Wie entwickelt sich der Goldpreis im Oktober? Die Statistik seit 1970 zeigt eine ausgeglichene Bilanz – zuletzt aber eine auffällige Serie.

September-Bilanz für Gold
Der Goldpreis befindet sich derzeit in einem schwierigen fundamentalen und technischen Umfeld. Stark gestiegene Anleihe-Renditen bedeuten verstärkte Konkurrenz im Bereich des konservativen Anlageumfelds. Gleichzeitig trübte sich das charttechnische Bild bei Gold zuletzt wieder deutlich ein.
Beides sind allerdings mittel- bis kurzfristige Effekte. Zwar gab der Euro-Goldpreis im September um 4 Prozent nach. Mit 4.157 USD bzw. 3.670 EUR notierte Gold aber auf nach wie vor historisch hohem Niveau. Denn vor genau einem Jahr lag die Goldunze bei 3.261 EUR. Damit notierte der Goldpreis auf dem höchsten Kurs am Ende eines Septembers. Gleichzeitig verteuerte sich das Edelmetall innerhalb von zwölf Monaten um 12,5 Prozent, was deutlich mehr an Performance bedeutet als ein reiner Inflationsausgleich.
Goldpreis im Oktober
Betrachten wir die saisonalen Vorgaben für Oktober. Wie schon der September gehört dieser Monat für Gold nicht zu den besten Zeiträumen des Jahres. In unserer bis 1970 zurückreichenden Statistik rangiert der Oktober mit einem durchschnittlichen Kursgewinn von lediglich 0,05 Prozent hinter März und Juni auf dem drittletzten Platz der besten Goldmonate des Jahres.
Dabei stehen in den vergangenen 56 Jahren 28 Verlusteinträgen 28 Jahren mit Oktobergewinnen gegenüber – eine ausgeglichene Bilanz also. Allerdings zeigt der Verlauf in den vergangenen drei Jahren ein positiveres Bild. Denn hier stieg der Goldpreis im Oktober jeweils um mehr als 6 Prozent.
Oktober-Goldpreis vor einem Jahr
Der Goldpreis profitierte im Oktober 2025 von einem ungewöhnlich starken Mix aus US-Shutdown, wachsenden Zinssenkungserwartungen, Dollar-Schwäche und geopolitischen Risiken. Dazu kamen Sorgen um US-Regionalbanken und den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Gleichzeitig entwickelte die bereits im September gestartete Rekordrally eine starke Eigendynamik, unterstützt von westlichen Kapitalströmen in den Goldmarkt. Die physische Nachfrage aus China war dagegen eher schwach.
Mehr zum Thema: Goldpreis im US-Shutdown: Historischer Vergleich 1995 bis 2025
Markante Oktober-Events
2018 schloss der Goldpreis im Oktober mit einem Plus von 4,69 Prozent – damals der größte Oktober-Gewinn seit 1993. Seinerzeit legte Italien einen umstrittenen Haushaltsentwurf vor, der Erinnerungen an den bisherigen Höhepunkt der Euro-Krise aufkommen ließ. Außerdem gab es bereits Anzeichen einer Abkühlung der Weltwirtschaft und der Handelskrieg zwischen den USA und China nahm seinen Lauf. Aber: Gold galt zu diesem Zeitpunkt als „überverkauft“ (Gold: Größter Kursanstieg seit dem Brexit-Votum).

Dagegen verzeichnete der Goldpreis 2008 einen der größten Oktober-Verluste mit -7,95 Prozent. Damals wurden im Zuge der durch die Lehman-Pleite ausgelösten und angeheizten Weltfinanzkrisealle alle liquiden Vermögenswerte auf den Markt geworfen. Auch Manipulationsvorwürfe stehen bis heute im Raum. Denn bis in diese Zeit reichen auch Tatbestände zurück, die zu Verurteilungen verschiedener Ex-Banker führten.
Rekordjahre im Oktober
Die folgende Übersicht zeigt die stärksten und schwächsten Ergebnisse im Oktober seit 1970.
Die beste Oktober-Performance (Top-5)
- 1974: +9,16 %
- 1993: +8,18 %
- 1982: +7,37 %
- 2024: +6,87 %
- 2025: +6,66 %
Die schwächste Oktober-Performance (Top-5)
- 1990: -9,56 %
- 2008: -7,95 %
- 1997: -7,51 %
- 1983: -5,51 %
- 1994: -4,32 %
Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den Goldpreis in Euro jeweils am Monatsende, basierend auf dem LBMA-Kurs (bis 2025) bzw. dem CME-Spotkurs (seit 2026). Bei der Ermittlung der Datensätze vor Einführung des Euro (2001) wurden die DM-Kurse (1 Euro = 1,955 D-Mark) sowie die Londoner Fixing-Kurse zugrunde gelegt.



Trotzdem, einen derartigen Kursrückgang, von 5650 $ auf 4.000 $, intraday sogar noch darunter, 3.800. $,
Hat man im 50 Jahres Chart bei Gold noch nie gesehen.
Auch dann nicht, wenn die der Chart gebügelt wurde. Was immer geschieht, um die Spitzen weg zu bekommen.
Man nivelliert den Chart im Nachhinein.
Das nur für jene, welche meinen, bei einem Blick auf den Chart im Nachhinein von besten Käufen oder Verkäufen faseln zu können. :) Das glaubt hier aber ohnehin keiner.
5.680 $ erscheinen auf keinem Chart mehr.
Auch die 3.800 $ fehlen.
Und die gewerblichen Goldhändler haben ohnehin eigene Preise, mit Differenzen bis zu 180 Euro zu den sog. Märkten. Immer zu Ungunsten des Kunden, natürlich.
Was heisst, man zahlt 180 mehr beim Kauf und bekommt 180 weniger beim Verkauf zum jeweilgen Chart.
Auch bei Valor und Co.