Nach dem schwachen Juni richtet sich der Blick auf den Juli. Die Langfrist-Statistik zeigt, wie sich der Goldpreis in diesem Monat seit 1970 entwickelt hat.

Gold mit schwachem Juni-Ergebnis
Der vergangene Juni machte seinem Status als schwächster Goldmonat des Jahres alle Ehre. Mit 3.511 Euro (4.007 USD) brach der Kurs um 9,9 Prozent ein. Dabei war es der vierte Verlustmonat in Folge und die schwächste Juni-Performance seit 2012. Damals ging es auf Eurobasis 14 Prozent bergab.
Der Juli ist für Gold statistisch leicht positiv – nach dem schwachen Juni bleibt die Erholung aber fragil.
Das schwache Momentum im Zuge einer scharfen Korrektur seit dem Allzeithoch Ende Januar und die gestiegenen Zinserwartungen trugen zu dem jüngsten Abverkauf bei. Blickt man auf den Zeitraum der vergangenen zwölf Monate, so stand der Goldpreis immer noch ein Viertel höher als vor einem Jahr. Und zuletzt gab es wieder Erholungstendenzen.
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Goldpreis im Juli
Wie sehen die saisonalen Vorgaben für den laufenden Monat aus? Dazu betrachten wir unsere bis ins Jahr 1970 zurückreichende Goldpreis-Statistik.
Dort taucht der Juli mit einem durchschnittlichen Monatsgewinn von 0,55 Prozent immerhin auf Platz 7 unter den besten Goldmonaten des Jahres auf. Dabei endete der Zeitraum in 27 von 56 Jahren mit einem Pluszeichen (Quote: 48 Prozent).
Zuletzt lieferte der Juli drei Jahre in Folge einen Monatsgewinn – 2025 stieg der Goldpreis um 3 Prozent auf damals 2.891 EUR pro Unze.
Goldpreis in der Euro-Krise
Aber der Juli brachte Gold in der Vergangenheit auch kräftige Verluste. Der bislang größte Juli-Einbruch beim Euro-Goldpreis ereignete sich 2010. Damals gab der Kurs um 11 Prozent nach. Seinerzeit hatte man das erste Rettungspaket für Griechenland verabschiedet. Allerdings gab es im späteren Verlauf der Euro-Krise drei Jahre in Folge deutliche Kursgewinne, zweimal waren es im Juli mehr als 8 Prozent.
Extremwerte im Juli
Auch in den vergangenen zehn Jahren schlug der Goldpreis im Juli immer wieder in verschiedene Richtungen aus. Hier eine Übersicht über die stärksten und schwächsten Gold-Jahre im Juli.
Die beste Juli-Performance (Top-5)
- 1975: +9,91 %
- 1993: +9,61 %
- 1974: +9,00 %
- 2011: +8,95 %
- 2013: +8,52 %
Die schlechteste Juli-Performance (Top-5)
- 2010: -11,33 %
- 1976: -10,17 %
- 1973: -9,80 %
- 2015: -5,35 %
- 1999: -5,33 %
Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den Goldpreis in Euro jeweils am Monatsende, basierend auf dem Goldpreis-Fixing London P.M. / LBMA-Kurs bzw. CME Spot (ab 2025). Bei der Ermittlung der Datensätze vor Einführung des Euro (2001) wurden die DM-Kurse (1 Euro = 1,95583 D-Mark) sowie die Londoner Fixing-Kurse zugrunde gelegt.