So entwickelt sich der Goldpreis im Mai

Der Goldpreis hat zuletzt konsolidiert. Die historische Statistik zeigt jedoch: Im Mai folgt häufig eine stärkere Phase – mit positiven Chancen für den weiteren Verlauf.

Euro-Goldpreis im Mai: monatliche Entwicklung seit 1970 in Prozent
Historisch zählt der Mai zu den stärkeren Monaten für den Goldpreis – mit deutlichen Ausschlägen nach oben und unten.

Goldpreis konsolidiert nach starker Rally

Der Goldpreis befindet sich aktuell in einer Konsolidierungsphase. Nach der Rekordrally im Februar folgten zuletzt zwei Monate mit Kursverlusten in Folge.

Nach zwei schwächeren Monaten zeigt die Statistik: Der Mai zählt historisch zu den stärkeren Phasen im Goldpreis-Zyklus.

Im April gab der Goldpreis um rund 1 Prozent nach und schloss bei 4.622 US-Dollar pro Unze (CME Spot). Auf Eurobasis fiel die Notierung um 2,4 Prozent auf 3.941 EUR.

Aus saisonaler Sicht waren die Vorgaben für den April ohnehin nicht besonders günstig. In der bis 1970 zurückreichenden Goldpreis-Statistik liegt dieser Monat nur auf dem fünftletzten Rang.

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis im Mai: Statistik spricht für stärkere Phase

Für den Mai ergibt sich ein deutlich freundlicheres Bild. Mit einem durchschnittlichen Kursgewinn von 1,6 Prozent gehört er zu den stärkeren Goldmonaten und belegt Rang zwei hinter dem Januar.

In 32 der vergangenen 56 Jahre entwickelte sich der Goldpreis im Mai positiv. Das entspricht einer Quote von 57 Prozent.

Allerdings zeigt die jüngere Vergangenheit, dass auch dieser Monat schwächer verlaufen kann. Im vergangenen Jahr verzeichnete Gold im Mai ein Minus von 0,4 Prozent.

Goldhistorie: Zinspolitik und Krisen als Treiber

Ein Blick auf markante Jahre zeigt, wie stark der Goldpreis von makroökonomischen Faktoren beeinflusst wird.

Im Jahr 2022 belasteten steigende Anleiherenditen den Markt. Im Vorfeld der ersten Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank seit 2011 geriet der Goldpreis im Mai unter Druck und verlor rund 5 Prozent.

Dagegen war das Jahr 2021 noch von den geldpolitischen Folgen der Corona-Krise geprägt. Die US-Inflationsrate stieg im Mai auf 5 Prozent, während sie im März noch bei 2,6 Prozent gelegen hatte. Der Goldpreis legte in diesem Umfeld um rund 6 Prozent zu.

Auch der Mai 2010 gehört zu den außergewöhnlichen Phasen. Damals spitzte sich die Staatsschuldenkrise in Griechenland zu, der Euro geriet unter Druck und der Goldpreis in Euro stieg innerhalb eines Monats um rund 10 Prozent.

Gold bleibt langfristig im Aufwärtstrend

Trotz der aktuellen Konsolidierung zeigt der längerfristige Vergleich weiterhin eine starke Entwicklung.

Vor einem Jahr lag der Goldkurs noch bei 3.906 EUR. Daraus ergibt sich auf Jahressicht ein Anstieg von rund 36 Prozent.

Goldstatistik

Hier die besten und schwächsten Goldpreis-Bewegungen im Mai seit 1970.

Die beste Mai-Performance (Top-5)

  • 1972: +20,00 %
  • 1973: + 18,68 %
  • 1979: +14,07 %
  • 1978: +10,74 %
  • 2010: +10,01 %

Die schwächste Mai-Performance (Flop-5)

  • 1982: -8,32 %
  • 1998: -6,33 %
  • 2022: -5,27 %
  • 1999: -5,16%
  • 1974: -4,97%

Hinweis: Die Preisangaben basieren auf dem Londoner Referenzkurs (LBMA), der Bundesbank-Statistik sowie seit 2026 auf dem CME-Spotpreis.

Mehr zum Thema: Goldpreis langfristig: Welche Muster sich seit den 1970ern wiederholen

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2 Kommentare

  1. Man muss leider feststellen, dass die USA, als grösster Öl und Gasexporteur von den hohen Preisen enorm profitiert.
    Natürlich auch Russland, die VEA ind andere.
    Sicher auch der Iran, denn das riesige Land grenzt ja noch an abdere Meere und Länder, diese im Osten.
    Leidtragende sind wir hier, zu sehr abhängig von Automobilen und deren Benzin und Diesel.
    Man nennt das Monokultur und hat es jahrelang nicht eigesehen, dass man sich auf Lorbeeren nicht ausruhen kann und der Welt zeigen, wie Wirtschaft und Technik geht.
    Übrigens machte Zrump soeben einen Rückzieher mit der Schiffsbefreiung in Hormuz.
    Er will jetzt nur noch die Schiffe beraten.
    Die Aktionäre am Montag werden das Nachmittags bemerken und wieder mal teure Papiere mit Verlusten abstossen.

  2. Und genau so ist es gekommen.
    Die teuer gekauften Freitagspapiere flogen heute Nachmittags in hohem Bogen aus den Depots.
    So etwas wird dann als Gewinn Mitnahme verkauft.
    Eigentlich wundert es mich, dass ehemals vermögende private Anleger überhaupt noch einen Penny übrig haben

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