Mehrere Großbanken rechnen mit einem weiter steigenden Goldpreis. Goldman Sachs warnt allerdings: Der Optionsmarkt kann Kursbewegungen in beide Richtungen verstärken.

Goldpreis-Prognose von Goldman Sachs
Der Goldpreis hat sich nach dem Rückschlag im ersten Halbjahr kräftig erholt. Zuletzt überstieg das Edelmetall sogar wieder der Marke von 4.600 US-Dollar. Nun sehen mehrere Großbanken weiteres Aufwärtspotenzial. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf die Geldpolitik und die Goldkäufe der Zentralbanken. Auch der Optionsmarkt könnte die nächste Kursbewegung beschleunigen.
Mehr dazu: Goldpreis aktuell – aktuelle Kursentwicklung
Das Wichtigste in Kürze
- Goldman Sachs erwartet zum Jahresende 4.900 US-Dollar, hält aber auch höhere Kurse für möglich.
- Morgan Stanley sieht den Goldpreis 2027 über 5.000 US-Dollar, UBS nennt bis zu 5.400 US-Dollar.
- ETF-Zuflüsse, Notenbankkäufe und Sorgen um die US-Staatsfinanzen sollen den Goldmarkt stützen.
Goldman Sachs erwartet zum Jahresende einen Goldpreis von 4.900 US-Dollar je Unze. Allerdings hält die US-Bank auch deutlich höhere Kurse für möglich. Dafür müssten westliche Investoren ihre Goldkäufe weiter ausbauen, während die Zentralbanken gleichzeitig an ihrer hohen Nachfrage festhalten.
Als zusätzlichen Kurstreiber nennt Goldman die stark gestiegene Nachfrage nach Call-Optionen auf Gold. Mit solchen Instrumenten setzen Marktteilnehmer auf steigende Preise. Nähern sich die Notierungen wichtigen Ausübungspreisen, müssen die Verkäufer dieser Optionen ihre Risiken absichern. Dazu kaufen sie Gold oder entsprechende Terminkontrakte. Dadurch kann eine laufende Rally zusätzlich an Dynamik gewinnen.
Dieser Mechanismus funktioniert jedoch auch in die andere Richtung. Fällt der Goldpreis, lösen Händler ihre Absicherungsgeschäfte wieder auf. Die daraus entstehenden Verkäufe könnten eine Korrektur verstärken. Goldman spricht deshalb von einem mechanischen Kursbeschleuniger, der sowohl aufwärts als auch abwärts wirkt.
Morgan Stanley sieht Goldpreis über 5.000 US-Dollar
Morgan Stanley hat seinen Ausblick ebenfalls angehoben. Der Goldpreis erreichte das ursprünglich für das vierte Quartal vorgesehene Kursziel von 4.450 US-Dollar deutlich früher als erwartet. Nun sieht die Bank für 2027 einen möglichen Anstieg über 5.000 US-Dollar. Allerdings rechnen die Analysten auf dem Weg dorthin weiterhin mit starken Schwankungen.
Unterstützung kommt vor allem von der wieder steigenden ETF-Nachfrage. Nach Angaben von Morgan Stanley flossen im Juli und August rund 70 Tonnen Gold in entsprechende Anlageprodukte. Im Mai und Juni waren dagegen noch 93 Tonnen abgeflossen.
Auch UBS wird optimistischer. Die Bank erwartet innerhalb der kommenden zwölf Monate einen Goldpreis von 5.200 US-Dollar. Für Ende September 2027 wurde sogar ein Kursziel von 5.400 US-Dollar genannt. Als mögliche Treiber gelten ein schwächeres Wirtschaftswachstum, spätere Zinssenkungen der US-Notenbank und eine erneute Abwertung des US-Dollars.
Anleiherückkäufe stärken Goldpreis
Der jüngste Goldpreisanstieg folgte auf die Ankündigung des US-Finanzministeriums, seine Rückkäufe länger laufender Staatsanleihen auszuweiten. Das maximale Volumen einzelner Rückkaufoperationen im Laufzeitbereich von zehn bis 30 Jahren soll von 2 Milliarden auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar steigen.
Zwar erholten sich die langfristigen US-Renditen nach einem kurzen Rückgang wieder. Der Goldpreis gab seine Gewinne jedoch nicht ab. Nach Einschätzung von ING zeigt diese Entwicklung, dass die Rally nicht allein auf niedrigere Marktzinsen zurückzuführen ist.
