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Goldpreis: „Perfekter Sturm“ braut sich zusammen

Goldpreis, Bulle (Foto: Goldreporter)

Investoren orientieren sich weg vom US-Dollar und parken Cash in Gold – ein Argument für einen bullischen Goldpreis-Ausblick (Foto: Goldreporter)

Der Goldpreis ist im Aufwind. Aber wie nachhaltig ist die Rally? Derzeit sprechen so viele Argumente für Gold wie lange nicht.

Der Goldpreis hat sich zuletzt über der Marke von 1.400 US-Dollar stabilisiert. Nach dem starken Anstieg seit Mitte Juni zeigte sich die Lage auf dem Goldmarkt aus technischer Sicht überkauft. Dass Gold nun eine kleine Rally-Pause einlegt, ist durchaus positiv für die weitere Entwicklung zu werten. Eine entscheidende Frage lautet aber nach wie vor: Ist der Aufschwung beim Goldpreis nachhaltig? Oder lassen Nachrichten aus Osaka (G20-Gipfel) oder Washington (US-Konjunktur, US-Geldpolitik) die Märkte schon kurzfristig wieder umschwenken?

Der US-Analyst Dave Nadig vom Finanzportal EFT.com sieht für Gold den „perfekten Sturm“ heraufziehen. Bedeutung: Seiner Ansicht nach bildet sich nun ein geradezu ideales Umfeld für einen nachhaltig steigenden Goldpreis. „Wir erleben nach wie vor Spannungen im Mittleren Osten, der Handelskrieg tobt weiter, also ist es angebracht, nach einem Ort zu suchen, um etwas Cash zu parken. Mit dem abwertenden US-Dollar, was das direkte Ergebnis der erwarteten sinkenden Realzinsen ist, schaut Gold ziemlich gut aus“, so Nadig gegenüber Yahoo Finance. Auf der Nachfrageseite führt er die anhaltenden Goldkäufe von Zentralbanken an sowie die starke Hochzeitssaison in Indien.

Hinzuzufügen wäre die charttechnische Lage. Nachdem Gold den massiven, langjährigen Widerstand oberhalb von $ 1.350/Unze ausgehebelt hat, eröffnen sich nun auch neue Perspektiven für spekulative Goldhändler. Die jüngsten Daten vom US-Terminmarkt haben gezeigt, dass zuletzt immer mehr Händler bei steigenden Kursen in den Handel mit Gold-Futures eingestiegen sind (Goldpreis: Darum kam es zur großen Rally).

Zusammengefasst: Die anhaltenden wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten, die Orientierung großer Volkswirtschaften weg von US-Dollar und die Aussichten auf Spekulationsgewinne bilden ein ideales Umfeld für einen nachhaltig steigenden Goldpreis.

Goldreporter

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Eingetragen von am 28. Jun. 2019. gespeichert unter Gold, Goldpreis, Marktdaten, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

24 Kommentare für “Goldpreis: „Perfekter Sturm“ braut sich zusammen”

  1. Die Chinesen treiben nachts den Goldpreis hoch und tagsüber drückt die Comex.

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  3. Eine perfekte Welt für Gold.

    Niedrig-, Null- und Negativzinsen als Offenbarungseid der Invisible Hand oder das grandiose Scheitern der marktwirtschaftlichen Heilsversprechen von globalem Wohlstand und ewigem Wachstum. Geldpolitik ist in diesen Zeiten des abnehmenden Lichts nur noch bloße Fassadenmalerei. Ein wohlfeiles potemkinsches Dorf, ersonnen zur Belustigung des staunenden Publikums. Und das Orchester der Vorhölle spielt auf zum Tanz.

    https://youtu.be/ad8ukI7Z-b8

    Der perfekte Sturm

    Du stellst dich in den Sturm und schreist
    Ich bin hier ich kann nicht anders
    Alles was ich will ist Gold

    Mit jedem Wind kam ein Traum
    Träume gehen vorüber
    Dein Bett ist vermüllt
    Deine Zweifel schäumen über
    Hast dein Leben lang gewartet
    Hast gehofft, dass es ihn gibt
    Hast den Glauben fast verloren
    Hast dich nicht vom Fleck bewegt

    Jetzt kommt er langsam auf dich zu
    Der Wind schlägt dir ins Gesicht
    Siehst dein Leben wie ein Film
    Du kannst nicht glauben, dass er losbricht

    Das ist der perfekte Sturm
    Das ist der perfekte Tag
    Lass dich einfach von ihm tragen

    • Wolfgang Schneider

      @Thanatos
      Hab ein ganz klein wenig bei Theodor Fontane geklaut, er möge mir vergeben.

      Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Target-Land,
      Ein Geldbaum in seinem Garten stand,
      Und kam die goldene Wochenendzeit
      Und Gold und Silber stiegen weltweit,
      Da stopfte, wenn’s Mitternacht vom Turme scholl,
      Er dem PPT alle Taschen voll,
      Und kam nach Börsenschluß ein Junge, ganz blond,
      So rief er: »Junge, willste ’nen Bond?«
      Und kam ein Mädel, so rief er: »Komm her,
      kauf Aktien und Fonds, und ich hab noch viel mehr.«
      So ging es viel Jahre, bis lobesam
      Der Aktienindex zu sterben kam.
      Man fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
      Wieder lachte der Goldpreis zur Wochenendzeit;
      Da sagte der Index: »Ich scheide nun ab.
      Legt mir einen Druckerstempel mit ins Grab.«
      Und drei Tage drauf, aus dem Frankfurter Haus,
      Trugen Aktienleichen sie hinaus,
      Alle Broker und Zocker mit Feiergesicht
      Sangen »Tenhagen meine Zuversicht«,
      Und die Anleger klagten, das Herze schwer:
      »He is dod nu. Wer erzählt uns nu ’ne Mär?«
      So klagten die Anleger. Das war nicht recht –
      Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
      Der neue freilich, der knausert und spart,
      Hält Gold und Silber im Keller verwahrt.
      Aber der alte, vorahnend schon
      Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
      Der wußte genau, was damals er tat,
      Als um einen Druckerstempel ins Grab er bat,
      Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
      Ein Geldbaumsprößling sproßt heraus.
      Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
      Längst wölbt sich ein FIAT-Baum über dem Grab,
      Und in der goldenen Wochenendszeit
      Leuchtet der Goldpreis weit und breit.
      Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof, ganz blond,
      So flüstert’s im Baume: »Willste ’nen Bond?«
      Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Komm her,
      Hab Aktien und Bonds wie Sand am Meer.«
      So verteilet Papierkram noch immer die Hand
      Des von Ribbeck auf Ribbeck im Target-Land.

      • @Translator

        Du darfst das, weil Du es kannst. Ausserdem gewähre ich Dir Absolution. Praktisch, nicht wahr?

        • Wolfgang Schneider

          @Thanatos
          Damit Du nicht vergißt, wie die einzig richtige Flagge aussieht.
          https://www.youtube.com/watch?v=ryryMz7c_qw

          Den morgigen Goldpreis kann niemand erahnen,
          die Charts und Statistiken kramt man hervor.
          Vor Blasen und Kryptos und Falschgeld zu mahnen,
          ist unsere Pflicht, steigt der Dax auch empor.
          Vorwärts, voran in den sicheren Hafen,
          aus Edelmetall ist die Zukunft gemacht,
          die Sparer, sie haben zu lange geschlafen,
          sie werden bald um ihr Vermögen gebracht.

          Wacht auf, denn im Westen, da steigen die Schulden,
          die Zinsen sind niedrig, Ertrag gibt es nicht.
          die Welt wird den Unsinn nicht lange mehr dulden,
          schon leuchtet aus Shanghai ein goldenes Licht.
          Vorwärts, voran in den sicheren Hafen,
          aus Edelmetall ist die Zukunft gemacht,
          die Sparer, sie dürfen nicht länger mehr schlafen,
          sie werden sonst um ihr Vermögen gebracht.

  4. Die Deckel seit 2011 allesamt weggeflogen.
    Der nächste Deckel:
    1450, 1500, 1550, 1600, …..
    Der Superdeckel: 2.000 Dollar.
    Bitte, liebe Shortseller, lasst den nur zu Silvester wegfliegen.
    Das spart mir die Böller.

