Der Goldpreis hält sich nach kräftiger Erholung knapp unter 4.500 USD. Am Freitag richten sich die Blicke auf die US-Arbeitsmarktdaten.
Goldpreis heute
Der Goldpreis startet am Freitag kaum verändert in den Handel. Nach zwei kräftigen Handelstagen legt die Erholung damit zunächst eine Pause ein. Silber gewinnt dagegen weiter hinzu. Gleichzeitig kommen Brentöl und US-Renditen etwas von ihren jüngsten Hochs zurück. Der Bitcoin-Kurs steht wieder über 80.000 USD. Das durchschnittliche Aufgeld für Krügerrand-Münzen sinkt wieder unter 4 Prozent.
Marktüberblick um 8:00 Uhr
| Markt | Stand | Veränderung VT |
|---|---|---|
| Goldpreis | 4.471,67 USD3.845,37 EUR | ±0,0 %±0,0 % |
| Silberpreis | 66,64 USD57,31 EUR | +1,1 %+1,2 % |
| Brentöl | 96,77 USD | −0,3 % |
| US-Rendite 10J | 4,760 % | −0,010 |
Produktpreise am Morgen
| Anlagemünzen | Ø Verkauf | Ø Ankauf | Aufgeld | Spread | |
|---|---|---|---|---|---|
| Krügerrand Gold 1 oz | 3.989 EUR | 3.719 EUR | 3,7 % | 6,8 % | |
| Maple Leaf Silber 1 oz | 78,89 EUR | 54,67 EUR | 37,7 % | 30,7 % |
Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
Im Iran-Konflikt sind weiterhin keine wesentlichen Fortschritte zu verzeichnen. Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass die US-Sanktionen und die Blockade iranischer Ölexporte Teheran wirtschaftlich erheblich unter Druck setzen. Ölverladungen und Außenhandel sind eingebrochen.
Vortag
Der Goldpreis verbuchte den zweiten Handelstag in Folge deutliche Gewinne. Am Donnerstag erreichte der Kurs zwischenzeitlich wieder die Marke von 4.500 USD. Am Ende standen 4.472 USD und ein Tagesplus von 1,9 Prozent.
Damit setzte sich die technische Erholung nach dem jüngsten Rücksetzer auf rund 4.350 USD fort. Unterstützung kam vom US-Rentenmarkt. Denn die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der Federal Reserve im September gingen wieder zurück.
Dazu trugen Aussagen von Fed-Gouverneur Christopher Waller bei. Er sprach sich dafür aus, den Leitzins im September unverändert zu lassen, sofern die kommenden Inflationsdaten keine negativen Überraschungen bringen. Zwar liegt die Inflation weiterhin deutlich über dem 2-Prozent-Ziel. Waller sieht jedoch Anzeichen für einen nachlassenden Preisdruck.
Entsprechend sank die am Terminmarkt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf rund 50 Prozent. Am Vortag hatte sie noch bei 63 Prozent gelegen.
Goldpreis-Ausblick
Am Freitag richtet sich der Blick vor allem auf den US-Arbeitsmarktbericht für August. Erwartet wird ein Zuwachs von rund 55.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, nachdem im Juli 23.000 Arbeitsplätze verloren gegangen waren. Die Arbeitslosenquote soll bei 4,1 Prozent verharren. Bei den durchschnittlichen Stundenlöhnen rechnen Ökonomen mit einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Damit dürften vor allem die Löhne für den Goldmarkt interessant werden. Ein überraschend kräftiger Anstieg könnte die Inflationssorgen und damit die Zinserhöhungserwartungen erneut anfachen. Schwächere Arbeitsmarkt- oder Lohndaten würden dagegen eher für eine Zinspause der Fed sprechen.
Aus Europa kommen zuvor die deutschen Industrieaufträge für Juli sowie die Einzelhandelsumsätze der Eurozone. Für die deutschen Auftragseingänge wird ein Monatsplus von 0,3 Prozent erwartet. Die Eurozone-Einzelhandelsumsätze sollen gegenüber Juni um 0,2 Prozent steigen.
Mehr zur aktuellen technischen Lage: Goldpreis-Charttechnik