Vielmehr rücken die steigende US-Staatsverschuldung und die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen stärker in den Vordergrund. Anleger werten die Anleiherückkäufe teilweise als Versuch, die langfristigen Finanzierungskosten der USA zu begrenzen. Dadurch gewinnen Sorgen über eine schleichende Geldentwertung an Bedeutung.
Citigroup erwartet deshalb eine verstärkte Rückkehr des sogenannten „Debasement Trade“. Dabei setzen Anleger auf Vermögenswerte, die Schutz vor der Entwertung staatlicher Währungen bieten sollen. Gold gehört neben Bitcoin zu den wichtigsten Vertretern dieser Strategie. Gleichzeitig könnten Investoren verstärkt gegen den US-Dollar positionieren.
Gold-ETF verzeichnen wieder Zuflüsse
Auch ING verweist auf die Erholung der Investmentnachfrage. Weltweite Gold-ETF verzeichneten im Juli Zuflüsse von 3 Milliarden US-Dollar. Dadurch stiegen ihre Bestände laut World Gold Council um 23 Tonnen. Im August setzte sich die Entwicklung fort. Die von Bloomberg erfassten Fonds nahmen an einem einzigen Handelstag rund 18 Tonnen Gold auf – der stärkste Tageszufluss seit fast einem Jahr.
Auch die von uns beobachteten Bestände des SPDR Gold Shares (GLD) stiegen zuletzt fünf Wochen in Folge.
Damit kehren westliche Finanzinvestoren allmählich an den Goldmarkt zurück. In den vergangenen Jahren hatten vor allem die Zentralbanken den Preis gestützt. Nun könnte die Kombination aus ETF-Zuflüssen und staatlicher Goldnachfrage für zusätzlichen Rückenwind sorgen.
Im Juni kauften die Notenbanken netto 51 Tonnen Gold. Im gesamten ersten Halbjahr beliefen sich die gemeldeten Nettokäufe auf 102 Tonnen. Vor allem Polen und China stockten ihre Reserven weiter auf.
Die strukturelle Nachfrage dürfte anhalten. In einer Umfrage des World Gold Council erwarten 89 Prozent der befragten Zentralbanken, dass die weltweiten Goldreserven in den kommenden zwölf Monaten steigen. Gleichzeitig planen 45 Prozent, ihre eigenen Bestände zu erhöhen. Das ist der höchste bisher ermittelte Anteil.
ING bleibt deutlich vorsichtiger
Trotz der positiven Signale gehen die Prognosen der Banken weit auseinander. ING erwartet für das vierte Quartal 2026 bislang lediglich einen durchschnittlichen Goldpreis von 4.150 US-Dollar. Allerdings räumen die Analysten ein, dass die Risiken für diese Prognose zunehmend auf der Oberseite liegen.
Trotz des 14-prozentigen Anstiegs im August sind sich die Analysten von Standard Chartered noch nicht vollkommen sicher, ob der Boden bei Gold bereits erreicht wurde. Die Bank erwartet zumindest keine explosive Rally, sondern einen schrittweisen Anstieg. Für die kommenden sechs bis zwölf Monate nennt sie ein Ziel von rund 4.600 US-Dollar.
Als größtes Hindernis gelten die hohen Renditen langlaufender Staatsanleihen. Die Rendite 30-jähriger US-Treasuries befindet sich trotz der angekündigten Rückkäufe in der Nähe eines 19-Jahres-Hochs. Hohe Realzinsen erhöhen grundsätzlich die Opportunitätskosten der unverzinsten Goldanlage.
Allerdings hat sich dieser traditionelle Zusammenhang zuletzt abgeschwächt. Gold stieg zeitweise weiter, obwohl die langfristigen Realzinsen kaum nachgaben. Das spricht dafür, dass fiskalische Risiken, Notenbankkäufe und die Suche nach einem sicheren Wertspeicher derzeit stärker wirken als das Zinsniveau allein.



Also meine Analysen treffen da zu 90% mehr zu.
Macht mein Kater zuerst in den frischen Streu, dann steigt Gold!
Ist meine Katze zuerst dran, dann fällt Gold !
Da ich meine Katze derzeit immer zuerst aussperre ist Gold gestiegen,logisch!
Also wenn eine Großbank zwei gute Analysten nebst Betreuer sucht……. für monatlich drei Unzen Gold und 100 oz Silber gibt es uns.
Wir sind unbestechlich aber käuflich.