  5. Wir rücken gerade in die neue Liga auf!
    Gold beendet den Monat Juni 2019 mit über 1400 USD die Unze!
    Die Ampeln sind jetzt auf grün bei Gold!!!

    • @f.s

      Abwarten! Sieht aber erst einmal gut aus! Mal schauen, was das Wochenende bringt.

  6. Da am Samstag der G20 Gipfel endet, glaube ich das wir am Montag etwas andere Zahlen sehen. Die Frage die sich mir stellt: Wenn die Preise an der COMEX gemacht werden, was war dann los die letzten Wochen ? Ist der Preis abhängig von der Wirtschaft und Politik, werden wir ja am Montag ein Resultat sehen.

    Grüße

    Pinocchio

  7. Alles gut und schön, aber warum kaufen Leute in unsicheren Zeiten Gold ? Um ihr Bargeld loszuwerden und was Sicheres zu haben in Krisenzeiten.
    Wenn der Goldpreis hoch ist , ist es doch auch ein Zeichen , dass die Zeiten schlecht sind. Wenn ich nun mein Gold für teuer Geld verkaufe, habe ich zwar ein Gewinn an Bargeld gemacht , aber meinen Schutz für schlechte Zeiten verloren . oder sehe ich das falsch ? Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren und wäre dankbar, wenn jemand Stellung dazu nehmen würde. Im Voraus vielen Dank und Grüße von Saar

    • Wolfgang Schneider

      @Gedner
      https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/unbarer-zahlungsverkehr/target2/target2-saldo/target2-saldo-603478
      Das Dumme ist, daß unser „Geld“ seine Funktion als Wertspeicher eingebüßt hat. War zu Zeiten der D-Mark anders. Schau mal, wie viel die Zentralbanken drucken: Die EZB unter Draghi 60 Mia. neue € jeden Monat, also 2 Mia. € täglich. Die Bank of Japan umgerechnet 60 Mia. $ (in Yen natürlich) jeden Monat. Und trotzdem langt es nicht, und die Schulden bei den Banken und die der öffentlichen Hand wachsen. Um die Schulden loszuwerden, kann ich als Staat Hyperinflation machen wie Deutschland ab 1923, oder einen Währungs-Schnitt wie Deutschland 1948 (10 zu 1). Die Dummen sind die Sparer. Meiner Oma haben sie aus 2.600 Reichsmark auf ihrem Sparbuch 260 neue Mark gemacht. Die Schulden auf dem Bauernhof (11.000 Reichsmark) blieben ihr 1 zu 1 erhalten. Silber und Gold sind jetzt dieser Wertspeicher. Der Denkfehler ist, daß man in so verrückten Zeiten (Nullzins) noch Rendite erwartet. Es geht um nichts anderes als um Schutz vor Enteignung durch den Staat, der hierfür stets eine passende Ausrede findet. Natürlich mußt Du immer genug Bares auf dem Konto lassen, um 3-4 Monate lang Miete, Versicherungen & Co. bezahlen zu können. Was Du nicht unmittelbar brauchst, solltest Du in Silber (Feinunzen, am besten nur Maple Leaf, Kookaburra, Wiener Philharmoniker usw.) umwandeln, Silber ist kraß unterbewertet, ich halte es für besser als Gold. Natürlich kommt die versiffte Obrigkeit dann auch mit einem Goldverbot. Dann mußt Du es auf Jahre oder Jahrzehnte versteckt halten. Silber zu verbieten ist schwierig, als Industrie-Metall brauchen es zu viele. Achte mal auf die letzte Strophe im Lied:
      https://www.youtube.com/watch?v=G9sVcRxopJU
      Wir sind des Geyers schwarzer Haufen (neu vertextet)

      Wir sind des Fröhlichs gold’ner Haufen, heia hoho.
      In Nordschweden wollen wir saufen, heia hoho.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.

      Als @Wolfgang Schneider lauwarm spann, kyrieleis,
      kam @Thanatos das Grausen an, weil er es besser weiß.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.

