verlockend geworben wird.
    Sonst verliert man beides, sein Gold oder Silber und sein Geld.

  2. Was geht heute mit Silber ab? Kennt jemand die Hintergründe? Habe keinerlei Begründung für die 6,9% Preissprung finden können. Und er betrifft nur Silber. Der Rest der EM stagniert mehr oder minder.

  3. Das was Trump tatsächlich das Genick brechen könnte, sind die Anleihemärkte. Denn, wenn er sich kein billiges Geld ( für das er andere schuften lässt) mehr leihen kann, muss er einknicken. Die Zinsen sind das, was Trump wirklich interessiert. Sie sind seine Achillesferse.
    Er ist immer nur Kaufmann und war niemals Politiker.
    Ihn interessiert nur das Geld, das Geschäft und nie der Mensch selbst.
    Steigen die Marktzinsen weiter, ist es aus mit Lustig für ihn. Dann knickt er ein und macht den Taco.
    Geld regiert die Welt und Geld regiert auch Trump, Putin und Xi Ping.
    Und da Gold das wahre Geld ist, gehören wir Goldanleger und Sammler zu den Regenten.

  4. So ist es, wie sich bilder ähneln , deutschland Zinsen 50milliarden pro jahr offiziell , ist nicht vor ein paar wochen eine Staatsanleihe gestoppt worden von diesen bankrotteuren da sich keine Abnehmer gefunden wurden..

  5. Offenbar haben die gleichgeschalteten Medien nun eindeutige Order bekommen.
    So wie hier
    „ Wie beeinflusst Warshs Fed-Nominierung den Goldpreis?“
    Das muss wohl bei so manchen „ Institutionen ( Banken), das wichtigste im Weltgeschehen sein.
    Oder gibt es was Wichtigeres ? Wenn, dann muss ich das verschlafen haben.
    Und weiter: „Iran, Ukraine, Hanta Viren, alles schon eingepreist und abgefrühstückt.“
    Fehlt nur der Warsh.
    Also, was der nun macht, wird Goldanlegern gehörig Verluste bescheren.
    Erhöht er die Zinsen, ganz schlecht für Gold, senkt er die Zinsen, noch schlechter für Gold ( weil dann alle schnell Gold verkaufen und auf den DOW setzen, Ziel 55.000).
    Macht er erstmal nichts, fürchterlich für Gold.
    Weil dann Gold ultralangweilig ist.
    Und weiter: „Gold hat noch jedem Verluste zugefügt.
    Wenn schon Gold, dann höchstens als ETF und nicht mehr als 5% in einem breir Ufgestellten Portfolio mit Wualitäts Aktien.“
    Fazit HSWDZ ( Haut schnell weg das Zeug).Es ist archaiisch, politisch unkorrekt, asozial, man kann es nicht essen und es wirft keine Erträge in Form von Zinsen und Dividenden ab.
    (Und die Banken und die Staaten verdienen nichts daran)

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