Mittwoch,14.April 2021
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Goldpreis: Optimismus bei den Fonds steigt

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Foto: Goldreporter)
Der Goldpreis tendiert schwächer. Die Gold-Bestände in den COMEX-Lagern verringerten sich zuletzt sechs Wochen in Folge (Foto: Goldreporter).

Der Goldpreis ist noch auf Richtungssuche. Die Nettokäufe des „Managed Money“ am US-Terminmarkt sind aber zwei Wochen in Folge wieder gestiegen.

Goldpreis

Es bewegt sich nicht viel auf dem Goldmarkt. Durch den Anstieg des US-Dollar-Kurses verbuchte der internationale Goldpreis in der vergangenen Woche Verluste. Dagegen ergab sich auf Euro-Basis die dritte Woche in Folge ein kleines Kursplus. Was passierte am US-Terminmarkt?

Wir betrachten die wöchentlichen CoT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures an der COMEX per 23. März 2021.

CoT-Daten

Die Netto-Long-Position der „Commercials“ ging um 3,6 Prozent zurück auf 201.803 Kontrakte. Auf der Gegenseite schrumpfte die Netto-Short-Position der „Großen Spekulanten“ um 3,4 Prozent auf 174.067 Kontrakte. Auch hier sehen wir erstmals seit 6 Wochen einen Anstieg. In beiden Fällen ergab sich der niedrigste Wert seit Mai 2019.

„Managed Money“

Allerdings erhöhte das zu den Spekulanten zählende „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) in der zweiten Folgewoche ihre Netto-Käufe – zuletzt um 5,8 Prozent auf 43.521 Kontrakte (Vorwoche: +39 %).

Gold, CoT

Gold, CoT-Daten

Open Interest

Der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, stieg nun drei Wochen in Folge – zuletzt um 1,89 Prozent auf 485.457 Kontrakte. Allerdings gings es bis zum Handelsschluss am gestrigen Freitag wieder um 2,6 Prozent nach unten auf 472.765 Kontrakte.

Goldpreis-Entwicklung

Der Goldpreis auf Basis der US-Futures beendete die Handelswoche bei 1.731,60 US-Dollar (April-Kontrakt). Das entsprach 1.468 Euro. Somit ergibt sich gegenüber Vorwoche ein Kursrückgang um 0,7 Prozent (+ 0,3 Prozent in Euro).

COMEX-Lager

Währenddessen summierten sich die Gold-Bestände in den COMEX-Vaults per 25. März 2021 auf 37,3 Millionen Unzen. Somit flossen vergangene Woche rund 240.000 Unzen ab (-0,6 % / Vorwoche: -2,3 %). Gleichzeitig gingen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Bestände („eligible“) um rund 70.000 Unzen zurück auf 19,35 Millionen Unzen.

Mittlerweile verzeichnen die COMEX-Lager sechs Wochen in Folge Metallabgänge.

Auslieferungsanträge

Für den Kontrakt-Monat März liegen nun 9.686 Anträge auf physische Auslieferung vor. Somit sind vergangene Woche 1.242 „Delivery Notices“ hinzugekommen (Vorwoche: +231). Zum Vergleich: Im Vormonat (Februar-Kontrakt) gab es 36.466 Anträge auf physische Auslieferung. Im bisherigen Rekordmonat Juni 2020 nahm die COMEX 55.102 Auslieferungsanträge von Händlern entgegen – als Alternative zum reinen Barausgleich am Vertragsende.

Goldreporter

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5 KOMMENTARE

  1. EU-Aufbaufonds über 750 Mrd. €:

    das Bundesverfassungsgericht sagt: „njet“ zu den versteckten „Eurobonds“ -vorläufig.

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/bundesverfassungsgericht-stoppt-vorerst-eu-corona-aufbaufonds-ld.1608834

    Für den Corona-Aufbaufonds müssen die Mitgliedsstaaten der EU im großen Stil Schulden machen,
    so viel wie nie zuvor.
    Wer profitiert vom Hilfspaket?