      Den @Krösus, den ficht gar nichts an, heia hoho,
      Karl Marx, den führt er in der Fahn‘, schafft Gold und Silber ran.
      Gold voran, frei und wild, Feuer unter’m Arsch dem rothen Schild.
      Gold voran, frei und wild, Feuer unter’m Arsch dem rothen Schild.

      Beim AWD gibt’s Brand und Stank, heia hoho.
      Manch Vermögen über die Klinge sprang, heia hoho.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.

      Professor Bocker hört man nicht, heia hoho.
      Der Crash wird sein das Strafgericht, heia hoho.
      Gold voran, drauf und dran, schafft euch alle bloß kein Bitcoin an.
      Gold voran, drauf und dran, schafft euch alle bloß kein Bitcoin an.

      Finanzamt sucht bei uns zu Haus, heia hoho,
      uns’re Enkel graben die Barren aus, heia hoho.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.
      Gold voran, drauf und dran, setzt auf’s Börsendach den roten Hahn.

    • @gedner
      Das haben Sie richtig erkannt.
      Teuer-billig bezieht sich ausschliesslich auf das per se ungedeckte und eigentlich wertlose Papier. Den Wert erhält dies aber nur, durch das Versprechen dahinter.Dieses ist nicht mal ein garantierter, juristischer Vertrag.
      Eigentlich dürfte sich kein Mensch auf so etwas einlassen.
      Dass sie es tun, liegt an der Obrigkeitsgläubigkeit in der Zeit der Kaiser.
      Glaubt also der Mensch mehr an dieses Papier, ist Gold gegen das Pspier billiger und umgekehrt.
      Man sieht das sehr schön an Trumps Twitter. Per Twitter verspricht er mal mehr, mal weniger.
      Fazit: Nur ein Wahnsinniger oder total Verzweifelter tauscht sein Gold gegen solches Twitter-Papierchen.Man kann das Twittern aber ausnutzen um mehr Gold fürs Papierchen zu erwerben.
      Deshalb danke ich Trump für sein gestriges Twittern. Vielleicht bekomme ich Montags mehr Gold dafür.

      • Wolfgang Schneider

        Gold zirkuliert. weil es Vertrauen hat. Geld hat vertrauen, weil es zirkuliert.
        Ist der Lieblingsspruch von unserem @Krösus, stammt von Karl Marx.

        • @Translator

          Nicht böse sein, aber ich muss dieses Zitat ein klein wenig korrigieren. Ist nichts Persönliches.

          Gold zirkuliert weil es Wert hat. Papiergeld hat Wert weil es zirkuliert.

          Karl Marx

          Dieses Zitat liest sich sehr simpel, aber es hat durchasus ne Menge Stoff in sich und bedarf einer Erklärung.

          Nach der Arbeitswerttheorie von Marx – deren Ursprünge bis Aristoteles zurück reichen – wird der Wert einer Ware durch das Maß an Arbeit bestimmt, das zur Herstellung dieser Ware, im gesellschaftlichen Durchschnitt nötig ist.

          Reines Gold zu finden, zu fördern zu scheiden usw. erfordert jede Menge an Arbeit. Genau deshalb verfügt Gold selbst in kleinen Barren oder Münzen über eine überaus hohe Wertdichte. In diesem Sinne kommt Marx zu dem Schluss, dass Gold im volkswirtschaftlichem Kreislauf ( Zirkulation ) genutzt wird, weil es echten d.h. dem Golde inhärenten Wert hat.

          Demgegenüber hat Papiergeld keinen eigenen inhärenten Wert, weil der Arbeitswand zu Herstellung desselben, mikroskopisch klein ist. Papiergeld gewinnt allerdings dadurch an Wert ( ohne selbst Wert haben zu müssen ) weil es volkswirtschaftlichem Kreislauf als allgemein anerkanntes Zahlungsmittel fungiert. Jeder benutzt es, wir zahlen unsere Brötchen, unsere Miete, Steuern, Auto, Fahrrad usw. usw. mit völlig wertlosem Papiergeld, welches allein deshalb Wert hat weil es genutzt wird, bzw. laut Marx weil es zirkuliert.

        • @ws
          was bleibt denen auch anderes übrig. Hat man zulange den Versprechen der US Partner vertraut und ist danach vom Dollar und dem Zahlsystem abhängig geworden.
          Es wird noch Jahre brauchen, sich vom Dollar zu lösen.
          Sämtlicher Commodities Verkehr läuft über die US Terminbörse.Noch.
          Alles wird zur Zeit noch in Dollars verrechnet.

    • @Gedner

      Deine Frage ist berechtigt, aber nicht so einfach zu beantworten.
      Gold oder auch Silber sollte in verschiedenen Größenordnungen gebunkert werden. Meine größte Größenordnung sind diverse 100 Gramm Goldbarren die kleinste sind Goldmark von 2001, welche derzeit für runde 500 Euro bei ebay gehandelt werden.

      Verkaufst Du nun eine Münze bleiben immer noch Münzen und Barren übrig, die Dir später weiter helfen können. Des Weiteren können Goldbarren oder Münzen auch beliehen werden. Unabhängig davon, ist Gold die einzig wirkliche international kovertible Währung. Was heißt, dass Du Gold auch im Ausland lagern, beleihen oder verkaufen kannst.

      Ebenso könntest Du mit wenig Gold in Krisenzeiten echte Sachwerte kaufen
      mit denen Du zumindest Deine Existenz sichern könntest. z.B. Kapital und somit Gewinnbeteiligung an einem Bauernhof oder einem Handwerksbetrieb.
      Du könnest dein Kapital auch in eine Schnapsbrennerei investieren. Wenn die Zeiten schlecht sind dürfte Schnaps einen reißenden Absatz finden.
      Wenn es so richtig Dicke kommt – und der Tag wird kommen – dann werden dir die Leute selbst die kleinste Goldmünze aus den Händen reißen.

      Es finden sich bei längerem Nachdenken sicherlich noch weitere sinnvolle Möglichkeiten, mit Gold einigermaßen unbeschädigt aus der Krise zu kommen.

  8. Erstmals vielen Dank für Ihre Bemühungen mir den Sachverstand für Gold näher zubringen. Ich habe schon vor Jahren Gold gekauft und könnte die Menge nun gewinnbringend verkaufen . Mit dieser Summe Geld könnte ich dann , wenn der Goldpreis wieder stark gefallen ist , nochmals Gold kaufen. Für diese Zeit wäre ich dann aber schutzlos den Gefahren einer Krise ausgeliefert. Wie verhalten Sie sich in solchen Dingen ? Sollte man risikobereit sein oder eher auf Nummer sicher gehen ?

    • @gedner
      Schutzlos und volles Risiko kann schon Spass machen.
      No risk, no fun.
      Ich persönlich verzichte auf derartigen fun.
      Aber es gibt Adrenalin Junkies, die lieben das.
      2020 soll Facebook, Google mit einer neuen Kryptowährung aufmaschieren.
      Libra genannt. Diese gefällt mir wesentlich besser als Bitcoin.
      Vor allem, weil was kapitalstarkes dahinter stecken könnte.
      Hat sich jemand schon damit beschäftigt ?
      So als Alternative zum 2. Konto bei der DB oder Sparkasse ?
      Wie schwarz ist das dort Gebunkerte Geld ?

    • @Grdner

      Gold ist ein strategisches Investment, kein spekulatives. Es dient der Absicherung erworbenen Vermögens. Gold verkaufe ich nur, wenn ich dringend Geld für größere Anschaffungen brauche z.B. ein neues Auto. Sobald ich wieder Bargeld übrig habe, kaufe ich Gold nach. Wir leben in krisenhaften Zeiten und es gibt nicht die geringste Aussicht auf Besserung.

      In der mittel und langfristigen Tendenz wird Gold weiter steigen, davon bin ich felsenfest überzeugt. Meine ökonomischen, historischen und politischen Studien sagen nichts Anderes. Kurzum wenn es nur irgend möglich ist halten sie an Ihren Goldvorräten fest. Unter Umständen kann dieses Gold Ihr Leben retten. Anschließend einer kleiner ausblick was inflation für Konsequenzen haben kann.