    „Besonders profitabel wird sich das Hilfspaket für Italien, Spanien und Frankreich erweisen.
    Die drei Länder sind von der Coronakrise am stärksten betroffen. Zwar lässt sich noch nicht
    beziffern, wie viele Zuschüsse jedes Land erhält. Doch kalkuliert Italiens Ministerpräsident
    Giuseppe Conte mit Zuschüssen in Höhe von 81 Milliarden Euro aus dem Aufbaufonds,
    Spanien rechnet derzeit mit 72,7 Milliarden Euro und in Frankreich geht man von etwa 40
    Milliarden Euro Hilfe aus.“

    Erinnern wir uns? „Eurobonds wird es nicht geben, solange ich lebe“.

    Eurobonds – diesen Begriff hören manche gar nicht gerne – weil er für sie bedeutet, bestehende Schulden zu vergemeinschaften.

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  3. Der Corona Plan funktiert!

    MMN NEWS schreibt, die Nutzung von Bargeld sinkt um 75 Prozent. Ist ja auch logisch. Gebe ja kein Geld aus, wofür auch, wenn man eingesperrt bin. Kein Urlaub, kein neuer Anzug, keine neue Rolex.

    Super Plan, läuft wie geschmiert!

    Es kommt wie gewünscht, Bargeld wird abgeschaft. Vor zwei oder drei Jahren haben mich noch Leute dafür ausgelacht. manche glauben es jetzt auch, ändern aber nichts.

  4. @Stillhalter:

    Ich denke auch, dass die EZB das als Generalprobe und als Anlass nehmen wird das Bargeld als sinnlos und ineffizient abzutun, vor allem wenn man sich damit noch anstecken könnte….
    Die Mehrheit wird auch nicht bemerken, dass ihr Kaufverhalten sehr detailliert analysiert und ausgewertet wird.
    Zudem (irgendwie eine logische Schlussfolgerung), erst wenn es das Bargeld nicht mehr gibt lassen sich negativ Zinsen auf Guthaben sehr einfach umsetzen….
    Die Politiker der Welt werden uns dann noch Jahre erzählen, dass das das kleinere Übel war/ist, und zu dem Zeitpunkt im Sinne des Allgemeinwohles die richtige Entscheidung gewesen ist.

    Sicherlich wird keiner argumentieren dass es nicht sehr sinnvoll gewesen ist, nur so viel Geld auszugeben, wie man auf der Einnahmenseite in Aussicht stellen kann,… wozu auch; bis heute ist das ja für keinen Erdenbürger eine Messgröße (scheinbar)

  5. @ Klapperschlange
    Der EuGH wird das Bundesverfassungsgericht ganz schnell wieder zur Raison bringen, wetten dass?
    Außerdem steht der 1.April vor der Tür!!!
    Ganz andere Frage: wird seit Jahr und Tag das Palladium als Vorzeige-EM gepäppelt, um uns zu beweisen, dass am Gold und Silber mitnichten rummanipuliert wird??? Nur mal so als Frage….

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  7. Suez-Kanal-Update:

    aktuell herrscht Ebbe- man will die nächste Flut-Phase abwarten, ob man den
    Kontainer-„Träger“ doch noch mit den Schleppern bewegen und drehen kann.

    Wenn es nicht klappen sollte, plant man das 400m lange Paddel-Boot
    zu entladen. Wieviele Kontainer die „Dschunke“ geladen hat, ist nicht bekannt –
    die maximale Beladung sind 20140 Kontainer.

    Eigentümer ist die japanische Leasingfirma Shoei Kisen Kaisha, ein Tochterunternehmen
    der größten japanischen Werft Imabari Shipbuilding. Das Schiff, betrieben von der
    taiwanischen Firma Evergreen Marine und der Bernhard Schulte Shipmanagement (BSM),
    einer Tochtergesellschaft der Schulte Group in Hamburg, ist in Panama registriert.

    Alles klar – kann mann folgen?

    Nach dem Entladen ist Ägypten auf jeden Fall um eine Sehenswürdigkeit reicher und
    wird zahlreiche Touristen anlocken; (hier mehr:)

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