      ……………………………………………………………….

      Inflation 1923 …Alles was hier geschrieben steht, ist wirklich passiert

      Prolog

      Der Hyperinflation von 1923 war der erste Weltkrieg vorausgegangen.
      Dieser Weltkrieg war der erste Krieg in der Geschichte der mittels in industrieller Massenproduktion hergestellten Waffen geführt wurde. Damals kam auch der Begriff der Materialschlacht auf. Eine solche Rüstungsindustrie erforderte wiederum einen derart hohen Geld und Kapitaleinsatz den keiner der kriegsführenden Staaten aufbringen konnte. Die Staaten gaben sogenannte Kriegsanleihen heraus. Die Bürger konnten diese Anleihen vom Staat kaufen und nach dem Krieg mit Gewinn wieder verkaufen. Jeder der kriegsführenden Staaten hoffte zu siegen und die Schulden aus den Anleihen den Kriegsverlierern aufnötigen zu können. Funktioniert hat dies in keinem Fall.
      Der Kriegsverlierer Deutschland hat seine letzte aus dem Weltkrieg I resultierende Schuldenrate erst im Jahr 2010 zurück zahlen können. Die Kriegsschulden aus dem Weltkrieg II hat im Übrigen zum übergroßen Teil die DDR allein tragen müssen, während den 3 Westzonen d.h. der späteren BRD die Schulden faktisch erlassen wurden. Dies war mit ein maßgeblicher Grund dafür, dass die DDR wirtschaftlich nie auf die Beine kam und man in Westdeutschland ergo der alten BRD Wirtschaftswunder feiern konnte. Der Wirtschaftshistoriker Arno Peters hat 1990 errechnet, dass die alte BRD der DDR die gigantische Summe von sage und schreibe 750 Milliarden DM als Ausgleich für die einseitige Kriegsschuldenlast schulden würde.

      …………………………………………………………………………………

      Inflationen hatte es (ebenso wie spekulative Finanzkräche) schon mehrfach in der kapitalistischen Geschichte gegeben; so etwa in Gestalt der sogenannten Assignaten während der Französischen Revolution oder des Papierdollars im US-amerikanischen Bürgerkrieg Mitte des 19. Jahrhunderts. Jedesmal war die Ursache eine von der Realökonomie des warenproduzierenden Systems abgekoppelte staatliche Geldschöpfung (die französischen »Assignaten« etwa waren im Prinzip etwas ganz Ähnliches wie die »Darlehenskassenscheine« des Deutschen Reiches); und jedesmal diente diese Vorgehensweise einer durch die regulären Staatseinnahmen nicht gedeckten Rüstungs- und Kriegsfinanzierung. Diese »toten Kosten« des Systems im Kriegszustand gingen aber in der industriellen Materialschlacht mit ihrem »Walzwerk der Front« nicht nur um ein Vielfaches über alle früheren Kriegskosten hinaus; gleichzeitig mußte die inflationäre Folge auch die gesellschaftliche Reproduktion viel härter und tiefer treffen als alle früheren Inflationen, weil ein wesentlich größerer Teil des Lebens unmittelbar vom Geld abhing als auf älteren Entwicklungsstufen des Systems. In der »staatssozialistischen« Kriegswirtschaft konnte die Inflation zunächst zurückgestaut werden. Dafür brach sie nach Kriegsende dann um so heftiger los. Zum einen erschien ja die abgekoppelte Geldschöpfung in Form von Löhnen und Gewinnen der Rüstungsindustrie, der militärischen Logistik usw. als irreguläre Kaufkraft wieder. Zum ändern trat auch die Tilgung und Verzinsung der Kriegsanleihen als zusätzliche Kaufkraft in Erscheinung, die nach Kriegsende erst richtig angeheizt wurde, da der finanziell ruinierte Staat die ungeheuren Schulden bei seinen Bürgern (und teilweise auch im »befreundeten« Ausland) durch hemmungsloses Anwerfen der
      Notenpresse zu bedienen suchte, um den Schein eines geordneten Kreditwesens aufrechtzuerhalten. Dem stand ein durch die Kriegslasten drastisch vermindertes ziviles Warenangebot (bis hin zu einem Mangel an elementaren Lebensmitteln) gegenüber.

      Natürlich hätte man vorher wissen können, welches Spiel man da betrieb. Aber unter dem Eindruck des industrialisierten Krieges gab es in dieser Hinsicht wenig Problembewußtsein. Außerdem hofften alle, als Sieger die Kriegskosten auf die Verlierer abwälzen zu können. Tatsächlich wurden Deutschland, das ja zu den aggressivsten Kriegstreibern gehört und durch seine Flottenpolitik die Kriegskonstellation wesentlich mit verursacht hatte, im Friedensvertrag von Versailles ungeheure Reparationen auferlegt, die jedoch wegen der Wirtschaftskrise nie ganz bezahlt wurden und außerdem trotz ihrer Höhe die Kriegskosten der westlichen Siegermächte sowieso nicht hätten ausgleichen können.

      So kam, was kommen mußte: Der »monetäre Rückstau« verwandelte sich in eine Flut des irregulären Geldes, die über die Gesellschaft hereinbrach und die Warenpreise immer schneller in die Höhe trieb.

      Die im Lauf des 19. Jahrhunderts mit seiner allgemeinen Goldbindung

      der Währungen selbst in der Wirtschaftswissenschaft vergessene inflationäre Krise des Geldes erfaßte nahezu ganz Europa und andere Teile der Welt; am wenigsten die USA, die relativ problemlos zum Goldstandard zurückkehren konnten. Waren die USA vor dem Krieg noch mit vier Milliarden Dollar im Ausland verschuldet, so kehrte sich das Verhältnis nun in derselben Größenordnung um; vor allem England und Frankreich hatten sich für Kriegsmaterial und Kriegsfinanzierung beim historischen Aufsteiger verschulden müssen. Die Folge war, daß nahezu alle anderen Währungen auch in ihrem Außenwert riesige Einbußen gegenüber dem Dollar erlitten, der damit seinen ersten Anlauf zur Rolle der neuen globalen Leitwährung unternahm. Trotzdem blieben auch die USA nicht ganz von der Inflation verschont, die allerdings bei den europäischen »Siegermächten« erheblich höher war.

      Wesentlich dramatischer fiel die Inflation bei den Kriegsverlierern aus. Deutschland, maßlos wie immer, stellte dabei einen absoluten, bis heute nicht wieder erreichten Weltrekord auf. Binnen weniger Monate zwischen 1922 und 1923 schütteten fast zweitausend Notenpressen das Land mit einer Sintflut aus Papiergeld zu. Die Preise stiegen bis in groteske Dimensionen an. Für diese überbordende Geldentwertung wurde der Ausdruck »Hyperinflation« geprägt, ein Vorgang, der in etwas kleineren, aber immer noch hochpotenzierten Dimensionen auch die anderen Kriegsverlierer und vor allem Osteuropa heimsuchte:

      »Am Ende dieses Prozesses hatten sich die Preise im Vergleich zur Vorkriegsbasis in Österreich um das Vierzehntausendfache, in Ungarn um das Dreiundzwanzigtausendfache, in Polen um das zweieinhalb Millionenfache, in Rußland um das vier Milliardenfache und in Deutschland um eine Billion erhöht.

      Die Folge war natürlich eine völlige Zerrüttung des Geldsystems. Die tiefe Irrationalität des Kapitalismus brach in seiner geheiligten Grundform hervor und machte den Fetischismus dieses Gesellschaftssystems bis zur Lächerlichkeit sichtbar. Wie in einem verrückten Märchen wurden plötzlich alle Millionäre und Milliardäre, aber gerade dadurch ruiniert. Ein Brötchen kostete Tausende, schließlich Millionen und Milliarden Mark. Auf dem Höhepunkt der Inflation wurde das Geld schubkarrenweise ausgezahlt und mitgeführt. Diese Katastrophe der Geldform trieb Behörden, Firmen und Privatmenschen zu entsprechend verrückten Verhaltensweisen, um den Konsequenzen ihrer eigenen, verselbständigten und außer Kontrolle geratenen Gesellschaftlichkeit zu entgehen: »Groteske Erscheinungen begleiteten die anschwellende Flut des Papiergeldes. Auch Arbeiter, Angestellte und Beamte traten jetzt die Flucht in die Sachwerte an. Da Immobilien, Aktienpakete und Juwelen für sie unerschwinglich waren, begnügten sie sich mit haltbaren Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen.

      Nach der Lohnzahlung wurde in den meisten Betrieben der Arbeitsprozeß
      unterbrochen. Mit Bündeln von Banknoten bepackt, stürzte die Belegschaft in die umliegenden Geschäfte, um irgendwelche Waren zu kaufen, ehe der nächste Preisschub den Lohn wertlos machen würde. Wie in der Kriegszeit bildeten sich vor den Läden lange Schlangen. Der Einzelhandel versuchte, sich gegen den Schwund der Kaufkraft des Papiergeldes zu wappnen, indem er die Höhe seiner Verkaufspreise nach dem jeweiligen Austauschverhältnis zwischen der Mark und dem US Dollar ausrichtete. Als sich im Herbst 1923 dieser >DollarkursFamiliensilberNotküche< einreihen mußte, wenn er eine warme Mahlzeit erhalten wollte .
      Die »nächstbesten Raffkes«, das waren die Spekulanten, die auf den Wogen der Geldkrise zu surfen begannen. Die Inflation mit ihren zerrüttenden Wirkungen spülte, wie so oft in der kapitalistischen Krisengeschichte, wieder einmal den Typus des Glücksritters und Cleverles nach oben. Während die Massen und große Teile des Mittelstands verelendeten, spreizte sich eine kleine Schicht von spekulativen Krisengewinnlern in der obszönen Präsentation ihres luftigen Reichtums; und gerade diese Schicht von Neureichen war es, die mitten im Massenelend die Anfänge des technokulturellen »Konsumismus« am weitestgehenden realisieren konnte und die Imaginationen des Zeitgeistes bestimmte.

      Usw. usw.
      Epilog
      Der erste Absatz ist von mir, der Rest stammt aus dem Schwarzbuch Kapitalismus von Robert Kurz

      Zum Buch

      Der Kapitalismus treibt auf eine ausweglose Situation zu. Der Lebensstandard breiter Bevölkerungsschichten sinkt, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, der Ausweg in die Dienstleistungsgesellschaft erweist sich als Illusion. Die Marktwirtschaft wird mit ihren Produktivitätssprüngen – Automation und Globalisierung – nicht mehr fertig. In einer Analyse der drei großen industriellen Revolutionen zeichnet Robert Kurz die Geschichte des Kapitalismus nach und zeigt gleichzeitig, dass die bisherigen Gegenentwürfe das Wesen der Marktwirtschaft unangetastet ließen. Er macht deutlich, weshalb die Wachstumsdynamik der letzten 200 Jahre zwangsläufig erlischt und warum das bisherige System von Arbeit, Geldeinkommen und Warenkonsum nicht mehr zu retten ist.

      Der Autor

      Robert Kurz, 1943 geboren, lebt als freier Publizist, Journalist und Referent im Kultur- und Wirtschaftsbereich in Nürnberg. Er ist Mitherausgeber der gesellschaftskritischen Theoriezeitschrift Exit
      …………………………………………………………………………
      Nur Gold ist Geld, alles andere ist Kredit

      J.P.Morgan

  9. Wolfgang Schneider

    @Krösus
    Damals in den 20ern fuhr mein Opa Erich mit einem Pferdefuhrwerk voll Gerste nach Seelow zur Brauerei. Er hatte einen Rucksack mitgenommen, in den bekam er das Papier-Bargeld hineingesteckt. Zwei Tage später bekam er in Seelow für dieses Geld eine Schachtel Streichhölzer.

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▷ Notfallplan für Goldanleger

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Ratgeber Tresorkauf

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▷ Schließfach- und Depotlagerung

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▷ Spezial-Report Tresore!

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▷ Strategien für Goldbesitzer

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▷ Wenn Gold wieder Geld wird

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